Wenn Entertainment groß und Kirche kleingeschrieben wird – BDKJ-Tanz-Flashmob statt Anbetung

Die Flashmob-BDKJ-Kirche(Speyer) Kirche im Konkurrenzdruck der zahlreichen Fun-Events einer Spaßgesellschaft? So zumindest scheint es der BDKJ zu sehen und meint, mit Ideenreichtum es mit der professionellen Unterhaltungsindustrie aufnehmen zu können. Beim Bund der deutschen katholischen Jugend scheint man der Überzeugung, daß nicht Gott und der Glauben die Menschen in die Kirche führen, sondern „gute“ Unterhaltung.

Damit es auch wirklich lustig ist und die Leute bei Laune gehalten werden, veranstaltete die Diözese Speyer am 25. August 2012 bei ihrem Meßdienertag in Kaiserslautern einen Tanz-Flashmob in der Kirche, wie Pius.info berichtet. Während des Gottesdienstes wurde die Kirche in eine Diskothek verwandelt und unter professioneller Anleitung von Entertainern hüpften und tanzten die Kinder und Jugendlichen, deren Betreuer im Kirchenschiff und die Priester im Altarraum herum. Am Ende gab es noch einen „coolen“ Abgang für den Oberentertainer mit Rauchschwaden und Lasern.

Zu den hopsenden Priestern im Altarraum gehörte auch der 2006 geweihte Carsten Leinhäuser, der Leiter des „Referats für MinistrantInnen-Seelsorge“ der Diözese Speyer. Dem Priester bereitet nicht die von ihm selbst betriebene Profanierung einer Kirche „Sodbrennen“. Ihn treiben ganz andere Sorgen um, wie er 2009 auf seinem Blog schrieb: „Seit Tagen habe ich schon so eine Art ‚geistliches Sodbrennen‘: Kaum schaue ich mir die Nachrichten an, stößt es mir sauer auf! Was ich da über die Piusbruderschaft lesen muss, das ist mir einfach zu viel. […] Wenn die Aufhebung der Exkommunikation ein Akt der Liebe und der Gnade war – warum gehen wir dann nicht auch etwas großherziger mit den wiederverheirateten Geschiedenen um? DAS ist ein wirkliches Problem, das mir in der Seelsorge andauernd begegnet: Denn da sind Menschen, die ein tiefes geistliches Leben führen und unter dem Kommunionverbot leiden wie die Hunde.“

Über die heilige Liturgie meinte der Priester: „Ich habe persönlich kein Problem mit dem tridentinischen Ritus – auch, wenn ich auf der geistlichen Ebene herzlich wenig damit anfangen kann.“ Bleibt die Frage, was er – angesichts des Flashmob-Videos – denn überhaupt mit dem Ritus der katholischen Kirche anfangen kann.

Die Piusbruderschaft schreibt dazu auf ihrer Seite: „Bei all diesen Entartungen und Missbräuchen der Liturgie muss man sich immer wieder fragen: Wissen die Kardinäle in Rom, weiß der Papst, was in den Kirchen vor Ort geschieht? Man wird den Eindruck nicht los, dass Rom in einer Art Parallel-Welt lebt: Am Petersplatz huldigen tausende Menschen dem Papst mit Jubelrufen bei jeder Großaudienz. Da muss man unweigerlich zu dem Eindruck kommen: So schlimm ist die Kirchenkrise nicht.“

Der von den zuständigen Priestern gedeckte BDKJ-Mißbrauch einer Kirche  und eines Gottesdienstes stellt sich in eine lange Mißbrauchsreihe. Wesensmerkmal ist ein seltsames Drängeln in der Kirche und vor allem im Altarraum. Immer häufiger werden Veranstaltungen, die in irgendeinen Vereinssaal gehören, in Kirchen abgehalten. Dieser Drang in das Haus Gottes scheint Ausdruck einer sich verstärkenden Verwirrung zu sein. Schwindender Glaube und schwindende Gottesdienstbesucher sollen durch „attraktive“ Veranstaltungen, die jedenfalls für attraktiver gehalten werden als die heilige Liturgie, in die Kirche gelockt werden. Pfarrer Leinhäuser gefiel seine Flashmob-statt-Anbetung-Idee dermaßen gut, daß er das Video davon auf Youtube veröffentlichte. Auf der Internetseite des BDKJ-Speyer wurden inzwischen alle Berichte über den MinistrantInnen-Tag 2012 gelöscht.

Treffend paßt dazu ein Aprilscherz von Pfarrer Carsten Leinhäuser, wie man eine Kirche gut nützen könnte. Nur ein Aprilscherz?

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Screenshot

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47 Comments

  1. Es MUSS endlich ein verbindlicher Leifaden her, was Katholisch ist und was nicht.
    Wenn unsere Dialog- und Hilflosbischöfe nicht reagieren, ist Rom in der Pflicht.
    Ich finde es nur noch eine bodenlose Unverschämtheit, was mit den Kirchensteuergeldern passiert.
    Warum können diese ganze Anti-Katholischen Bewegungen nicht endlich zur EKD konvertieren, es ödet einen nur noch an.
    Weg mit der Kirchensteuer und werft die Händler/Mietlinge, endlich aus dem Tempel Gottes.
    Solch eine Veranstaltung ist ein Hohn auf Christi Leiden auf Golgotha und macht die Auferstehungsfreude zum billigen Possenspiel und ist eine Todsünde wider dem hl.Geist.
    Aufhören !

  2. Ein Papst, dessen Vorvorgänger bei seinen apostolischen Reisen selber jede Menge Tanzeinlagen bei seinen Messen nicht nur zugelassen, sondern offensichtlich auch goutiert hat, dürfte Ihren Wunsch nicht erfüllen.

    • Tanz.:Lirum-Larum-Löffelstiel..wir haben uns alle lieb.piep,piep.Und der Pfarrer mit einer Clownnase.Lustig,gell.Ich lach mich Krumm. Nur.: In einem seiner letzten BRIEF ,der vor etwa drei Jahren veröffentlicht wurde,bezeichnete Albert Einstein sowas als kindisch und primitiv,:Die Bibel,ein kindisch.primitives Buch….

  3. Carsten, das hätte ich von Dir nicht gedacht. Ich habe immer Dich als besonnenen Menschen und Priester erlebt, nun aber bist Du ebenso auf die Welle der Kirchenschänder gesprungen. Es ist ein Karfreitag für die Kirche „Vinea mea electa, Ego te plantavi! Quomodo conversa es in amaritudinem…!
    Es wäre wirklich besser, wenn die wirklich gläubigen aus dieser Deutsch-Ökumenischen Kirche austreten würden. Und bitte, überdenke Dein Priestertum! Gott hat dich aus dem Unrat erhoben über das Volk, damit du deinem Dir anvertrauten Teil des Gottesvolkes das Evangelium predigst und die Sakramente spendest, soweit Du die Vollmacht hast. Es ist schwer zu beobachten, daß Du dich ebenso auf den Bodensatz spiritistisch-animistischer Erweckungsbewegungen begeben hast. Ich bitte Dich auf diesem Wege, das zu überdenken! Anderenfalls solltest Du auf die Hilfe meiner bei Dir hinterlegten Skripte nicht mehr vertrauen dürfen und diese löschen!
    Es tut mir unendlich leid!

  4. Ich finde nichts verwerfliches an dieser modernen Art unseren Kindern und Jugendlichen ihren Glauben näher zu bringen! Natürlich sollte man bestimmte Grenzen einhalten aber dies war und ist hier auch geschehen.
    Gäbe es mehr von diesen Priestern, gäbe es manche Probleme weniger:-)

    • @ Patrick
      da scheiden sich die Geister.
      Ich bin nicht der Meinung, dass durch Tanz in der Kirche den Kindern und Jugendlichen der Glaube näher gebracht wird.
      Was genau lernen die Kinder dadurch?
      Andacht, andächtiges Benehmen im Hause Gottes? Ort der Besinnung und des Gebetes? Glaube?
      Einen sicheren, tiefen und liebenden Glauben zu Gott?
      Wissen die Kinder, dass Jesus Christus für jeden von uns ein unaussprechlich schmerzhaftes und blutiges Martyrium ertragen hat? Auch was das Sakrament der Eurcharistie bedeutet?
      Unter dem Kreuz (!) zu tanzen, ob ich unter dem Altar stehe oder 50 Meter davor bleibt das gleiche.
      Es findet in Gottes Haus statt und ich finde es eine Verhöhnung unseres Herrn Jesus Christus.
      Verärgert frage ich mich, ob jeder Priester in seiner Gemeinde tun und lassen kann was er will.

  5. wer gutes tut,der fahre fort gutes zu tun,wer böses tut,der fahre fort,siehe ich komme bald,maran atha und mit mir all mein lohn-frei nach Apokalypse.
    ich bete mit der kirche der Anbetung:spassi nas sine boshe ,spassis passi nas,oder
    als ganz einfache seele wie ich bin mit der allerseligsten Jungfrau von Fatima
    o mein Jesus verzeih uns unsere sünden führe alle Seelen in den himmel,besonders jene,die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.

  6. Wenn der jetzige Papst dem gottlosen Treiben, das seine Vorgänger schon viel zu weit haben gehen lassen, nicht bald ein entschiedenes Ende setzt, dann wird er es sein, der diese Amtskirche vollends in den Abgrund führt.
    Der Papst hat die unmittelbare und umfassende Vollmacht.
    Er hat auch die für ein gründliches Aufräumen nötige Rücksichtslosigkeit des Charakters.
    Es ist einzig eine Frage des Wollens. Will er die Kirche Gottes reinigen, oder will er nicht?
    Nach zehn Wochen seiner Regierung kann ich keinen Willen bei ihm erkennen, die Kirche wirklich zu erneuern.

  7. Kein Problem, wenn das in Afrika wäre. In vielen afrikanischen Kulturen wird schon seit je her nicht nur mit Worten und Gesang gebetet. Auch der Tanz kann dort Gebet sein, und sogar ein sehr intensives.
    In Europa hat das aber keine Tradition. Tanz dient hier vor allem der Unterhaltung. Deshalb ist es auch nicht sinnvoll, hier Tanz im Gottesdienst einzuführen, weil einfach das kulturelle Umfeld dafür nicht stimmt. Man sieht es im Video auch an den Gesichtern: Die Kinder wirkten entweder befremdet, oder sie haben sich köstlich amüsiert. Beides keine wirklich gute Basis für das, was man vielleicht mit solchen Methoden erreichen will.

    • König David hat vor der Bundeslade, dem „Allerheiligsten“ seiner Zeit, hergetanzt. Ist das auch „Unrat“, der besser aus der Bibel getilgt werden sollte?

      Es scheint sich hier mehr um eine rein emotionale Frage der „Tradition“ und der (alteuropäischen) Sitte zu halten als um geistlich-theologisches.

      • Heißt das, daß alle Christen in Afrika, die in ihren HlMessen seit jeher und ganz selbstverständlich tanzen (also auch „unter dem Kreuz“), in Ihren Augen liturgische Gräuel begehen? Das können Sie nicht im Ernst meinen.

      • Sie sprechen Aspekte der Inkulturation an. Sie werden nicht allen Ernstes den Idiotentanz (gemeint sind jene, die Kinder statt Ehrfurcht vor Gott und dem Sakralen, billige Unterhaltung beibringen, die sie jedwedem erhalten können, dazu braucht es keine Kirche) von Kaiserslautern mit Inkulturation erklären wollen.
        Mir ist es egal, wenn die Kinder beim Pfarrfest so rumhüpfen, ist wahrscheinlich sogar lustig, eben alles an seinem Platz. In der Kirche ist es von einem deutschen Priester mitten in Deutschland mit deutschen Kinder dummdreistes Sakrileg, Wer nicht an die Realpräsenz des Herrn glaubt, kommt eben auf solche Ersatzwege…. Denn Gott hat bei dem Idiotentanz jedenfalls keine Rolle gespielt. Der Mensch (die Verantwortlichen) haben auf Happy-Wohlfühltour gemacht und sich selbst, den Menschen zelebriert. Das erleben Trinker wohl auch allein oder in Gesellschaft, ein Paar Gläschen und sie sind quitschfidel, aber mit Gott und dessen Heilstat am Kreuz hat es herzlich wenig zu tun. Das ist eben die Verwirrung, oder besser das Werk des Verwirrers.

      • Das können Sie nicht vergleichen, Dunkelmann! David tanzte vor Freude über einen militärischen Sieg, den er Gott verdankte. Es war eher eine Art Prozession im Freien nach Beendigung des Krieges.
        Ich hab mir das Video angesehen und finds schlimm. Mein Bruder lebt in Thailand, und ich dachte kurz: kein Thai würde in einem buddhistischen Tempel oder Kloster einen solchen Mist machen! Die Heiden wissen oft mehr, wie man dem Heiligen begegnet…
        Warum kann man eigentlich nicht nach einer würdevollen Hl. Messe einfach draußen tanzen, auf der Wiese zum Beispiel? Es ist, als wolle man mit Absicht dem Herrn einen Fußtritt verpassen. Das Widerlichste ist das Gehopse der Zelebranten in den liturgischen Gewändern. Auch hier: warum könnt Ihr Priester nicht draußen tanzen, wenns sein muss? Oder im Gemeindehaus oder an einem anderen Ort, an dem eben nicht der Herr, den Ihr vorher gegenwärtig gesetzt habt, weilt und unsere Ehrfurcht ersehnt?
        Ihr liebt IHN nicht!
        Und so sollen Priesterberufungen entstehen?
        Ich muss gestehen, dass es mir hier wie einem meiner Vorredner geht: warum verschwindet dieses blasphemische Volk nicht dahin, wo es besser aufgehoben ist. Und warum lassen Bischöfe sowas zu. Ob F. mal hier seine Teufelskeule schwingen würde – und bitte komm mir jetzt nicht einer mit indianischen Tänzen aus Südamerika…

      • Franziskus hat schon mehrfach gesagt, daß er, wie alle „echten“ Argentinos, den Tango sehr liebt. Er wird ihn nicht in der Hl. Messe tanzen und jetzt sicherlich überhaupt nicht mehr, aber zu glauben, er würde da jetzt mit eiserner Faust dazwischenfahren, ist doch naiv. Er hat weiß Gott wichtigeres zu tun.

        Ich sag’s mal so herum: einer Kirche, für die „Kaiserslautern“ gleichbedeutend mit „Sakrileg“ und dem Untergang des Abendlandes ist, die also offensichtlich keine größeren Probleme hat, muß es sehr, sehr gut gehen.

      • Mit der Anbetung Gottes hat der Papst allerdings wirklich ausreichend zu tun. Dazu gehört auch, daß das Haus des Herrn sich in Ordnung befindet oder in Ordnung gebracht wird. Wie es der Herr auch getan hat. Die Frage der Sakralität ist nicht sekundär, egal ob sie Selbstmörder, ukrainische Prostituierte oder herumhopsende Pfarrer in Frage stellen.

      • Diese Verharmlosung der liturgischen Missbräuche richtet die Kirche noch zu Grunde. Wo die Sakralität schwindet, schwindet auch der Sinn für das Übernatürliche. Darum muss bei solchen liturgischen Entartungen schnell und konsequent reagiert werden. Der Papst braucht ja nicht selbst „mit eiserner Faust dazwischenfahren“. In einem funktionierenden System gibt es gemäß dem Subsidiaritätsprinzips untergeordnete Organismen, die solchem Treiben Einhalt zu gebieten haben. Für das Funktionieren des Systems ist allerdings der Papst in letzter Instanz selber zuständig. Ich will Ihnen mal was sagen: die meisten von uns arbeiten viel und hart und kümmern sich um ihre Familie mit ihren alltäglichen Problemen. Deshalb wollen sie eine Liturgie, die sich von diesem Alltag abhebt, die durch ihre Schönheit und Feierlichkeit die Herzen der Menschen für Gott öffnet. Kindergeburtstag können wir auch zu Hause feiern.

      • Ich bin verwirrt. Wo habe ich auch nur ein Wort von wegen „Unrat“ geschrieben?

  8. „Auf der Internetseite des BDKJ-Speyer wurden inzwischen alle Berichte über den MinistrantInnen-Tag 2012 gelöscht.“

    Das ist schlicht falsch: Ich habe keinen Problem auf den Bericht dazu zuzugreifen: http://www.bdkj-speyer.de/service/presse/pressemitteilungen/presse-detailansicht/article/500-minis-auf-entdeckertour-in-kaiserslautern.html

    Es ist auch ganz sicher nichts, für das man sich schämen muss. Ich war dabei und fand es super. Es war genau der richtige Mix aus Eucharistiefeier und einem „Fest“.
    Tut mir leid, liebe Erzkonservativen, die Realität hat euch schon lange uneinholbar abgehängt.

    • @Kevin
      Nein lieber Kevin, die Realität ist, das eure Folkloreveranstaltung nicht Katholisch ist.
      Zur Feier einer würdigen hl.Messe sind Bedingungen erforderlich.
      Ohne das geht es nicht.
      Und warum, das frage ich wirklich ehrlich, wollt Ihr noch Katholisch sein?
      Das meiste was die Kirche lehrt, lehnt ihr ab !
      Ihr habt euch eure eigenen Lehren und Wahrheiten längst selbst zusammengeschneidert.
      Es gibt nur noch ein kleines, aber starkes Bändchen was alles zusammenhält, nämlich die Kirchensteuer, ohne die ihr längst nicht mehr existent wäret.
      Warum seid Ihr nicht wenigstens ehrlich ?
      Katholisch ist, wenn man daran glaubt und sich daran hält !

      • @ Kevin

        http://www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/2012/20120729/

        Auszug aus
        Unsere Gotteshäuser

        Wenn wir das Got­tes­haus betre­ten, dann kom­men wir in eine andere Welt. Vom hl. Mar­ti­nus wird berich­tet, dass, wenn er ein Got­tes­haus besuchte, ein Erzit­tern über ihn kam. Man fragte ihn, was das bedeu­tet. „Ja“, sagte er, „wie soll ich nicht erschau­ern, wenn ich hier vor Gott, dem König Him­mels und der Erde, vor mei­nem Rich­ter stehe? Wie sollte ich da nicht erschau­ern?“ So müs­sen wir also uns in ent­spre­chen­der Weise ver­hal­ten im Got­tes­hause. Das hei­lige Schwei­gen beob­ach­ten, sofern nicht not­wen­dige Dinge zu bespre­chen sind. Uns sam­meln, die Gedan­ken zusam­men­füh­ren zu unse­rem Gott und Herrn. Unsere ganze Hal­tung sollte edel und ernst sein. Man darf das Got­tes­haus nicht in ein Ver­samm­lungs­lo­kal oder in einen Kin­der­spiel­platz ver­wan­deln. Ich halte es für ver­fehlt, im Got­tes­haus Bei­fall zu spen­den und in die Hände zu klat­schen, auch wenn das heute im Dom zu Mainz geschieht. Ich halte es für ver­fehlt! Wir dür­fen auch nicht Musik in die Got­tes­häu­ser ein­füh­ren, die bes­ser in die Dis­ko­the­ken passt. Hier gilt das Wort des Herrn an Moses: „Ziehe deine Schuhe aus, denn hier ist hei­li­ges Land!“

      • Lieben Dank @ Anna für diesen hervorragenden Link, kannte ich noch gar nicht, diese Seite – Labsal für das durch solche Filmchen bzw. „Aktionen“ geschundene Gemüt, aber wirklich^^ Sehr interessante Themen, lese gerade den Beitrag über das „Küng’sche Christusbild“ (na ja^^) … und volle Zustimmung auch @ Michael (auch im Bez. auf Ihre anderen Beiträge, worauf DAS ALLES hinauslaufen WIRD … wenn es konsequent so weitergeht).

  9. Priesterberufungen oder Ehrfurcht vor dem in der Eucharistie gegenwärtigen Herrn sollen sich ja für die geplante synodal geleitete Laienkiche der Zukunft gerade NICHT entwickeln bzw. rückentwickeln! Deshalb auch dieses Gehopse, damit so etwas wie Sehnsucht nach oder Gespür für Sakralität bei Gläubigen und Kindern gar nicht erst entsteht. Eine solche Afterliturgie hat mit katholischem Glauben nun wirklich nichts mehr gemein.

    Und zur Frage der Inkulturation kann ich nur wiedergeben, was mir ein in der Afrika-Mission führender „Weisser Vater“ einmal erzählte: „Sie glauben ja gar nicht“, sagte er mir mit Stolz, „was es uns für Mühe gekostet hat, den Schwarzen die Liebe zur lateinischen Liturgie auszutreiben. Die wollten partout nicht davon lassen. Es hat lange gedauert, bis sie begriffen haben, dass ihre eigenen Tänze und Gesänge in die Liturgie gehören, damit ihnen nicht weiterhin eine ihnen fremde Tradition der Kolonilalherren übergestülpt wird.“

    • Ja, das denk ich auch bzw. immer mehr – daß da letztlich eine viel weitergehende Intention hintersteckt, nicht nur, „um die Kinder aus ihrem Leben heraus in eine junge Kirche zu führen, Freude & Liebe Gottes erfahrbar werden lassen“ und sowas … denn diese nun schon seit Jahrzehnten währende Entwicklung war von Anfang an gewollt, nur vorgeblich, um die Kirche ‚jünger & heutiger‘ zu machen, sondern … um eine ganz neue Religion zu errichten; den Kindern SOLL mit voller Absicht & von Anfang an der Respekt, das Gefühl für das Heilige und auch die heilige Scheu, die Ehrfurcht vor dem Heiligen genommen werden. Sie sollen „ganz unbefangen und natürlich damit umgehen“ – d.h. doch letztlich, sie lernen schon sehr früh, nicht nur das Heilige nicht mehr ernst zu nehmen, sondern auch diejenigen „kritisch zu sehen“, zu belächeln und schließlich zu verachten, die nicht ebenso … „natürlich und unbefangen“ dem Heiligen nahen. Da steckt auch „Pädagogik“ (d.h. Indoktrination), Provokation und deutliche Polemik hinter; kommt ja auch nicht von den Kindern / Ministranten selbst, sondern von „den Erwachsenen“ … – Welten zwischen einem ‚Adoro Te devote, latens Deitas‘ und DEM da … – insofern ist auch das (vorgebliche!) Klagen (aus einer „bestimmten Richtung“ jedenfalls) über den Rückgang der Berufungen zum Priesteramt hochgradig falsch und zynisch … so findet der immer mehr um sich greifende (ideologisch gewollte) Ersatz der Eucharistiefeier durch so’ne kollektiv gestaltete „WoGoFe“ doch’ne prima Rechtfertigung … echt ekelig, das alles …..

      • „kommt ja auch nicht von den Kindern / Ministranten selbst, sondern von „den Erwachsenen“ …“
        +++
        Ja, das ist genau zu erkennen. Die Kinder selbst scheinen überhaupt keinen Gefallen an diesem Nachäffen zu haben, schauen ganz konsterniert auf die Vorturner im Priestergewand. Nur die diversen haupt- und ehrenamtlichen Betreuer scheinen sich gut dabei zu fühlen, vermutlich erinnert sie das Ganze an die letzte Poolparty auf Malle.

  10. Die katholische Kirche steht unter Fremdherrschaft, ähnlich wie, auf politischem Gebiet, das deutsche Volk unter Fremdherrschaft steht.

    • Die Katholische Kirche ist eine Glaubensgemeinschaft und wird von den Gläubigen „zusammengeglaubt.“
      Wo dieser Glauben fehlt, gibt es solchen Schwachsinn wie in Kaiserslautern!
      Fragen Sie einmal verfolgte Christen in China oder anderen Ländern, wie sie solchen Blödsinn einschätzen, Sie werden diese Menschen fassungslos erleben über soviel europäische Blödheit !

  11. Wenn ich mir hier so die Kommentare durchlesse komme ich mir vor wie ein Clowen…ein lachendes und ein weinendes Auge.
    Wacht doch endlich auf! Das finster Mittelalter ist vorbei. Warum sollte man die Liebe zu Gott…Jesus…nicht durch Emotionen zeigen?
    Und diese Stammtischdebatte über die Kirchensteuer sollte auch am Stammtisch verweilen. Diese gehört hier nicht hin. Auch diese abwertende haltung gegen unsere anderen Brüder und Schwestern die wie wir den christlichen Glauben haben finde ich unterste Schublade. Wer ohne Fehler ist werfe den ersten Stein;-)

    • Das habe ich hier auch sehr neu gelernt, weil ich das so noch von keinem Priester, Bischof oder Theologieprofessor (und auch von keinem Papst) gehört habe: Katholischsein ist Gehorsam, Gehorsam und nochmal Gehorsam. Nicht mehr und nicht weniger.

      Wer das fassen kann, fasse es.

  12. Die Freude der Erlösung scheint an den vermeintlich besten Böcken in der Herde unseres Herrn vorbeigegangen zu sein. Wenn ich das nächste Mal mit erhobenem Kopf und einem Gefühl von Freude bete, werde ich besonders für Sie beten. Nicjt weil ich mir ein Urteil über ihren Glauben, ihre Beziehung zu Gott oder sogar ihre persönliche Berufung erlaube oder erlauben dürfte, sondern viel mehr in der Hoffnung, dass auch sie in ihrem Herzen die Liebe und Nähe Gottes spüren und sich daran erfreuen können. Warum soll denn unsere Erlösung kein Grund zur Freude sein? Freut euch im Herrn und Begeistert andere! Ob das mit Bußgürtel und gelebter Ausgrenzung geht möchte ich bezweiflen.

    • Heiliger Geist,

      lass sie erkennen, was Dir zur Ehre und ihnen zum Heil gereicht.
      Bewahre sie vor Irrwegen und leite sie sicher auf den Pfad Deiner Gebote.
      Erleuchte sie, damit sie die Geheimnisse des Heils recht verstehen und
      im Licht des heiligen Glaubens wandeln.
      Darum bitten wir Dich, durch Christus, unseren Herrn.
      Amen.

  13. „Wer bist du, dass du einen Diener Gottes verurteilst? Er ist dem Herrn verantwortlich, deshalb überlasst es Gott, sein Verhalten zu beurteilen. Der Herr hat die Kraft ihm zu helfen, sodass er das Richtige tun wird.“ (Röm 14,4) „Denn im Reich Gottes ist nicht entscheidend, was man isst oder trinkt, sondern dass man ein Leben führt in Gerechtigkeit und Frieden und in der Freude im Heiligen Geist.“ (Röm 14,17) Warum sind Sie so verbittert?

    • „Verbittert“? Guter Mensch, da müssen Sie etwas grundlegend mißverstanden haben. Alles an seinem Platz. Das Tänzchen im Freien vor der Kirche, beim Pfarrfest, im Pfarrsaal, wo auch immer, nett, toll, super, wie Sie wollen. Wenn ein Priester, ein katholischer Verbandsverantwortlicher nicht versteht, daß ein solcher Unsinn in einem Haus Gottes nichts zu suchen hat, der sollte sich einige ganz grundlegende Fragen stellen. Tut er das nicht, sollte sie ihm jemand anderer stellen. Wozu sind wir Menschen geschaffen worden? Was ist die Aufgabe eines Priesters? Was ist der Zweck eines Gotteshauses?
      Hier hat offensichtlich die Unterscheidung der Geister versagt. Und als Begründung bleibt nur ein saloppes: Ist ja ohnehin alles egal! Und damit der perfekte Relativismus und der hat bekanntlich mit vielem heute auf dieser Welt zu tun, aber nicht mit der katholischen Kirche, nicht mit dem wahren Glauben und damit auch nicht mit dem Auftrag, den wir Christen in dieser Welt zu erfüllen haben. Gott zum Gruß

    • Habt ihr denn gar kein Gefühl für die Sakralität eines Gotteshauses. Dort wo man auf Knien normalerweise das Allerheiligste verehrt, wird herumgehopst und getanzt. Ein Skandal, der seines Gleichen sucht! Ich will ja hoffen, dass sich das ganze unwürdige Spektakel nicht während einer Heiligen Messe abgespielt hat. Mir ist nicht bekannt, dass die Apostel aus Freude über die Präsenz Jesu Tänze aufgeführt hätten (Ein Tanz während des Messopfers wäre sogar mit einem Tanz unterm Kreuz gleichzusetzen, man wagt es kaum auszusprechen). Ich habe nun wahrlich nichts gegen Tanzen, aber alles zu seiner Zeit und an seinem Platz. Man sollte auch den Papst nicht für solche Spektakel verein nehmen. Er würde solche Spielchen garantiert nicht gutheißen. Leider scheint die Liturgie nicht seine oberste Priorität zu sein, weswegen die liturgischen Experimentierer wieder Hochkonjunktur haben. Mit Flash-Mobs und dergleichen Unsinn wird man jedenfalls keinen Jugendlichen an die Kirche binden.

    • Ja, wir können Gott gar nicht genug für diesen wunderbarsten aller Päpste danken. Es ist eine interessante Erfahrung, daß ich, seitdem dieser Papst da ist, in meine Bekanntenkreis viel weniger „angemacht“ werde aufgrund meines Immer-noch-Katholischseins. Franziskus wird auch von den „Menschen guten Willens“ ernst genommen. Ein unschätzbares Kapital für die Kirche!

  14. Bezeichnend !
    Auf dem Foto sieht man noch den Hochaltar, an dem vor längerer Zeit einmal, die Messe aller Zeiten gefeiert wurde.
    Dagegen wirkt das Geblödel, wie der Greuel an heiliger Stätte.
    Auf mich macht das einen apokalyptischen Eindruck !
    Herr erbarme Dich!

  15. Diese Veranstaltung ist mega-peinlich.

    Die Qualität der Musik regt die Genitalien an, aber nicht das Herz.

  16. @Patrick
    Alles was war, hat immer noch Geltung!!
    Freude, Spass, Tanz…. alles zu seiner Zeit weit außerhalb der Kirche.

    Stille Freude Lob und Dankbarkeit über unsere Erlösung durch Jesus Christus, der wegen uns ein blutiges Martyrium durchlitt. Wegen unserer Sünden. Ist das Kreuz ein Spass und Tanz wert?
    Ist das Sündenbewußtsein eigentlich noch vorhanden?

    Wird Gott damit gelobt, geehrt
    oder tanzt und singt und habt FUN in der Kirche um EURETWILLEN?

    Hat Moses getanzt gesungen und in die Hände geklatscht, als Gott zu ihm sprach: „Ziehe deine Schuhe aus, denn hier ist hei­li­ges Land!“

  17. Und als die Lade des HERRN in die Stadt Davids kam, schaute Michal, die Tochter Sauls, durchs Fenster und sah den König David hüpfen und vor dem HERRN tanzen[…]

  18. An der Aktion ist überhaupt nichts Verwerfliches festzustellen. Eigentlich sollten wir noch um jedes Kind und jeden Jugendlichen froh sein, der unbeschwert in die Kirche geht, bevor er es gar nicht tut. Solche Aktionen zeigen, dass Kirche auch Spaß machen kann.

    Kinder und Jugendliche müssen den Glauben spielerisch kennen lernen – wie wollt ihr sie in unserer heutigen Welt denn sonst überzeugen? Ich bin froh, dass es diese Aktion gab. Unsere (!) Kirche kommt durch Verbissenheit und Weltbilder von 1850 nicht weiter. Jeder glaubt anders, jeder verehrt Gott anders: Schlussendlich geht es aber immer um den selben, einen Gott – und die Kinder haben sich für einen Tanz entschieden.

    • „………………………… und die Kinder haben sich für einen Tanz entschieden.“

      Nein falsch die Kinder wurden permanent angeheizt sich so zu benehmen.
      Ich wundere mich über das Kirchenverständnis.
      Mit Verlaub aber was hier teilweise vorgetragen wird hat mit dem römisch katholische Kirchenverständnis nichts mehr zu tun.

      Wofür steht die hl.Messe ?
      Was feiern wir ?
      Wen feiern wir?
      Wer ist präsent, im Tabernakel ?
      Welche Rolle spielt der Priester ?
      Wer diese Fragen einmal ernsthaft bedenkt und einigermäßen seriös beantwortet, der kann nur sagen, das in der o.g. „Messe“ Bedürfnisse befriedigt werden aber nichts stattfindet was noch irgendwie Katholisch ist.
      Nein auch ich bin nicht gegen Jugendveranstaltungen oder Freude Feiern und Tanzen, aber nicht in der Kirche !

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