Homo-Lobby und schnelle progressive Umdeutung: Verleumdung konservativer und traditionsverbundener Priester

Progressive Gedankenakrobatik zu Papst Franziskus Homo-Lobby-Aussage(Washington) Man würde gerne das Thema wechseln, doch dann das: „Um ehrlich zu sein, trauten wir unseren Augen nicht, als wir das Interview mit einem amerikanischen Journalisten lasen“, brachte die traditionsverbundene Seite Messainlatino die Sache auf den Punkt. Man könnte auch sagen: Dialektik ist eine diabolische Kunst. Es gibt nichts, was jemand nicht dialektisch in seinem Sinn biegen könnte. Das gilt auch für Michael Sean Winters, einen Journalisten des National Catholic Reporter, der bekanntlich wo immer progressiver Rauch aufsteigt, als medialer Verstärker zur Stelle ist. Der NCR hat deshalb auch keine Probleme mit einer „Öffnung“ gegenüber Homosexualität und der gesellschaftspolitischen Homo-Agenda.

Die in diesen Tagen durch Indiskretion bekanntgewordene, inhaltlich jedoch bestätigte Aussage von Papst Franziskus (siehe eigenen Bericht), daß es in der Kirche, einschließlich der Römischen Kurie eine „Homo-Lobby“ gibt und man für ihn beten solle, denn „wir werden sehen, was wir [dagegen] tun können“, paßt nicht wirklich in das progressive Weltbild. Zu den Papst-Aussagen siehe eigenen Bericht.

Papst Franziskus‘ Spontaneität gibt Rätsel auf – Progressiver Journalist aber „durchschaut“ alles durch ideologische Brille

Doch während andere noch darüber rätseln, was der Papst anhand der Notizfragmente wirklich gesagt und gemeint haben könnte, hat Winters alles mit Hilfe seiner ideologischen Brille „durchschaut“.  Winters hat schnell die Quadratur des Kreises gefunden und eine progressive Lesart der unerwarteten Papst-Aussage gezimmert. Eine Lesart, die die latente Homophilie der fortschrittlichen Kräfte in der Kirche nicht berührt, gleichzeitig aber im Richtungskampf als Instrument für die Verleumdung innerkirchlicher Gegner eingesetzt werden kann.

Für Winters ist die Homo-Lobby in der Kirche nämlich „konservativ“ und „traditionalistisch“. Anders ausgedrückt: Nicht Homosexuelle sind ein Problem, sondern „konservative“ und „traditionalistische“ Homosexuelle.

Wenn aus den Angeklagten flugs die Ankläger werden – Ob Winters bei David Berger abgeschrieben hat?

Das erinnert an die Thesen marxistischer Befreiungstheologen der 70er und 80er Jahre, die eine sie in Verlegenheit bringende Christenverfolgung in marxistischen Staaten damit rechtfertigten, daß ja „nur reaktionäre“ Christen verfolgt würden und damit selbst schuld an ihrer Verfolgung seien.

Die Homo-Lobby-Aussage des Papstes bringt progressive Kreise ebenso in Verlegenheit. Doch in Winters Lesart werden die Angeklagten flugs zu den Anklägern und schuld sind kategorisch und immer die „Konservativen“ und „Traditionalisten“.

Man darf sich freuen: Hauptsache die progressive Welt ist wieder in Ordnung.

Ob Winters bei David Berger abgeschrieben hat? Der behauptet, seit er über seine homosexuelle Neigung gestolpert ist, in seinem persönlichen Rachefeldzug, daß homosexuell und traditionalistisch quasi Synonyme seien. Winters hat wahrscheinlich einfach zwei Stichworte der von progressiver Seite veröffentlichten Indiskretionen über die Papst-Aussagen miteinander vermengt: die Kritik des Papstes an der Homo-Lobby und, an ganz anderer Stelle, die Kritik an „restaurativen Kräften“. Aus diesen machte Winters einfach „Konservative“ und „Traditionalisten“. Wen Papst Franziskus allerdings wirklich meinte, geht aus der Gedächtnisnotiz der CLAR-Vorstandsmitglieder nicht hervor. Der Papst liefert nämlich zwei schwer entzifferbare Stichworte mit: „Pelagianismus“ und „Rosenkranzzähler“. Die pelagianische Häresie ist mit der Tradition sicher nicht in Verbindung zu bringen. Und sollte der Papst Rosenkranzzählerei mit der Tradition in Verbindung bringen, würde es bedeuten, daß er von der Tradition keine Ahnung hätte, was ihm nicht unterstellt sei.

Winters Schwierigkeiten im Umgang mit den Fakten

Mit Winters Worten klingt das jedenfalls in einem Interview, das er Vatican Insider gab, so: „Die wichtigste Botschaft, die in den Worten des Papstes über die Homo-Lobby enthalten ist, betrifft seine Entschlossenheit, die Kurie und die Kirche zu reformieren. Er wollte nichts gegen die Homosexuellen sagen, sondern gegen all jene, die sich in Gruppen und Richtungen organisieren, um das Leben und die Entscheidungen des Vatikans zu beeinflussen.“ Winters meint auch zu wissen, daß der Papst keinen Zusammenhang zwischen sexuellem Mißbrauch Minderjähriger und Homosexualität herstellen wollte: „Ich denke nicht, daß er einen Zusammenhang zwischen der Homosexualität und den Mißbräuchen herstellt. Die Personen, die in und außerhalb der Kirche Mißbrauch begehen, sind Erwachsene mit verschiedenen sexuellen Neigungen, die keinen Zugang zu Kindern haben dürften.“ Tatsächlich ist das Thema Mißbrauch Minderjähriger „nicht ausschließlich ein Problem der Schwulen“, wie Winters meint. Allerdings vordringlich: Bereits 2011 ergab eine Studie des John Jay Colleges nach dem Höhepunkt des Mißbrauchs-Skandals in den USA, daß 81 Prozent der Priester, die des Mißbrauchs beschuldigt wurden, homosexuelle Neigungen zu haben. Angesichts der Tatsache, daß nur ein geringer Prozentsatz der Bevölkerung diese Neigungen hat, ist die Wahrscheinlichkeit von einem Priester mit homosexueller Neigung mißbraucht zu werden um 213 Mal größer. Die Zahlen entblößen Winters Aussage als unzutreffenden Entlastungsversuch für Schwule.

Für Winters ist es eine selbstverständliche Tatsache, daß es auch im Vatikan eine Homo-Lobby gibt. Und dann folgt die Umdeutung: „Die homosexuellen Prälaten sind häufig die konservativsten und am traditionalistischsten, die entschieden gegen jede Öffnung bei den Themen der Homo-Partnerschaften oder der Gleichheit der Rechte sind. Das Problem ist, daß sie sich manchmal zu Seilschaften verbinden, um ihre eigenen Interessen zu betreiben, und das ist für den Papst inakzeptabel. Franziskus will die Kurie reformieren, um sie von allen Lobbys und Richtungen zu befreien, die verhindern, daß sie arbeitet, wie sie arbeiten sollte. Deshalb kritisiert er die Gruppe der Schwulen, wie er jede andere interne Gruppe kritisieren würde, die versucht die Arbeit des Vatikans zu beeinflussen.“

Homosexuelle darf man nicht kritisieren, es sei denn, sie sind „konservativ“ und „traditionalistisch“

Winters versucht einerseits die Homo-Lobby zwischen anderen, von ihm allerdings nicht näher definierten „Lobbys“ zu verstecken, was seine offensichtliche Verlegenheit zeigt, Homosexuelle zu kritisieren. Dergleichen gilt in liberalen Kreisen zumindest in der Öffentlichkeit als inakzeptabel. Das zwingt ihn andererseits die Aussage des Papstes, die nun mal im Raum steht, umzudeuten. Die vom Papst gemeinten Homosexuellen, wenn es denn überhaupt um deren Homosexualität geht, was Winters zumindest herunterzuspielen versucht, sind wenn schon „Konservative“ und „Traditionalisten“. Schließlich muß für einen Progressiven immer klar sein, wo der Feind steht.

Winters wird ausgerechnet vom Vatikanisten des linken Espresso, Sandro Magister widerlegt, der erst vor wenigen Tagen aufzählte, welche hohen Prälaten zur homophilen Partei in der Kirche gehören, was in keiner Weise meint, daß diese Prälaten selbst solche Neigungen hätten, und ein Arrangement mit dem vorherrschenden Zeitgeist suchen. Darunter finden sich vor allem Progressive, kein wirklich Konservativer und schon gar kein traditionsverbundener Prälat. Vielmehr sind die Kurienerzbischöfe Piero Marini und Paglia für ihre aktive Ablehnung der Tradition bekannt.

Die Strategie: kirchentreue Prälaten als „homosexuell“ verleumden, während die homophile Kirchenlobby sich mit der Homo-Ideologie arrangiert?

Winters Deutung klingt wie eine progressive Strategieempfehlung: die verhaßten traditionsverbundenen kirchen- und glaubenstreuen Prälaten sollen als „homosexuell“ verleumdet werden, während die homophile Richtung in der Kirche gleichzeitig ihr Arrangement mit Politik und Medien zur Anerkennung der „Homo-Ehe“ sucht. Nur bitte das Wort „Ehe“ nicht verwenden.

Dialektik als diabolische Kunst: Am Ende bleibt ein Stück mehr Verwirrung.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons

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24 Comments

  1. „Ob Winters bei David Berger abgeschrieben hat? Der behauptet, seit er über seine homosexuelle Neigung gestolpert ist, in seinem persönlichen Rachefeldzug, daß homosexuell und traditionalistisch quasi Synonyme seien.“

    Also homosexuell = traditionalistisch? Sind demnach die Gegner der Traditionsverbundenen homophob?

  2. Ich kenne durchaus etliche Priester und Priesterkandidaten, einige „progressiv“, einige „konservativ“, einige „traditionell“. ALLE (!) sehen das schwule Klima an Priesterseminaren als Problem an; ALLE (!) sehen es als Problem, dass die jungen Priester zunehmend ein „Sonderbiotop“ jenseits der „bösen“ Welt anstreben, statt die Welt zu bekehren. Und KEINER von diesen bestritte das Offenkundige: dass es eine durchaus mit der Homosexualität von Kandidaten und Priestern in Zusammenhang stehenden Vorliebe für hypertrophen Ritualismus und Rubrizismus gebe… Was ich ausdrücklich nicht sagen will, ist, dass es wegen schwuler Vorlieben für Weihrauch, Samt und Seide keine würdige und Messbuch konforme Messen gebe… Ich denke nicht, dass es hier um Kirchentreue geht.

    • Ein homosexuell praktizierender kann nie würdig eine Heilige Messe lesen. Er lebt in bewusster Sünde und ist damit so weit von Gott entfernt, dass die Würde fehlt.

      Das homosexuell praktizierende Weihrauch, Spitzen, Samt und Seide mögen, macht deshalb nicht eine heilige Messe unwürdig.

      • Wenn ich das hier lese, könnte ich den Eindruck gewinnen, bis 1970, bis zur protestantisierten Messe Paul VI., hätten alle praktizierenden Katholiken eine mit der Homosexualität in Zusammenhang stehende Vorliebe für „hypertrophen Ritualismus und Rubrizismus“ gehabt.
        Sie alle, die praktizierenden Katholiken, liebten die Tridentinische Messe, sie war für sie die Quelle des geistlichen Lebens. Nicht nur für Priester, für Männer und für Frauen aller Schichten und Stände, die ihren Glauben bewusst praktizierten.
        Im übrigen darf ich den Herren hier vorschlagen, mal das Alte Testament aufzuschlagen: In kostbare Gewänder hatten sich die Priester zu hüllen, Weihrauch hatte einen selbstverständlichen Platz im Gottesdienst. Zur Ehre Gottes.
        Weihrauch und Homosexualität in Verbindung zu bringen, ist ein Kennzeichen unserer Zeit…

      • @Gisbert:

        Einem ho.s. Praktizierenden mangelt es an jeglicher Würde, könnte man wohl noch sagen.
        Da stellt sich auch die Frage nach den sog. „Menschenrechten“.

        Freundlichen Gruß!

    • Hätte mich ja gewundert, wenn nicht prompt ein progressiver Lautsprecher auftauchen würde. Tja und weil es ja sooo „offenkundig“ ist, muß man sich um einen Beleg des Behaupteten nicht bemühen. So macht es eben ja dieser Winters auch…
      Seit wann hat Homosexualität eine ideologische oder gar ritualistische, gar rubrizistische Vorliebe??? Was für ein leeres Geschwätz. Wie das Märchen, 1/3 der Priester hätten homosexuelle Neigungen. Irgendeiner behauptet etwas, und denen, denen es irgendwie in den Kram paßt, plappern es nach und irgendwann kommt dann jemand und erklärt es für „offenkundig“.
      Beten wir für Priesterberufungen, gute, treue Priester, die sich von dem ewigen Herumhaken, Zerreden, Zertrampeln, Psychologisieren und Usurpieren des Priestertums nicht irremachen lassen.

  3. @Vianney:
    Sie leben in einer Traumwelt. Was sollen Weihrauch usw. mit Homogestörtheit zu tun haben? Diese Verbindung schafft doch nur ein Verleumder.

  4. Die Gebote Gottes und die Normen der Kirche in ALLEN Gebieten, sowohl der Moral als auch der Liturgie einzuhalten, muß von JEDEM Priesteramtskandidaten eigentlich natürlich eigefordert werden können. Hier ist eben standhaftes und eben mannhaftes Verhalten, Ritterlichkeit (man kämpft als Priester ja in vorderster Front gegen das Böse) und Keuschheit oberstes Prinzip. Die Rosa Tradition hat so keine Chance und David Berger keine Argumente.
    Solange das Konzil das „Aggiornamento“ predigt wird die Kirche in ALLEM folgen auch der Sünde, die Sünde der Apostasie ist schon weitgehend eingezogen. Die Homo-Häresie (Dr. Dariusz Oko) ist eine direkte Konsequenz von „Gaudium et Spes“ sowie „Lumen Gentium“. Nur das will keiner in der Konzilskirche einsehen. Und so geht das Schwulen- und Päderastenproblem immer weiter. Einen Papst hat das schon verschlissen, ein weiterer zeigt erste Einschlagskonsequenzen.
    Roma, Roma, convertere ad DOMINUM DEUM TUMM!

    • Völlig richtig verbinden Sie die ho.s. Problematik mit den Päderasten dieser Welt. In Russland läßt unser allmächtiger Herrgott schon einen anderen Wind wehen.

      Freundlichen Gruß!

  5. Wenn jemand das Theatralische liebt, ist er bestimmt schwul. Und wenn er das Theater liebt, aber trotzdem eine Frau liebt, dann stimmt da was nicht. Hat jemand was gegen Homosexuelle, ist er wahrscheinlich insgeheim selbst schwul. Hat er ein Herz für Schwule, dann weil er schwul ist. Wenn jemand Tänzer, Musiker, überhaupt Künstler ist, ist er zu 70% schwul, wenn er Priester ist zu 80%, und wenn er Kirchenmusiker ist, dann zu 99,9%. Aber man soll sich nicht täuschen: auch Fußballer, Boxer und Supermachos sind in Wahrheit auch homo, sie geben es bloß nicht zu. Sprachbegabte Männer können nur schwul sein. Falls Frauen Automechaniker sind, muss man sich klarmachen, dass sie meistens Kampflesben sind. Schwule sind besonders nett zu Frauen. Nein, Schwule haben was gegen Frauen. Wie Du es auch drehst und wendest, am Schluss kommt immer raus, dass Du schwul bist, auch wenn Du es nicht weißt.
    Hach, eigentlich sind wir alle schwul!

    - Hilfe, kann ich da nur rufen! Wer rettet uns aus diesen modernen Mythen!

    • So sehr ich auch über Ihren Beitrag schmunzeln musste, verehrte @zeitschnur, es wohnt ihm bei aller Ironie doch eine erschreckende Wahrheit inne. Ein Blick in die Bibel (Sodom&Gomorrah) und die Geschichtsschreibung (Griechische Kultur/Römisches Reich) lehrt uns, dass in der Tat ganze Völker in die Homosexualität abdriften können, das Ziel menschlicher Libido also unter bestimmten Voraussetzungen tatsächlich veränderlich ist. Allgemein praktizierte Homosexualität war immer ein untrügliches Kennzeichen dafür, dass eine Zivilisation in das Endstadium des Verfalls eingetreten war (Vgl. Franz Borkenau: „Ende und Anfang. Von den Generationen der Hochkulturen und von der Entstehung des Abendlandes“). Das aber zeigt gerade, wie gefährlich die Homosexualisierung unserer Gesellschaft im Grunde ist, denn es geht in Wahrheit nicht um die Durchsetzung vermeintlicher Rechte einer Minderheit, sondern vielmehr um den Bestand unserer Gesellschaft selbst, die durch die Akzeptanz von Homosexualität selbst homosexualisiert wird! Ich persönlich glaube, dass interessierte Kreise die Homosexualisierung mittels anscheinend vernunftgemässen Argumenten wie dem der Antidiskriminierung bewusst forcieren, um die Fertilität unserer Gesellschaft noch weiter einzuschränken und dadurch die Bevölkerungsentwicklung zu beeinflussen.

      • O, ich bin nur aus Verzweiflung sarkastisch! Und ich habe meine eigene Meinung über sogenannte „sexuelle Orientierungen“. Ich denke, ich kann, wenn ich mich nur lange genug damit beschäftige oder in einer Parallelwelt aufhalte, die mir dergleichen suggeriert, auch eine sexuelle Orientierung hin zu Gänseblümchen entwickeln. Bezeichnenderweise haben ja viele sogenannte Schwule sehr wohl auch sexuelle Kontakte zum anderen Geschlecht (gehabt). Es geht also doch!
        Nein: wenn man die Lehre der Kirche verwirft, dass Sexualität einen guten Ort hat (Ehe), in allen anderen Liebesbeziehungen jedoch nicht angemessen ist, dann entgleist man.
        Wie ich es schon sagte: ich finde es so wunderbar, dass Christen sich gegenseitig wirklich mit aller Kraft lieben können und dürfen – aber eben nicht in der Form des „sexuellen Liebestöters“ (denn Sex zerstört so gut wie jede Beziehung, es sei denn sie hat eben diesen Schutz). Wir können durch unseren Herrn und diese Lebendigkeit des Reiches Gottes zu vielen Menschen in eine tiefe Liebesgeschichte treten. Davon weiß die oberflächliche, hedonistische Welt nichts und lacht sich kaputt.
        Unsere Vorbilder sind Jesus und Maria. Beide liebten andere, Männer wie Frauen, ohne dass Sexualität dabei eine Rolle spielten. Die Gottesmutter Maria lebte sogar mit zwei Männern in Liebe, aber jungfräulich zusammen – mit Josef erst, später mit Johannes, letztere Beziehung von Jesus selbst gestiftet. Und mit Verlaub – das waren auch „Männer“ und eine „Frau“… Sie kannten sicher sexuelle Versuchungen. Aber das ist nicht wesentlich. Wesentlich ist die himmlische Liebe, zu der wir befähigt sind („Zölibat“) – das ist nicht „Einsamkeit“ oder „Verlust“.
        Für mich ist das ganze Gequake vom „Coming out“ etc. einfach nur ein moderner Mythos. Wie gesagt, wenn es sein muss, habe ich auch ein Coming out bezgl. meiner sexuellen Vorliebe für Gänseblümchen, Verkehrsschilder, Brillenetuis und Tintenfässer. Das ist doch ein riesiger Popanz, ein Schmarrn erster Ordnung

      • Liebe Zeitschnur, ich denke nicht nur, dass hicesthodie recht hat, ich würde sogar noch weiter gehen: Über die Homo- und Gender-Ideologie, über die Pornografisierung der Kinder schon in ganz jungen Jahren, soll nicht nur ein anderer Typ von Mensch geschaffen werden, sondern eine christenfeindliche Gesellschaft und zwar weltweit.
        Es bedarf keiner Verschwörungstheorie, man muss nur die Beschlüsse der UNO und der Kommissionen in Brüssel genau lesen.
        Ich bin überzeugt, dass es ein großer Irrtum der Konzils- und Nachkonzilspäpste war und ist, daran zu glauben, es könne eine aufgeklärte liberale Gesellschaft geben, in der sich der katholische Glaube frei durch Überzeugungsarbeit vermitteln ließe, ohne dass er staatlicherseits bekämpft würde. Man orientierte sich an Übergangszeiten, in der die christliche Tradition noch so stark im allgemeinen Bewusstsein war, dass man sich eine konsequent gottlose liberale Gesellschaft nicht vorstellen konnte.
        Zwei Namen mögen dafür stehen: Erzbischof Lefebvre und Kardinal Ratzinger. Lefebvre mit seinem Antiliberalismus schien hoffnungslos veraltet, Ratzinger hatte mit seiner Vorstellung über die Religionsfreiheit in einer human-aufgeklärten Gesellschaft
        scheinbar alle Argumente für sich.
        Am Horizont zeichnet es sich deutlich ab: Der Erzbischof wird Recht behalten.
        Wir steuern auf eine antichristliche „Homo-Gender-Diktatur“ zu.
        Im übrigen nehmen Historiker sogenannte Verschwörungstheorien sehr ernst: Kleine, entschlossene Gruppen haben immer einer trägen großen Masse ihre Überzeugung aufgedrängt. Mit „Hilfe“ der Leitmedien werden wir doch ständig bearbeitet.
        Wenn die Familie zerstört sein wird, geht unsere christliche Zivilisation dem Ende entgegen.
        Natürlich weiß ich nicht, ob das gelingen wird. Doch die Zeichen der Zeit deuten darauf hin.

      • Mit Ihrer Beschreibung der angestrebten „Homo-Gender-Diktatur“ und des unbedingten Willens der Zerstörung der Familien liegen Sie meiner Meinung nach völlig richtig. Besser kann man diese Gefahr nicht beschreiben. Leider sind die meisten Menschen blind. Sie lassen sich einlullen. Ich bin aber der Ansicht, dass die Trennungslinie nicht zwischen Lebebvre und Ratzinger verläuft, sondern zwischen dem Erzbischof und Benedikt einerseits, sowie andererseits jenen, die sich an die Welt und an andere Religionen und Konfessionen anbiedern, d.h. fast alle anderen, inklusive des jetzigen Pontifex. Ratzingers Kurs ist der einzig richtige, Das hatten auch seine Gegner aus dem „Homo-Gender-Milieu“ begriffen und ihn bekämpft bis er aufgeben musste. Auch weil er die Wichtigkeit einer „Hausmacht“ aus treuen Kardinälen unterschätzt hat. Franziskus ist bestimmt keine Freund der „Homo-Gender-Diktatur“, aber ihn lässt man in Ruhe, da er für diese Leute nicht gefährlich ist. Er spricht die Gefahr, wenn überhaupt, nur verklausuliert an. Die FSSPX ist zu extrem und leider auch zu marginal. Nur im Geiste Ratzingers (Burke, Ranjith, Brandmüller, Haas, usw)können wir mit Gottes Hilfe das Unheil noch abwenden.

      • Sie verwechseln mein Posting mit dem von Florin vor mir – ich habe nicht gegen „Verschwörungstheorien“ polemisiert…
        Schauen Sie doch gerade, wenn Sie Muße haben, noch mal auf das, was ich tatsächlich geschrieben habe. Ist mir wichtig, damit Sie keinen falschen Eindruck von meinen Gedanken haben!

  6. Es ist zum Lachen,wenn es nicht zum Heulen wäre:
    da steht in halb Deutschland das Wasser den Menschen schon buchstäblich bis zum Hals und es wird weiter um „Homoehe“ und Co. gestritten!
    Es ist,als wenn sich auf der sinkenden Titanic zwei gestritten hätten,welches Musikstück die Kapelle zu spielen hätte…
    Ich war gestern in meiner Heimatstadt an der Elbe ( wir wohnen Gott sei Dank auf dem Berg),da bekommt man eine Ahnung von Apokalypse!
    Eine nach Schlamm stinkende Geisterstadt,die in Müllbergen versinkt!
    Wer so was mal live sieht,der bekommt eine Ahnung,wohin das Schiff der modernen Gesellschaft steuert!

    • @Birgit 11:43:
      Nämlich in die ho.s. Apokalypse!
      Das Hochwasser ist nur ein Zeichen für die Strafen, die unser allmächtiger Herrgott für uns bereit hält.

      • Ja,das sehe ich ganz genau so!
        Und ich habe noch die Spötteleien im Ohr,als am 21.12.12 die Welt nicht unterging (was ja auch zu erwarten war)-aber das muß nicht bedeuten, das die Zeichen nicht auf Sturm stehen!
        Man muß schon SEHR blind sein,um keinen Zusammenhang zwischen den Abtreibungsgesetzen,der Homoehe,der Kinder-Sexualisierung usw. und den weltweit zunehmenden Naturkatastrophen zu sehen.
        Ich glaube,das hat nun auch nichts mehr mit Weltuntergangs-Sektierertum zu tun.

      • Die Mächte der Finsternis wissen nur zu genau wie
        schwer es den Menschen fällt, die standesgemäße
        Keuschheit einzuhalten und verführen gezielt zu
        den oben genannten Sünden.
        Wir können davon ausgehen, dass die meisten
        verlorenen Seelen wegen schwerer Sünden
        gegen das 6. Gebot verdammt wurden.

      • @Birgit 15:51

        Also ganz bestimmt nicht, vielmehr gibt es – völlig richtig! – so viele arme Seelen, (kenne ich sogar im engsten Umfeld!), die SEHR, SEHR blind gegenüber den WAHREN Tatsachen geblieben sind (etwa Homoehe / Hochwasserkatastrophe).

  7. @Peter Jesmann

    Anderen Menschen die Würde abzusprechen ist schon ein starkes Stück.

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