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Franziskus redet Klartext zur Frauenordination – Warum aber schwimmt er zur Homosexualität?

Papst Franziskus legt Luftballon auf Altar der Päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore

von Martha Weinzl

(Rom) Die Pressekonferenz von Papst Franziskus auf dem Rückflug von Rio hat es in sich. Die Medien jubeln. Die Homo-Lobby veröffentlichte bereits gewohnt despektierliche Bilder des Papstes, dieses Mal mit Homo-Regenbogen-Schärpe um den Hals.

Welchen Nutzen haben solche 360-Grad-Pressegespräche? Helfen sie die kirchliche Lehre zu verkünden?

Auf dem Interkontinentalflug plauderte Papst Franziskus mit 70 Journalisten locker vom Hocker.

Zur Frauenordination sagte er kurzangebunden, daß die Frage von der Kirche „definitiv entschieden ist“ und die Antwort „Nein“ lautet: „Die Tür ist zu“, so wie es auch bereits Papst Johannes Paul II. 1994 geäußert hatte. Eindeutiger geht es nicht. Eine kategorische Antwort  ohne wenn und aber, die der katholischen Lehre und Überlieferung entspricht.

Umso erstaunlicher schwamm der Papst beim Thema Homosexualität. Kirchenfreundliche Medien betonen zurecht, daß der Papst ausdrücklich auf den Katechismus der katholische Kirche verwiesen und damit die genuine katholische Lehre wiederholt hat. Von einer „Öffnung“ oder „Kursänderung“ könne keine Rede sein.

Warum tun sich Kirchenvertreter schwer, kirchliche Lehre zur Homosexualität auszusprechen?

Warum aber tun sich Kirchenvertreter so schwer, die Lehre der Kirche zum Thema Homosexualität ebenso klar und unzweideutig auszusprechen, wie es der Papst zur Frauenordination getan hat? Die „mißverständlichen“ Aussagen von Kardinal Schönborn, Kardinal Woelki, Kardinal Daneels, um nur einige Beispiele zu nennen, sind in bester Erinnerung. Selbst dem Papst scheint es nicht viel besser zu ergehen. So klar seine Sprache beim Thema Frauenordination war, so unklar und abwägend wurde sie beim Homo-Thema. Wiegt der Druck der veröffentlichten Meinung so groß?

Warum sagte er nicht, zur Homosexualität, zur Homo-Ehe und zur Adoption von Kindern für Homosexuelle, daß die Position der Kirche „definitiv klar“ ist und die Antwort „Nein“ lautet, „Die Tür ist zu“? Stattdessen wurde er vage, suchte nach impliziten Formulierungen, zitierte den Katechismus nur zum Teil. Der Rest blieb unausgesprochen und muß dazugedacht werden. Was aber ist mit den Nicht-Katholiken und jenen Katholiken, die den Katechismus und die katholische Lehre zum Thema gar nicht oder nicht so genau kennen? Was sollen sie sich dazudenken?

Ist Homosexualität nur eine Frage des „Kindesmißbrauchs“, des zivilen Strafrechts und der „Lobby-Bildung“? Ist nur das ein „Verbrechen“ und „immer schlecht“? Hat die Kirche nichts Eigenständiges zum Thema zu sagen? Warum ist dann die katholische Kirche der Feind Nummer 1 der Homo-Lobby?

Kein „Gay ist okay“, aber auch nicht das Gegenteil – Das ist eine Akzentverschiebung

Zur Homosexualität fällt dem Papst nur ein: „Wenn einer homosexuell ist und Gott sucht, wer bin ich, um sein Richter zu sein?“ Alles richtig und alles katholisch verstehbar. Aber wie verstehen es Nicht-Katholiken? Wie verstehen es Homosexuelle? Wie verstehen es sogar viele Katholiken, die nie in den Genuß einer guten Glaubensunterweisung gekommen sind? Da fehlt doch Entscheidendes. War da nicht noch die Stelle, daß eine Person mit homosexueller Neigung enthaltsam leben muß? Einfach vergessen? Einfach unterschlagen? Verkürzung des Glaubens nennt man das eigentlich. Ich weiß: Nun werden notorische Papst-Jubler lautstarken Protest anmelden. Natürlich sagte der Papst nicht „Gay ist okay“. Er sagte aber auch nicht das Gegenteil. Und das reichte, daß Massenmedien, die die öffentliche Meinung machen, den die katholische Lehre auf den Kopf stellenden Spruch mit Reim in die Schlagzeilen setzen konnten. Abgesehen davon, daß nachträgliche Richtigstellungen ohnehin nur mehr einen Bruchteil des angerichteten Schadens beheben können, wird es keine Richtigstellung geben.

Zum Fall Ricca sagte der Papst, man habe nichts gefunden, was gegen die Ernennung gesprochen hätte. Er sagte aber nichts zu den Enthüllungen des Vatikanisten Sandro Magister nach der Ernennung. Und er bestätigte Riccas sexuelle Eskapaden indirekt sofort mit dem nächsten Satz. Denn ohne abzusetzen und ohne gefragt zu sein, sprach das Kirchenoberhaupt im selben Zusammenhang, wenn auch verallgemeinernd, von „Sünde“ und sündhaftem Verhalten. Daß jeder Jugendsünden begangen habe, daß es aber in der kirchlichen Lehre Reue, Umkehr und Vergebung gibt. Völlig richtig und wiederum eindeutig katholisch verstehbar. Aber, wie verstehen das Nicht-Katholiken? Wie verstehen das… siehe oben.

Fall Ricca: Seltsames Ja/Nein – Welches Signal sendet der Papst aus?

Was will der Papst damit aber sagen: Man habe gegen Ricca „nichts gefunden“, aber die Enthüllungen zu Riccas homosexuellem Treiben stimmen. Ein seltsames Ja-Nein-Spiel. Ganz nebenbei bemerkt, waren Riccas uruguayische Liebeleien schon altersbedingt nicht gerade das, was man unter Jugendsünden verstehen könnte. Vor allem aber, ist Homosexualität nur eine Jugendsünde? Wiederum implizit muß man in den Worten des Papstes mitdenken oder besser annehmen, daß Ricca gebeichtet hat und das bei ihm. Das Beichtgeheimnis gilt. Keine Frage. Das ist die persönliche Dimension der Causa Ricca und damit soll dieser Gedankengang hier auch enden.

Dennoch bleiben Fragen außerhalb der persönlichen Dimension. Nicht in die persönliche Dimension fällt etwa die Frage, ob Ricca für einen so delikaten Posten bei der Vatikanbank wirklich geeignet ist? Ebenso die Frage, welches Signal der Papst mit seiner Nicht-Entscheidung im Fall Ricca aussendet. Muß nicht der Eindruck entstehen, und tut er das nicht schon, daß unter Papst Franziskus es endlich auch in der Kirche egal ist, wenn man homosexuell ist? Natürlich, ganz in flagranti sollte man sich dabei nicht erwischen lassen, aber nachschauen kommt keiner mehr. Anders ausgedrückt: Ob homosexuell oder nicht spielt im Vatikan, auch in hohen Positionen keine Rolle. Den Teil des Katechismus, der besagt, daß Personen mit homosexueller Neigung enthaltsam leben müssen, hat der Papst ja nicht ausgesprochen. Er gehört zum implizit mitzudenkenden Teil. Aber wie verstehen das Nicht-Katholiken? Wie verstehen das … siehe oben.

Das Spiel mit Auslassungen und impliziten Formulierungen

Spitz formuliert könnte man sagen: Die katholische Lehre wird gewissermaßen unterschlagen und durch diese Unterschlagung entsteht der öffentliche Eindruck in und außerhalb der Kirche, daß Homosexualität „kein Problem“ mehr ist. Wie wird ein „homosexuell Veranlagter“ das wohl verstehen? Wie die öffentliche Meinung?

Noch einmal von vorne. Der Papst reduzierte die Frage auf den Satz: „Wenn einer homosexuell ist, aber Gott sucht, wer bin ich denn, um sein Richter zu sein?“ Nach diesen Überlegungen und den Katechismus zur Hand ist dieser Satz einfach nur absurd. Der Papst scheint zu vergessen, daß er der Papst ist und die Pflicht hat, den Gläubigen in Fragen des Glaubens aber auch der Moral den Weg aufzuzeigen.

Nur die Lobbybildung von Homosexuellen ist unmoralisch? Und vom widernatürlichen Verhalten ist keine Rede mehr? Die Akzentverschiebung ist offensichtlich und sie entspricht in der Tendenz genau der schon seit einigen Jahren feststellbaren Unterschlagung und dem Verschweigen der kirchlichen Lehre zum Thema Homosexualität. Um ganz genau zu sein, ist diese Tendenz bereits im Katechismus andeutungsweise vorhanden. Das in die deutsche Fassung eingeführte Wort „Veranlagung“ weist bereits in eine falsche Richtung.

Akzentverschiebung nicht ohne Auswirkungen: Das sorgfältige Schweigen zu „heißen“ Themen

Eine solche Akzentverschiebung durch einen Papst kann nicht ohne Auswirkungen auf die öffentliche Meinung und die Meinung der Katholiken bleiben. Von den Oberhirten bekommen beide schon seit Längerem die katholische Lehre zum Thema nicht mehr zu hören. Gleichzeitig stehen die Katholiken unter Dauerbeschuß einer tagtäglichen Homopropaganda. Mental werden viele, selbst brave Katholiken in die Knie gegangen sein. Zumindest werden sie sich einer öffentlichen Auseinandersetzung auch im kleinen Kreis entziehen, weil ihnen mangels Formung selbst bei gutem Willen die Argumente fehlen oder weil sie es für opportuner halten.

Es wurde bereits darauf hingewiesen, daß Papst Franziskus sorgsam darauf achtet, sich zu bestimmten Themen nicht zu äußern, so zum Thema Abtreibung, Euthanasie, der Gender-Ideologie, der Homo-Ehe. Auch hier arbeitet er mit impliziten Gesten und Worten. Sie scheinen so dosiert, daß für die Themen sensible Katholiken sie sehen, die große Mehrheit und erst recht die mediale Mehrheit aber nicht. Man denke an seine Formulierungen beim Angelus zum Marsch für das Leben am 12. Mai, an die Rede vor den französischen Abgeordneten zum „Homo-Ehe“-Gesetz (15. Juni), an seine Predigt am Tag von Evangelium vitae (16. Juni), an das schwerstbehinderte Kind, das er in Brasilien segnete (28. Juli). Man kann diese Gesten und Worte sehen und verstehen. Man muß es aber nicht, denn explizit sind sie nicht.

Wollte man wieder spitz formulieren, ähnelt es ein wenig manchen Bischöfen des deutschen Sprachraums, die bei seltenen Gelegenheiten vor einem Insider-Publikum von Lebensschützern das Thema Abtreibung und den damit verbundenen Fluch für unsere Völker einigermaßen deutlich beim Namen nennen, ansonsten aber schweigen und sich mit der vorherrschenden politischen und medialen Meinung  arrangiert haben. Zielgruppenpräzises Handeln nennt man das. Das Roßtäuscherspiel mit impliziten Formulierungen, die aber das genaue Gegenteil bedeuten, haben die deutschen Bischöfe im Februar 2013 zur Perfektion getrieben, als sie einen Text zur Pille danach verabschiedeten, der völlig einwandfrei ist, mit dem sie aber das Gegenteil davon billigten.

„Positive Botschaften“ – Wann, wenn nicht zu drei Millionen jungen Katholiken?

Dabei hatte Papst Franziskus in Rio drei Millionen katholische Jugendliche und junge Erwachsene vor sich. Wem, wenn nicht ihnen, den künftigen Eheleuten, den künftigen Vätern und Müttern, den künftigen Wählern, den künftigen Entscheidungsträgern, will er die katholische Lehre erklären, die bereit sind, ihm zuzuhören, und er endlich zu ihnen ohne verzerrenden medialen Filter sprechen kann?

Er wollte ihnen positive Botschaften vermitteln, wie er selbst betonte. Welche Botschaft aber ist positiver in unserer Zeit, als die Botschaft des Lebens statt der dominanten Kultur des Todes, die die Jugendlichen überall umgibt. Was ist positiver als die Kultur des Lebens? Was positiver als die Verteidigung des Lebens, angefangen bei den ungeborenen Kindern?
Welche Botschaft wäre positiver als die der Familie, der Ehe zwischen Mann und Frau und der Bereitschaft zu Kindern, statt eines allgemeinen Egoismus, der Konsum und Karriere vor Familie und Kinder setzt, statt der unnatürlichen Partnerschaften und „Ehen“ von Homosexuellen, die a priori egoistisch und Kindern verschlossen sind? Wogegen auch alle Tricks mit Leihmüttern und Adoptionen nichts helfen, sondern die Sache nur noch verschlimmern.

„Politische Fragen“ Bischöfen überlassen? – Ist sich der Papst seiner Aufgabe nicht bewußt?

Der Papst sagte an anderer Stelle er wolle „politische“ Fragen den Bischöfen überlassen. Die Bischöfe haben aber nur lokal begrenzte Jurisdiktion. Allein der Papst hat universale Jurisdiktion und die Themen sind universal. Abgesehen davon, ist die Kultur des Todes mit ihrem Massenmord an Ungeborenen, mit der Tötung behinderter Kinder, ungeborenen und geborenen, wirklich ein „politisches“ Thema? Ist es nicht vielmehr ein grundsätzlicher und brutaler Angriff auf die Natur des Menschen und damit auf die Schöpfung Gottes? Ist es nicht vielmehr ein Verbrechen gegen die Menschheit und die Menschlichkeit? Das sind in erster Linie moralische und nicht politische Themen. Sie müssen vom Glauben her beantwortet werden, weshalb die Position des Glaubens zu verkündigen und zu verteidigen ist. Es geht darum die Gläubigen zu unterweisen und sie im Glauben zu stärken und nicht durch zweideutige, schwammige Formulierungen mit entscheidenden Auslassungen im Regen stehen zu lassen und den mehr oder weniger geschickten Verführungskünsten des jeweiligen Propagandaprofis vom Dienst auszuliefern.

Klare Worte gegen Katholiken, die ihm nicht behagen – Schlechte Kenntnis der Tradition

Wenn es gegen Katholiken geht, die ihm aus welchem Grund auch immer nicht passen,  findet Papst Franziskus nämlich schnell wieder zu einer klaren Sprache. Und er findet zu erstaunlich abfälligen Bemerkungen wie: museumsreif; trostlose Gesichter, die den Boden anschauen; steif und oberflächlich; Pelagianer und Gnostiker; alte Jungfern; Essigpfefferoni; das sind keine Christen, sie tun nur so; die einen haben eine Oberflächlichkeits-Allergie, die anderen leben in einer ständigen Trauer, sie wissen gar nicht, was christliche Freude ist; die einen sind Sklaven der Oberflächlichkeit, die anderen Sklaven der Steifheit, sie sind nicht frei; in ihrem Leben gibt es keinen Platz für den Heiligen Geist.

Was soll man von manchen dieser Formulierungen halten? Handelt es sich nur um Wortspiele, um eine ausgleichende Gerechtigkeit zu erreichen? Gilt der Schlag allen gleich? Gilt er nur den Progressiven, nur der Tradition? Jene, die der Tradition gelten, zeugen jedenfalls von einer bemerkenswerten Unkenntnis. Der Papst scheint von der Tradition und ihrer Realität in der Kirche, ihrer Spiritualität und was sie bewegt und antreibt, kaum eine Ahnung zu haben. Wie kommt er aber dann zu solchen Schlußfolgerungen? Und äußert diese auch noch öffentlich?

Was meint sentire cum ecclesia? Flash Mob tanzende Bischöfe? – Auslassung bei Glaubenslehre?

Wenn man allerdings bedenkt, daß er es für notwendig erachtet, gegen einen so vorbildhaften Orden wie die Franziskaner der Immakulata vorzugehen: Muß man wirklich annehmen, daß er, trotz anderslautender Erklärungen, vielleicht doch eine gewisse persönliche Allergie gegen die Tradition hat?

Denn die Frage ist berechtigt: Was heißt sentire cum ecclesia? Unter Hinweis auf einen Mangel an Hören mit der Kirche wurden die Franziskaner der Immakulata unter kommissarische Verwaltung gestellt. Meint es treu zur Glaubenslehre und der kirchlichen Autorität zu stehen? Oder meint es Flash-Mob tanzende Bischöfe? Oder meint es eine mediengerecht aufbereitete Darlegung der katholischen Lehre mit zeitbedingten Auslassungen? Oder meint es gar das Heilige durch das Gefühl zu ersetzen? Das Sakrale der Ewigkeit durch das Sentimentale des Augenblicks?

Bild: Romerepots Screenshot

  

  1. Martina sagt:

    Ich bin kürzlich darüber gestolpert, was allein diejenigen Kardinalsfreunde von Papst Franziskus, die der amerikanischen Papal Foundation vorsitzen und ihm dieses Jahr 8, 6 Mill. Dollar Stiftungsgelder übergeben haben und die er im April in Privataudienz empfangen hat http://www.catholicnews.com/data/stories/cns/1301631.htm, für eine Vergangenheit haben, vielleicht erklärt das einiges:
    http://www.renewamerica.com/columns/marielena/130501
    Kardinal McCarrick war auch bei der Privataudienz dabei und ist im Video von romereports mit dem Papst zu sehen, Kardinal Donald W. Wuerl, McCarrikc Nachfolger auf dem Bischofssstuhl in Washington,
    http://queeringthechurch.com/2013/04/03/cardinal-wuerl-married-gay-catholics-not-a-great-problem/
    steht die ganze Zeit neben dem Papst:
    http://www.romereports.com/palio/pope-thanks-papal-foundation-encourages-members-to-promote-reconciliation-at-every-level-english-9741.html#.Ufgk5Y1M_vY
    dabei.

  2. Martina sagt:

    Laut Randy Engel, die 17 Jahre auf die Recherchen für ihr Buch „The rite of sodomy“ verwendet hat, in dem sie das riesige homosexuelle Netzwerk im höchsten Klerus aufdeckt und auch Namen nennt, besteht das Problem seit mindestens 3 Priestergenerationen, die ständig für ihren „Nachwuchs“ sorgen und ist im Vatikan wegen unzähliger Beschwerden von Klerikern als auch Laien bekannt. Unternommen wurde: nichts.
    http://eponymousflower.blogspot.de/2012/07/randy-engel-tolerance-for-evil-among.html

    The homosexual stronghold in Catholic seminaries has been an ongoing scandal for decades (especially since the destabilization of the Church since Vatican II) and is now documented in a recently released book, Good-bye Good Men. The author, Michael Rose, catalogs cases in which a homosexual subculture of both students and faculty in numerous seminaries deters the heterosexual man from continuing to study for the priesthood. „How many heterosexual seminarians,“ Rose writes, „have decided to leave the seminary and abandon their vocations because of the ‚gay subculture‘ they were forced to endure, because they had been propositioned, harassed or even molested?“29
    According to former seminarians and recently ordained priests, „this ‚gay subculture‘ is so prominent at certain seminaries that these institutions have earned nicknames such as Notre Flame (for Notre Dame Seminary in New Orleans) and Theological Closet (for Theological College at the Catholic University in Washington, D.C.) [Cardinal McCarrick's diocese]. St. Mary’s Seminary in Baltimore [under Cardinal Keeler] has earned the nickname, ‚The Pink Palace‘.“
    http://www.catholictradition.org/Mary/fatima36.htm

    • T. de Ahumada sagt:

      Ich habe mir seinerzeit die Erstausgabe von „Good bye, Good Men“ über Amazon bestellt und mit Tränen gelesen, weil es viel schlimmer war, als vermutet. Ich hatte da so meine Befürchtungen, was meine unmittelbare seelsorgerliche Umgebung anging. Nachdem mir junge Priester in Deutschland bestätigt hatten, dass solche Dinge auch hier möglich sind, habe ich angefangen, mich dagegen zu engagieren und bin auf harten Widerstand gestoßen. Fazit: Der „Hetero“ Priester, der ‚nur‘ eine Schwäche für Frauen hat, wird seinem „Homo“ Mitbruder nicht das Auge aushacken. Eine Hand wäscht die andere. Was Sünde ist, bestimmt eben nicht mehr Gott, sondern der Pfarrer, bzw. die Seilschaft, der Stärkere eben… – Man müsste das diesen Herren immer wieder vorhalten: Wenn Sie schon nicht an Gottes Gebote glauben, dann sollten Sie wenigstens so ehrlich sein und auf eigenen Verantwortung sündigen, anstatt die Kirche umzukrempeln.

  3. S. H. Franziskus sagte, dass die Tür zur Frauenordination verschlossen sei.
    Besser hätte er gesagt, dass da eine Mauer ohne Tür ist.
    Eine „verschlossene“ Tür lässt sich unschwer öffnen.

    • michael sagt:

      Genauso sehe ich das auch !
      Er verschanzt sich hinter der „Lehre der Kirche“ und jede Tür läßt sich öffnen.
      Man braucht nur den Schlüssel.
      Mußte so eine Plauderei sein ?
      Hat das Amt nicht mehr Würde verdient ?
      Die Postivistische Denke, das die Menschen sich ändern und deshalb die Kirche sich ändern muß ist falsch !
      Die Menschen sind so wie immer, nur haben viele sich durch die Zivilisation in ihrem Verhalten verändert.
      Wir werden geboren, entwickeln uns und müssen sterben, so einfach ist das.
      Die Gottlosen (auch die in der Kirche !!!!!!!! ) erzählen uns Märchen und Phantastereien über „das ewige Leben und Glück auf Erden“ und viele hecheln dem hinterher, wie das Kannichen hinter der Mohrrübe.
      Krankheit, Tod und Leid sind abgeschafft und werden durch Events und Todschweigen kleingehalten.
      Sex ist der Gott, das goldene Kalb was die meisten anbeten, auch Kirchenleute !
      Es bräuchte gerade jetzt einen hl.Vater der uns klar und deutlich sagt wie wir zum ewigen Heil gelangen können und das der Weg Christi eng ist und auf Golgotha enden kann.
      Hierzu bilden die 10 Gebote im Einklang mit den Lehren der Kirche eine wunderbare Grundlage.

      • Zet. sagt:

        Es gibt zwei Möglichkeiten, die „verschlossene Tür“ der Frauenordination zu öffnen.
        Die eine ist, dass S. H. Franziskus in einem Überraschungscoups (davor kann man bei ihm nicht sicher sein) die Tür einfach mit dem Schlüssel aufschließt, dessen Gewalt der Nachfolger des hl. Petrus vom Herrn empfangen hat. Er würde diesen Schlüssel dann, unrechtmäßig, als Passepartout benutzen.
        Die zweite Möglichkeit wäre eleganter und radikaler. Wenn das Weihesakrament, vielleicht auch weitere Sakramente durch eine raffinierte Machination ungültig gemacht werden (Unsicherheiten bestehen seit der Reform Papst Pauls VI. ohnehin schon), dann wäre die Mauer sozusagen niedergerissen und ein besonderes Öffnen der verschlossenen Tür würde sich erübrigen.
        Seien wir auf der Hut!

  4. defendor sagt:

    Papst Franziskus pflegt richtigerweise immer wieder zu sagen „Fürchtet euch nicht“.
    Was hält ihn denn davon ab, furchtlos die „humane“ Satanei beim Namen zu nennen, so wie es z.b. S.E. Weihbischof Laun über die mörderische Abtreibung macht:
    -
    „Ein Hass, eine Blutrunst, die aus der Hölle kommt“
    -

    Oder Erzbischof Crepaldi von Triest, der sich nicht von der im teuflischen Genderismus-Wahnsinn verpackten Homo-Manie mundtot machen lässt:
    -
    „Die Homosexuellen-Lobby definiert jegliche Kritik an ihr in homophob und kriminell um.
    Die Homo-Ideologie ist ein heimtückisches Programm, das sich fortschrittlich und liberal ausgibt, um allen einen Maulkorb aufzusetzen und die Freiheit zu rauben“
    -

    Oder wie bez. des verbrecherischen „Genderismus“ Wahnsinns die Autoren im St. Athanasius Bote:
    -
    Frauen dürfen nicht mehr“Mutter sein, sie müssen sich selbst verwirklichen, müssen wieder an den Produktionsprozess, in den Beruf zurück.
    Auch der Vater ist ein veraltetes Modell.
    Neuerdings spricht man dem „Gender“-Wahnsinn folgend, von Elter 1 und Elter 2.
    Vater und Mutter, Mann und Frau sind austauschbar, und diese neue Ideologie ist 
    von oben verordnet.
    Der Unfug wuchert in den Gremien der UN und der EU und dringt zunhemend ein in stattliche Gesetze.
    [….]
    Allerdings: 
    Der Wahnsinn hat Methode.
    Es handelt sich um nichts anderes als das 
    harte NEIN zur Schöpfung, die zur „Umwelt“ verkommt.
    Der Mensch, der den persönlichen Gott zurückweist, vermag nicht menschlich zu sein.
    Hier liegt der Grundirrtum des laizistischen Staates und seiner Ideologen, aber auch des heute vielfach so gepriesenen Dalai Lama.“
    -

    Diese Seelenverderbereien sind gesellschaftlich breitgefächert.
    Ob diesen Verbrechen alleine mit – wohl auch von liberal-laizistischen Kreisen kaum Widerspruch hervorrufenden – Appellen an „Solidarität und Brüderlichkeit“ oder „eine neue Welt aufbauen“ genügend begegnet werden kann, ist kaum anzunehmen.

  5. Bazillus sagt:

    Manchmal habe ich das Gefühlt, dass sich dieser Papst noch in der Ausbildungsphase befindet.
    Wir werden abwarten müssen, wenn es zu diesem Thema ernst wird.
    Auf lange Sicht wird es kein Sowohl- als auch geben können. Diese Beliebigkeits-Relativierungs-Masche ist das Schlimmste, was der Kirche passieren könnte.

    Jesus hat immer in jeder Situation klare Worte gefunden. Dies muss dieser Papst offensichtlich noch lernen oder aber, er ist ein Zauderer, ein Alle-Postionen-unter-einen-Topf-bringen-Wollender. Das ist der falsche Weg.

  6. Wichert sagt:

    Was an der Einlassung bezüglich Frauenpriestern vom römischen Bischof so eindeutig sein soll, erschließt sich mir, auch vor dem Hintergrund seines bisherigen Handelns, nicht ganz. Nach denAussagen des obigen Textes hat er gesagt, die Kirche (sic) hätte dies definitiv entschieden. Die Tür ist zu.
    Nun muss man wohl zwischen den Zeilen lesen. Nach dem derzeitigen Begriff der „lebendigen Tradition“ läßt sich einen „definitive Entscheidung der Kirche“ durch den regierenden Bischof von Rom in seiner übersteigerten Hypris auch wieder ändern, da er ja scheinbar an kein Gesetz mehr gebunden ist. Immerhin hat er es ja nicht entschieden. Auch die Formulierung „Die Tür ist zu“ ist eher schwammig. Er hat ja nicht gesagt, die Tür bleibt zu.
    Man wird sehen und staunen.

  7. Logik sagt:

    Mal abgesehen davon, dass Papst Franz grundsätzlich nicht viel Wert darauf zu legen scheint, auch verstanden zu werden, wurde er hier relativ deutlich. Denn er unterschied zwischen Homosexuellen, welche nach Gott suchten und solchen die Lobbyismus betrieben.
    Dass die Presse und die Homolobby darauf die Fahnen schwingen, liegt am fehlenden Intellekt. Denn ein Homosexueller, welcher sich auf der Suche nach Gott befindet, setzt sich nicht körperlich, sondern geistig mit seinen homosexuellen Empfindungen aus. Und da die Kirche keine Menschen sondern Taten verurteilt, ist an dieser Aussage im Grunde nichts Neues und auch nichts auszusetzen.

    • hicesthodie sagt:

      Ich habe hier schon an anderer Stelle mehrfach meine unmaßgebliche Meinung kundgetan, dass in der Tat die sexuelle Orientierung für ein geistliches Leben oder ein geistliches Amt in der Nacholge Jesu keine alles entscheidende Rolle spielen sollte, da sowohl ein hetero- wie homosexuell Orientierter unter der Verpflichtung der Keuschheit und Enthaltsamkeit steht und sich ehrlichen Herzens darum bemühen muss, nicht in schwere Sünde zu fallen. Insofern ist an der Aussage des Papstes zunächst wenig einzuwenden. Nun verknüpfte der Papst diese Aussage jedoch mit dem Fall Ricca, einem praktizierenden Homosexuellen im geistlichen Amt, der es in Urugay vor der Nase seiner Vorgesetzen beharrlich und ohne Einsicht in sein falsches Tun bunt getrieben und dabei seinem Gespielen auch noch allerlei Vorteile aus seinem diplomatischen Amt verschafft hat. Und genau das macht die Aussage des Papstes UNGEHEUERLICH UND ABSOLUT FALSCH, denn er erteilt dadurch einer Auslebementalität in der Sünde seinen Segen, in dem er sie verharmlost und den öffentlichen Sünder mit hohen Vertrauensämtern in der Kurie belohnt. Nicht erst der (homosexuelle) Lobbyismus ist das Problem, sondern bereits die praktizierte Homosexualität! Scheitern in der Enthaltsamkeit, Reue und Vergebung sind zwar immer möglich, aber ein Freibrief für unmoralisches Verhalten und eine Karriere, so als sei nichts gewesen, das ist äußerst degoutant!

      • zeitschnur sagt:

        Damit bin ich nicht ganz einverstanden, wenn Sie erlauben. Denn so formuliert kann man schnell sagen: ja, aber wenn einer aufgrund einer Veranlagung – oder was soll „Orientierung“ eigentlich genau sein? – so empfindet, warum ist das dann schlecht? Quält Gott uns Menschen mit an sich nicht sündhaften Neigungen, die dann aber ausgelebt doch sündhaft sind? An diesem Punkt wurde auch die Formulierung des KKK immer wieder mit – meiner Meinung nach -vollstem Recht kritisiert. Denn so formuliert ist es absurd. Paulus nennt die ganze Neigung „widernatürlich“ und „schändlich“, also eine Sünde, schon im Ansatz. Die komplementäre Erotik dagegen ist tatsächlich gottgewollt und auch im Ansatz nicht sündhaft, nur der außereheliche Verkehr ist tabu.
        Ich denke, ein Zölibatär ist nicht asexuell und darf es auch nicht sein. Er muss sich sogar natürlicherweise nach den Ordnungen Gottes als Mann bzw. Frau zum andern Geschlecht hingezogen fühlen – einfach weil das die Ordnungen Gottes bei einem innerlich gefestigten Mann bzw. einer innerlich gesunden Frau sind. Sein oder ihr Verzicht auf die Ehe und die damit verbundene Keuschheit schließt ja das natürliche Empfinden und auch die ganze Subtilität des entsprechenden Sich-Verhaltens-zu nicht aus. Das ist für mich der entscheidende Punkt. Das ist im Falle eines homosexuell empfindenden Priesters oder Bruders „verrutscht“, ungesund. Oder bei einer lesbischen Ordensfrau. Eine unnatürliche Atmosphäre wird er oder sie um sich herum verbreiten. Genau das stößt mich persönlich sehr ab, wenn ich das bemerke bei Ordenfrauen (selbst als Frau) oder gar bei Priestern, zu denen ich dann jedes Vertrauen verliere, weil ihr Empfinden mir als Frau schon von vornherein gar nicht gerecht wird aufgrund dieser falschen „Orientierung“. Ich würde daher sagen, dass ein Mensch mit solchen Neigungen auf gar keinen Fall Priester und am besten auch kein Ordensmann oder Ordensfrau werden sollt

  8. zeitschnur sagt:

    Homosexuelle Männer sind nicht selten Frauenfeinde. Sie tun zwar wie nette Bubis gegenüber den Frauen. Aber keine Lobby mehr als die der schwulen Männer schließt das Weibliche, wie es von Frauen dargestellt und von Gott geschaffen ist, aus aus ihren Zirkeln. Schon als ich ganz jung und ungläubig war, störte mich dies, dass ein solcher Mann mich als Frau, die natürlicherweise auch eine Frau für ihn sein könnte oder hätte sein können (hypothetisch-natürhaft – bitte nicht missverstehen!), ignoriert und damit ablehnt. Ein Homo weigert sich, eine Frau als Frau wahrzunehmen. Es ist wichtig, dass wir wieder spüren lernen, dass jeder Vertreter des anderen Geschlechtes hypothetisch mein Partner sein könnte. Jedenfalls sind viele Homo-Netzwerke auch durch eine Ablehnung der Frau als Frau, die man lieben kann, die man zur Frau haben kann, mit der man Kinder zeugen kann, gekennzeichnet. Es ist eine besonders perfide und bösartige Form der Männerbündelei.
    F. schont solche Männerbündelei (da würde ich mich von seinen Anti-Lobby-Worten nicht blenden lassen – die bezieht er wohl nur auf eine politische Seilschaft im Vatikan), hat aber keine Probleme, sich von Ansprüchen der Frauen (die ich nicht aus triftigen Gründen, die auch mit einer Verachtung der Frau verbunden sind, ablehne) deutlich abzusetzen.
    Natürlich steigt da in mir die Frage hoch, wie viel F. emotional oder mental mit Homosexualität zu tun hat. Homosexualität als einem Phänomen, das der tiefste und verkappteste Ausdruck der Frauenfeindlichkeit ist, weil er die Frau als Frau-für-den-Mann, wie Gott es geschaffen hat, ablehnt.
    Die Worte des Katechismus werden dieser Problematik leider auch nicht gerecht und bleiben weit hinter Paulus zurück!

    • Tantumquantum sagt:

      Wenn ich Sie recht verstehe, dann soll zwischen Priester und Frau immer ein unterschwelliger erotischer Reiz herrschen (offenbar in beiden Richtungen). Warum eigentlich? Ist das, wenn es bewusst wird, nicht für beide Seiten peinlich? Ganz abgesehen davon, dass so ein Empfinden auch leicht außer Kontrolle geraten kann, was nicht gar so selten auch geschieht.

  9. zeitschnur sagt:

    Korrektur: Ich lehne die Frauenordination ab, weil sie einerseits auch (!)einer Verachtung der Frau entspringt ab – und weil sie die Zeichenhaftigkeit des mann- und Frausein einebnet. Mann und Frau bilden gemeinesam und jeweils alleine Gott ab. Gemeinsam v.a. sind sie Ebenbild des liebenden, dreifaltigen Gottes mit der Möglichkeit und Aufgabe, ein drittes Menschenkind zu zeugen und v.a. zu gebären und in ihre Gemeinschaft aufzunehmen. Wer die Komplementarität, die allein zur Liebe befähigt, gleichschalten will, lehnt den Gott der Christen, wie ihn die Kirche bekennt, ab. Dazu gäbe es viel zu sagen. Auch zur Problematik des Sündenfall-Geschehens. Aber die Kirche hat 1950 Jahre gewusst, dass Mann und Frau gleichwertig sind, aber jeweils unterschiedliche liturgische Rollen innhaben… und dass das schön ist…

  10. michael sagt:

    Danke allen Postern hier !
    Wenn ich mich bei Katholiken verhalten kritisch äußere, oder versuche, eine kritische Bemerkung über Handlungsweisen von Franzikus anzubringen, werde ich niedergeschrien, als Fundamentalist und FSSPX- Höriger beschimpft.
    Es herrscht ein „Franziskus Wahn“, vor Allem in der Kirche, weil jetzt die Modernisten ihre Stunde gekommen sehen, endlich die Kirche auf „Höhe der Zeit“ zu bringen.
    Ich wette nach der imaginären „Gay……“ -Äußerung des Papstes bereiten viele deutsche Pfarreien, unter wonniglicher Billigung durch die Ortsbischöfe, die ersten Homo-Trauungen vor.
    Begündung: „Wenn der Papst es wünscht, wir sind alle nur romtreu !“
    „Die geschlossene Tür“ der Frauenordination wird vom Duo Lehmann/ Zollitsch und den willigen Helfern Ackermann/ Marx/ Schick etc. geöffnet werden.
    Solange Papst Franziskus den Katholizismus derartig simplifiziert und relativiert, haben die Modernisten leichtes Spiel.
    Es wiederholt sich so vieles!
    Papst Paul VI machte seine unselige Liturgiereform, um dann zu bemerken, das der „Rauch Satans“ in die Kirche eingezogen sei.
    Franziskus wird durch sein „Wirken“ etwas viel Schlimmeres, nämlich die Vollendung des „Weg von Rom“ erhalten.
    Wir stehen kurz vor einer Gleichberechtigung aller Ortskirchen mit einem entmachteten „Rom“, das Empfehlungen aussprechen darf, aber auch nicht mehr.
    Grüße vom Lutherischen Weltbund in Genf!
    Wie soll auch Einheit entstehen, wenn die Liturgie millionenfach bis zur Unkenntlichkeit verdreht wurde ?
    Der Papst hat selbst das schlechteste Beispiel gegeben, indem er die Abschlußmesse des WJT in der Landesprache und nicht in Latein gehalten hat (außer des Pater Noster)
    Das ist ein Armutszeugnis und beweist, wie egal ihm liturgische Disziplin ist.
    Sein Pontifikat ist bisher nur als höchst defizitär anzusehen !

    • Tobias Germer sagt:

      Ich kann mich dieser Analyse nur anschließen! Äußerst befremdlich und realitätsfern erscheinen mir die Harmonisierungsbemühungen von neokonservativer Seite, von der behauptet wird, es bestünde eine „vollkommene Kontinuität“ zwischen Franziskus und Benedikt bei liturgischen und anderen Themen. In ihrer übertrieben enthusiastischen Begeisterung bilden sie nun plötzlich eine bis dahin kaum für möglich gehaltene Allianz mit sogenannten reformorientierten Katholiken und Komitee-Emanzen. Was sind das nur für verwirrte Zeiten, in denen wir leben!

      • michael sagt:

        „…………..es bestünde eine „vollkommene Kontinuität“ zwischen Franziskus und Benedikt bei liturgischen und anderen Themen………….“
        @T.Gerner
        Völlig richtig bemerkt.
        Ich bekomme regelmäßig Brechreiz, wenn ich diesen Unsinn höre!
        Benedikt war im besten Sinne ein äußerst präziser, exakt sich an die Vorgaben des Amtes haltender Diener im Weinberg, der seine persönlichen Befindlichkeiten unterordnen konnte, bis heute !!!
        Er hätte nie und nimmer derartig wurschtige und vieldeutige Allgemeinplätze unter sich gelassen, wie sein Nachfolger.
        Bei ihm saß jedes Wort, seine theologischen Vorträge selbst bei einem normalen Angelus Gebet, hatten Lehrcharakter.
        Ich erspare mir einen Vergleich zu Franziskus, er würde dünn ausfallen.
        Und noch eins, diejenigen, die diesen Unsinn immer wieder behaupten, wollen einen aufrechten Vergleich im Keim ersticken und einen (bisherigen) theologischen „Nichtssager“ mit „Benedikt dem Großen“ gleichsetzen.
        Beim ungebildeten „Pöbel“ mag diese Strategie ja aufgehen, aber jeder der 1+1 zusammenzählen kann, faßt sich an den Kopf vor soviel Unverfrorenheit.
        Nein, ich denke der Bruch zwischen diesen beiden Päpsten könnte größer nicht sein.

      • Tobias Germer sagt:

        Ja, genau so ist es! Immer klarer tritt zum Vorschein, dass mit der Wahl Bergoglios bewusst und gezielt ein Anti-Ratzinger-Pontifikat intendiert wurde. Die Saat scheint nun aufzugehen.

      • sac sagt:

        Lass uns sachlich und nüchtern bleiben.
        - Bergoglio wurde von einem Konklave gewählt, das zu mehr als zwei Dritteln von BenXVI ernannt worden war.
        - Wenn BenXVI seinen Rücktritt nur um ein Paar Tage später angesetzt hätte, wäre sein mächtigster theologischer Widersacher und offensichtlich der in dem Fall einflussreichste Papstmacher, W. Kasper, gar nicht Mitglied des Konklave gewesen.
        - Wie bereits erwähnt, BenXVI hat solche Feinde der überlieferten Liturgie in die Kurie berufen, wie Hummes sowie die aktuellen Präfekten der Gottesdienst, der Orden- und der Glaubenkongregation.
        Und noch was seine Geradlinigkeit und Klarheit angeht: Als den Grund für seinen Amtsverzicht nennt er vor allem den Mangel an geistigen Kräften und bietet bald danach einen einstündigen, frei gehaltenen Vortrag für die Priester, in dem er übrigens zur Konzilstreue aufruft und alle nachkonziliaren Übel nur der Interpretation in den Medien zur Last legt.
        Und noch ein Letztes, wohl leider für ihn durchaus Charakteristisches: Die Neuerung in der Bezeichnung „papa emeritus“ und im Behalten der Papstsoutane (samt dem Residieren im Apostolischen Palast in Castelgandolfo). Diese Neuerung steht im Widerspruch zur Tradition in der Praxis und in der Theologie des Papstamtes. Und sie ist offensichtlich lediglich im Privatinteresse der Person begründet.

      • michael sagt:

        Ja, alles richtig was Sie schreiben, trotzdem denke ich wird man so dem Wirken und der Person Papst Benedikts nicht ganz gerecht.
        Ich denke er war klug genug zu wissen, das eine Revision des Konzils nur im Stile eine Evolution machbar gewesen wäre, niemals aber als Revolution.
        Benedikt hat als erste Amthandlung Bischof Fellay empfangen und der Schritt auf FSSPX zu war im Prinzip epochal, weil er mit Joh.P.II gebrochen hat.
        Seine internen Todfeine, besonders aus Deutschland haben blitzschnell reagiert und die gesamte Medien- und Verleumdungsmaschinerie in Gang gesetzt und in Rom die Parole ausgegeben – Dieser Papst muß weg, egal wie-
        Ich denke der hl. Vater war so dermaßen bis ins Innerste erschüttert, wie leicht seine Gegner agieren konnten, das er es aufgegeben hat.
        Ich glaube, die Ernennungen, besonders von Müller sind ihm aufoktrohiert worden, ein Papst ist viel machtloser als wir uns das alle vorstellen können.
        Die deutsche Macht in Rom ist sehr groß, sie hat enorme finanzielle Mittel und ist vom ökumenischen Rahnerschen Geist beseelt und walzt alles nieder was sich in den Weg stellt.
        Benedikt trifft keine Schuld, ich denke niemand weiß besser als er um die Defizite des Vat II !

      • sac sagt:

        Danke für den Diskussionsbeitrag.
        Es war nicht meine Absicht, ein Urteil über BenXVI abzugeben, sondern lediglich mehr die Gesamtperspektive im Auge zu behalten.
        Seine Verdienste für die Kirche sind unbestreitbar und – vor allem angesichts der relativ kurzen Dauer der Pontifikats – wichtiger als aller bisherigen Päpste nach dem Vat II.
        Vergessen Sie jedoch, bitte, nicht, dass er nicht nur Bischof Fellay, sondern ostentativ auch H. Küng empfangen hat. Beides, vor allem zusammengenommen, ist symbolträchtig und sehr bedeutsam. Als ob das Anliegen und Wirken von FSSPX (und der gesamten Tradi-Bewegung) quasi gleichwertig oder vergleichbar mit dem wäre, wofür H. Küng steht…
        Der Letztere ist doch ein offensichtlicher Häretiker und Apostat. Was ihn vor formaler Exkommunikation schützt, sind wohl lediglich seine „Verdienste“ beim Konzil, sowie solche mächtigen Freunde wie Kasper und Lehmann. Darf man Derartiges gleichsam auf dieselbe Stufe stellen – sei es nur symbolisch – wie das, wofür Erzbi. Lefebvre steht? Wohl kaum, wenn man wahrhaft theologisch, und nicht soziologistisch denkt.

  11. michael sagt:

    @sac
    Da haben Sie Recht !
    Gottes Segen !

    • sac sagt:

      Danke. Ihnen auch Gottes Sehen!

      Und noch etwas. Letztlich ist Joseph Ratzinger eine tragische Gestalt. Bereits in den 70-er Jahren hat er sich klar gegen Verbot der überlieferten Liturgie ausgesprochen. Nun muss er als „papa emeritus“ in weißer Soutane zusehen, wie sein Nachfolger das wichtigste, bedeutsamste und segensreichste Dokument seines Pontifikats mit Füßen tritt und heimtückisch brutal praktisch außer Kraft setzt.
      An seiner Stelle, wenn ich ehrlich und selbstlos genug wäre, würde ich spätestens jetzt den Amtsverzicht bitter bereuen.

      • michael sagt:

        Ich denke er fragt sich vielmehr: “ Warum habe ich überhaupt JA gesagt ?“
        Ich behaupte das (Benedikt ausgenommen) seit Joh. 23, die Kirche Stück für Stück dem Zeitgeist „verkauft“ wurde.
        Da ich ein Benedikt Fan bin, glaube ich, das er versucht hat zu retten was irgendwie zu retten ist, aber einsehen mußte, das der größte Teil der Kirche Jesu Christi gar nicht mehr Katholisch ist, oder auch nur noch sein will.
        Wir schreiten mit großen Schritten auf das jüngste Gericht zu, denn das Ende der Kirche wird auch das Ende der Welt sein.
        Beten wir !