Wie der nächste Papst sein sollte – laut Kardinal Bergoglio

(Buenos Aires) Pater Angel Strada, Postulator im Seligsprechungsverfahren für Pater Joseph Kentenich, den Gründer der internationalen Schönstatt-Bewegung, erzählte nach der Wahl des Erzbischofs von Buenos Aires zum Papst der argentinischen Journalistin Evangelina Himitian, Autorin des Buches Francisco. El Papa de la gente (Franziskus. Der Papst der Menschen), das vor wenigen Tagen in Buenos Aires vorgestellt wurde, über sein privates Gespräch mit Kardinal Bergoglio drei Tage vor dessen Abreise zum Konklave nach Rom.
Als Kardinal Bergoglio und Pater Strada über das Profil sprachen, das der neue Papst haben sollte, sagte der Kardinal, daß er seiner Meinung nach „erstens ein Mann des Gebets sein müsse, der innig mit Gott verbunden ist. Zweitens muß er zutiefst davon überzeugt sein, daß Jesus der Herr der Geschichte ist. Drittens muß er ein guter Bischof sein, fähig anzunehmen, liebevoll zu den Menschen sein und auch fähig Gemeinschaft zu schaffen. Schließlich muß er fähig sein, die Kurie zu reformieren.“
Innerhalb von 24 Stunden im Konklave hatten sich die Kardinäle auf ihn geeinigt.

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Leone

Warum kein Afrikaner und Asiate als Papst? Ein Schelm werr Böses denkt……

Rapunzel

Weil Nationalität und Hautfarbe in einer Weltkirche keine Rolle spielen, einzig alleine die Fähigkeiten zählen, so haben die Kardinäle im Vorkonklave ja auch ein Profil für den zu wählenden Papst erstellt.

Vincentius

Ich würde sagen, weil die Herkunft egal und das spirituelle Profil entscheidend ist. Ich bin dankbar, dass wir einen Papst haben, der die vier genannten Punkte voll und ganz erfüllt!

Jean-Louis

Es war diesmal wohl ein Südamerikaner dran. Da hatte sich so etwas wie eine Eigendynamik entwickelt. Auch Karinal Scherer wurde ja plötzlich hoch gehandelt. Dann spielt die Herkunft eine größere Rolle als das Profil, obwohl diese beiden Faktoren nicht immer getrennt werden können. Für einen Afrikaner oder Asiaten war die Zeit wohl noch nicht reif, so sehr ich mir das auch gewünscht hätte. Kardinal Ranjith, zum Beispiel brachte die besten Voraussetzungen mit, gegen die Pressure Groups, die dem Konklave den Stempel aufdrückten hatte er schlussendlich keine Chance. Sehr schade!

hicesthodie
Aber, aber Jean-Louis! Im Konklave wirkt doch einzig und allein der Heilig Geist. Lesen Sie bitte einmal die geradezu euphorischen Äusserungen des Wiener Kardinals in London bezüglich der schnellen Wahl dieses Mannes, der in „der hintersten Ecke der Sixtinischen Kapelle saß“. Da wird selbst das Wunschdenken von Laien, das dem Kardinal vor dem Konklave zu Ohren kam, als „starkes Zeichen des Heiligen Geistes“ gewertet. Wer weiss, welchen Einflüsterungen des Geistes die Kardinäle im Vorkonklave noch so ausgesetzt waren. Vielleicht wirkt der Heilige Geist ja auch wie eine bewusstseinserweiternde Droge im Tee der Kardinäle. Auf jeden Fall lässt sich mit dem… weiter lesen »
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