Heiligsprechung von Johannes Paul II. und Johannes XXIII. gleichzeitig?

(Vatikan) Die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsverfahren erkannte am heutigen Vormittag das zweite Wunder an, das der Fürsprache des seligen Johannes Paul II. (1978-2005) zugeschrieben wird. Vor zwei Jahren sprach Papst Benedikt XVI. seinen Vorgänger selig. Unerwartet hatte sich die Heiligsprechungskongregation mit einem weiteren Akt zu befassen, der erst in den vergangenen Tagen hinzukam, mit der Heiligsprechung von Johannes XXIII. (1958-1963). Im Heiligen Jahr 2000 war der Papst, der das Zweite Vatikanische Konzil einberufen und eröffnet hatte, von Johannes Paul II. seliggesprochen worden. Ein Termin für die Heiligsprechung ist noch nicht bekannt. Es wird jedoch noch in diesem Jahr damit gerechnet. Noch nicht sicher ist, ob beide Päpste gleichzeitig heiliggesprochen werden.

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17 Comments

  1. Es geht immer steiler Bergab mit der Konzilskirche, aber ehrlich gesagt frage ich mich ja schon lange wie lange sich Gott der Herr so verspotten und verhöhnen lassen. Hier ein Interessanter Artikel über PJPII auch Schutzpatron der Kinderschänder genannt:

    http://www.profil.at/articles/1016/560/294712_s1/wie-johannes-paul-ii-papst-schutzpatron-kinderschaender

    Bitte ich bin kein Freund des Profils, aber Wahrheit muss Wahrheit bleiben.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  2. Ich finde, es sollte generell weniger heilig gesprochen werden. Alles was inflationär aufgebauscht wird, verliert schlussendlich an Wert. Natürlich haben diese beiden Päpste ein heiligmäßiges Leben geführt wie Millionen anderer Katholiken auch. Aber waren sie auch in allem ein Vorbild? Über allen Zweifeln erhaben, ist in meinen Augen nur Papst Benedikt XVI. Glücklicherweise weilt der jedoch noch unter den Lebenden. Und was ist mit Pius XII?

  3. Beide Päpst sind ausgesprochen fragwürdig – der eine küsste den Koran, der unseren Herrn verleugnet, hielt dieses beleidigende Assisi-Treffen ab und blockierte Fatima offenbar auch mit Lügen und Verschweigen zugunsten seiner Schöne-neue-Welt-Phantasterei, der andere hatte ein dubioses Verhältnis zum Freimaurertum, war wohl selbst Mitglied und hatte Eingebungen, deren Herkunft ausgesprochen finster erscheint, blockierte ebenfalls verlogen und schönfärberisch Fatima und verantwortet dieses unsäglich krankhafte Konzil mit seinen Texten, die alles und nichts sagen und darum zu schlimmsten Abstürzen in der Kirche geführt haben, die immer noch als „Neues Pfingsten“ gefeiert werden. Wenn das „Pfingsten“ sein soll, was wir seither erleben, dann müsste man den Glauben aufgeben. Johannes war nach den Aussagen vieler borniert und autoritär – wie all jene, die pastoral tun anstatt dem Glauben treu zu bleiben und sich Jesus zu unterstellen.

    Es ist zum Weinen! Die wirklichen Heiligen unserer Tage, Herr, lass sie leuchten trotz dieser schlimmsten Verirrungen, bitte…

  4. Eine Heiligsprechung von Johannes XXIII. würde nur bedeuten, daß Heiligsprechungen in der gegenwärtigen Kirche keinerlei Bedeutung mehr haben. Eine Kanonisierung des Konzilspapstes, der die Kirche in vermutlich die größte Krise ihrer Existenz gestürzt hat, käme einer Selbstaufgabe gleich.

    Es gab schon vor der Seligsprechung von Johannes XXIII. nirgends eine Verehrung durch das gläubige Volk, bzw. derjenigen Katholiken, die nach 40-50 Jahren Konzilskirche noch übriggeblieben sind. Besonders die einfachen Gläubigen scheinen zu wissen, daß dieser Papst keinerlei Interzessionskraft hat.

    Es ist einfach lächerlich, das gescheiterte Konzil heiligsprechen zu wollen.
    (Außer man betrachtet das Konzil als „erfolgreich“ – im Sinne der Verräter, die seit etwa 100 Jahren versuchen, die Kirche von innen zu zerstören.)

    • Fürwahr! Das ominöse V2-Konzil soll heiliggesprochen und der Traditionsbruch endgültig irreversibel gemacht werden. Die Piusbruderschaft muss endlich das Schisma vollziehen, sich zur recht- resp. altgläubigen katholischen Kirche erklären und eine autokephale Hierarchie installieren (aufgrund des von den V2-Päpsten abgelegten Titels möglicherweise unter einem Patriarchen des Abendlandes).

  5. nach meinem Wissen ist bei Päpsten für eine Heiligsprechung weniger maßgebend, wie sie gelebt haben, sondern vielmehr, wie sie ihre Standespflichten erfüllt haben. Und da ist doch gerade bei diesen beiden Päpsten sehr Vieles fragwürdig, wie es bereits Zeitschnur andeutet.

  6. Dann wird es eng, sehr eng für unsere Kirche. Heiligsprechungen sind wie Ex-cathedra-Entscheidungen nicht mehr zurückzunehmen
    Wir erleben seit dem unmittelbaren Ende des Konzils einen Niedergang der Kirche, wie er bedrohlicher nicht sein kann. Johannes Paul II. vertrat teilweise Allerlösungstheorien. Theologen und auch Bischöfe vertraten die schlimmsten Irrlehren, ohne dass die Päpste eingriffen. Sie gaben die Verteidigung des Glaubens in einem unverantwortlichen Ausmaß auf.
    Seit und mit Johannes XXIII.
    Damit müssen sich dann Fachtheologen auseinandersetzen. Der Sedisvakantismus jedenfalls ist kein Ausweg…

    • Zu den hier vorgetragenen Angriffen auf das Konzil VATII

      Es ist das unbestreitbare Verdienst von VATII, die Kirche aus der ideologischen Enge des Katholizismus herausgeführt zu haben in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität! Hierdurch haben wir katholische Christen die Freiheit wieder gewonnen, von der Paulus spricht: “ Brüder, ihr seit zur Feiheit berufen, aber macht die Freiheit nicht zum Vorwand niedriger Selbstsucht, sondern dient einander in Liebe“! Die entscheidende Tragik ist, daß in die vom Katholizismus hinterlassene Lücke die 68er Ideologie eingedrungen ist, die bekanntlich schlechthin die Ideologie des Egoismus und der Selbstsucht ist. So wurde die Freiheit tatsächlich weitgehend zum Vorwand niedriger Selbstsucht und das Einander dienen in Liebe ist ebendso weitgehend fortgefallen. Wer daher die derzeitgen Mißstände der Kirche dem Konzil zuschiebt, macht es sich zu einfach.

      Daß Menschen mit ihrer wieder gewonnenen Freiheit zuweilen nichts anfangen können, sehen wir in Rußland, wo manche befreite Bauern den sozialistischen Zwang wieder habn wollten. Diese Menschen können ohne Anordnungen von oben offenbar nicht leben, ein geistiges Armutseugnis. Es ist aber völlg unverantwortlich, wegen Problemen Einzelner das ganze Volk unter der Knute zu halten.

      Wer das Konzil angreift, sollte sich fragen, was er selber zur Beseitigung der genannten Mißstände tut. Wer die Welt verändern will, muß beanntlich bei sich selber anfangen, indem er ein glaubwürdiges Leben mit reinem Gewissen vor Gott führt. Es ist so herrlich bequem, sich im eignen Sesel zurückzulehnen und auf Änderungen in der Organisation warten. Man kann so schön drauflos kritisieren ohne selbst etwas tuen zu müssen. Schon Karl Steinbuch hat sich über Leute lustig gemacht, die meinen, man könne die Welt auf alleine mit Mitteln der Organisation ändern. Ernst zu nehmende Änderungen kommen immer von Innen, sonst werden sie zur Zwangsjacke.

      • Aber das das Konzil es ermöglichte das solche antikatholischen, häretisch-schismatischen Vereine wie WiSiKi, ZdK, KFB. Laien- Pfarrerinitiative usw. als auch die Ungehorsamen, und die Homolobby in großen Teilen der Kirche das Kommando übernehmen konnte, das hat ihrer Meinung also nichts mit den nicht dogmatischen Pastoralkonzil zu tun???

        „An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen“ und diese heiligen Worte Gottes unseres Herrn, treffen nicht nur auf Menschen sondern auch auf MENSCHLICHE WERKE, so wie es eben auch das VK II ist, zu.

        Aber eben diese negativen Früchte, können nur Katholiken/innen erkennen die nicht Blind, Taub und Stumm durchs Leben gehen.

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

      • Ohne Katholizismus kann es aber keine katholische Kirche geben. Natürlich schließen Katholizismus und Freiheit sich nicht aus, im Gegenteil, Freiheit ist nirgends größer, als da, wo Gottes Gebote gelebt und verkündet werden. Wer Katholizismus schlecht redet, sieht in der Katholizität die Vorherrschaft des Beliebigkeitsdenkens, eine Diktatur der Relativität. Das Eindringen des 68er_Geistes in die nach dem Konzil geschlagene Lücke ist nicht zufällig sondern zwangsläufig. Die 68er Ideologie und der Katholizismus wie Sie Ihn (fälschlicherweise) beschreiben haben gemeinsame Wurzeln. Sollte das Konzil tatsächlich eine solche Wende wollen, ist es unannehmbar und kann es nur schlechte Früchte bringen. Die vorkonziliare Kirche der „ideologischen Enge“ zu bezichtigen, ist nicht nur respektlos, es ist auch falsch. Was wir heute brauchen, ist wieder mehr Katholizismus in Verbindung mit einer gesunden Katholizität.

      • Hallo Gutenberger!
        Ich habe den Verdacht, dass das, was Sie als „ideologische Enge“ bezeichnen, einfach der Zustand der Kirche nach der zunächst gewonnenen Abwehrschlacht gegen den Liberalismus war. Dass nach dem Sieg in den Schlachten des 19. Jahrhunderts dann im 20. Jahrhundert doch noch der ganze Krieg verloren wurde, erklärt die heutige Lage.

      • Da es den Katholizismus überhaupt erst seit dem 19. Jahrhundrt gibt, sehen wir, daß die Kirche sehr wohl, ohne ideologische Enge leben kann!

        Der Liberalismus und die anderen Ideologien enschließlich der von 1968 sind, da mit Katholizität unvereinbar, ebenfalls kirchenfeindlich. Daß die freie Beliebigkeit der 68er in der Kirche nichts zu suchen hat, habe ich doch beschrieben!

        Der Fortfall des Katholizismus, an dem reaktionäre Kreise, wie die Pius-Brüder ofenbar immer noch hängen, ist doch gerade die Voraussetzung für die Ökumene, die laut Abschiedsreen unseres Herrn eine grundlegende Aufgabe der einen, aber gespaltgenen Kirche unseres Herrn ist.

        Das Dekret über die Religionsfreiheit, den Rahmen des Katholizismus ebenfalls sprengend, anerkennt lediglich die in der Schöpfung bereits grundglegte Religionsfreiheit! Denn Gott ist nicht zwingend beweisbar, seine Nichtexistenz freilich genausowenig. Gott hätte sich in seiner Allmacht aber durchaus einer wissenschafhtlich zwingenden Beweisführung öffnen können, wenn er gewollt hätte. Daß er das nicht getan hat, beweist, daß er es nicht gewollt hat und nicht will.

        Gott will, daß wir uns in absoluter Freiheit ohne auch nur den Hauch eines Zwanges, auch nicht den wissenschaftlicher Logik, für ihn entscheiden. Zwar gibt es Gotteserfahrung in Wissenschaft und Schöpfung durch die Vernbunft, aber diese Erkenntnis ist nicht zwingend.

        Gott kann es sich leisten, jede Mißachtung seines Willens, jeden Mißbrauch der Freiheit, sogar die schlimmsten menscnlichen Verfehlungen zuzulassen, ohne auch nur einen Bruchtel seiner Allmacht und Würde einzubüßen. Ein solches Geschenk der Freiheit ist Ausdruck der unerreichbaren Größe und Souveränität Gottes, die zu gewähren sich kein Mensch und keine menschliche Organisation leisten kann.

        Die Zubilligung solcher Freiheit schließt selbstverständlich die Möglichkeit ein, ob und gegf. in welcher Religion wir ihn verehren.

      • Fortsetzung:
        Hinnahme einer Abwendung von Gott, Anerkennung einer Hinwendung jedoch nur im Rahmen des Christentumw allgemein und der r.-k. Kirche insbesondere, ist widersinnig. Damit bedeutet das Dekret über Religionsfreiheit von VATII in keiner Weise Bestätigung der gleicherrmaßenen Richtigkeit der Glaubensinhalte aller Religionen, ähnlich, die Zulassung der Sünde keine Gleichwertigkeit von Gut und Bös bedeutet, sondern ausschließlich Anerkennung der in der Schöpfung bereits grundgelegten Religionsfreiheit durch die Kirche.

        Was Gott uns mit der geschenkten Freiheit sagen will, lesen wir in der hl. Schrift, so in 1 Joh. 4, 16: Gott ist die Liebe, und wer in der Leibe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Gott will eben nicht wissenschaftlich zwingend bewiesen, sondern in Liebe erkannt werden. Wer ihn in Liebe erkennt, erkennt ihn im täglichen Leben, in der Wissenschaft und in der ganzen Schöpfung. Wir verwirklichen unsere Gottesebenbildlichkeit, indem wir gleich ihm aus innerer Freiheit in Liebe (oder, wie u. a. die Psychologie nicht ganz deckungsgleich formuliert: primärmotiviert) handeln.

        Ferner hat VATII – ebenfalls den engen ideologischen Rahmen des Katholizismus sprengend und so die vortridentinische Ordnung wieder hergestellt – die Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung aller Riten wieder anerkannt.

        Selbstverständlich schließen sich also Katholizismus und Freiheit aus. Die Freiheit ist tatsächlich nirgendwo größer, als da, wo Gottes Gebote gelebt und verkündet werden, aber das geht nur im Rahmen der Katholizität, und nicht des Katholizismus, wenn die Freiheit nicht leiden soll.

        Ein überzeugter Anhänger der Katholizität wird den Katholizismus zwangsläufig ablehnen. Die Katholizität bedeutet eben nicht Duldung von Relativität und Beliebigkeit, sondern Annahme des kirchlichen Lehramtes in innerer Freiheit aus Liebe zum Herrn!
        „Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“, so der Apostelschüler Ignatius von Antiochien.

  7. Worin zeigte sich die die „ideologische Enge“ der vorkonziliaren Kirche, aus der das II. Vatikanische Konzil die Kirche herausgeführt hat, Jörg Guttenberger?
    Darin, dass jeder Theologe lehren darf, was er will? Dass Laien und Priester die Eucharistiefeier gestalten in unbegrenzter Kreativität? Dass katholische Kinder und Jugendliche im RU alles mögliche lernen, nur nicht den katholischen Glauben? Dass im Firmunterricht die Jugendlichen 99 Bezeichnungen für Alllah zu hören bekommen, nur kein Gebet zum Heiligen Geist? Dass Priester jede geoffenbarte Glaubenswahrheit in der Predigt leugnen dürfen? Dass Bischöfen das in aller Regel sehr egal ist?
    Was das mit der 68er Revolution zu tun, erschließt sich mir nicht. Die 68er hatten andere Themen, so weit mir bekannt ist…

    • Dazu habe ich ausführlich Stellung genommen. Hieraus ergibt sich, daß die von Ihnen, Cuppa, genannten Punkte eben weder von VATII beabsichtigt sind, noch sich die Anhänger der von Ihnen völlig zu Recht beschriebenen Fehlentwicklung hierauf berufen können! Denn die von Ihnen völlig zu Recht kritisierten Zustände sind ausschließlich Folge des Eindringens der 68er Ideologie in die Kirche.

      Eine ganz wesentliche Absicht von VATII ist die Wiedergewinnung der Freiheit: „Brüder, ihr seit ziur Freiheit berufen!“ Aber es geht bei Paulus weiter: „Aber macht die Freiheit nicht zum Vorwand niedriger Selbstsucht, sondern dient einander in Liebe“! Gerade das Letztgenannte, die niedrige Selbstsucht, wird von den 68ern in der Kirche verwirklicht. Da die 68er Ideologie die Ideologie des Egoismus schlechthin ist, besteht durch sie die Gefahr einer weitgehenden Zerstörung der Kirche.

      Vor VATII hat sich die r.-k. Kirche bemüßigt gefühlt, alle Katholiken unter Ausschaltung möglichst jeden Widerstandes in den Himmel zu karren. Das entspricht aber nicht dem Auftrag des Herrn, der uns zur Freiheit berufen hat, damit wir uns bewähren und uns die innere Freijheit geschenkt hat, aus nur der wir gleich ihm aus Liebe handeln, wie oben beschreben.

  8. Jetzt fehlt nur noch die kirchenamtliche Anerkennung der „Erscheinungen“ von Međugorje.

  9. Hm, soweit ich weiß, ist eine Heiligsprechung ein unfehlbarer Akt der heiligen Kirche. Das müsste ich wohl akzeptieren…

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