Gegentrend: In England und Wales verzeichnen Diözesen und Orden seit drei Jahren mehr Berufungen

Priesterberufungen in England und Wales seit drei Jahren steigend(London) Berufungen in Großbritannien setzen ihren Aufwärtstrend fort. Seit drei Jahren verzeichnen sowohl die Diözesen als auch die Ordensgemeinschaften in England und Wales einen Zuwachs, der fortdauert. Catholic Voices veröffentlichte die vom Amt für Berufungspastoral der Bischofskonferenz vorbereiteten Zahlen. Die positive Entwicklung wurde erstmals vor drei Jahren festgestellt. Die Zunahme der Priesterberufungen im Jahr 2010 fand auch 2011 und 2012 ihre Fortsetzung. Die Katholiken sind in Großbritannien eine kleine Minderheit. Der anhaltende Zuwachs wird als Signal neuer Vitalität gewertet. Es handelt sich um eine Trendumkehr gegenüber dem, was um die Jahrtausendwende geschah, als die Zahlen rückläufig waren.

2010 gab es in England und Wales 29 Ordenseintritte, 2011 36 und 2012 56. 2011 wurden für die Diözesen 20 Neupriester geweiht, 2012 waren es 31 und 2013 dürften es 41 werden. In diesen Zahlen sind die Priesterweihen von Ordensleuten nicht berücksichtigt, ebensowenig die Priesterweihen für das Personalordinariat Unsere Liebe Frau von Walsingham, das 2011 von Papst Benedikt XVI. errichtet wurde, um jene Anglikaner aufzunehmen, die in die Einheit mit Rom zurückkehren wollten. 2012 wurden für das Ordinariat 21 Priester geweiht.

Vor allem sind die Zahlen der Priesterweihen für Diözesen und Orden (ohne Personalordinariat) „authentisch“. In den 80er und 90er Jahren wies die Statistik zwar mehr Neupriester auf, doch waren die Zahlen gewissermaßen künstlich aufgeblasen, weil darin auch zahlreiche Übertritte anglikanischer Pastoren enthalten waren, die mit dem zunehmend liberaleren Kurs der Kirche von England nicht einverstanden waren. Eine Entwicklung, die vor allem nach dem Besuch Johannes Pauls II. 1982 in Schottland, Wales und England einsetzte.

In den Jahren 2010 bis 2012 wurden in England, Wales und Schottland mehr Neupriester geweiht als in den 1930er und 1940er Jahren. Mit den mehr als 40 Priesterweihen, die für das Jahr 2013 in Vorbereitung sind, nähert sich die Zahl der Neupriester sogar jenen der 1950er Jahre, die einen Höhepunkt verzeichneten. Mit den Weihen des Personalordinariats von Walsingham wurde bereits 2012 mit 52 Priesterweihen der Höchststand von 1950 überschritten.

Priesterweihen sind ein Signal für kirchliche Vitalität. Eine Vitalität, die in der Kirche von England und Wales gegeben scheint. Auch die Ordensberufungen erleben vermehrt Neueintritte. 2012 konnten sie den höchsten Stand an Neueintritten seit 1996 verzeichnen, die Frauenorden sogar seit 1992.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Erzdiözese Bologna

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