Kreuze in Wiener Volksschule abgehängt

Kreuz-Verbot an Wiener Volksschule(Wien) An einer Wiener Volksschule wurden nach einer anti-christlichen Kampagne einer atheistischen Mutter in allen Klassenzimmern die Kreuze entfernt. Die Frau hatte die Kreuze als „religiöse Bevormundung“ qualifiziert und so lange auf die Schulleitung eingewirkt, bis diese die christlichen Symbole abnehmen ließ. Unterstützt wurde sie dabei von der linken Initiative „Religion ist Privatsache“, die sich vor allem gegen die christliche Religionsausübung wendet.

Die Wiener Schulverwaltung beugte sich dem Diktat der Mutter, ohne für das Abhängen der Kreuze auf eine rechtliche Grundlage verweisen zu können. Das Wiener Schulgesetz sieht vor, daß an Pflichtschulen, an denen die Mehrheit der Schüler christlichen Glaubens ist, in allen Klassen das Kreuz aufzuhängen ist. Da das Gesetz für den Fall einer nichtchristlichen Mehrheit in einer Klasse keine Vorgaben macht, könnte das Kreuz selbst dann hängen bleiben. In der betreffenden Klasse wurde nachträglich geltend gemacht, daß weniger als 50 Prozent der Kinder als Christen gemeldet seien. Der sozialistische Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch verweist auf die Gesetzeslücke, weshalb jeder Schulleiter selbst entscheiden könne.

Während die christdemokratische Österreichische Volkspartei zum Kreuz-Verbot schweigt, protestierte der freiheitliche Bildungssprecher Walter Rosenkranz gegen das eigenmächtige Vorgehen der Schulverwaltung. Der zuständige Schulgemeinschaftsausschuß sei nicht befragt worden. Zudem sei es „erstaunlich, wie Einzelpersonen mit ihrer Minderheitenmeinung die Mehrheit gängeln“ könnten, zumal im geltenden Gesetz von einer Möglichkeit zur Entfernung des Kreuzes keine Rede sei.

Begeistert gibt sich hingegen die atheistische Initiative „Religion ist Privatsache“. Deren Vorstandsmitglied Eytan Reif, der sein Judentum gegen den Atheismus eingetauscht hat, spricht von einem „couragierten Einsatz einer Mutter“ gegen die „religiöse Bevormundung“.

Die Wiener Aktion folgte dem Muster eines italienischen Atheisten, der ein Kreuz-Verbots-Urteil erwirkt hatte.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons/Fra Angelico, Kreuzabnahme 1425/1428, Florenz

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3 Comments

  1. Mich erstanut es wahrlich nicht, das von Seiten der Kirche hier niemand gegen die Entfernung Gottes unseres Herrn aus den Klassenzimmern Einspruch erhebt. Bemerken denn unsere Hirten nicht einmal mehr, dass sie mit ihren Blind, Taub und Stumm stellen Gott dem Herrn Verraten, indem sie diesen in den Rücken fallen??

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  2. Das hatte man in Deutschland auch, als durch einen „Kreuzerlass“ die NAZIS, im Oldenburger Land, alle Kreuze und religiösen Bilder und Statuen aus den Schulen verbannen wollten. Nur, damals ging das katholische Volk noch auf die Straße und demonstrierte.
    Wie sagt Christus: „Wer Mich vor den Menschen bekennt, denn werde Ich vor meinem Vater bekennen….“

  3. Alternativ hätte man doch auch die Schriftzüge Atheismus und Agnostizismus aufhängen können und einen Davidsstern und bei weiteren Religionen noch deren Symbole.

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