Kardinal Meisner: "Den hohen Wert der Familie bewußt machen"

(Köln) Im Interview mit der Stuttgarter Zeitung kritisierte der Kölner Kardinal Joachim Meisner die Bevölkerungspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel, „nur die Zuwanderung als Lösung unserer Demografieprobleme“ zu präsentieren, und plädierte dafür, stattdessen Frauen zu ermutigen, „zu Hause zu bleiben und drei, vier Kinder auf die Welt zu bringen.“ Man wolle „die Frauen aus den Familien heraus haben, damit die Produktion weiterläuft“, wie in der DDR. Es gelte aber, „ein Klima zu schaffen, in dem Frauen mehr Kinder zur Welt bringen. Das heißt: den hohen Wert der Familie mit Mutter und Vater für die Kinder bewußt machen“, so der Kardinal, der auch die Tötung der ungeborenen Kinder anprangerte: „Wir sind ein sterbendes Volk, haben aber eine perfekte Gesetzgebung für Abtreibung. Ist das nicht die Selbsttötung einer Gesellschaft?“

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Jean-Louis
Der Analyse des Kardinals ist voll und ganz zuzustimmen. Es sind prophetische Worte eines mutigen Mannes, von dem ich schon viele gute Predigten gehört hatte. Es war mir aber heute gegönnt (bei der Echternacher Springprozession, wo er neben den Kardinälen, Simonis, Ejk, Rodriguez Maradiaga, und vielen Bischöfen und Würdenträgern teilnahm) ihn aus nächster Nähe zu erleben. Der Mann ist umwerfend sympathisch und hat ein schier unglaubliches Charisma. Wie er mit den Leuten am Strassenrand kommunizierte, sie segnete, immer wieder die Prozession verliess um Kleinkinder zu segnen (man spürte förmlich wie sehr er die Kinder schätzt, und das gibt seinen Worten… weiter lesen »
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