Freiburger Diözesanversammlung – Erzbischof Zollitsch will "spezifisches Diakonenamt für Frauen"

Erzbischof Robert Zollitsch Reformen ewig alte Forderungen(Freiburg im Breisgau) Immergleiches Reformgerede, ewig alte Themen, nichtssagende Sprache. Zum Abschluß der von Donnerstag bis Sonntag tagenden Freiburger Diözesanversammlung hat Erzbischof Robert Zollitsch angekündigt, die von 300 Delegierten entwickelten Vorschläge für  kirchliche Reformen umsetzen zu wollen. 300 „Christen und Experten“ aus der Erzdiözese hatten in Gruppen erarbeitet, wie „Kirche sich verändern muß“, um in einer „sich wandelnden Gesellschaft“ auch künftig „Christus und den Menschen nah“ – so das Motto der Diözesanversammlung – zu sein. Wörtlich sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz: „Nichts wird vergessen werden oder verloren gehen. Ich stehe dafür ein, dass die Themen auf dem Tisch bleiben“.

Unter anderem will sich Erzbischof Zollitsch für ein „spezifisches Diakonenamt für Frauen“ stark machen. Er tue dies „auf der Grundlage der Lehre der katholischen Kirche.“ Ein weiterer Punkt betrifft die Zulassungsbedingungen wiederverheirateter Geschiedener zum Empfang der Heiligen Eucharistie. „Mir liegt daran, ohne die Unauflöslichkeit der Ehe in Frage zu stellen, die betroffenen Frauen und Männer ernst zu nehmen“. Das Erzbistum Freiburg erwägt daher, eine sogenannte seelsorgerische „Handreichung“ als „ermutigende Wegbegleitung“ für alle Pfarrgemeinden herausgeben, die beispielsweise Wiederverheirateten den Eucharistieempfang offiziell unter der Bedingung zulassen könne, dass Betroffene in Gesprächen mit Seelsorgern zum Ausdruck bringen, die erste Ehe nicht leichtfertig beendet zu haben. Weiters solle über eine neue Form der Segnung für eine zweite Ehe nachgedacht werden.

Weitere Reformvorschläge, die Erzbischof Zollitsch prüfen und nach Möglichkeit umsetzen möchte, betreffen Segnungsfeiern für gleichgeschlechtliche Paare und die Möglichkeit, daß Frauen in Sonntagsgottesdiensten predigen dürfen.

Text: Martha Weinzl
Bild: Wikicommons

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90 Comments

  1. Das hört sich doch alles sehr gut an. Ich sehe einzig den Punkt der Segnung gleichgeschelchtlicher Partnerschaften etwas kritisch, aber gegen Frauendiakonat, Frauenpredigt und Kommunion für Geschiedene habe ich nichts.

    • Ehrlich gesagt kann ich diesen Pseudo-Klerikerämtern für Frauen nichts abgewinnen. Wenn man eine Art nichtsakramentales Diakonat für die Frau schafft, die Frau also auf eine unvolkommene Weise in den Klerus einbindet, drückt man doch aus: „Ja die Frauen sind in der Kirche schon etwas Wert aber halt nicht so viel wie die Männer, denn sie können nur niedere Ämter ausüben“ Diese Aussage würde der Lehre der Kirche aber klar widersprchen. Frauen sind nicht „geringer“ sondern von genau demselben Wert und derselebn Würde wie Männer. Aber Männer und Frauen sind verschieden. Und wie ein Mann niemals ein Kind zur Welt bringen kann, kann eine Frau nicht „Vater“ eben auch nicht im geistlichen Sinne werden. Wichtig ist es doch, wie es unser Hl.Vater so gut macht, zu betonen, das das Priestertum nicht Herrschaft sondern Dienst bedeutet und in der Praxis auch bedeuten muss! Auch wenn Teile unseres deutschspracheigen Weltklerus und „Laienklerus“ immer und überall nur Macht und Geld sehen.

    • Lieber „Anhänger“,

      das mag sich ja alles ganz gut anhören. Ich empfehle Ihnen dringend, sich über das eine Sakrament der Weihe, das Sakrament der Ehe, sowie über die heilege Beichte und die Bedingungen für den Empfang der Eucharistie zu informieren.
      Steht alles im Katechismus!
      Ob es sich danach immer noch „ganz gut“ anhört, wage ich zu bezweifeln. Es mag „gut gemeint“ sein, was aber immer das genaue Gegenteil von gut ist.

      • Bei Unionsverhandlungen mit den Orthodoxen war es nie ein Problem, dass diese eine sakramentale (!) Mehrfachverheiratung kennen; das sakramentale Amt kennt durchaus eine gewisse Flexibilität – sonst hätten die Apostel nach Pfingsten das nicht von Jesus gestiftete Amt des Diakons einführen können. Im Osten und in Rom gab es lange noch ein sakramentales Diakonissenamt, das man wieder einführen könnte. Die Laienpredigt ist gar keine Frage der Theologie, sondern des Kirchenrechts. Ich sehe das in summa wie „Anhänger“.

      • Wenn Sie sich da so gut auskennen, dann wissen Sie sicherlich auch, daß die Orthodoxie die „Zweitehe“ nur im Sinne eines Bußaktes begeht.
        Über den Unterschied zwischen dem Diakon (als Stufe des einen Weiheamtes) und dem historischen Diakonissendasein sind solche gravierenden Unterschiede, daß eine „Wiedereinführung“ eines auch im Osten (zurecht?) untergegangenen Postens nur zu Verwirrung führen würde. Das Wirken des Heiligen Geistes zu Pfingsten als Merkmal für „eine gweissen Flexibilität“ zu deuten, halte ich zumindest für gewagt.

      • Es ist Ihnen sicher bekannt, dass zwar eine Buße für die gescheiterte Ehe vorangeht, aber kein Ausschluss vom Kommunionempfang impliziert ist. Der Diakonat war als solcher im Westen auch bis 1965 untergegangen und wurde wiederbelebt. Wir hatten in Rom Diakonissen bis ins 11 Jahrhundert. Die Unterschiede zwischen Diakonen und Diakonissen sind minimal gewesen, die Diakonissen wurden im Osten zurecht zum Klerus gezählt. Die Flexibilität bezieht sich übrigens auf die Tatsache, dass die Kirche die Vollmacht hat, Sakramente zu gestalten. Jesus hat den Diakonat nämlich ausweislich Schriftbeweis nicht gestiftet.

      • Ich verstehe die DIskussion nicht.
        Es steht geschrieben:
        Mt 18,18 Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.

        Das Band der geschlossenen kirchlichen Ehe besteht bis zum Tode eines Partners.
        Wird die Ehe zivil geschieden und ein/die Partner gehen eine neue Beziehung ein, leben sie in der Sünde der Unzucht.

        Außerdem baut Bischof Zollitsch mit seinen Forderungen Stein für Stein die katholische Kirche ab und ich hoffe,
        dass sie nur sein persönliches Wunschdenken bleiben.

      • Ohne mich zu stark auf Spekulationen einlassen zu wollen: aber könnte es nicht auch einen übernatürlichen Grund für das stete Scheitern von Unionsverhandlungen mit den Orthodoxen geben, wenn deren Praxis der Mehrfachhierat nie ein Thema gewiesen ist?
        Die Aussage das Diakonissenamt sei sakramental gewesen halte ich für fragwürdig und schwierig zu belegen, ihre Aufgaben haben sich spürbar von jenen der Diakone unterschieden, so haben sie z.B. keinen Altardienst verrichtet. Das Weihe zur Diakonissin ist doch wohl eher mit einer niederen Weihe (Subdiakon etc.) vergleichbar. Die Tatsache dass weibliche Diakone dem Klerus zugerechnet worden sind, ist nicht wirklich ein Hinweis auf den sakramentalen Charakter dieses Amtes, so wurden bis zu den Reformen auch alle Seminaristen ab der Tonsur (also ohne sakramentale Weihe) dem Klerikerstand zugerechnet. Ein nichtsakramentales Diakonissinenamt wär aber sicher möglich, fraglich ist aber, worin der Nutzen eines solchen bestehen würde, auf jeden Fall ist es nicht geeignet emanzipatorische Ideen zu verwirklichen, da es die Diakonin dem männlichen Kleriker nicht gleichstellt, sondern sie lediglich in einer niederer Stufe in eine männliche Hierarchie einbindet.

  2. Heute wurde lammfromm für die Wirkung dieser Diözesanversammlung in der Messe gebetet, ganz so, als sei es selbstverständlich, dass das, was dort besprochen wurde, der erklärte Wille Gottes sei.

    Die Verzweiflung könnte mich nicht packen, wenn ich nicht wüsste, dass Jesus der Herr ist und Gott versprochen hat, dass ihm diese Herrschaft nicht mehr genommen werden wird. Und wenn uns nicht noch mal bekräftigt worden wäre, dass am Ende das unbefleckte Herz der Gottesmutter triumphieren würde. So wie ihr Herz unbefleckt war und ist – so wird am Ende die Kirche Jesus entgegengehen. Die für den Bräutigam geschmückte Braut aus der heutigen Lesung…

    Davon war jedoch in der Predigt heute keine Rede: da ist die „neue Erde“ und das „neue Jerusalem“ bereits mit Jesus voll und ganz da im Hier und Jetzt, ein davon unterschiedenes Hoffnungsbild „im Himmel“ verband der Pfarrer damit offenbar nicht mehr. Jedenfalls war davon nichts zu hören. Auch der Auftrag, uns gegenseitig zu lieben wie uns Jesus geliebt hat schmolz zusammen auf das gegenseitige Lieben. Davon, dass wir nur recht lieben können, wenn wir zuerst in eine Liebesbeziehung zum Herrn der Kirche getreten sind, war keine Rede.

    Unter BXVI. musste dieser Bischof wenigstens noch ein paar Grenzen akzeptieren. Jetzt? Ja, jetzt ist es für Seine Exzellenz wieder interessant, katholisch zu sein. Jetzt kann man wieder herauskommen aus dem Loch, in dem man heroisch überwinterte.

    Wo werden wir in Kürze hingehen können, wenn das kirchliche Leben i.S. S.E. umgekrempelt wird?

    Eine Hiobsbotschaft nach der anderen, es ist wie ein Erdrutsch nach einer langen „Aura“…

  3. „Wörtlich sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz: ‚Nichts wird vergessen werden oder verloren gehen. Ich stehe dafür ein, dass die Themen auf dem Tisch bleiben.`‘“

    Etwas anderes habe ich von diesem unverbesserlichen Reformonkel auch nicht erwartet. Ewig die gleiche Leier… Hauptsache, niemand tastet die Kirchensteuer an. Wenigstens in diesem Punkt sind der Herr Erzbischof und seine Gesinnungsgenossen ultrakonservativ.

  4. Diese Anbiederung einiger deutscher Bischöfe an den ZDK und damit den Zeitgeist ist wirklich abstoßend.

  5. Bin ja gespannt wie lange man sich im Vatikan, gegenüber den unheiligen Früchten des VK II die hier so trefflich von einen Wolfsbischof verkündet werden, Blind, Taub und Stumm stellt. Denn seine Exzellenz Erzbischof Zollitsch ist ja nur ein Sprachrohr des Fürsten der Welt, der schon große Teile der „Körperschaften öffentlichen Rechts katholische Kirche des deutschsprachigen Raumes“ eroberte, zu erkennen an dessen Helfershelfern zum Beispiel ZdK, WiSiKi, POA, KFB, Laien- Pfarrerinitiative usw. usw.

    Man kann ja nur hoffen, das seine Heiligkeit Franziskus an seinen Vorgängern kein Vorbild nimmt, und häretisches- schismatisches Wirken der Wölfe nur mit Worten nicht aber mit Früchten entgegentritt. „Wer schweigt duldet“.

    Ansonsten kann ich ja nur hoffen das so rasch als möglich aus dem „Geistigen Schisma“ endlich ein „Körperliches Schisma“ wird, damit die „Spreu vom Weizen getrennt wird“.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

    • Rom schweigt aber, also duldet es. Anders als noch unter Benedikt, wird in Rom heute die Tradition bekämpft.

      • Jean-Lois: Leider war seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI nur mit seinen Wörtern katholisch, nicht nur das dieser den Auftrag den Gott der Herr in aufgetragen hat, verraten hat, so hat er doch Ungehorsam ebenfalls nicht geahndet und so den antikatholischen Kräften innerhalb der Kirche freie Bahn gelassen. So ist eben Franzikus nur die weiterführung des Weges denn seine Vorgänger frei gemacht haben.

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

  6. 1.
    KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE
    ALLGEMEINES DEKRET 
    „in Bezug auf die Straftat der versuchten Ordination einer Frau“
     
    Zum Schutz des Wesens und der Gültigkeit des Weihesakramentes hat die Kongregation für die Glaubenslehre kraft der besonderen Vollmacht, die ihr von der höchsten kirchlichen Autorität übertragen worden ist (vgl. can. 30, “Codex des kanonischen Rechtes“
    ), in der Ordentlichen Sitzung vom 19. Dezember 2007 folgendes Dekret erlassen:
    Unbeschadet der Vorschrift voncan. 1378 des “Codex des kanonischen Rechtes zieht“ sich jeder, der einer Frau die heilige Weihe zu spenden, wie auch die Frau, welche die heilige Weihe zu empfangen versucht, die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation “latae sententiae“ zu.
    Ist aber derjenige, der einer Frau die heilige Weihe zu spenden, oder die Frau, welche die heilige Weihe zu empfangen versucht, ein dem “Codex der Kanones der Orientalischen Kirchen“unterstehender Christgläubiger, dann ist diese Person, unbeschadet der Vorschrift von can. 1443 dieses “Codex, mit der großen Exkommunikation“ zu bestrafen, deren Aufhebung ebenfalls dem Heiligen Stuhl vorbehalten ist (vgl. can. 1423,“Codex der Kanones der Orientalischen Kirchen“).
    Dieses Dekret tritt unmittelbar zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung im “Osservatore Romano“ in Kraft.
     
    William Cardinale LEVADA
    „Präfekt“ 
    L. + S.
    + Angelo AMATO, S.D.B. 
    Titularerzbischof von Sila 
    „Sekretär“
     
    „In Congr. pro Doctrina Fidei tab., n. 337/02″

    2.
    KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE

    SCHREIBEN AN DIE BISCHÖFE
    DER KATHOLISCHEN KIRCHE
    ÜBER DEN KOMMUNIONEMPFANG
    VON WIEDERVERHEIRATETEN
    GESCHIEDENEN GLÄUBIGEN“

    4. Obwohl bekannt ist, daß von manchen Kirchenvätern ähnliche pastorale Lösungen vorgeschlagen und auch in der Praxis angewandt worden sind, stellten diese doch nie einen Konsens der Väter dar, bildeten in keiner Weise eine gemeinsame Lehre der Kirche und bestimmten nicht deren Disziplin. Es kommt dem universalen Lehramt der Kirche zu, in Treue zur Hl. Schrift und zur Tradition das “Glaubensgut “zu verkünden und authentisch auszulegen.
    In Anbetracht der neuen, oben erwähnten pastoralen Vorschläge weiß sich diese Kongregation verpflichtet, die Lehre und Praxis der Kirche auf diesem Gebiet erneut in Erinnerung zu rufen. In Treue gegenüber dem Wort Jesu(5) hält die Kirche daran fest, daß sie eine neue Verbindung nicht als gültig anerkennen kann, falls die vorausgehende Ehe gültig war.
    Wenn Geschiedene zivil wiederverheiratet sind, befinden sie sich in einer Situation, die dem Gesetz Gottes objektiv widerspricht.
    Darum dürfen sie, solange diese Situation andauert, nicht die Kommunion empfangen(6).

    • danke,defendor machen sie ihrem namen weiter ehre,es braucht heute viel mut für die sana doctrina ,das sentire cum Ecclesia einzustehen.
      es gehört zum guten ton unter dem bestandenen Klerus sich kritisch zu äussern ,sich der übermacht der näselnden stimme des wissenschafters sich populistisch zu ergeben.
      ich denke da an ganz einfache leute,die einfach nur glauben wollen.glauben an Jesus,glauben an Gott,glauben in und seiner kirche..danke,dass sie stärken und ermutigen.da sind ihre beiträge ganz wertvoll und wesentlich.danke,dass sie auch keine Hoffnungen verbreiten bzw subtil unterjubeln, die nie erfüllt werden können. ein grösseres unrecht gibt es nicht.daher:herr mehre uns den glauben.

  7. Warum können die Menschen und im speziellen die Christen sich zur Abwechslung nicht einfach nur lieb haben?

    Lasst uns alle einen Schritt aufeinander zugehen, dann sind wir uns näher und es hat sich definitiv etwas verändert! 🙂

    • Jürgen warum lässt seine Exzellenz Erzbischof Zollitsch nicht die Katholische Kirche in Ruhe und geht endlich dorthin wohin er geistig schon lange abgewandert ist, meine z uden Protestanten oder Altkatholiken?

      Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

      • Lieber Armin,
        erst einmal vielen Dank für Deinen Segen.

        Wenn ich über andere schimpfe schade ich nicht den anderen, sondern in erster Linie mir selbst!

        Wenn mich an Anderen und deren Handeln etwas stört, ich resoniere, suche ich zuerst einmal bei mir selbst woran das liegt und welche Ressource mir fehlt.
        In einem zweiten Schritt segne ich diese und ihr handeln.

        Gott der Vater lässt uns jeden Tag seine Liebe und Güte erfahren (wenn wir das wollen) und wir sollten das mit unseren Mitmenschen gleich tun (wenn wir das können).

        Es wird sich alles in die richtige Richtung zum Guten bewegen, meist braucht es noch Zeit, Erfahrung, … auch Schmerz und andere Ressourcen. Wir Menschen (und damit auch unsere Seelen) sind dazu da zu lernen, zu erfahren, sich zu entwickeln und da will ich mich, dich und keinen anderen ausschließen.

        Kritik ist gut und hat Potential für Veränderung, aber sie sollte gewaltfrei, objektiv und mit der Ressource “ Empathie“ versehen sein!

        In diesem Sinne segne ich Dich auf Deinem Weg und wünsche Dir viel Empathie für andere. Du wirst sehen die Veränderung ist eine größere!!!

      • Jürgen: Sie möchten also das wir uns alle so Verhalten wie sehr viele unsere Vorfahren im letzten Jahrhundert, die ja auch meistens den Früchten der Nazis, Blind, Taub und Stumm gegenüberstanden. „Wer schweigt duldet“ sagt man nicht umsonst.

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

      • Sorry, aber ihre Aussagen mir gegenüber sind nicht nur nicht fundiert sonden auch nicht fair.
        Es geht nicht um schweigen, sondern um die Art und Weise wie miteinander kommuniziert wird.
        Hier gibt es Entwicklungspotential nach oben, wie sie selbst bei ihrer letzten Aussage gezeigt haben.
        Aufeinander zugehen und nicht nur Kritik üben ohne seinen eigenen Standpunkt zu überdenken, das war meine Intention!
        Aber das berauchen wir hier nicht weiter zu vertiefen, denn dies würde zu viel Ihrer und meiner kostbaren Zeit kosten.
        Ich wünsche Ihnen von Herzen Gottes segen und viele gute, besondere und von Empathie geprägte Erfahrungen mit Menschen!

    • Lieber Jürgen,
      es geht hier nicht um Kompromissfindung und verhandelbare „Zwischenmenschlichkeiten“.

      • Ich bin vielleicht einer der nich so viel weis. Aber genau darum geht es, eine Ressource die oft feht, aber wenn man sie hat bewegt sie mehr als …

      • Sorry lieber Laurentius ich hatte vergessen Dich persönlich anzusprechen!
        Ganz lieben Gruß

    • Ihre Friedfertigkeit in allen Ehren, aber für mich sind das süßliche Plattitüden.

  8. Das würde mich nicht wundern,was der Herr Erzbischof Zollitsch sagt,verfügt doch Freiburg über ein grosse Homo-Szene.Und da der Vatikan von der Homolobby unterwandert ist,musste dieser Schritt folgen.Man will ja schliesslich Modern sein (!)und die Schäfchen auf der Gayszene ins Körbchen der Mutter Kirche holen…..Ob allerdings die Rechnung aufgeht steht in den Sternen…..

    • Manchmal frage ich mich, ob die von Ihnen zitierte Homolobby den Vatikan unterwandert oder nicht eher die deutschen Bischöfe.

      1 Joh 2,3 Wenn wir seine Gebote halten, erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben.
      1 Joh 2,4 Wer sagt: Ich habe ihn erkannt!, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner und die Wahrheit ist nicht in ihm.
      1 Joh 2,5 Wer sich aber an sein Wort hält, in dem ist die Gottesliebe wahrhaft vollendet. Wir erkennen daran, dass wir in ihm sind.
      1 Joh 2,6 Wer sagt, dass er in ihm bleibt, muss auch leben, wie er gelebt hat.

      1 Joh 2,15 Liebt nicht die Welt und was in der Welt ist! Wer die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater nicht.
      1 Joh 2,16 Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und das Prahlen mit dem Besitz, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.
      1 Joh 2,17 Die Welt und ihre Begierde vergeht; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.

      1 Joh 2,18 Meine Kinder, es ist die letzte Stunde. Ihr habt gehört, dass der Antichrist kommt, und jetzt sind viele Antichriste gekommen. Daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.
      1 Joh 2,19 Sie sind aus unserer Mitte gekommen, aber sie gehörten nicht zu uns; denn wenn sie zu uns gehört hätten, wären sie bei uns geblieben. Es sollte aber offenbar werden, dass sie alle nicht zu uns gehörten.

      1 Joh 2,24 Für euch gilt: Was ihr von Anfang an gehört habt, soll in euch bleiben; wenn das, was ihr von Anfang an gehört habt, in euch bleibt, dann bleibt ihr im Sohn und im Vater.
      1 Joh 2,25 Und seine Verheißung an uns ist das ewige Leben.
      1 Joh 2,26 Dies habe ich euch über die geschrieben, die euch in die Irre führen.
      1 Joh 2,27 Für euch aber gilt: Die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch und ihr braucht euch von niemand belehren zu lassen. Alles, was seine Salbung euch lehrt, ist wahr und keine Lüge. Bleibt in ihm, wie es euch seine Salbung gelehrt hat.

  9. Viele werden schockiert sein über die Art und Weise, in der Mein Name und Meine Lehren neu interpretiert werden, so dass der Schwerpunkt auf der Pflicht des Menschen gegenüber dem Menschen liegen wird. Die Menschen werden ermutigt werden, einander zu lieben und ihre Bedürfnisse vor den Altar Gottes zu legen.

    Von außen betrachtet wird dieser Zugang zum Christentum als eine gute Sache angesehen werden. Er wird für die Bedeutung der Liebe werben, aber nicht in der von Gott geforderten Weise. Man wird beobachten können, wie sich Menschen in hohen Positionen gegenseitig lobpreisen, während sie religiöse Zeremonien ausüben. Sie werden sich — voll Ehrerbietung — voreinander verbeugen und sie werden sich — voll Lobhudelei — den Feinden Gottes zu Füßen werfen.

  10. Teil zwei und Nachtrag.Die Segnung gleichgeschlechlicher Paare.Es ist leider so,dass insbesondre bei den männlichen Gleichgeschlechtlichen das Geld ,die äusserlichkeiten,der Jugendkult und materieller Status das A+O ist.Die meisten- allermeisten Homos gehören der Gutverdienenden Schicht an,Narzismus und Selbstverliebtheit ist dort Trumpf.Geld,Geld und nochmals Geld.!!! Jugendkult und dann jammern sie noch über Diskriminierung,dabei diskriminieren sie die eigenen Leute .Alte Homos und solche aus der Unterschicht sind Out und werden diskriminiert.Liebe ist ein Femdwort.Es geht bei ihnen nur ums Geld,GENAU WIE BEI DER KONZILSKIRCHE.Ohne Moos nix los.Dazu bedarf es keiner Segnung,was für ein Nonsens! Was folgt als nächstes‘?

  11. In dieser grenzenlosen Verwirrung noch ein Wort zur viel gebrauchten Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Diese besteht nicht darin, sämtliche Triebe und jegliches Tun der Menschen gut zu heißen. Eine gültig geschlossene Ehe kann durch keine Instanz aufgelöst werden, solange beide Ehepartner leben. Denn sie ist nicht, wie Luther meinte, ein weltlich Ding. Deshalb ist es auch nicht möglich, diese zu scheiden. Und aus diesem Grund ist es auch nicht möglich, sich wieder zu verheiraten. Man begibt sich damit in einen fortgesetzten Ehebruch. Letztlich in eine Todsünde, die vom Empfang der Kommunion ausschließt. Es ist keine Barmherzigkeit, Menschen in diesem Zustand noch zu bestärken, da ihr ewiges Heil auf dem Spiel steht.
    Für die deutschen Bischöfe gibt es allerdings nur eine wirklich schlimme Verfehlung. Nämlich den Kirchensteuerbeitrag nicht in der von ihnen gewünschten Form zu entrichten. Hier hört dann auch jegliche Nächstenliebe und Barmherzigkeit auf.
    Um nun den Anwürfen zuvor zu kommen. Ich bin verheiratet und es gibt schöne und weniger schöne Tage. Aber jeder der beiden Eheleute hat ein Recht, dass der andere das gegebene Versprechen einhält. Das Leben hier ist unser Kreuzweg, der erst im Himmel zu Ende ist.

    • „Und aus diesem Grund ist es auch nicht möglich, sich wieder zu verheiraten. Man begibt sich damit in einen fortgesetzten Ehebruch.“
      Können Sie uns dann mal erklären, weshalb ein Geschiedener, der nichtverheiratet mit einer anderen Frau Tisch und Bett teilt, nicht exkommuniziert ist, also offenbar nicht in der Sünde des Ehebruchs verharrt?? Solange die Kirche dies lehrt, macht sie sich leider zum Gespött.

      • Das lehrt die Kirche nicht! Wer mit jemadn anderem als mit dem Ehepartner das Bett im speziellen Sinne teilt, lebt im Ehebruch,also einer Todsünde. Ob mit oder ohne zivilen Trauschein, spielt keine Rolle.

      • Danke!
        Wie ich ausführte, besteht das Eheband weiter. Deshalb ist eine Beziehung mit oder ohne zivilen Trauschein gleich zu bewerten. Liegt eigentlich in der Logik der Sache.

  12. Das Diakonat der Frau wird kommen. So oder so. Bischof Zollitsch macht das hervorragend. Wie lange wollen die ewig Gestrigen noch die Frauen in die „2. Reihe“ schieben? Wir Frauen lassen uns das nicht mehr gefallen. Wir sind gleichwertig. Wir dürfen genau alles das tun, was auch die Männer dürfen. Was für eine Bereicherung, wenn Frauen Priesterinnen sein dürfen. Mit dem Diakonat der Frau werden sich die wenigsten Frauen zufrieden geben. Gott sei es gedankt. Und das beste Beispiel ist die Mutter Gottes.

    • Und das beste Beispiel ist die Mutter Gottes! Sehr gut Regina, bin ich voll dafür, sich die Muttergottes als Vorbild zu nehmen.
      1. Bei der Hochzeit zu Kanaa sagte sie doch: Was Er euch sagt, das tut!
      Also können die Frauen die Demut lernen, und das zu tun was Jesus Christus gesagt hat.
      2. Die allerseligste Jungfrau hat ja auch zum Engel gesagt: Siehe ich bin eine Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort.
      In allem also ist die Muttergottes voller Demut und Liebe und fordert kein Amt, oder steht in der Bibel etwa, dass die Muttergottes die Vollmacht zur Vergebung der Sünden empfing, so wie es die Apostel empfingen als Jesus sagte: Welchen ihr die Sünden nachlasset, denen sind sie nachgelassen? Wenn einem Menschen als erstes diese Würde zustand, dann der unbefleckt empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Die Würde der Frau mit dem Priestertum zu verknüpfen, ist doch etwas weit hergeholt und durch die dogmatische Entscheidung Johannes-Pauls II. Ordinatio Sacerdotalis aus dem Jahre 1994 auch nicht möglich.

    • Nur leider ist das anvisierte „Diakonat der Frau“ KEIN Weiheamt und stellt daher eine größere Diskriminierung der Frau dar, als wenn man es ganz lässt.

      Es ist ein „Diakonat 2. Klasse“ nur für Frauen, damit wir endlich Ruhe geben.

      Ansonsten stimme ich Ihnen zu.

    • >> Und das beste Beispiel ist die Mutter Gottes.

      Soso. Die Mutter Gottes, die keine Apostelin, keine Priesterin ist. Nur Mutter.

    • LIebe Regina, aus Ihren Worten spricht genau jener Ungeist, der uns heute in der Kirche so zu schaffen macht. Es kann eben gar nicht darum gehen, dass wir etwas dürfen oder irgendwelche Rechte haben. Dienst für den Glauben in der Kirche bedeutet demütig das zu tun, was Gott von mir erwartet. Insbesondere im Altarraum geht es nicht darum, eine Bühne zu bekommen, auf der ich meiner persönlichen Eiteilkeit Geltung verschaffe. Christus allein zählt dort. Deswegen war auch die Umkehr der Zelebrationsrichtung zum Ende der 60iger und Anfang der 70iger Jahre ein großer Fehler. Bei der Zelebration versus Dominum verschwindet die Person des Priesters gewissermaßen hinter seiner Aufgabe, bei der Zelebration versus populum hingegen steht sie auf einmal im Mittelpunkt. Allein aus der Forderung, als Fraue etwas zu dürfen wie die Männer, spricht das Gegenteil von Demut.

      • ausgezeichnet lieber aventin
        singen wir doch mit der allerseligsten Jungfrau und gottesmutter Maria freudig,gläubig und voller liebe:quia respexit humilitatem ancillae suae Ecce enim ex hoc beatam me dicent omnes generationes!

      • Stimme Ihnen beiden *aber sowas von zu* 😉 wirklich! Ja, das meinte auch ich, mit diesem (entsetzten!) „dürfen???“ – Niemand, kein MENSCH jemals, hätte irgend ein „Recht auf Weihe (und Amt)“ gehabt; somit wird auch KEINEM irgendein „Recht“ genommen, wenn er/sie nicht geweiht wird, kein ‚Amt‘ bekommt. Ich höre immer nur, „wir wollen … dürfen … möchten aber auch mal … es ist ungerecht … will aber auch MACHT … mich einbringen … bla …“ – immerhin sind die Vertreterinnen „dieser Sache“ ja ehrlich, sie sagen ganz offen, worum es ihnen wirklich geht; ganz gewiß nicht um einen DIENST in Demut und Gehorsam, sondern – letztlich – nur UM SICH SELBST (Punkt)
        Also, selbst WENN eine Ordination der Frau (Weihesakrament!) tatsächlich möglich WAERE, dann brächten DIESE Frauen mit Sicherheit NICHT die dazu notwendige Disposition, die rechte innere Einstellung, mit – sie dürften in der Tat nicht geweiht werden, aber in diesem – hypothetischen – Falle nicht wegen ihres Geschlechts; sie haben doch überhaupt nicht wirklich die Botschaft Christi verstanden – er sagt ganz klar (auch durch den Apostel Paulus), welches Verständnis von ‚Amt‘ und ‚Dienst‘ wir haben sollen … eigentlich haben sollten …..

      • Das ist dann auch der „volle Erfolg“ jener so gepriesenen ‚anthropologischen Wende‘ (wozu letztlich auch die von Aventin genannte Umkehr der Zelebrationsrichtung gehört, und vieles mehr), paßt alles prima ins Bild, wie auch das in dem Artikel genannte Motto: ‚Christus und den Menschen nah‘ – wogegen auf den 1. Blick erstmal gar nichts einzuwenden wäre … wüßte man nicht, daß auch bei der Wahl dieses Mottos Polemik mitschwingt; es wird nicht deutlich und offen gesagt, bei all den vielen „post-deutero-vatikanischen Neuerungen“ und Forderungen (jede für sich vlt. „klein, harmlos, ehrenwert“, „kann man durchaus drüber reden!“ – jedoch: das akkumuliert sich, zähe, geduldige ‚Strategie der kleinen Schritte‘, und irgendwann …!?!) – und es schwebt so überdeutlich über den Zeilen & zwischen all diesen vielen Worten …: „non serviam!!!“ … sagte mal jemand … – das isses doch, bei alledem & in letzter Konsequenz!

  13. Ich kann es langsam nicht mehr ertragen, wie der offenisichtlich in dogmatischen Fragen wenig unterrichtete Erzbischof von Freiburg falsche Hoffnungen nährt und seine ihm anbefohlenen Gläubigen in die Irre führt. Seit nunmehr fast 20 Jahren wird die lehramtliche Klarstellung, die durch das apostolische Schreiben „Ordinatio Sacerdotalis“ des seligen Johannes Paul II. ignoriert, es wird ihm widersprochen.
    Wer wie „Regina“ hier von „zweiter Reihe“ schreibt, sieht im Priestertum weder den Dienst, noch achtet er oder sie die Entscheidung Christi (Ord. Sacerd.). Hier geht es anscheinend um eine Funktion in der „Machtstruktur“ Kirche.

    Wer hier von „gleichwertig“ redet und damit der Kirche unterstelllt, sie würde Frauen benachteiligen. Diese Unterstellung ist heute ebenso common sense wie sie kompletter Unsinn ist. Damit ist implizit einer „Gleichmacherei“ das Wort geredet, die nicht mehr in der Lage ist, zu unterscheiden und zu ordnen.
    Denn Gleichmacherei ist nichts anderes als ein barbarischer Ersatz für Ordnung. (Davila)

    Die selige Jungfrau und Gottesmutter zeigt den Weg. Da gebe ich Regina recht. Sie, liebe Regina, sollten da aber auch noch einmal genauer hinsehen und hinhören. Dann würden Sie vielleciht Ihre herausragende Rolle erkennen, mit der sie gekrönt ist, die nur halt ganz anders ist als die eines Petrus.

    • Nun Johannes Paul II. hat es verabsäumt, auch theologische Gründe zu nennen, die den Ausschluss der Frau vom Weiheamt definitiv machen. Nur auf die – kirchenrechtlich fragwürdige – Kompetenz des Petrusamtes, Dinge, die nicht in den eng umzäunten Bereich der Definitionsfähigkeit fallen, letztgültig zu entscheiden, zu pochen, reicht nicht. Apostel hat eben auch im Femininum gegeben – weder die Alte Kirche noch das Mittelalter hatte damit Probleme. Lesen Sie mal die Ausführungen des Hl. Thomas zum Ausschluss der Frau vom Weiheamt: Keine Rede davon, dass Jesus nur Männer zu Aposteln berufen hat, dass das Amt eines sei etc. Sondern: Der Frau fehlt – z.B. beim Bußsakrament – die Verschwiegenheit. Das nenne ich sehr wohl zweite Reihe. Äußerst despektierlich sogar.
      Im Übrigen: Wie kann Maria eigentlich Königin der Apostel und der Priester sein, wenn sie nicht selbst beides ist?

      • Nun bin ich doch etwas baff!
        Sonst fordern Sie, wenn ich Sie jetzt nicht verwechseln sollte, hier doch immer wieder gerne unbedingten und geradzu denkfreien Gehorsam gegenüber den Entscheidungen des Heiligen Vaters und nun wagen Sie es, eiene Aopstolische Konstitution, die sich in ihrem Inhalt auf die Fülle der Tradition beruft, als defizitär zu bezeichnen. Das ist schon mal starker Tobak.
        Wenn Sie das Schreiben aus dem Jahr 1994 gelesen haben, so wird ihene direkt am Anfang aufgefallen sein, daß eines sder ersten Gründe ist, daß Christus selbst in freier und souveräner Wahl nur Männer berufen hat. Das hat nichts nur mit „kirchnrechtlich fragwürdige(r) Kompetenz des Petrusamtes“ zu tun, wie auch das übrige Schreiben nicht. Wenn Sie nun beim Heiligen Thomas etwas in ihren Augen herabwürdigendes finden, so haben damit vielleicht einen merkwürdigen Punkt bei Thomas gefunden. Ich weiß aber nicht, was diese Anekdote zur Sache tut. JP II hat diesen Punkt ja nicht zum Dreh- und Angelpunkt seiner Darlegung der kirchlichen Lehre gemacht. Da sich nun aber die Darstellung JP II in Übereinstimmung mit Lehre und Tradition befindet, sollte auch Sie, als sonst so folgsamer Sohn der Kirche, nicht den „Bruchhermeneutikern“ akademischer Gelehrsamkeit Glauben schenken. Sollte ich Sie verwechselt haben, so gelten die Einwände dennoch, jedoch ohne die persönlicheren Anfragen.

      • Wundert Sie das wirklich, werter Laurentius? Endlich outet sich dieser Kommentator, der so gern an seine Mitforisten Zensuren verteilt und von diesen -wie Sie bereits schreiben- in geradezu lächerlich karikierender Weise regiden Papstgehorsam gegenüber Franziskus einfordert, als das, was er wirklich ist, ein Progressist allererster Güte, der sich nicht scheuen würde, Franziskus auf dieselbe Art und Weise herunterzuputzen wie oben den seligen Johannes Paul II, wenn es denn dem neuen Mann in Rom einfallen sollte, seinen und Z. progressistischen Interessen entgegenzutreten. Ekelhaft mit welchen Possen diese Dunkelmänner versuchen, glaubenstreue Katholiken wie unmündige Pennäler zu manipulieren und auf Linie zu bringen. Man sollte solche offenkundigen Heuchler einfach ignorieren.

      • Dank für diese Ausführungen Laurentius und hicesthodie! In der Tat ist es unerträglich, was hier traditionstreue Forumteilnehmer in oft unqualifizierten, und auch theologisch höchst fragwürdigen Argumenten um die Ohren geschlagen bekommen. Das mußte endlich einmal gesagt werden!

      • JP II. gibt sehr genaue Gründe an in „Ordinatio sacerdotalis“. Entweder haben Sie das nicht gelesen, oder Sie können/wollen es nicht verstanden…

        Die unterschiedlichen, dem Geschlecht verbundenen kirchlichen Ämter hängen damit zusammen, dass Mann und Frau

        1. in der ursprünglich guten Schöpfung je verschiedene Seiten Gottes zeichenhaft ebenbildlich darstellen
        2. im Geschehen des Sündenfalls – jeweils in ihrem unterschiedlichen Ebendbild-Charisma – versagt haben und das Heilsgeschehen schon dort auch wiederum im Rahmen des unterschiedlichen Charismas in die Menschheitsgeschichte angekündigt wird („Same der Frau“, Schlangenzerstreter(in) etc.)
        3. Jesus als Mann in die menschliche Realität kam und dies nicht zufällig ist.
        4. Jesus durch das Ja einer Frau in unser Leben kam und auch dies nicht zufällig ist

        „Apostel“ im weitesten Sinne sind alle Jünger und Jüngerinnen. Aber es gibt das formelle Apostelamt, zu dem Jesus ausschließlich die zwölf Männer beauftragt hat (und ihre Nachfolger). Informelle Apostolate sind offen für jeden.
        In Frauen schafft Gott höchst originell seine überraschenden Werke – vielleicht gerade weil ihr Apostolat niemals formell ist (!). Das fing schon mit der absolut schrägen Geschichte an, dass eine Jungfrau ein Kind bekommt, will sagen: Gott durch eine und mit einer Frau das Heil schafft, ohne dass dabei ein Mann gefragt oder dessen Zustimmung abgewartet wird. Es ist der Hammer, dass der Mann in dieser Geschichte, St. Josef, sich vollkommen demütigt und sein Apostolat annimmt und dem der Maria dient…

        Ein echter Priester hat stets die Haltung des Heiligen Josef! Es geht nicht um Macht! Es geht darum, dass das unterschiedliche und ineinander verschlungene Charisma der Frauen bzw. Männer die leidenschaftliche Liebe Gottes zu uns ausdrückt.
        Für mich ist das der aufregendste Gedanke, den es zum Thema der Geschlechter überhaupt gibt!

      • >> Es ist der Hammer, dass der Mann in dieser Geschichte, St. Josef, sich vollkommen demütigt und sein Apostolat annimmt und dem der Maria dient…
        >> Ein echter Priester hat stets die Haltung des Heiligen Josef!
        >> Es geht darum, dass das unterschiedliche und ineinander verschlungene Charisma der Frauen bzw. Männer die leidenschaftliche Liebe Gottes zu uns ausdrückt.

        Herzlichen Dank für diese schönen Gedanken. Ich nehme sie mit in die Woche und werde darüber nachdenken. Sehr bemerkenswert!

      • @Vincentius:
        Es wundert mich schon, dass sie eine Lehrentscheidung des seligen Johannes-Paul II. als nicht eindeutig beurteilen und sich damit gegen eine ausdrückliche dogmatische Entscheidung des Papste stellen. Wollen sie auch nur das annehmen, was ihnen in den Kram passt?
        Sehr konfus ihre Ansichten. Entweder sie halten sich an die Lehramtlichen Entscheidungen der Päpste, wenn sie katholisch sein wollen. Außerdem scheinen sie das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes zu leugnen, wenn sie schreiben: „Nur auf die – kirchenrechtlich fragwürdige – Kompetenz des Petrusamtes, Dinge, die nicht in den eng umzäunten Bereich der Definitionsfähigkeit fallen, letztgültig zu entscheiden, zu pochen, reicht nicht.“ Ihr Kirchenverständnis scheint sehr liberal und einseitig zu sein.

      • „Wie kann Maria eigentlich Königin der Apostel und der Priester sein, wenn sie nicht selbst beides ist?“

        Woraus schließen Sie das? Muss eine Königin selbst allen Ständen ihrer Untertanen angehören, um Königin sein zu können? Das wäre mir neu.

  14. Zum Heulen, das …!
    Das sag ich aber nur, um nicht noch mehr noch deutlicher zu schreiben, echt …
    … oder: das, auch das, all das … wäre in der Tat schier zum Verzweifeln; das einzige, was einen davor wirklich bewahren kann, ist der Glaube allein, der jetzt so fest, so unbedingt, so unerschütterlich sein muß, und sich durch aber auch absolut gar nichts (k)irre machen lassen darf, eben der Glaube und die Hoffnung und die Liebe, wie sie nur Christus allein einem schenken kann …, weshalb man nicht müde werden darf, Ihn darum zu bitten … – und für die Kirche zu beten.

  15. Um vielleicht etwas Klarheit zu schaffen: Diakonissen sind keine Diakoninnen. Die Diakonissen, die es einmal in der Kirche gab, waren zu keiner Zeit ein Weihamt. Die Wortwahl verwirrt und scheint heute eher absichtlich deshalb gebraucht zu werden, weil manchen Laienkreise die Diakonissin als Weiheamt haben möchten. Das Nicht-Weiheamt der Diakonissin scheint als Spalt zu dienen, um eine Diakonin hineinzupressen und damit den Zugang zu höheren Leitungsämtern aufzustoßen, wie dies bei den Protestanten der Fall ist und bei den Anglikanern bereits weitgehend. Dabei wird aber der Charakter der Leitungsämter übersehen, die in der katholischen Kirche im Gegensatz zu den Kirchen der Reformation Weiheämter sind und daher Frauen verschlossen sind. In einer Zeit, in der die Geschlechter abgeschafft werden sollen, natürlich eine Provokation schlechthin, aber eben geoffenbarte kirchliche Lehre.
    Empfehlenswert der Aufsatz von Manfred Hauke: Diakonissen waren keine Diakoninnen, in: Theologisches 7-8/2012, S. 309ff

      • nie wird in der hl.kath.kirche.in der die kirche jesu christi subsistiert einer frau die hände zum sakramentalen priestertum die Hände aufgelegt-das wäre ungültig und unerlaubt.PJPII hat als supremus arbiter diese dinge endgüitig geklärt,dies bis zur Wiederkunft Christi auch seine Nachfolger werden sich daran zu halten haben,wie es in dem Dekret heisst.da können die feinde christi toben wie sie wollen.wo petrus,da ist Christus da ist die Kirche(ireneus ,martyr180).das herumdiskutieren hat schon so viele hervorragende Theologen um den glauben,in den hader und ins Unglück gebracht.folgen wir den hirten,nicht den Mietlingen:wer euch hört hört mich!ne convertimini ad fabulationes prurientes auribus!

      • … nur daß dies bei Frauen wirkungslos bliebe; die Handauflegung des einen Weihesakraments geschähe dann ‚invalide et illicite‘, s.a. den Beitrag von defendor, ‚versuchte[!] Ordination der Frau‘ …

      • [dies @ Vincentius; @ hedi züger: ja, wie Sie sagen, das war eine endgültige, definitive Entscheidung - bindend! JPII schrieb dies kraft seiner apostolischen Autorität, als Nachfolger des Apostels Petrus, hat er ausdrücklich[!] geschrieben! und es war wohl das einzige Mal in seinem Pontifikat, daß er diese Form wählte!]

      • Da fällt mir ein – es gibt eine ziemlich unverdächtige Kronzeugin in dieser Sache: Frau [Prof.] Dr. Uta Ranke-Heinemann! In einem Interview, wohl in den letzten Jahren des Pontifikats JPsII, gefragt, ob sie sich von einem neuen Papst irgendwelche Fortschritte in Sachen ‚Ordination der Frau‘ erwarte, meinte sie nur, entsetzt den Kopf schüttelnd, „das KANN er gar nicht … das kann er gar nicht, selbst wenn er wollte!“

  16. Warum tritt dieser Bischof mit dem gesamten ZdK nicht zur Evangelischen Kirche über. Die würden sich sicher freuen. Dort sind alle Reformen verwirklicht, die sie hier noch fordern. Es ist hier vieles sehr Gescheites geschrieben worden. Da kann und will ich auch nicht mithalten. Ich weiß nur und ich spüre intuitiv, dass die Kirche mit Herrn Zollitsch einen völligen Irrweg geht.
    Wer Jesus/Gott nur noch als Sozialromantiker, der alle liebt und alle in den Himmel aufnimmt, sieht, kann aus jeder Religion eine Religion machen, in der der Mensch im Mittelpunkt steht, nicht mehr Gott. Wer das NT nicht ernst nimmt und sich nicht nach den Taten Jesu in einer Weise ausrichtet, die auch zwischen den Zeilen lesen kann und als Maxime für den Glauben eben nicht die breite Straße, sondern die beschwerliche und enge Straße, die in den Himmel führt wählt, der hat schon verloren. „…Gehet ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der ins Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen.“ Wählt der Wohlfühlchrist, dem alles erlaubt ist, die enge Pforte, also den schmalen Weg? Nein, Dieser Christ sieht sich im Verhältnis zu Gott als im Mittelpunkt stehend, nicht Gott. Herr, Dein Wille geschehe, nicht mein Wille. All diese Reformen, mit denen uns diese Pseudokatholiken auf den Wecker gehen, glauben ja auch im Grunde wohl kaum an den historishen Jesus, sondern an den Bultmannschen verkündeten Jesus aus psychoanalytischer Sicht eines Herrn Drewermann. Das NT wird zerredet, uminterpretiert, Wunder und Auferstehung gibt es historisch nicht, die Hölle ohnehin nicht, so dass alle, egal wie sie sich benehmen den Himmel zu erwarten haben. Ein solcher katholischer Glaube ist nicht mehr katholisch. Er geht den für den Menschen zugeschnittenen einfachen Weg. Glaub jedoch muss grundiert sein, Glaube muss im Leben eine wichtige Rolle spielen, nicht nur eine Pfarrfestrolle. Die hl. Dreifaltigkeit muss wieder in den Mittellpunkt rücken. Diese Maßnahmen führen weg

    • Ja, absolut! Es paßt eben alles ins Bild – „Salami-Taktik“, „hier ein bißchen, da ein bißchen“, lauter „kleine Änderungen“, „andere (‚zeitgemäßere‘) Akzentsetzungen“, „die Botschaft Jesu [! – man redet betont von ‚Jesus‘, an sich ja nicht „schlimm“, wüßte man nicht genau, was da meistens „mitschwingt“ …] ins Heute tragen“, „Kirche neu denken“ [auch wieder typisch, 'Kirche', nicht 'DIE Kirche'!], kurzum: genau das ist das zutiefst Perfide daran, daß man über jeden einzelnen dieser vielen „Reform-Schritte“ (na ja, manche … ganz wenige^^) ja durchaus reden könnte – aber was „hinten“ dabei rauskommt, ist im Grunde … eine völlig neue Religion, jedenfalls dann, wenn man z.B. diesen Prozeß der „Entkopplung“ des ‚historischen Jesus von Nazareth‘ vom ‚(bloß) kerygmatischen Christus der frühen Gemeinde‘ [auch hier spricht man ungern von 'der Kirche', eines, wie wir ja jetzt "wissen", rein-konstantinischen Konstrukts "aus Gründen der Staatsraison"] nur konsequent zu Ende gedacht, besser: psychologisiert haben wird; diese „Neue Kirche“ wäre dann nicht einmal mehr protestantisch (im klassischen Sinne), sondern nicht einmal mehr christlich … oder nicht „christlicher“, als der etwa Islam, welcher immerhin noch an der Geburt Jesu aus der Jungfrau Maria festhält … – und das … fast schon Beängstigende ist, wie wenige scheint’s wirklich merken, was da tatsächlichgespielt wird (v.a. von Seiten der „Leer-, äh, Lehrstuhl-Theologie“!) & worauf das letztlich hinausläuft; es war wohl der selige JPII, der noch auf der römischen Bischofssynode 2oo3 alarmiert (oder resigniert?) feststellte, daß weite Teile Europas faktisch der Apostasie verfallen sind; und BXVI stellte später, ebenfalls auf einer Bischofssynode, genau das fest, was Sie sagen – daß bei der deutschen / mitteleuropäischen Universitätstheologie etwa die Auferstehung Christi praktisch nicht mehr geglaubt (und gelehrt) werde (sondern ganz in das ‚Kerygma [die Verkündigung] der jungen Gemeinde‘ hineinpsychologisiert) …

      • Ja, werter GW,
        nicht umsonst hat Benedikt XVI die drei Jesus-Bücher geschrieben, die wie ich annehme – ich werde sie aber nocht lesen, habe sie noch nicht gelesen – Jesus wieder in den historischen Kontext derGlaubensverkündigung integriert und einordnet.
        Wie geschrieben. Habe sie noch nicht gelesen, nehme ich nur an.

      • Habe den 1. Band gerade hier liegen^^ … und schon mal „angelesen“ – er kommt da tats. sehr schnell auf genau diesen Punkt zu sprechen! Denke auch, das ist, sozusagen, ein „Wink mit dem Zaunpfahl“, um zu zeigen, was *wirklich* tiefste Grundlage unseres Glaubens ist; ganz bestimmt kein „spezifisches Diakonenamt für die Frau“ und sowas …

  17. Was spricht denn konkret gegen die Frau als Priesterin (Diakonin ist wohl als Einstieg zum Priestertum)? Da mögen hochtheologische Gründe eine Rolle spielen, die hier schon angesprochen wurden. Ich möchte hier nur einige mit praktischen Auswirkungen und aus praktischer Sicht nennen. Mangelnde Intelligenz ist es mit Sicherheit nicht.

    1. Jesus hat keine Frauen zu seinen Aposteln gewählt, Auch hier ist Nachfolge Jesu angesagt. Er hätte damals die Freiheit gehabt, zu sagen, dass z. B. seine Mutter als Apostel wirken solle. Er ist Sohn Gottes.
    2. Priestertum ist Dienst. Wer von Euch der Größte sein will, sei der Diener aller. Frauen dienen bereits seit Jahrtausenden. Jesus verkündete für Frauen somit nicht Neues und für Frauen nichts Besonderes. Dieses Wort ist wohl auch in seiner Zeit an Männer gerichtet aus religiösen Gründen, damals eine Ungeheuerlichkeit für Männer.
    3. Jesus wollte die Frau schützen. In der Verfolgung, die er uns vorausgesagt hat und die ja auch heute weltweit im KOmmunismus und Sozialismus stattfindet, wäre die Frau als Priesterin die Erste, die dran glauben müsste (und ihre Kinder gleich mit). Das gleiche gilt für Kriegsverhältnisse, daum bin ich auch gegen Frauen als Soldaten
    4. Werden in der kath. Kirche Frauen als Priesterinnen zugelassen, würde mit einem Schlag die Ökumene zu der kath. Kirche erheblich näher stehenden Orthodoxie vernichtet.
    5. Sprechen die Erfahrungen der evangelischen Kirche, die hier sich hier ja in ähnlicher Situation befindet, wie die katholische, nicht eher gegen Frauen als Priesterinnen. Die evgl. Kirche hat ja noch größeren Mitgliederschwund als die kath.
    6. Priesterinnen würden von einem Islam, der ohnehin ein Frauenrechtsproblem hat, überhaupt nicht ernst genommen.

    Letztlich erkenne ich einen Bruch mit der jüdisch-katholischen Tradition, in der Frauen als Priester nie eine Rolle spielten, wohl aus guten Gründen nicht, die möglicherweise auch im praktischen Bereich lagen.

    • Zu Punkt 3 möchte ich noch den Islam als weiteren Vollstrecker der Verfolgungsprophezeiung Jesu erwähnen.

  18. Es wäre ein verhängnisvoller Irrtum, wenn Erzbischof Zollitsch von traditionsverbundenen Kreisen als ‚das Problem‘ angesehen würde. So wenig, wie das Fieber das Problem bei einer schweren Erkrankung ist oder gar das Fieberthermometer, das lediglich die hohe Temperatur anzeigt.
    Man tritt Erzbischof Zollitsch sicher nicht persönlich zu nahe, wenn man feststellt, dass er weder über herausragende intellektuelle Fähigkeiten verfügt, noch dass er durch eine besondere geistliche Kraft, die glaubensstärkend ist, aufgefallen wäre. Womit er der Mehrzahl der deutschen Bischöfe ähnlich ist.
    Solch ein Bischof wagt es, ungestört von einer höheren kirchlichen Autorität Vorschläge zu machen, die einen offenen Bruch mit der Tradition der Kirche bedeuten.
    Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Jean-Claude Périsset, schweigt.
    Obwohl jeder, jede weiß, dass das Frauendiakonat, in welcher Form es am Anfang auch gespendet wird, die Anfangsstufe ist zur Priesterweihe. Wir sollten besser sagen: zur protestantisierten Ordination. Denn das klassische röm.-katholische Priestertum wird es dann nicht mehr geben. Schon das vorchristliche, das jüdische und heidnische männliche Priestertum zeichnete sich dadurch aus, dass der Priester Gott oder den Gottheiten opferte, Gott das Opfer darbrachte. Während weibliche heidnische „Priesterinnen“ immer nur mit der „Mutter Erde“, mit Fruchtbarkeitskulten in Verbindung gebracht wurden, letztlich mit der ‚heiligen‘ Tempelprostitution. Streng hat sich das rein männliche jüdische Priestertum von diesen heidnischen Kulten abgesetzt.
    Nun wird niemand fürchten, wir fallen in die Tempelprostitution zurück. Nur der Opfercharakter, der in der Eucharistiefeier sowieso schon zugunsten des Gedächtnismahles zurückgedrängt ist, wird dann bedeutungslos. Die Konzilskirche nähert sich zumindest im deutschen Sprachraum mit immer größeren Schritten dem protestantischen Amtsverständnis. Man müsste blind sein, um nicht zu sehen, dass die Kirchenspaltung kommen wird.

    • Ja, ganz klar, genau das ist die Stoßrichtung, der Zweck hinter alledem – mit (erbarmungsloser) logischer Konsequenz: Aufgabe des Opfercharakters der Messe —> ein Weihepriestertum wird nicht mehr „benötigt“ —> das „Priestertum“ wird „von unten“ definiert, nicht mehr von Christus her; der „Priester“ bezieht seine „Legitimation“ nur noch als „demokratisch von der Gemeinde Beauftragter“; wenn man dennoch an einer „Weihe“ festhält, so hat diese allenfalls noch einen „symbolischen Segnungs- und Beauftragungscharakter“, aber keinen sakramentalen Charakter mehr —> wenn dieser „kath. Priester“ nur mehr sowas wie „Moderator, Koordinator und (sowieso nur noch manchmal!) bestallter Prediger“ ist, ist absolut nicht einzusehen, weshalb DEN Job dann nicht auch eine Frau ausüben kann …
      … fürchterlich!!! Das ist genau diese ganz klar GEWOLLTE Selbstauflösung der katholischen Kirche! – Und ich befürchte fast, daß dieses Schisma in Wirklichkeit schon längst da ist; „in den Köpfen“ allemal …

      • Was immer vergessen wird: Die Konstitution über die heilige Liturgie „Sacrosanctum Concilium“ wurde als einziges Schema von den Progressisten nicht verworfen. Nur mit leichten Änderungen wurde es von den Konzilsvätern angenommen.
        Leidenschaftlich hat Kardinal Ottaviani versucht, sich gegen diese Konstitution zu stemmen. Weil er seine Redezeit überschritt, ließ Kardinal Alfrink einfach die Mikrofone abstellen. Gedemütigt musste der fast blinde oberste Glaubenshüter unter dem spöttischen Gelächter von progressiven Konilsvätern tastend zu seinem Platz gehen.
        „Sacrosanctum Concilium“ wird von traditionsverbundenen Kreisen maßlos überschätzt, die nur das zweifelsohne Richtige loben, vor den Gefahren dieser Konstitution blind die Augen verschließen.
        Z.B: a) die Betonung des „Pascha-Mysteriums“, das den Opfercharakter nicht völlig verdrängt, aber in den Hintergrund drängt.
        b) Die Verlagerung der Vollmacht über die Liturgie vom Papst auf die Bischöfe, die immer wieder betont wird. Geradezu „konzilstypisch“ wird dem Papst dann immer wieder“das letzte Wort“ zugestanden, real bleibt er nur noch die letzte Kontrollinstanz. Nie wird das deutlich ausgesprochen, aber die Dezentralisierung vom Papst weg auf die Ortsbischöfe hin, durchzieht tendenziell das Dokument. c) Ebenso das „allgemeine Priestertum der Laien.“ Das „heilige Volk Gottes“ handelt, das bedeutet die „tätige Teilnahme“, der Priester steht diesem Volk vor.
        Es sind Tendenzen. Und ich bin sicher: Führende Progressisten planten das bereits damals.
        Wir müssen diese vergifteten Früchte ernten. Sie sind langsam gewachsen, bis zur schrecklichen Ernte dauert es nicht mehr 50 Jahre.
        Ich stimme @ GW zu: „DEN Job“ kann dann auch eine Frau ausüben, warum sollte sie nicht dem „heiligen Volk Gottes als handelndem Subjekt“ vorstehen, in dem Jesus Christus gegenwärtig ist, so wie er gegenwätig ist, wenn zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind.
        Es gibt dann kein katholisches Messopfer mehr…

      • Sehen Sie, und nun wissen Sie auch, warum Franziskuss sich am Abend des 13. März auf der Loggia des Petersdoms in verstörender Weise vor der Menge verbeugte und um dessen Gebet bat, damit er sie segnen könne. Jetzt wissen Sie auch, warum er, wenn er durch das Gottesvolk schreitet, die Daumen reckt und Kinder küsst, anstatt zu segnen: Alle geistliche Gewalt geht vom Volke aus und wurde von Gott direkt dem Volke übergeben, das sich seine Gemeindeleiter erwählt und ihnen das Mandat erteilt. Das ist protestantisches Amtsverständnis, das ist die Häresie des Febronius! Und diese wird nun rigide umgesetzt werden.

      • hicesthodie, genau das ist es. Die Häresie des Johann Nikolaus von Hontheim (1701 -1790) der sich Febronius nannte, hat leider wieder eine ziemliche Aktualität erhalten. Die katholische Kirche in Deutschland ist voll auf dieser Linie. Das infragestellen der päpstlichen Autorität, das Steben nach einer von Rom unabhängigen Nationalkirche, diese widerliche kritiklos anbiedernde Haltung gegenüber den Protestanten. Für alles steht Zollitsch mit den meisten deutschen Bischöfen, und genau in diese Richtung geht das Verhalten des Bischofs von Rom, der nicht Papst sein will, und doch seine Autorität mißbrauchen wird, um auf diesen Irrweg weiterhin zu gehen.

      • Oh, ist da vlt. ein … winzig kleines (aber nur ganz unbedeutend-versehentliches^^) Tippfehlerchen???…? [nee, so isses doch ... leider!] 😉 – Also, danke für den Hinweis auf diesen Febronius! Kannte den noch gar nicht, hab’s mir eben mal kurz durchgelesen (auf Wiki, na ja^^) – echt frappierend, ist ja (ziemlich) genau dasselbe „Strickmuster“! Und da dann der Hinweis auf diese ‚Gravamina nationis Germanicae‘, die will ich mir auch mal ansehen … – die werden auch in einem sehr guten Artikel in diesem ‚Vatican-Magazin‘ [nee, ist jetzt def. keine "Schleich-werbung", habe keinerlei Verbindungen zu denen - wie auch sonst zu nix] erwähnt, auf das ich neulich zufällig stieß (hab aber leider vergessen, in welchem Heft … ah, doch, in der Ausgabe zum letzten Papstbesuch [‚11!?] in Dtld., mit – auch historisch interessanten – Berichten über diese unsere „deutschen Befindlichkeiten“, ist alles ‚online‘ und frei, was ich bis jetzt so in dem ‚VM‘ gelesen hab, hat mir ganz gut gefallen! anders die Beiträge in einer gewissen Postille, deren Namen gleich dem lateinischen Wort ist [eine 3. Präs. Pass. Konj.], welches früher bei katholisch-theologischen Büchern „ganz vorne“ gedruckt war, mit Ortszeitangaben wie ‚Friburgiae/Br. 1952′ o.ä.; da findet man übrigens auch [in einem der neuesten "Hefte"] eine „tiefenpsychologische pseudo-Rationalisierung / Entmythologisierung“ der „Visionen des Auferstandenen“ [genitivus obj. natürlich^^] – warum haben die nur eine solche … regelrechte AVERSION gg. die Auferstehung???). – Und, ja, wie auch Marienzweig schön-sarkastisch schreibt, „deutsch-katholisch ist doch auch schön auf dem Taufschein“ … wir haben keinen keinen („richtig-eindeutigen“) Primas Germaniae mehr (b.a. den Erzbischof von Salzburg natürlich^^), dafür aber den Kardinal Schönborn/ Wien und den sicher-auch-ganz-bald-Kardinal Z/Fr. i. Br. … und Herrn Jaschke – is‘ doch was![?]-[grrrrr ...] PS: Ich vergaß Frau Käßmann!!! 😉

      • Die treffen sich dann – zusammen mit Präses Schneider, Rita Waschbüsch & dem ewigen Hans – alle 2 ¾ Jahre, abwechselnd in Konstanz und Wittenberg, zum ‚Autonom-Ökumenischen Konzil der autokephal-autokratischen DNG‘ ← ‚Deutschen National-KirchÄÄH -Gemeinde‘ … und mänädschen das dann schon … alles …^^

      • Tja, eine Freudsche Fehlleistung, möchte man meinen. 😉
        Febronius.. man sieht: nihil novi sub sole – alles alte Hüte, diese vermeintlichen, ach so zukunftsorientierten „Modernisierungen“.

  19. Was treibt Frauen an, so vehement das Frauenpriestertum für sich einzufordern?
    Priester sein ist doch -wie oben schon häufig erwähnt- D i e n s t .
    Geht es ihnen lediglich um den B e r u f „Priester“?
    Einen Beruf, den man ihnen also folglich nicht vorenthalten dürfe.
    Geht es ihnen um Karriere und Aufstiegschancen in der Kirche?
    Was wäre das für ein egoistisches, aber zur heutigen Zeit passendes Denken.

    Ich bin mit großer, innerer Freude und Hingabe Lektorin, singe im Kirchenchor
    und springe gelegentlich als Mesnerin ein.
    Das ist doch auch Dienst und nicht zweitklassiges Tun.
    Schon das mehrfach ausgesprochene Angebot, Kommunionhelferin zu werden, habe ich abgelehnt.
    Bei der Kommunion gehe ich zum Priester, also ist es doch nur konsequent, nicht als Kommunionhelferin zu fungieren.

    Schwirrt im Hinterkopf Erzbischof Zollitsch´s der Gedanke, über den Umweg von der Diakonin irgendwann zur Priesterin zu gelangen?
    Da er ja nicht mehr allzulange Vorsitzender der DBK sein wird, möchte er vielleicht noch möglichst viel seiner Vorstellungen in die Restzeit packen.

    Der Glaubensverlust ist immens und verstörend.
    Ihn aufzuhalten hängt nicht von der Installierung einer Diakonin-Stelle ab und auch nicht von einem erträumten weiblichen Priestertum.

    Ich bin tief davon überzeugt:
    Stünde eine Frau am Altar, würden zuerst einmal viele in die Kirche rennen.
    Aus Neugier! Menschen lieben nun einmal Sensationen!
    Sie kämen deshalb, um „die da vorne“ in Aktion zu sehen, also um das Neue, das Ungewohnte zu genießen – und nicht um Christus zu begegnen.
    Und nachher, wenn das Sensationelle nicht mehr sensationell wäre, sondern gewohnt, würden sie genauso wieder wegbleiben.

    Wenn ich in der Kirche bin, betend, singend und auch still, wenn ich die mehr oder weniger gute Predigt in mich aufnehme, wenn ich zur Kommunion gehen darf und die Hostie aus der Hand des Priesters empfange, die er zuvor im Auftrag Christi gewandelt hat – dann, ja dann brauche ich nichts mehr, um dankbar zu sein.
    Ich fühle mich nicht diskriminiert, nicht als Mensch 2. Klasse, weil ich „nur“ weiblich bin – ich bin einfach nur froh, katholisch zu sein.
    Auch das kann zu einer wirklichen Berufung werden.

    • @Marienzweig
      Es geht doch nicht darum, ob Sie oder ich oder die Mehrzahl aller katholischen Frauen sich NICHT zum Priestertum berufen fühlen.
      Es geht um die Zerstörung des klassischen römisch-katholischen Priestertums. Wenn das zerstört oder bis zur Unkenntlichkeit verzerrt ist, dann haben wir die neue, ökumene-fähige Kirche. Die „ökumene-fähige Messe“, die des Opfertodes Jesu nur noch gedenkt. Es gibt keinen Grund, Frauen dieses Leitungsamt zu verweigern. Ihre private Demut in allen Ehren, aber die können Sie anderen Frauen dann nicht aufdrängen.
      Um unsere Gefühle geht es nicht. Es geht um eine andere Kirche. Der Umbau ist seit über 40 Jahren im Gange. Das ist die wirkliche Gefahr…

      • Eine andere Kirche, eine nicht mehr wiederzuerkennende Kirche!
        Wer gibt den Theologen, den Bischöfen, die in Wirklichkeit zielstrebige Strategen sind, die die „Kirche der Zukunft“ planen, das Recht, uns heimatlos zu machen, uns das „katholische Land“ wegzunehmen?
        Was kann man tun, wie gegen diesen „Landraub“ vorgehen?

        Diese Frage mag sehr naiv klingen, dennoch ist sie berechtigt.
        Ich könnte mich natürlich der Pius-Bruderschaft zuwenden, aber auch dort gibt es Uneinigkeit.
        Wir müssten jedem einzelnen Bischof „auf den Zahn fühlen“, ihn mit unseren Fragen bombardieren, wir müssten Aufklärung über seine Absichten fordern.
        Er sollte uns darlegen, wie er zu handeln gedenkt.
        Er muss Farbe bekennen!
        Ich setze meine Hoffnung auf die jungen Priester!
        Was bleibt sonst!
        Ob sie sich dann allerdings gegen die gewollten oder vermuteten Entwicklungen stemmen könnten, ist eine andere Frage.

      • Bei der Piusbruderschaft können Sie aber den von Ihnen mit Freude ausgeübten Lektorendienst nicht mehr ausüben. Und ob die Mesnerinnen akzeptieren, ist auch fraglich.

        Ich bin übrigens auch Lektorin und das gerne.

        Vor zehn Jahren war ich mal in einer totalen Notsituation Krankenkommunionhelferin. Die Kranken und ihre Angehörigen wussten es sehr zu schätzen, sonst wäre nämlich niemand da gewesen, der Krankenkommunion gebracht hätte.

        Allerdings gab es Frauen und nur Frauen in der Gemeinde, die ablehnend reagiert haben, aber das war eine kleine Minderheit.

        Wenn ich lese, wie im Internet über kommunionhelferinnen gelästert wird, bin ich dankbar, „nur“ Lektorin zu sein.

      • Ich könnte, muss aber nicht zur Pius-Bruderschaft abwandern.
        Schließlich gibt es ja auch noch die Möglichkeit innerhalb der katholischen Kirche eine Heilige Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus mitzufeiern.
        So erfüllend für mich das Lektorenamt ist, ich kann auch darauf verzichten, ebenso auf das gelegentliche Aushelfen beim Mesnern.
        Das wäre für mich kein Problem.

        Ein Problem dagegen ist der Umbau, der überall stattfindet.
        In Familie, Gesellschaft und Politik sowieso.
        Die Themen, um die es geht, sind hinlänglich bekannt.
        Nun scheint auch ein Umbau der deutsch-katholischen Kirche vorgesehen, zumindest, wenn es auf unseren stets herzlich lächelnden Herrn Erzbischof Zollitsch ankommt.
        Eigentlich steht auf meinem Taufschein römisch-katholisch, aber deutsch-katholisch ist doch auch schön.
        Es klingt so heimatlich, besonders wo doch immer mehr globalisiert-favorisiert wird.

        Damit die Menschen aber bereit sind, diesen Umbau ihrer bisher gewohnten Welt kritiklos mitzutragen, muss man sie vorher umerziehen.
        Dies geschieht seit Jahrzehnten, ist mir aber -ich muss es gestehen- erst vor wenigen Jahren so richtig bewusst geworden.

      • Liebe Frau Marienzweig, ich glaube, Sie sehen viel zu schwarz.

        Vertrauen Sie doch einfach auf den HL. Geist und, da Sie wohl Marienverehrerinn sind, auf die Muttergottes.

        Ich schätze Ihre ausgewogenen Postings, die nicht von Hass sondern ehrlicher Besorgnis diktiert sind.

        Öffnen Sie Ihr Herz auch dem Ungewohnten, Neuem und vor allem Papst Franziskus.

        Haben Sie keine Angst.

      • Liebe Rapunzel!
        Sie vermuten richtig, ich sehe tatsächlich schwarz.
        Obwohl ich mich täglich immer neu und ehrlich Gott vollkommen überantworte und Marias Schutz erbitte, ändert das nichts an meiner kritischen Sicht der Dinge.
        Was meinen Glauben angeht, da bin ich vollkommen glücklich und eingebettet.
        Dennoch; ich beobachte die Welt, sehe die Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche und bin skeptisch.
        Meine Hoffnung setze ich auf die vielen jungen Gemeinschaften und auf die Jugend, jedenfalls auf den geringen Teil, der noch gläubig ist.
        Jesus braucht uns Menschen und auch ich möchte eine von diesen Menschen sein.
        Viel Gutes für Sie, Rapunzel und danke für Ihren Zuspruch!

      • Vielleicht ist es die Aufgabe von uns Frauen, über die Gräben in der Kirche brücken der Versöhnung zu schlagen, das Gemeinsame, Verbindende in den Blick zu nehmen und nicht das Trennende.

        Gesamtgesellschaftlich sehe ich auch schwarz, für die Kirche gibt mir Papst Franziskus Hoffnung.

  20. Hat einer der Mitkommentatoren einen Überblick, wie die Situation in den mit Rom unierten Kirchen ist? Geht es dort genauso dekadent zu, haben dort auch die Lehmänner und Zollitschs diese Macht wie in unseren Breiten? Wird dort ebenso eifrig an der Zerstörung des katholischen Glaubens gearbeitet?

      • Mit Einschränkungen. Im übrigen erlebte die katholische Kirche immer Zeiten des geistlichen Niedergangs, wenn die Ehelosigkeit der Priester nicht mehr begriffen wurde. Dass wir in diesen Zeiten leben, ist evident…

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