Gemeinsames Gebet von Pfarrer und Imam in katholischer Pfarrkirche

Zum Abschluß einer Führung durch die St.-Blasius-Kirche in Balve, zu der Pfarrer Andreas Schulte knapp 30 Mitglieder des Türkisch-Islamischen Kulturvereins geladen hatte, gab es ein gemeinsames Gebet. Imam Abdullah Özmen, der sein Gebetsgewand mitgebracht hatte, trug dabei einige Passagen aus dem Koran vor, Pfarrer Schulte las aus der Bibel.

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13 Kommentare

  1. Vielleicht könnte dieser Herr Pfarrer im Gegenzug die Moschee mit seinen Gläubigen zusammen besuchen und dort mit Chorrock und Stola auch ein Gebet sprechen!
    Wie steht dieser Priester eigentlich zum Missionsbefehl Jesu?

  2. Der dürren Meldung zufolge, haben die beiden nicht zusammen gebetet, sondern jeweils aus ihren eigenen Heiligen Schriften vorgelesen. Das gilt per se für Christen noch nicht als Gebet, sondern ist Verkündigung. Für Muslime ist allerdings die Rezitation aus dem Koran sehr wohl Gebet. Da liegt m.E. der eigentliche Skandal, dass in einer Kirche offiziell der Koran rezitiert wird, ganz egal welche Suren! Der Koran kann nicht auf gleicher Stufe stehen wie die göttliche Offenbarung der Bibel, und in einer Kirche hat er nichts zu suchen. Das weiß der Imam genau, dass nach strenger islamischer Auffassung ein offizielles Gebet in einer Kirche zu deren Umwandlung in eine Moschee genügt. Der katholische Pfarrer hat sich auf sehr schmalem Grat bewegt, und da kann man leicht abstürzen.

    • Werter Herr Hagedorn,
      ich denke, diese Unterscheidung zwischen Verkündigung und Beten, wer aus der Bibel liest, ist letztlich künstlich-intellektuell und ein bisschen gestelzt. Ich denke, dass es immer auf den Leser und „Vorleser“ selbst ankommt, auch auf den auf der Kanzel. Wenn ich eine Lesung vorlese, kann das durchaus betenden Charakter haben (es kommt auf die Lesung und das Evangelium an) Die Textstellen der Wandlungsworte, das Vater Unser, die Psalmen, die Worte, die Bergpredigt können sehr wohl im Gebetsgeist gesprochen werden, auch wenn die Verkündigungselemente überwiegen werden. ‚Ansonsten trifft Ihr Kommentar den wahren Charakter des Gebets eines Imams in einer Kirche genau. Das aber sind die Folgen, wenn ein Papst dieses leider religiös unwürdige Buch öffentlich küsst. Ich vermisse in der kath. Kirche die Klarstellung, dass der Gott des Islams nicht identisch ist mit dem Gott des Christentums. Da drückt sich die Kirche m. E. sehr feige. Wer es nur fertigbringt, von lediglich verschienen Zugängen zu dem einen Gott, dem Schöpfer der Welt zu reden, ist nicht glaubwürdig genug. Da muss sich dann niemand wundern, wenn solches die Folge ist. Wer den Koran liest, weiß, welchen Hass gerade dieser Gott gegen Dreifaltigkeitschristen und Juden als ein Hauptanliegen dieser Religion geradezu grundiert. Dieser Gott schafft Himmel, Erde und Hölle und gibt somit preis, dass er auch der Herr der Hölle ist und dort schlimmer agiert wie Luzifer persönlich, indem er selbst die Verdammten noch mehr quält, als Satan es je könnte. Dieser Gott ist größer in allem, leider auch im Bösen und somit disqualifiziert er sich selbst, während unser Gott der Größte in der Liebe ist und erst dadurch vollkommen wird, dass in ihm nichts Böses, nichts Falsches, nichts Unvollkommenes ist. Wer den Gott des Islam als denselben Gott ansieht, verdunkelt das Angesicht Gottes auf das Entwürdigendste. Diese Deutlichkeit vermisse ich in der Kirche.

  3. Man stelle sich folgenden Artikel einmal abgewandelt vor:

    „Katholischer Pfarrer lädt FSSPX Priester ein, im Zeichen des Dialogs eine tridentinsche Messe zu feiern. Im Anschluß wurde während des Rosenkranzgebetes, die Möglichkeit zur Beichte angeboten, die reichen Zuspruch erhielt.“

    Kommentar überflüssig.

  4. Mir wird übel. Warum denn nicht gleich die Kirche den Moslems übergeben, für sie ist es der größte Triumph, wenn sie eine christliche Kirche zu einer Moschee umfunktionieren können. Und noch was, sie interpretieren solche Gesten nicht als Zeichen von Höflichkeit, Brüderlichkeit o.ä. sondern als Schwäche.

    • Genau, am Deutschen Wesen sollen alle genesen.
      Den Euro machen wir allein, wir haben die besten Gelddruckmaschinen und können am leichtesten enteignen.
      Die ökumenische Kirche Deutschlands liefert den Beweis, Protestantismus light ist möglich.
      Fortschritte gibt es auch in der Chrislamisierung, Rom ist gesprächsbereit und die Priester beten mit dem Imanen schon mal Probe, für gemeinsame Messen.
      Und Satan ?
      Der hat sich gestern totgelacht, weil soviele nützliche Idioten hat nicht einmal er erwartet, wie Deutschland sie freiwillig liefert.
      Sodojm und Ghomorra !

  5. Was würden wohl unsere Glaubensgeschwister in Nordafrika und den arabischen Ländern dazu sagen? Ich frage mich ernsthaft nach der Allgemeinbildung solcher Kirchenmänner! Ist denen denn überhaupt nicht klar, was die theologischen Grundzüge des Islams darstellen und was solch eine „Geste“ in den Augen der Muslime bedeutet? Statt dass man gegen solche Ideologien vorgeht, kuschelt man in Dialogen miteinander! Mit Verlaub, dann könnte man auch den Dialog mit nationalsozialistischen Vereinigungen suchen und gemeinsam, wenn auch nacheinander, aus den jeweiligen Schriften zitieren und beten.

  6. Ich will nicht einer leichtfertigen „Verbrüderung“ mit Muslimen das Wort reden, aber nicht jedes noch so geringe Zeichen sozialer Akzeptanz des Andersgläubigen ist mit der Schwächung oder gar der Aufgabe des eigenen Glaubens verbunden. Früher sind wir gerade mit Muslimen souveräner umgegangen:

    „In den 1960er-Jahren stellte der Kölner Dom seine beiden nördlichen Seitenschiffe auch islamischen Gottesdiensten türkischer Arbeitsmigranten zur Verfügung. So breiteten beispielsweise zum Ende des Ramadan 1965 um die 400 Muslime ihre Gebetsteppiche im Kölner Dom aus, um mit Gebeten und religiösem Gesang das Ende des Fastenmonats zu feiern.“ (Quelle: Wikipedia)

    Und dennoch macht der Dom auf mich heute nicht den Eindruck einer Moschee und eine Kapitulation des rheinischen Katholizismus gegenüber dem Islam vermag ich auch nicht zu erkennen.

    Ich wünsche allen etwas mehr Gottvertrauen und Gelassenheit.

    • „Ich wünsche allen etwas mehr Gottvertrauen und Gelassenheit“

      Gerne und mehr Glauben…………………………………………………..!

  7. Es geht m. E. nicht nur um den Einzelfall. Wenn dieses Beispiel Schule macht, ist das Christentum nicht mehr zu retten. Selbstverständlich sollte Gottvertrauen und Gelassenheit, wie der werte Vorkommentator „Mitgedacht“ immer Grund sein, gehört zu werden. Jedoch ist gerade in Bezug auf den Islam höchste Vorsicht angebracht. Wer im Zuge des Synkretismus Herrn Allah als identisch mit dem Gott ansieht, den Jesus als den seinen verkündet und angebetet hat, nämlich seinen Vater, ist eindeutig auf dem Holzweg. Äußerlich mag einiges identisch sein. Dieses Ähnliche ist jedoch nur das rein Oberflächlich-Deklaratorische wie Jüngstes GEricht, Abraham, Beten, Fasten usw. Wer jedoch einmal den Koran gelesen hat, weiß, dass genau dieses Buchwort das wörtliche Wort Gottes darstellt und der weiß, wie dieser Gott alles daran setzt Dreifaltigkeitschristen und Juden als schlechteste Geschöpfe, als Ungläubige, die dem Höllenfeuer anheimfallen, zu verunglimpfen. Ja, dieser Gott ist ein expliziter Feind aller Ungläubigen, die nicht an den Islam glauben. Was hat das Appeasement der Christen in islamischen Ländern gebracht? Nichts. Die Diskriminierung von Juden und Christen sind exorbitant. Gleiche Rechte in Islamland; Fehlanzeige. Wer die Lehre des Islam (Buchlehre) mit der Jesu (das lebendige Wort Gottes) vergleicht, wird soviel Gegensätzliches feststellen, dass es nur bei kühnster und wohlwollendster Interpretation Gemeinsamkeiten feststellen kann, die einem Lauf auf einer verfaulten Sperrholzplatte gleichkommen. Wer Allah und die hl Dreifaltigkeit als identisch ansieht ist bereits zumindest meines Erachtens ein Judas, der Jesus selbst verrät. Juden haben im Gott-Vater Anteil an der Hl. Dreifaltigkeit, Muslime leider in keiner Weise, auch wenn Muslime, die in Liebe zu ihrem Gott beten, sozusagen im „Verbotsirrtum“ auch Chance auf Gottes allumfassende Liebe haben, so ist ein weltehtischer Synkretismus ein Verrat der besonderen Weise am Christentum.

  8. Meinem KOmmentar kann ich nur noch hinzufügen: Der VErrat bleibt ja nicht nur an der Hl. Dreifaltigkeit stehen. Dieser Verrat geht weiter: Er wird auch auf die Menschen, die Juden und Christen ausgeweitet, die von den Vertretern des Islam rechtlich diskriminiert werden, die von Boko Haram in Nigeria, von Al Kaida, von den Muslimbrüdern in Ägypten, im Auftrag von Scharfmacherimamen getötet, verfolgt und diskriminiert werden. Wo sind da die Grenzen .

    Die Kirche bringt es nicht fertig, flächendeckend auch nur für verfolgte Mitchristen regelmäßig in ihren Sonntagsgottesdiensten auch nur zu beten, ohne den Islam als Verursacher der Situation von Christen in diesen Ländern auch nur nennen zu müssen. Welcher Pfarrer lässt einen Vertreter von open doors, Kirche in Not oder CSI auf die Kanzel?

    Das ist m. E. der eigentliche Skandal.

    Nach dem Desaster des 3. Reiches, in dem auch viele kath. Priester im KZ gestorben sind, in dem dem damaligen Papst Piuis XII bis heute vorgeworfen wird, zur Judenvernichtung in Deutschland geschwiegen zu haben (die Gründe sind bekannt) schweigt diese Kirche erneut. Noch nie sind islamische Mörder von Christen und Juden aus der Religion des Islam wegen dieser Verbrechen ausgestoßen worden. Weil das so ist, muss sich der sog. moderate Islam fragen, wo er steht. Er kann es nicht, weil diese Menschen, die mit Blut und Gut gegen Ungläubige kämpfen müssen (O-Ton Koran, der sich wie ein roter Faden durch dieses Buch zieht), nur das Wort ihres „Heiligen Buches“ befolgen. Sie instrumentalisieren diese Lehre nicht, sondern führen sie nur aus, wortwörtlich und buchstabengetreu.

    Einen solchen Gott bete ich niemals an. Der Prophet, der diesen Gott verkündet hat, hat massiv gegen alle 10 Gebote verstoßen. Dieser Mensch wäre von dieser Kirche (aufgrund seiner Taten und seiner Lehre) nie heilig gesprochen worden. Wie kann dann dieser Gott identisch mit dem der hl. Dreifaltigkeit sein?

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