Bischof Huonder: Papst "konservativer, als viele denken"

In einem Interview mit der Schweizer Sonntagszeitung vom 21. April 2013 sagte der Churer Bischof Vitus Huonder: „Der neue Papst bringt einen ursprünglichen Glauben mit, der nicht unbedingt jene Reformen nach sich zieht, die einige hier erwarten. Wir dürfen nicht die Probleme, die wir in Europa haben, auf ihn übertragen. Ich glaube, er ist konservativer, als viele denken.“

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13 Kommentare

  1. Nachdem Huonder seine treuesten Priester verraten hat, braucht man nichts mehr auf ihn geben. Da müssen schon andere Zeichen der Umkehr kommen als Lobhudeleien für einen Papst, der systematisch ungültige Wandlungsworte gebraucht und heute eine Firmung vollzogen hat, bei der es vor allem um das Küssen der Firmlinge ging.

    • Ou … gerade mal in die Video-Aufzeichnung reingeguckt, war ja klar … – also, wir haben damals noch vor unserm Erzbischof *gekniet* …; wahrscheinlich wird sowieso demnächst das Knien grundsätzlich, wie überhaupt jegliche Ehrfurchtsbezeugungen, als „nicht mehr zeitgemäß und unserer nicht würdig“ ersatzlos gestrichen; wir STEHEN lieber, wo wir doch als Menschen jetzt immer und überall im Mittelpunkt zu stehen haben.

    • Ich empfand die Küsserei auch als etwas gar aufdringlich. Mag sein, dass dies in Argentinien so üblich ist. Dem Eindruck nach ist’s aber nicht in allen Kulturen der Firmlinge Sitte, von einem nicht zur Familie gehörenden alten Mann ungefragt geküsst zu werden

      • Es ist im iberischen und lateinamerikanischen Raum zwar üblich, dass sich Freunde und Bekannte untereinander ggf. mit Wangenküssen begrüßen. Genauer gesagt: Frauen und Kinder untereinander, sowie Männer, die Frauen oder Kinder begrüßen, die sie gut kennen. Aber auch in Argentinien ist es sicherlich nicht üblich, dass Priester junge Mädchen küssen, zu denen sie obendrein keine familiäre Beziehung besitzen.
        … auch noch in der Kirche! Das ist schlicht „charismatische“ Extravaganz! Dieser Papst hat eindeutig einen Spleen diesbezüglich!

    • Die Wandlungsworte sind von der zuständigen Autorität approbiert und daher theologisch wie kirchenrechtlich einwandfrei. Der Papst sagt in persona Christi: „Das ist mein Leib“ bzw. „Das ist mein Blut“. Das sind die zur Wandlung notwendigen Worte, nicht mehr und nicht weniger. Und die benutzt er.

      • Sie haben wahrscheinlich Recht. Die Wandlung dürfte auch im NOM zustande kommen. Seit dem kirchlich anerkannten Wunder von Sokolka darf man das wohl so sehen. Die Gültigkeit ist jedoch für die Rechtmäßigkeit des NOM nicht hinreichend.

        • Gültigkeit ist die entscheidende Anforderung der Rechtmäßigkeit. „Gültigkeit“ ist ja der kirchenrechtliche Begriff für Rechtmäßigkeit.

        • Ach? tatsächlich? dabei ist das doch eine katholische Spitzfindigkeit, dass nicht alles, was gültig getan wurde, auch legal war…?????!!!!!

        • Wo wir gerade beim kasuistischen Spitzfindeln sind 😉 – also, es ist tatsächlich zu unterscheiden zwischen der ‚Liceität – Erlaubtheit‘ und der ‚Validität – Gültigkeit / Wirksamkeit‘; z.B. kann auch in einem unerlaubten (weil „selbstgebasteltem“) Hochgebet eine Konsekration valide, gültig, zustandekommen. Oder eine Handlung ist sowohl invalid wie illizit, etwa der Versuch der Weihe einer Frau – es „funktioniert“ einfach nicht, und außerdem zieht allein dieser Versuch die excommunicatio latae sententiae nach sich. Ein Beispiel für ‚unerlaubt, aber gültig‘ wären die Bischofsweihen von 1988 in Ecône. – Ein Beispiel für eine erlaubte und dennoch ungültige Amtshandlung fällt mir im Moment nicht ein … – kann es m.E. auch gar nicht geben, solange dabei die approbierten Texte verwendet werden und die rechte Intention vorhanden ist. Dann würde aus der Liceität automatisch die Validität folgen; das Umgekehrte gilt selbstverständlich nicht.

        • Doch, mir fällt ein Beispiel ein, beim Bußsakrament: die ‚erschlichene Absolution‘. Wenn der Pönitent seine „Reue“ sehr glaubwürdig bloß heuchelt und der Beichtiger dies – trotz sorgfältigem Nachfragen – von sich aus einfach nicht erkennen konnte und daraufhin „absolviert“, so handelt er ja (von sich aus gesehen) ’subjektiv-erlaubt‘, aber diese „Absolution“ ist invalid, bleibt für den (ja nur vermeintlich) Beichtenden wirkungslos.

        • Die Weihen von Ecône sind unerlaubt UND ungültig – die Formel hat sich in der Zwischenzeit geändert. Erst seit Summorum Pontificum sind die Ritualgebete des Tridentinum wieder eine gültige Formel. Von Paul VI. bis Benedikt XVI. waren sie keine gültige Formel mehr.

        • Stimmt nicht! PVI hat die alten Formulare nie abrogiert! Obwohl er massiv dazu gedrängt wurde, hat er’s wohlweißlich nicht getan – sonst wäre er auch in Widerspruch zu Pius V. geraten. BXVI bestätigt dies in Summorum Pontificum, indem er feststellt, der ‚tridentische Ritus‘ sei nie „abgeschafft“ gewesen; er war nur ‚außer Gebrauch‘. – Ebenso hat er übrigens auch den Subdiakonat / die ‚niederen Weihen‘ nicht „abgeschafft“, sondern die Entscheidung darüber den Ortsbischöfen überlassen, so daß er einfach „außer Gebrauch kam“ …

        • Aber ich denk, darauf kommt’s ja auch gar nicht so an – ist ja, sozusagen, „reinste Kasuistik“ 😉 … und die Kirche hat ganz andere Probleme, schwer(st)wiegende, leider … – und es wäre schön, wenn dieses „Schisma auf Messers Schneide“ zu keinem „voll-amtlichen“ würde, das würde ja alles nur noch schlimmer machen …

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