Appell der "Juristen für das Leben": Gesetzentwurf gegen “Homophobie” stoppen – Angriff auf Meinungsfreiheit

Nein zu Sonderrechten für Homos(Rom) Derzeit versucht die Homo-Lobby in fast allen westlichen Staaten Sondergesetze gegen “Homophobie” durchzusetzen. Die Vereinigung Juristen für das Leben hat sich mit einem Appell an die Politik gewandt, den im italienischen Parlament vorliegenden Gesetzentwurf fallenzulassen. Der Entwurf stelle eine „ernsthafte Bedrohung gegen Grund- und Menschenrechte dar, die von der italienischen Verfassung anerkannt werden, unter diesen die Meinungsfreiheit (Artikel 21) und die Religionsfreiheit (Artikel 19)“, heißt es in einer Erklärung des Vorsitzenden Gianfranco Amato.

Die Verabschiedung des Gesetzes gegen „Homophobie“ würde es ermöglichen jene strafrechtlich zu verfolgen, die öffentlich die Abgeordneten und das Parlament auffordern, die „Homo-Ehe“ nicht zu legalisieren. Der Gesetzentwurf könnte dazu führen, jene zu kriminalisieren, die öffentliche Kampagnen gegen Sonderrechte für Homosexuelle organisieren und durchführen. Dasselbe wäre möglich gegen alle, die öffentlich die Heilige Schrift zitieren und erklären, daß Homosexualität „Unzucht“ ist (Gen 19,1-29; 1 Kor 6,9-10; 1 Tim 1,10) oder öffentlich sagen, daß homosexuelle Handlungen eine Verhaltensstörung darstellen, „in sich ungeordnet“ sind und „gegen Naturgesetze“ verstoßen.

Allein diese Möglichkeit zeigen auf, so die italienischen Juristen für das Leben, daß das Gesetz als Maulkorberlaß angelegt sei und alle Voraussetzung in sich berge, daß der Staat als Meinungs- und Gesinnungspolizei einer kleinen Minderheit mißbraucht werden solle. Das Gesetz spiegle eine präzise ideologische Haltung wider, die auf gesetzlicher und strafrechtlicher Ebene nicht nur völlig überflüßig, sondern eine Bedrohung der Rechtsordnung darstelle. „Die Homosexuellen genießen über genau dieselben im Strafrecht vorgesehenen Instrumente wie alle anderen Bürger auch, um sich vor Diskriminierung, Gewalt oder die Verletzung ihrer Menschenwürde zu schützen“, so die Juristenvereinigung.

Der Gesetzentwurf gegen Homophobie habe in der Rechtsordnung eines zivilisierten Staates nichts zu suchen. Er schaffe  einerseits ungerechtfertigte Privilegien und beeinträchtige gleichzeitig zentrale Elemente der geltenden Rechtsordnung auf schwerwiegende Weise. Welche negativen Auswirkungen ein solches Gesetz habe, zeige die „berüchtigte“ Section 5 des Public Order Act in Großbritannien, die seit Januar in Kraft ist (siehe eigenen Bericht).

Aus diesem Grunde appellieren die Juristen für das Leben an die Abgeordneten und Senatoren des Italienischen Parlaments „und alle Menschen guten Willens“, einem solchen Gesetzentwurf nicht zuzustimmen und aus der geltenden Rechtsordnung fernzuhalten.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

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4 Comments

  1. Wenn das tatsächlich stimmt, daß die Homolobby in unserer Gesellschaft einen quantitativen Anteil von ca. 2,… % hat, bedeutet das doch praktisch: diese Minderheit hat dem übrigen Anteil von rd. 98,..% – also einer enormen Mehrheit, so alles an homo-speziellen Sondergesetzten verpaßt . So fragt man sich inzwischen: warum müssen wir von der übergroßen Bevölkerungsmehrheit uns das a l l e s und jedes von diesen Extragesetzen eigentlich für den allgemeinen Alltagsablauf so widerspruchslos vorsetzen lassen. Dann kommt zu allem jetzt noch ihr (der Homolobby) gezieltes Verlangen dazu, daß sie durch ein weiteres Verbot die freie Meinungsäußerung unter Strafe stellen wollen. Das erinnert einen in fataler Weise an die Nazizeit. Soll das etwa für die (Minderheit der) Homolobby durch eine Hintertür zurückkehren ? Und wie wäre es, wenn nun eine andere gesellschaftliche Minderheit auch auf die Idee käme, und uns durch ein anderes sogen. Minderheiten-“Schutzgesetz“ unter ihren Druck setzen wollten, könnten !

  2. Wie vollkommen Recht doch S.E. Erzbischof Crepaldi von Triest hat:
    -
    „Die Homosexuellen-Lobby definiert jegliche Kritik an ihr in homophob und kriminell um.
    Die Homo-Ideologie ist ein HEIMTÜCKISCHES Programm, das sich fortschrittlich und liberal ausgibt, um allen einen Maulkorb aufzusetzen und die Freiheit zu rauben“

  3. Wie oft haben nachfolgende Generationen gefragt:
    „Wie konntet Ihr nur zulassen, dass …?“ -
    als es um die sich ausbreitende Nazi-Ideologie ging.

    Heute sind es andere Themen, u.a. Gender-Mainstreaming, Vorrangstellung von Homosexualität …
    Diese werden durchgedrückt und aufgezwungen.
    Ob widerspruchslos oder unter Protest seitens der Bervölkerung – es spielt keine Rolle.
    Dieses Programm wird durchgezogen mit vermutlich unabsehbaren Folgen.
    Dies beweist. Auch heutzutage kann ein Denken etabliert und das Empfinden großer Bevölkerungskreise missachtet werden.
    Es muss nur genügend Druck dahinter stehen.
    Wenn dann noch die Gerichte hinzukommen,
    die Medien sich als Handlanger betätigen,
    zudem der Glaube an Gott zerbröselt – und damit jeglicher innerer Halt entfällt…
    Der Manipulation wird dadurch Tür und Tor geöffnet!
    Ob später auch Fragen an uns gerichtet werden?

  4. Der Rechtsstaat muss gegen diese Bestrebungen verteidigt werden. Das ist nicht nur eine Sache für uns glaubenstreue Katholiken, sondern für alle, die rechtsstaatlich denken.

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