Bischof Aillet ruft zur neuen "Resistance" gegen die Pervertierung der Ehe

(Paris) Der traditionsverbundene Bischof Marc Aillet von Bayonne forderte die Franzosen auf, ihren Widerstand gegen das Gesetz zur Einführung der Homo-“Ehe“ entschlossen fortzusetzen. Der Bischof betonte den friedlichen Charakter der „neuen Resistance“ und ermahnte, sich nicht von „Extremisten und infiltrierten Polizisten in Zivil provozieren“ zu lassen. „Kein Parlament hat die Befugnis die Ehe, die eine göttliche Institution ist, umzudefinieren“, so Bischof Aillet. „Es sind die geistlichen Waffen, die ich vorschlage, gerade in diesem Monat Mai zu verwenden“ und „Gott wird den Sieg geben.“

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat:
Unterstützen Sie bitte Katholisches.info mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht
Vincentius

Man muss ja nun wirklich nicht die Regierung Hollande und ihre Gesetzesvorhaben gutfinden – aber die Ablehnung eines bestimmten, auf demokratischem Wege zu Stande gekommenen Gesetzes einer demokratisch gewählten Regierung eines weltanschaulich neutralen Staates mit dem Begriff „resistance“ zu versehen, das ist dann doch eine Nummer zu groß.

Knut Kreuzritter

Ich würde nicht von Demokratie sprechen, wenn das Volk in sehr wichtigen gesellschaftlichen Fragen wie Verfassung, Währung, Grenzkontrollen, Steuern und eben auch Adoptionsrecht für Homosexuelle sowie die Homoehe, nicht gefragt wird. Ich würde daher eher von Parteienwillkür sprechen.

Auch ist der Staat nicht weltanschaulich neutral. Es gab mal Zeiten, da hatten selbst die politischen Führer noch eine gewisse Gottesfurcht. Heute sind sie alle dem Sozialismus, Liberalismus und Materialismus verfallen. Statt Gott, wird das Geld angebetet.

Vincentius

Ob es mir gefällt oder nicht, ist die eine Frage – aber etwas anderes ist, dass Hollande klar vor seiner und des Parlamentes Wahl angekündigt hat, dass er, wenn er die Mehrheit erhält, die Ehe für Homosexuelle und die Adoption für verheiratete homosexuelle Paare einführen wird.
Bekanntlich ist er gewählt worden. Das Volk ist also gefragt worden und hat eindeutig entschieden.

zeitschnur
Diesen Unsinn haben wir uns auch schon Frau Merkel anhören müssen: mit ihrer Wahl habe das Volk gewissermaßen Volksentscheide über alle Themen getroffen, die sie dann durchfechten wird. Und in der Regel wählt man ja nicht wegen eines bestimmten Themas, sondern wägt das „kleinere Übel“ angesichts vieler Themen ab. Mit der Wahl Hollandes haben die Bürger also nicht automatisch ausgedrückt, dass sie das Adoptionsrecht für Homosexuelle bejahen. Ich bin mir sicher, dass viele das überhaupt nicht bedacht haben, weil die Schwulendebatte ja wahrlich gerade nicht jedermanns Problem ist – es betrifft eine Minderheit! Da die naturrechtlich verfasste Ehe nichts ist,… weiter lesen »
Vincentius

Das ist kein Unsinn, dass ist das verfassungsmäßige Grundprinzip demokratischer Staaten. Sie sind natürlich frei, dieses Grundprinzip zu bestreiten. Ich werde das sicher nicht tun.
Übrigens: Sprechen Sie den USA auch die Demokratie ab, weil diese die Todesstrafe gegen den KKK nicht abschaffen?

zeitschnur
Das Strafrecht ist Pflicht des Staates, um die Guten zu schützen (St. Paulus). Ob die Todesstrafe eine angemessene Strafform ist, ist umstritten, aber nirgends dogmatisch verankert. Im Gegenteil hat zum Beispiel Pius X. folgendes dazu gesagt: „Es ist erlaubt, den Nächsten zu töten, wenn man in einem gerechten Krieg kämpft; wenn man auf Befehl der höchsten Autorität das Todesurteil als Strafe für ein Verbrechen vollzieht und endlich, wenn es sich um die notwendige und gerechte Verteidigung des Lebens gegen einen ungerechten Angreifer handelt“ (Kompendium der christlichen Lehre, Nr. 413). Weiter ist es eben nicht verfassungsmäßiges Grundprinzip demokratischer Staaten, dass Regierungen… weiter lesen »
defendor
Das Bekenntnis zur Wahrheit Jesus Christus und zu Seinem geheimnisvollen Leib, der röm. kath. Kirche und ihrer unfehlbaren Lehre kennt keine glaubensfeindlichen „Mehrheitsentscheide“. Der sel. Kardinal Newman über die sog. „Mehrheit“ fern der Wahrheit: „Aber wird Gott den Verführungen der Sophistik dieser Welt, vor welchen Er uns selber gewarnt hat, gestatten dass wir uns mit ihnen am Jüngsten Tage vor Seinem Antlitz entschuldigen ? Wird es uns vor Seinem Richterstuhl von der Missachtung Seines Wortes freizsprechen vermögen, dass wir der Welt vertraut haben ?, von der Verhöhnung des Glaubens, weil wir nach dem Augenschein gelebt haben? Wird es ein Ersatz… weiter lesen »
GW

Vere Fidem defenditis (et meam) – gratias!

wpDiscuz