"Ich bleibe in Santa Marta, um mich nicht zu isolieren" – Papst Franziskus im Dezember in Argentinien

Papst sitzt in Kapelle des Domus Santa Marta im Volk(Vatikan) Papst Franziskus bestätigte einem mit ihm befreundeten argentinischen Priester, daß er im Dezember 2013 sein Heimatland Argentinien besuchen wird. Demselben Priester erklärte er auch die Gründe, die ihn veranlaßt haben, trotz Umbauarbeiten nicht in die päpstliche Wohnung einzuziehen, sondern im Gästehaus des Vatikans, im Domus Santa Marta zu bleiben, wo er bereits mit den anderen 114 Kardinälen während des Konklave einquartiert war.

Im Hotel des Vatikans sind Prälaten und andere Gäste aus der ganzen Welt untergebracht, wenn sie nach Rom kommen, um den Papst oder Behörden der Römischen Kurie zu besuchen. Mit diesen könne er, der Papst, der den normalen Speisesaal wie alle anderen benützt, gemeinsam und ungezwungen essen, reden und direkt Nachrichten und Kommentare aus aller Welt austauschen, wie der Vatikanist Andrea Tornielli berichtet.

Am Nachmittag des Ostersonntags telefonierte Papst Franziskus mit Don Jorge Chichizola, dem Pfarrer der Pfarrei der heiligen Märtyrer von Posadas: „Er rief mich um 17.10 Uhr an, weil ich Geburtstag hatte. Ich habe mir sofort gedacht, daß er es ist: Manchmal rief er mich schon am Tag vorher an, um sicher zu gehen, daß die Leitung frei ist. Er fragte mich: ‚Wie geht es Dir?‘“
Don Chichizola erzählte den Verlauf des Telefongesprächs dem argentinischen Radiosender LT4 Red Ciudadana. Dabei gab er bekannt, daß er mit dem damaligen Kardinal Bergoglio auch wenige Stunden vor Beginn des Konklaves telefoniert hatte.

Dem argentinische Priester, der demselben Weihejahrgang wie Papst Franziskus angehört, bestätigte der Papst, im kommenden Dezember Argentinien besuchen zu wollen. Der Papst „vergißt seine Freunde nicht“, so Don Chichizola.

Der Papst habe ihm am Telefon auch erklärt, warum er entschieden habe, im Hotel des Vatikans zu bleiben. Franziskus „ist der Ansicht, daß es schön ist, den Tisch, die Nachrichten, die Kommentare mit anderen zu teilen, und nicht isoliert zu bleiben“. Die päpstliche Wohnung sei ihm sofort „viel zu groß“ vorgekommen.

Der Papst habe am Telefon noch hinzugeführt, „seine Leibwächter, die Sicherheitsbeamten verrückt zu machen, weil es ihm gefällt, sich den Menschen zu nähern. Aber sie würden sich nun langsam daran gewöhnen“, so der argentinische Priester und Freund von Papst Franziskus, Don Jorge Chichizola.

Wie das gestern bekanntgegebene Programm des Papstes für April und Mai zeigt, bleibt der Papst bei der Gewohnheit, jeden Sonntag und auch jeden Wochentag öffentlich zu zelebrieren, was seine Vorgänger nur zu besonderen Anlässen taten. Der Papst zelebriert damit ausschließlich nur „Ad Populum“ nach dem Novus Ordo.

Alle Päpste zelebrierten bisher meist in ihrer Privatkapelle oder in der Capella Paolina des Vatikans in denen es keinen Volksaltar gibt „Ad Deum“. Von Papst Benedikt XVI. heißt es, er habe privat sogar im Alten Ritus zelebriert.

Papst Franziskus zieht die Zelebration in der futuristisch-kahlen Hauskapelle des Domus Santa Marta vor, wo jeweils gerade anwesende Prälaten und Priester mit ihm konzelebrieren.

Da kommt es dann auch vor, daß der neue Papst einfach irgendwo in der Kapelle unter den Gläubigen sitzt, bevor die Heilige Messe beginnt.

[nggallery id=30]

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Radio Vatikan/Osservatore Romano

 

Katholisches wird immer für den Leser kostenlos bleiben. Damit das Magazin Tag für Tag mit neuen Artikel weiterhin erscheinen kann sind Zuwendungen notwendig: Unterstützen Sie bitte Katholisches mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht

Unterstützen Sie Katholisches auch, indem Sie ihre Bücher über FalkMedien beziehen. FalkMedien hilft uns regelmäßig bei technischen Aufgaben und beteiligt sich bei der Finanzierung von Servertechnik und Administration.

Der WebShop von FalkMedien umfaßt neue und antiquarische Bücher. Bei jedem Kauf, der über Katholisches.info zustande kommt, werden 10 Prozent Provision an Katholisches ausgeschüttet.

FalkMedien liefert jeden erhältlichen Titel: Die Recherche in einem umfassenden Katalog, der auf dem Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) basiert, ermöglicht es, nahezu alle verfügbaren deutschsprachigen Titel zu beziehen.  -  vlb.falkmedien.de


FalkMedien liefert jedes neue Buch versandkostenfrei ohne Mindestbestellwert.

Print Friendly, PDF & Email

36 Kommentare

  1. Franz hat Recht, warum nicht als Titel “ Kumpel“ Papst?
    Warum weiße Kleidung, Turnschuhe geht auch, Audienzen/Angelus und Auftritte kann man auch schön in der Pizzeria in Trastevere abhalten.
    Hl. Messe schön und gut aber im Wald ein „Vater unser“ tuts auch.
    Kirchen sollen allen offenstehen, Gott ist für Alle gleich.
    Händchen falten, Köpfchen senken und an Onkel Fränzchen denken, piep piep piep wir haben uns alle so lieb, nä wie is dat schöööööööööööööööööön !
    Karnevalsverein ?

    • michael sagt:
      Händchen falten, Köpfchen senken und an Onkel Fränzchen denken,

      Ich bin mir sicher, es ist ein „Freudscher Versprecher“. Sie mussten sicher in Ihrer Kindheit einen Kindergarten besuchen, bei dem am Morgen mit diesem Worten der Tag begann:

      „Händchen falten, Köpfchen senken und an Adolf Hitler denken.“ Sie tun mir leid.

      Als Gegenmittel für diese Gehirnwäsche gab es bei unserer Familie in München jeden Sonntag den Gottesdienst in der Michelskirche.

      • Ich bin Jahrgang 1965 und habe den Spruch in ganz anderem, völlig unpolitischem Zusammenhang erfahren, dass Sie Nazi-Assoziationen haben ist Ihr Problem.

        • @michael sagte zu Antonius Theiler geb. 1941
          „dass Sie Nazi-Assoziationen haben ist Ihr Problem“
          Ich Antonius sage, Nationalismus ist ein Problem der Menschheit, besonders der deutschen Christen. – Wir sind Papst. – So die Bildungspresse.
          Ein Beispiel:
          Ein gläubiger Katholik, oder einer von der Gestapo, ganz sicher aber ein Arisierer der Möhlstraße 21 in München, fragte am 13. Dezember 1943 in einem Seelsorgegespräch Kaplan Dr. Hermann Josef Wehrle, ob das Wissen um die Vorbereitung eines Attentatplanes (auf Hitler – was für eine scheinheilige Frage!) bereits eine Sünde sei. Wehrle verneinte dies nach Heranziehung des Lexikons für Theologie und Kirche (Michael Buchberger) für die Frage des Tyrannenmordes. Der Beichtvater Kaplan Dr. Hermann Josef Wehrle wurde von Freisler zum Tode verurteilt, weil der gläubige Katholik Baron Leonrod und Arisierer sagte: „Hätte ich einen besseren Beichtvater gehabt, hätte ich es den Behörden gemeldet.“ Um den Kreis zu schließen: Ratzinger war der Nachfolger von Dr. Wehrle in München. Doch es kümmerte ihn nicht, dass der Name dieses adeligen Verräters, seines Beichtvaters, heute in der Pfarrei, in der Ratzinger tätig war, an der Kirchentüre geehrt wird. Er war ja adelig, wie sein Chef der Kardinal von Faulhaber und der Oberchef in Rom war auch adelig. Das gestohlene Haus behielt die katholische Adelsfamilie bis 1956 und verkaufte es dann. Es gehört zur Pfarrei Heilig Blut, Bogenhausen München. Am Bamberger Dom gibt es ebenfalls so eine Tafel auf der dieser Verräter des Beichtvaters geehrt wird, aber die Kirche war ja mit ihrem Rattenweg beschäftigt (Untertauchmöglichkeit für NS-Verbrecher). Lesen Sie bitte darüber nach z.B. in „Priester vor Hitlers Tribunalen“. Wenn ein junger Priester wie Ratzinger, den Verrat an einem Beichtvater nicht verfolgt und nur seine Karriere im Kopf hat, dann holt ihn die Schlechtigkeit im Alter ein, auch wenn er Papst wurde. Sie Michael sagen, was für ein „Kaas“ und schon sind wieder Nazi-Assoziationen bei mir vorhanden. Kaas war doch der Archäologe, der das Grab Petri fand und das Ermächtigungsgesetz für Hitler ermöglichte und das Konkordat mit den Nazis auf die Reihe brachte. „Herr vergib ihnen nicht, denn sie wussten, was sie taten.“

        • An die Redaktion:
          Finden Sie es richtig og. Hetzartkel zu veröffentlichen ?
          Was hat die Verfemung des hl. Vaters Benedikt und anderer mit dem Artikelüber Papst Franziskus in San Marta zu tun ?
          Ich denke „Antifa“ Parolen haben hier nichts verloren.
          Mit freundlichen Gruß

  2. Warum man es ausgerechnet im Vatikan vorzieht, die Messe in einer futuristisch-kahlen Hauskapelle des Gästehauses zu feiern, entzieht sich vollkommen meinem Verständnis. Aber vielleicht macht es dem neuen Papst auch viel mehr Spaß, in einem pyramidenförmigen Gebilde zu agieren als z.B. vor Michelangelos „Jüngstem Gericht“.

  3. Wie bereits gesagt/geschrieben: Der neue Papst ist einfach „klasse“!!! Die (vernünftige) Einstellung von Papst Franziskus ist wirklich sehr sympathisch!!! Aber Papst Benedikt finde ich genau so sympathisch…jedoch finde ich auch, dass man diese beiden Männer/Menschen einfach nicht vergleichen kann. Sie sind zwei völlig verschiedene (berufliche) Wege gegangen (Papst Benedikt eher „theoretisch“ als Wissenschaftler/Professor – Papst Franziskus eher „praktisch“ im Rahmen seiner menschennahen Tätigkeit als Priester). Beide sind auf ihre Art sehr nett! Ich bin schon auf die nächste Überraschung von Papst Franziskus gespannt…ich glaube, er hat es „faustdick hinter den Ohren“ (im positiven Sinn natürlich)!!! :-))) Ich finde es schön….jetzt habe ich sozusagen „2 Päpste“, für die ich beten kann…:-)))

    • Ja, das sind sie, unsere kath.net-Leute. Immer alles schön abnicken, was von oben kommt, auf keinen Fall selber nachdenken und sich eine Meinung bilden.
      Der Papst muss den unveränderlichen Glauben verkünden, er braucht sich nichts Neues einfallen lassen. Hat Franziskus schon einmal von der ewigen Glückseligkeit und von der ewigen Verdammnis gesprochen?

      • „kath.net-Leute“ (woran erkennt man die?) nehmen offensichtlich noch die kirchliche Hierarchie und die Verteilung der Kompetenzen ernst. Ihnen ist sowas wie Basisdemokratie in der Kirche (jeder gibt seinen Senf zu dem dazu, was der Papst denkt/sagt/tut – und wehe der Papst liegt falsch!) oder „Kirche-von-unten“ fremd. „Nicht nachdenken“ ist was anderes.

        • Hm, Kath.net zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei jedem Papst immer „Hurra“ rufen. Ein beliebiges Beispiel: JPII harrte vorbildhaft bis zum Tod aus (weil das Sterben eben dazugehört, wenn es die Welt auch nicht haben will) und Kath.net rief „Hurra, was für ein Vorbild“. BXVI trat aus unverständlichen Gründen zurück und beendete sein Pontifikat mit einem bitteren Nachgeschmack, der Kopfzerbrechen bereitet, aber Kath.net rief „Hurra, was für ein Vorbild.“ BXVI bemühte sich sehr um die Erneuerung der Liturgie gegen Nachlässigkeiten, Schlampereien, versuchte das theologische Verständnis für die Liturgie zu schärfen samt Rückholaktion für den Alten Ritus als Gegengewicht, und Kath.net rief „Hurra, was für eine Papst“ (der Alte Ritus blieb Kath.net allerdings völlig fremd, da fehlt jedes Gespür). Papst Franziskus wäscht in der Gründonnerstagsliturgie Moslems und Frauen die Füße, was BXVI nie getan hätte, eben wegen seiner liturgischen Sensibilität, aber Kath.net ruft: „Hurra, was für ein Papst“. Ich denke, ich habe mich verständlich ausgedrückt.
          Aus dem Grunde werden bei Kath.net nur „Hurra“-Papst Kommentare erlaubt. „Die Redaktion will keine Diskussion“ zu Franziskus. So einfach ist das. Entscheidend ist nicht die Kritik an einem Papst, die darf man üben, sondern daß man seine Autorität anerkennt. Daran muß sich jeder messen lassen, der sich katholisch nennnt. Ob das unkritische Hurra-Rufen von Kath.net großartig ist, wage ich zu bezweifeln. Aber wer am Trog der Bischöfe hängt… Gott sei Dank gibt es Vielfalt in der Kirche und Kath.net ist zwar nicht besonders tolerant, wie die Abneigung gegen „Tradis“ zeigt, aber immerhin viel besser als die meisten offiziellen Kirchenmedien. Und würde Papst Franziskus nach Econe fahren und Bischof Fellay umarmen (ich bin keine Piusianerin) Kath.net würde „Hurra“ rufen, zumindest falls Schönborn nichts dagegen…

        • Sehr richtig erfasst! Hurra-Katholizismus eben. In Ihrer Aufzählung fehlt noch das Hurra zu Meisners „Pille danach Erklärung“, sehr wertvolle kritische Kommentare dazu wurden abgekanzelt. Nun hatte man die Kommentarfunktion ganz abgeschaltet, damit kein ungehöriges Wörtchen über den neuen Mann in Rom erschalle. Jetzt ist sie wieder geschaltet, aber das begeleitende Wort von der Hoffnung auf „wertvollen Kommentaren“ klingt wie eine Drohung. Man darf gespannt sein, ob und wieviel Kritik man auf dieser Seite noch verträgt. Was für ein Niedergang!

        • So und so, bei Kath-net kommen auf jeden Fall auch konservative Kräfte zu Wort und bei der Grundausrichtung dominiert die romtreue Linie, das kann man schon erkennen.
          Eibnseitig und polemisch wird es nur gegen FSSPX, da holzt man mächtig herum und Kritik an Joh.Paul II wg. Assisi, oder Korankuß ist tabu, genau wie an einem Herrn Müller der sich nach Rom verirrt hat und dort vor lauter Langeweile im Amt, jedem Interviews geben muß, der bei drei noch nicht auf dem Baum ist.
          Insgesamt ist Kath. net, auf einem Katholischen Politisch korrekten Weg, keine Frage, wems gefällt, der möge dort fündig werden.

    • „Vatikan sucht den Superstar“, darauf hat die Welt gewartet! Stil über Substanz! Es lebe die vulgäre Oberflächlichkeit! Wann kommt die eigene Reality-Show für den Superpapa?

      • Na Gott sei Dank gibt es jemanden wie Sie, der das Verhalten des Papstes als „vulgäre Oberflächlichkeit“ erkannt hat. Da gibt nur ein Problem: Franziskus handelt nach dem Vorbild Jesu – wie oberflächlich!

        • Und wie genau, sehr geehrter Magnus, handelt der Papst nach dem Vorbild Jesu??? Seien Sie bitte so gütig und erläutern dies näher? Und bevor Sie mir weiter Oberflächlichkeit vorwerfen, ich stutze meine Meinung auf meinen gesunden Menschenverstand sowie die Bergpredigt, in der Jesus ausdrücklich vor falschen Propheten warnt, „die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Aber vielleicht habe ich einfach die Bibelstelle verpaßt, die dazu anregt, sich möglichst medienwirksam zu produzieren.

  4. Obwohl ich noch nicht mal 50 bin, merke ich zunehmend, dass ich mittlerweile alt bin. Die Zeit scheint über mich hinweggegangen zu sein. Ich finde das alles nur noch peinlich! Aber wenn ich mir die pauperomane Franziskus-Euphorie anschaue, ist meine Meinung wohl ebenso ein Anachronismus geworden wie die Institution des Papsttums.

    • Die Franziskus Euphorie in den Medien kommt zum Teil daher, daß er sich über Konventionen hinwegsetzt. In einer BR-Sendung wurde nacheinander aufgezählt: Bruch Nr 1 mit der Tradition – Bruch Nr 2 mit der Tradition – Bruch Nr 3 usw.

      Da gibt es Leute, die sich freuen, daß endlich jemand von ganz oben genau das tut, was sie selbst tun: mit der Tradition brechen.

  5. Auch die Vorgänger haben öffentlich nur die Neue Messe und zum Volk gewandt zelebriert. Man kann hier nicht einseitig kritisieren, was jemand nur von andern übernimmt, wie z.B. auch die Einrichtung und Gestaltung der Kapelle.

    Trotzdem: Beten wir, dass Gott Seiner Kirche beisteht, dass sie allen verderblichen Modernismus endlich besiege und in Glaube, Hoffnung und Liebe wieder neu Licht für die Welt sein kann!

    • Sehr richtig – auch die Vorgänger waren im Wesentlichen genau gleich, keinen Deut besser.

      Richtig, wie oft hat Benedikt die Alte Messe gefeiert? … – Genau!!

      Sehr richtig.

  6. Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen.
    Ich habe wirklich einigermaßen Schwierigkeiten die Demut des neuen Bischofs von Rom als solche zu erkennen.
    Auf einer anderen Seite las ich, die Sünde die ihn am meisten abstoße sei der Hochmut.
    Was man in den letzten Wochen immer hörte war, dass der neue Papst mache was er will. Und dies, um ein Beispiel an Demut und Armut zu geben.
    Und genau hier ist der Punkt, an dem ich nicht mitkomme. Denn ich ging bisher davon aus, Demut zeige sich nicht im Beharren auf dem Eigenwillen sondern indem man tut was gerade notwendig oder nützlich (oder möglicherweise vorgeschrieben) ist.
    Vielleicht sehe ich da auch etwas falsch.

    • Wie unglaublich „demütig“ Papst Franziskus ist, können Sie daran erkennen, wie rücksichtslos er seine Leibwächter und Sicherheitsleute behandelt. Anstatt ihnen ihre Arbeit zu erleichtern (und diese Leute sind bereit, im Notfall ihr Leben für ihn zu risikieren) erschwert er sie ihnen ungemein. Und warum? Weil er seine ganz persönlichen Präferenzen über das Amt des Papstes stellt, und so weitermachen möchte, als wäre er immer noch in Buenos Aires.

    • Klar Sie sehen alles falsch.
      Wir haben jetzt den Hurra Katholizismus, mit einem Obersten Hirten, der gar nicht Oberster Hirte sein will.
      Die Formslosigkeit hat ihren Vollender gefunden, Tradis gute Nacht, oder glaubt einer, das der gute Mann im Ernst irgend etwas mit den Anliegen der FSSP, oder FSSPX anfangen kann ?
      Alte Messe ? Nie gehabt, Latein, was ist das ?
      Konzil ? Nur aus Erzählungen bekannt.
      Wer die rudimentärsten Formen des Papstamtes derart abschätzig behandelt, wem Audienzen oder Angelusgebete als Plauderstündchen vorkommen, der hat in Sachen Entkirchlichung bestimmt noch „viel zu bieten“ !
      Alle freuts, vor allem die hiesigen Verweltlicher, ein fröhliches „Weiter so“ schallt allerorten durchs Kirchenvolk.
      Sie lieber WICHERT und Ich sowie viele andere „böse Tradis“ haben bald in dieser Kirche nichts mehr verloren.
      Wir sind die Auslaufmodelle, für die es keine Verwendung mehr gibt.
      Aber vielleicht kommt alles doch ganz anders, Christus ist ja auch von den Toten auferstanden, obwohl keiner dran geglaubt hat !
      Nicht aufgeben, einfach weiterbeten !
      Nie vergessen, die Kirche ist Christi Stiftung, trotz gewisser Leute!

      • Alles dies was dieser „Papst“ an banalen geradezu clownesken Aktionen
        in der Öffentlichkeit zur Schau stellt, übersteigt meine schlimmsten Befürchtungen. Da war gegen diesen Franziskus Johannes Paul noch ein Traditionalist. Dieser Mann will kein Papst sein, nicht einmal Primus inter pares, doch wir werden es erleben, daß er seine Autorität weidlich ausnutzen wird um alles was noch halbwegs katholisch ist an der Römischen Kirche hinwegzufegen. Für uns „Tradis“ beginnt eine sehr
        schwere Zeit die die furchtbaren Pontifikate Pauls VI. und Joh. Paul II. in
        ihrer Destruktion des Katholizismus bei weitem übertreffen wird. Doch
        vielleicht geschieht noch ein Wunder und Gott befreit uns von diesem
        Pontifikat vorzeitig, ansonsten müssen wir es in Geduld ertragen.

        • „Doch vielleicht geschieht noch ein Wunder und Gott befreit uns von diesem Pontifikat vorzeitig, ansonsten müssen wir es in Geduld ertragen.“ Das ist ungeheuerlich! Heuern Sie sich doch einen Mafiosi an, Gott wird Ihnen da nicht helfen! Warum verdächtigen Sie alle hier den neuen Papst, ein Show-Star zu sein? War nicht der bisherige Papst schon genug mit Klunckern bestickt und mit Goldplatten behängt? Und die süßen roten Schühchen! Und feierte er nicht, wie sein Vorgänger auch, rauschende Volksaufläufe mit genügend beliebigem Wortgeklingel? Und latschen seine Kardinäle nicht umher wie Havanna-Zigarren mit dicken roten Bauchbinden? Christus trug einen schlichten, am Stück gewebten weißen Rock und seine Umgebung bildeten einfache Fischer, Handwerker, Zöllner und anrüchige Damen und nicht die mit Goldglöckchen und Pretiosen behängten Pharisäer. Er dachte nicht in hierarchischen Kategorien, er war der Diener der Diener Gottes und nicht Primus inter pares, geschweige denn, daß er sich die häßliche Tiara hätte aufsetzen lassen, dieses Goldblech gewordene Symbol der Machtbesessenheit, dessen Träger eher einem Holofernes oder einem orientalischen Despoten gleicht, als einem Christenmenschen

  7. Bei meinem nächsten Romaufenthalt buche ich „Haus Santa Martha Vatican“ dann benötige ich keinen Antrag für eine Papstaudienz. Da setz ich mich einfach zu unserem Jorge Bergoglio und quatsche über das Wetter. —

    Ich kann nur allen Beiträgen hier auf der Seite zustimmen. Ebenso was die Meinung zu kath.net betrifft.

    Gute Nacht Freunde! Es ist Zeit für mich zu gehen!
    Ach ja mit Bergoglio noch eine letzte Zigarette im Stehn …

  8. Zur Info: „domus“ ist Femininum, habe es aber hier sowie in einem vorausgehenden Papst-Hotel-Artikel wie Maskulinum oder Neutrum behandelt gefunden. Wenn man argumentierte, man meine ja das Hotel Domus Sancta Maria, lasse das Hotel nur aus, so sticht das nicht. Hieße das Hotel etwa Hütte Vatikan, würde man ja auch sagen, er wohne in der Hütte Vatikan, und nicht er wohne im Hütte Vatikan. Ich bitte also die Autoren, die Domus Sancta Maria wie ein Femininum zu behandeln.

    • Ach, das Hotel heißt ja „Santa Marta“. Mich wundert das „Santa“, hätte im Vatikan-Staat ein lateinisches „Sancta“ erwartet.

  9. Ich bin der Meinung, dass ein Papst die päpstliche Würde wahren sollte, die Tiara und die Kleidung eines Papstes solllten getragen werden. Aber gegen ein wenig Bodenständigkeit gibt es auch nichts einzuwenden. Wenn Sie @liebe Kritiker Ihre spottende Kritik also nicht anhand von Zitaten, Schrift & Tradition begründen können und erklären können, warum Jesus Christus beispielsweise nicht etwas wie ein Frühstück in normaler Atmosphäre vorgelebt hat, dann behalten Sie den nur gefühlsmäßig begründeten Spott bitte für sich. Franziskus steht es frei zu entscheiden, ob er jemanden lieber in einer Audienz empfangen will oder im Frühstückssaal des Hotels.

  10. Wer Diener der Diener Christi ist und ein guter Hirte sein will, der muß auch wissen, wie es den Menschen geht. Vor allem ist es doch ein Bedürfnis eines guten Hirten, sich in die Menschen hineinzuversetzen. Deshalb gefällt mir vor allem das Foto von Papst Franziskus im Zuschauerraum vor dem Gottesdienstbeginn. Da sitzt er, kann aus der Sicht der Besucher die Situation wahrnehmen und im Herzen erspüren, wie sie dabei empfinden.

    Papst Franziskus wird ja die Vorderung nach Kohärenz zugesprochen. Er fordert: Schaut in die gleiche Richtung wie ich und versucht dabei mein Empfinden zu spüren, meinen Blick nachzuvollziehen.
    Vollständig wird die Interaktion des Hirten Franziskus mit seinen Schafen erst dann, wenn auch er in Kohärenz den Menschen tritt.

    • Ich halte genau das für das Problem, dass solch ein Foto solche Worte provoziert:
      „Papst Franziskus im Zuschauerraum vor dem Gottesdienstbeginn“

      Dieser Raum sieht tatsächlich aus wie ein Zuschauerraum, nicht wie ein Kirchenschiff. Und vielleicht passt der Name „Gottesdienst“ mit seinen protestantischen Anklängen auch besser zu einem kahlen Raum ohne Kniebänke als „Heiliges Messopfer“.

      Tut mir leid, auf mich wirkt das Bild verstörend. Ich wünsche mir, dass der zelebrierende Priester vor der Hl. Messe Geist und Seele auf Gott ausrichtet, um sich ganz von ihm erfüllen und Gott in ihm wirken zu lassen. Denn genau dadurch kann er am besten erspüren, was in den Herzen der Menschen vor sich geht – und ihnen durch Christus das geben, was sie brauchen.

  11. Ich gehöre zu den kath.net-Lesern und kommentiere dort auch gern.
    Dass die Seite für einige Wochen für Kommentare gesperrt war, hatte sicherlich nichts mit der Papstwahl zu tun.
    Von Hackern zuvor angegriffen, wurde vermutlich einiges umgestellt.

    David Berger hatte in einer Fernsehsendung kath.net im gleichen Atemzug mit kreuz.net genannt. So zeitgeistig, wie hier teilweise geäußert, wird also kath.net von außen nicht wahrgenommen.

    Auch ich habe noch mit Papst Franziskus einige Schwierigkeiten, wie ich gerade gestern geschrieben habe.
    Ich anerkenne aber auch, was er schon gesagt hat.
    Der Teufel war bereits sein Thema und von diesem „Gesellen“ hört man ja sonst herzlich wenig in der Kirche.
    Wir sollten uns um Fairness in der Beurteilung eines anderen Menschen bemühen.
    Jeder von uns möchte so angenommen sein, wie er nun einmal ist.
    Dass Papst Franziskus so ganz anders ist als sein Vorgänger ist offensichtlich.

    Einerseits schaue ich zuversichtlich in die Zukunft, aber manchmal ist mir auch bange zumute, wenn ich mich frage, was er uns noch alles zumuten mag.

    Zerrissen, zwiespältig – das ist mein Gefühlszustand!

  12. Das kommt davon wenn man nur privat den alten Ritus zelebriert und Bücher schreibt anstatt sein Amt auszuüben und dieses dann auch noch wegschmeißt. Außerdem weiß man bei Ratzinger nie , ob das was man ihm nachsagt , nur eine gezielt verbreitete Legende darstellt,zum Hinhalten konservativer Kreise, die er immer bestens an der Nase herumführte. Er ist und war ein Konzilsmodernist wie Rahner und Küng, und die Saat dieser Drei geht mehr und mehr auf.

  13. So viel Negatives – es ist nich zu fassen, was man hier alles liest!

    An alle selbsternannten „Wächter des Glaubens“, die hier in einer geradezu unterirdischen Art und Weise schreiben: Bevor Sie dem neuen Papst – auch ich selbst bin von lauten Hurra-Rufen noch Lichtjahre entfernt – fehlende Demut vorwerfen, nehmen Sie sich doch bitte einmal die Zeit, Ihre eigenen Postings zu lesen. Demut kann man in ihnen bestimmt nicht finden. Was Sie hier präsentieren, ist eine Schande für jeden der Tradition verbundenen Katholiken und ist ganz sicher weder katholisch noch konservativ. Wollen Sie eigentlich nur destruktiv sein? Na bravo, dann hat der Durcheinanderwerfer schon gewonnen!

    Haben Sie sich einmal überlegt, dass der Papst vielleicht im Gästehaus mehr mitbekommt von den Dingen im Vatikan als wenn er „abgeschottet“ im Apostolischen Palast wohnen würde. Er ist immerhin im Vatikan nicht zu Hause gewesen. Und was die Insider dort mit „Fremden“ machen, wenn sie erstmal die Gelegenheit haben, konnten wir bei beiden Johannes-Paul-Päpsten sehen. Darüber hinaus wird es vielleicht auch für Einzelne leichter, den Papst zu kontaktieren und ihn zu informieren ohne einen – auch für die „Falschen“ – sichtbaren offiziellen Termin.

    @wickerl: BXVI als „Konzilsmodernisten“ zu bezeichnen, der uns „bestens an der Nase herumführte“, zeigt nur, wie wenig Sie offenbar verstehen oder verstehen wollen – was das Ganze noch viel schlimmer machen würde. Dass schon der Kardinal Ratzinger eindeutig die Irrwege, die auf der Grundlage des Konzils eingeschlagen worden sind, genannt hat und eine Abkehr versucht hat, ist Ihnen wohl entgangen. Aber statt „herumzupesten“ hätte Sie den Heiligen Vater vielleicht lieber mit Ihrem Gebet unterstützen sollen. Und seine Bücher haben Sie offenbar nicht gelesen. Wenn Sie nicht wissen, „ob das, was man ihm nachsagt, nur eine gezielt verbreitete Legende darstellt“, sollten Sie besser schweigen.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*