Bischof Williamson wird vernünftiger

(London) Bischof Williamson wird keine neue Kongregation gründen. Dies teilte er in seinem aktuellen „Eleison-Kommentar“ mit. „Vorerst“ möchte er nur „ein Vater, Berater und Freund sein für all jene Seelen, welche um eine bischöfliche Führung und Unterstützung bitten“. Als Bischof Williamson vor einigen Tagen Deutschland besuchte, mußte er feststellen, daß er kaum Zuspruch findet. Es haben sich zwar zwei kleinere Frauenklöster in Deutschland von der Priesterbruderschaft St. Pius X. entfernt, dies ist aber nur auf die Irreführung durch den jeweiligen Spiritual zurückzuführen. Die Trennungen werden wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein. Gläubige folgen Bischof Williamson dagegen nur wenige. In Deutschland hat er derzeit nur zwei wesentliche Unterstützer.

Text: Linus Schneider

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Jean-Louis
Die Bischöfe Fellay und Williamson vertreten beide ein falsches, weil zu enges, Verständnis von der Religionsfreiheit. Das war ein mitentscheidender Grund für das Scheitern der Gespräche mit Rom. Unabhängig davon, dass angesichts des neuen traditionsfeindlichen Pontifikats, eine unabhängige FSSPX eine wichtige Rolle zu spielen hat. In Glaubensfragen gibt es zwischen den beiden Bischöfen keine so gravierenden Unterschiede, die eine Neugründung rechtfertigen würden. Beide verdienen unsere Unterstützung, denn die theologischen und pastoralen Fehlentwicklungen sind in der Konzilskirche zum Teil weit schlimmer als alles was man bei der Piusbruderschaft bemängeln muss. Gut, dass es noch einige gute Bischöfe und Kardinäle gibt im… weiter lesen »
cuppa
Das Scheitern der Gespräche erfolgte deshalb, weil Benedikt XVI. mit der sehr weitgehenden Erklärung von Bischof Fellay nicht einverstanden war, sondern Forderungen erhob, die sich von denen Paul VI. überhaupt nicht unterschieden. Diese Forderungen wurden von Erzbischof Lefebvre stets als unannehmbar zurückgewiesen. Benedikt XVI. teilte Bischof Fellay unmittelbar vor dem Generalkapitel 2012 diese Forderungen in einem Brief mit. Obwohl diese Tatsache offiziell bekannt ist, wird sie stets verdreht. Warum? Es ist eine VERMUTUNG, ich betone das, dass der Papst damals schon so unter Druck stand, dass er Forderungen formulieren „musste“, die unweigerlich zum Scheitern der Gespräche führen mussten. Denn es… weiter lesen »
Seefeldt

@cuppa: Sollten Sie Französisch kennen, empfehle ich Ihnen die beiden Artikel „Rome et Menzingen sont d‘accord“ in aveclimmaculee.

Die Sache mit dem Scheitern ist leider nicht so eindeutig, wie zunächst auch ich glaubte.

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