Neue liturgische Bewegung – Würdige Zelebration des Novus Ordo öffnet Weg zur Alten Messe

Messe Pius V. welche Voraussetzungen braucht es für die Rückkehr?(Rom) Einige Gedanken von Cordialiter zur Rückkehr zur überlieferten Form des Rämischen Ritus, den Voraussetzungen dafür und den Zusammenhang zwischen einer würdigen Zelebration des Novus Ordo und dieser Rückkehr.

Vor einigen Jahren gab der traditionsverbundene Abbé Claude Barthe der kämpferischen Vereinigung Paix Liturgique ein Interview. Darin sagte er, daß die überlieferte Messe ohne ein günstiges Klima nicht darauf hoffen kann, wieder auf breiter Basis in die normalen Pfarreien zurückzukehren. In diesem Sinn äußerte er die Hoffnung, daß der Ritus von Paul VI. so traditionell wie möglich und den Vorgaben des Zweiten Vatikanums gemäß zelebriert werde (ad Deum, kniender Kommunionempfang, Römischer Kanon, Gregorianischer Choral usw.), um dadurch jenes freundliche Klima für den Übergang zum tridentinischen Ritus zu schaffen.

Ich stimme mit Abbé Barthe überein, weil die Erfahrung zeigt, daß viele von jenen, die in der Vergangenheit sich um eine würdige Zelebration nach dem Missale Pauls VI. bemühten, durch das Motu proprio Summorum Pontificum den Schritt zur außerordentlichen Form des Römischen Ritus vollzogen haben oder dabei sind, ihn zu vollziehen. Denken wir nur an jene wie Don Alfredo Morselli, Don Nicola Bux, Pater Stefano Manelli und viele andere. Wenn alle Priester die neue Messe im erwähnten traditionellen Sinn zelebriert hätten, dann wäre schon heute die tridentinische Messe wieder die „ordentliche“ Form des Römischen Ritus.

Im übrigen ist es, ohne ein Wunder, wohl undenkbar, daß ein Priester, der gewohnt ist, die Heilige Liturgie durch verschiedenste Mißbräuche und Respektlosigkeiten zu quälen, sich plötzlich dafür entscheiden würde, zur traditionellen Messe überzugehen.

Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Una Fides

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2 Kommentare

  1. Ausgangspunkt dieses Artikels war die seltsame Behauptung des Bloggers Cordialiter, dass die Alte Messe wieder die ordentliche Form des römischen Ritus sei, wenn die Messe Paul VI. würdig gefeiert würde.
    Im Umkehrschluss würde das heißen, dass seit Jahrzehnten die größte Mehrheit der Hierarchie und der einfachen Priester ohne Ehrfurcht die Neue Messe zelebriert, denn diese übergroße Mehrheit denkt gar nicht daran, zum klassischen römischen Ritus zurückzukehren. Letztlich hätte sogar Kardinal Ratzinger – Papst Benedikt nie die Eucharistiefeier – dank Cordialiter sträuben sich meine Finger – würdig und mit Ehrfurcht gefeiert. Denn er dachte nicht daran, zur Tridentinischen Messe zurückzukehren, er sprach sich immer für eine Reform der Reform aus.
    Die ‚dogmatische katholische Kirche‘, die Kirche bis 1962, war für ihre Logik bekannt. Die nicht mehr dogmatische Konzilskirche gleicht inzwischen einem Narrenhaus, was ihre Logik anbetrifft.
    Nun ist Cordialiter kein offizieller Vertreter der Kirche, er ist ein Blogger. Aber dass sein Beitrag veröffentlicht und ernsthaft diskutiert wird, ist ein bedenkliches Symptom.
    Um mich verständlich auszudrücken: Es geht hier nicht um die Bewertung des NOM. Es geht darum:
    1.Er wurde nicht geschaffen, um bei würdiger Zelebration zur „Alten Messe“ zu führen, er sollte sie auslöschen.
    2. Nachweislich wird er angefangen vom ehemaligen Papst Benedikt bis zum einfachen Landpfarrer auch würdig und ehrfürchtig zelebriert, ohne dass diese einen Gedanken daran verschwenden, zur „Alten Messe“ zurückzukehren.
    3. Cordialiter nimmt also in diesem Fall die Realität nicht wahr. Entweder baut er vor sich hin bloggend Luftschlösser, oder er stiftet bewusst Verwirrung, in dem Sinne: Seht doch, der Unterschied zwischen alter und neuer Messe ist nicht wesentlich.
    Letztlich sollte dann auch die FSSPX ihre Dickköpfigkeit aufgeben und den NOM als legitim anerkennen. Damit sie möglichst bald in den Schoß der Konzilskirche zurückkehren kann.

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