Pater Gabriele Amorth bekräft Bedeutung des Exorzismus – Kritik an Bischöfen, die keine Exorzisten ernennen

Der Exorzist Pater Gabriele Amorth und der Historiker Roberto de Mattei (von links)(Rom) Der bekannte Exorzist Gabriele Amorth bekräftigte jüngst bei einem Vortragsabend der Stiftung Lepanto in Rom die Bedeutung des Exorzismus. Pater Amorth, seit 1986 Exorzist in der Diözese des Papstes, ist ein Schüler von Pater Candido Amantini, eines anderen bekannten Exorzisten, dessen Seligsprechungsverfahren im Gange ist. Pater Amorth ist zudem Ehrenvorsitzender der Internationalen Vereinigung der Exorzisten. Entschiedene Worte fand der Exorzist für jene, die die Existenz des Teufels leugnen, vor allem die Kirchenvertreter, die sich nicht ausreichend der Entchristlichung der Gesellschaft widersetzen. Denn Autor dieser Entchristlichung sei der Teufel selbst.

Scharfe Kritik übte Pater Amorth in diesem Zusammenhang an Bischöfen, die keine Exorzisten ernennen und „dadurch den Seelen schweren Schaden zufügen“. Satan versuche den Menschen gegen Gott aufzubringen. Er verleite ihn die Wahrheit zu leugnen und sich gegen Gottes Gesetz aufzulehnen, „obwohl Gottes Gesetz das beste und ideale Gesetz für den Menschen ist“. Das „Anti-Glaubensbekenntnis“ des Teufels und seiner Anhänger sei in drei Punkten zusammengefaßt: „Tu, was du willst“, „niemand hat über dich zu bestimmen“ und „du bist dein eigener Gott“.

Der Teufel „kennt uns, er umkreist uns und versucht uns an unseren Schwachstellen: man muß daher die eigenen Schwächen kennen und die Gefahren meiden, die uns heute auf den verschiedensten Wegen, vor allem durch Fernsehen und Internet angeboten werden“. Der bekannte Exorzist warnte vor spirtistischen Praktiken, jedem Kontakt mit Zauberern, Wahrsagern und allen, die behaupten, über übernatürliche Kräfte oder ein „geheimes Wissen“ zu verfüge. Der weitaus größte Teil von ihnen seien Scharlatane, weshalb man sie meiden sollte, um nicht „dumm dazusetehen und um das eigene Geld betrogen worden zu sein“. Einige aber seien „tatsächlich imstande, sich mit negativen Kräften in Kontakt zu treten“ und das geschehe nie zum Nutzen der Menschen.

Es sei dagegen „grundlegend eine aufrichtige Verehrung für heilige Bilder und Gegenstände zu haben“, so Amorth. „Entscheidend“ sei „in allem und für jeden, daß die Antwort auf alle unsere Fragen nur Gott sein kann, denn alles ist durch Ihn und auf Ihn hin geschaffen“, so der Exorzist der Diözese Rom.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons

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1 Comment

  1. Offensichtlich ist es pure Angst vor den Medien, dass auch die deutschen Bischöfe sich vielfach weigern, bedrängten Menschen durch den Exorzismus und klare Weisung zu Hilfe zu kommen. Den Medien ist es gelungen, die Bischöfe schrenweise vor sich her zu treiben und mit ihnen ihr Spiel zu treiben, nur weil sie ihnen Angst einjagen können. Sie hören mehr auf die öffentliche Meinung und die Political Correctness als auf den Auftrag des Herrn. Ein einziges Trauerspiel, das uns geboten wird.

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