Piusbruderschaft eine Geschichte der Verabschiedungen

(Wien) Der Moraltheologe der Priesterbruderschaft St. Pius X. und Prior von Wien Pater Waldemar Schulz veröffentlichte im Pfarrgemeinde-Blatt seiner Kirche einen Aufsatz, indem er die derzeitige Situation der Priesterbruderschaft St. Pius X. und des „Widerstandes“ treffend beschreibt und insbesondere herausarbeitet, daß die Geschichte der Piusbruderschaft eine „Geschichte der Verabschiedungen“ ist. In dem Aufsatz der vollständig auf pius.info zu finden ist, beschreibt er auch die Gefahr von Kritiksucht, Zorn und Fanatismus:

„Da naht dann wirklich das Risiko, daß Gnade, Gerechtigkeit und Klugheit über Bord gehen und die Liebe zur Wahrheit, zur Kirche und zu den Seelen dazu. Es gibt aber Anzeichen, an denen man die Gefahr erkennen könnte – fatalerweise hindert aber sehr oft das bereits vorangeschrittene Verrennen in diese Ideen ein Innehalten – wenn nämlich der tiefe Frieden in der Seele verloren zu gehen droht, wenn übermäßige Leidenschaftlichkeit, starke Kritiksucht bis hin zu großem Zorn, ja ein gewisser Fanatismus die Seele erfasst und das Herz erfüllt, so dass man unaufhörlich nur mit diesen Problemen beschäftigt ist und sie beginnen, mehr und mehr alles Denken, alles Meditieren, alle Kräfte des Menschen zu absorbieren, der ständig um diese Probleme kreist.“

Text: Linus Schneider

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cuppa
Kein vernünftiger Mensch, insbesondere Katholik, wird Herrn P. Schulz widersprechen können oder wollen, was die inneren Einstellungen anbetrifft. Doch leider geht dieser Aufsatz überhaupt nicht auf die inhaltlichen Differenzen innerhalb der FSSPX ein. Worum geht es inhaltlich? Um die Gespräche mit Rom, allgemein gesagt. Wie ist der offizielle Stand? Ist die FSSPX bereit, das II. Vaticanum im „Licht der Tradition“ zu sehen, wie es von Papst Benedikt gefordert wurde? Auch wenn sein Nachfolger bisher an dieser Frage kein Interesse zeigt, sie sollte schon von der Leitung der FSSPX beantwortet werden. Ist es überhaupt sinnvoll, eine kirchenrechtliche Anerkennung anzustreben, wenn nach… weiter lesen »
michael
Ich bin ganz bei Ihnen liebe -cuppa- FSSPX ist das letzte wahrzunehmende Bollwerk gegen die Kirchenzerstörung von innen. Ich gehe sogar soweit zu sagen das der hl. Geist die Bruderschaft fördert und ihr hilft. Ich denke das die inneren Spannungen, die bestimmt wie in jeder menschlichen Gemeinschaft bestehen, vor allem von äußeren Kräften genüßlich gepflegt werden um diesen letzten Dorn im Fleisch des Modernismus endlich herauszureißen. Aber es wird nicht gelingen, dessen bin ich mir sicher. Ich komme viel herum und kann inzwischen die Arbeit der FSSPX an der „Basis“ beurteilen und sage, das die Motivation und der Glaubenseifer seinesgleichen… weiter lesen »
schnuffi

Mutter Gott – das gefällt mir von einem Tradionalisten zu hören – oder sind Sie des Lateinischen gar nicht mächtig?

Dunkelkatholik

Offenkundig nicht. Auch theologisch ist da noch viel Luft nach oben: (Mutter) Gott soll „für uns beten“…?!?

hicesthodie

Ich kann Ihrer Analyse im Grunde nur zustimmen. Was ich nicht verstehe, ist die Konsequenz, die daraus gezogen wird. Das „Konzilsrom“ ist trotz aller Makel immer noch das Ewige Rom, der Sitz des Apostels Petrus. Die FSSPX muss DIESES Rom retten und von satanischen Einflüssen befreien helfen. Wenn die FSSPX beginnt, sich selbst für das einzige wahre Rom zu halten, ist ihr Ende vor Gott besiegelt, denn dann macht sich der Diener zum Herren über die Braut Christi, nach allem, was man in der Bibel liest, ein Greuel in den Augen Gottes!

michael
@hicesthodie Zitat: „Die FSSPX muss DIESES Rom retten und von satanischen Einflüssen befreien helfen“ Ja, aber es muß in der Kirche auch endlich erkannt werden, das gravierende Fehler nach dem Vatikanischen Konzil und auch durch die Liturgiezerstörung eingezogen sind. Wenn sogar Papst Benedikt, auf welchen Druck auch immer, sich weigert, eine Diskussion zu beginnen, steht die FSSPX auf verlorenem Posten, denn noch gibt es zuwenige, die eine ehrliche Bestandsaufnahme wollen, man sonnt sich lieber in Zahlen über die ach so vielen Christen auf der Welt, oder wie hierzulande ergötzt sich am Klingeln der Kassen und bedankt sich bei der Ökumene… weiter lesen »
Dunkelkatholik

Rom ist nicht „ewig“, sondern vergänglich, wie jede Stadt in diesem zum vergehen bestimmten Äon und überhaupt alles Geschaffene. „Ewig“ ist laut der Hl. Schrift nur Jerusalem. Vom „himmlischen Rom“ ist in der Bibel nichts zu lesen.

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