Papst Franziskus verwendet nach Scorzelli-Stab wieder Ferula von Pius IX.

Papst Franziskus traditionelle und moderne Ferula (Kreuzstab)(Vatikan) Papst Franziskus gebrauchte in den ersten Wochen seines Pontifikats die von Papst Benedikt XVI. vor einigen Jahren wieder eingeführte Ferula von Papst Pius IX.

Ab dem 7. April, dem Tag seiner Amtseinführung als Bischof von Rom und der Inbesitznahme der Lateranbasilika, verwendete er hingegen den 1965 von Papst Paul VI. beim Künstler Lello Scorzelli in Auftrag gegebenen modernen Hirtenstab. Der Scorzelli-Stab in Silber mit einem stark stilisierten Kreuz samt Korpus wurde von Johannes Paul II. während dessen ganzen Pontifikats wie ein bischöflicher Hirtenstab benützt.

Jeder Bischof und Abt trägt einen Krummstab, der seine Autorität und Verantwortung für die ihm anvertraute Herde zum Ausdruck bringt und unterstreicht, daß er dem Papst untersteht. Der Papst verwendet als einziger Bischof einen Kreuzstab, der seine höchste Autorität als Führer der Kirche Christi zum Ausdruck bringt und unterstreicht, daß der Papst niemandem untersteht.

Das Kreuz des Stabes ist auch Symbol für die Berufung zur Nachfolge Christi bis zur Selbstaufopferung. Bis 1965 oder besser gesagt bis zum Ende des Konzils trugen die Päpste die traditionelle goldene, korpuslose Ferula mit dem Lamm als Zeichen ihrer höchsten Leitungsgewalt und damit ihrer Herrschaft, die keinem weltlichen Herrscher unterworfen ist. Paul VI. führte zum Abschluß des Konzils einen modernen Kreuzstab ein, der sich an der Ferula ausrichtet, aber wegen der von Scorzelli gewählten künstlerischen Gestaltung dem Krummstab anderer Bischöfe annähert.

Indem der Papst am Dienstag wieder die Ferula des Papstes Pius IX. verwendete, bestätigte er – wie angekündigt – den traditionellen und den modernen Kreuzstab abwechselnd verwenden zu wollen.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Screenshot CTV/Messa in Latino

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60 Comments

  1. Bei welcher Gelegenheit verwendete er denn am Dienstag die ältere Ferula? Gebraucht der Papst bei seinen Hl. Messen im Gästehaus etwa auch die Ferula? Auf dem Videoausschnitt anlässlich der Messe am Tag des Geburtstages von Benedikt sah ich diese nicht.

    • Georgstag, der Papst hat seinen Namestag gemeinsam mit den anwesenden Kardinälen im apostolischen Palast gefeiert
      Bei der Morgenmesse verwendet er, verständlicherweise, keine Pontifikalien.

  2. Diese ekelhafte Scorzelli-Monstrosität, die Jesus mokiert und als einen herabhängenden Kadaver mit gespreizten Beinen darstellt, gehört eingeschmolzen. Freimaurerische Blasphemie, die sich geschickt als moderne Kunst getarnt hat.

    • Was glauben Sie denn, wenn Christus am Kreuz für uns gestorben ist? Glauben Sie etwa, dass er da Engelsgleich hing?
      Natürlich ist Kunst Geschmacksache, aber wir sollten hier doch bitte darauf achten, dass nicht überall immer sofort die Freimauerer oder der Antichrist vermutet werden.

    • Wenn ein chinesischer Christ einen figurell überbordenden Barockkelch einschmelzen lassen wollte, weil er ihn für eine Monstrosität hielte: wie wäre dann Ihre Reaktion?

      • Soso. Als dieses schaudererregende Leiden von Mel Gibson filmisch umgesetzt und im Streifen „Die Passion Christi“ auf die Leinwand gebracht wurde, da waren es ausgerechnet die sich gern modern gebärdenden Bischöfe, die die Gläubigen vor der angeblich zu grausamen Darstellung des Leidens und also vor einem Kinobesuch warnten. Aber in der religiösen Kunst darf es gern mal ein bisschen schauderhaft sein.

      • Ich weiß nicht, ob man diesen Film „Kunst“ nennen kann. Darüber müsste man diskutieren.

      • Ich finde nicht, dass es sich um ein Medusenhaupt handelt.
        Ernstzunehmende Cineasten gibt es allerdings, die den Film dieses Sedisvakantisten als Gewaltorgie ohne theologische Tiefe bezeichnen.

      • in Italien ist ein Priester bei einer Aufführung des filmes durch Herzschlag gestorben.herr gib auch mir-und uns allen- ein immer reuiges herz zur beständigen verbesserung des lebens,zeit und raum einer wahren und fruchtbringenden busse die endgnade,ein seliges ende ohne qual und schande,eine gute Verantwortung vor dem furchtgebietenden gericht gottes.

      • So seh ich das nicht.

        Es gibt negative Kunst, und das dort Jesus als Leichnam** ist nicht das Negative. Sondern dieses gepreizte Beine. Das ist komisch und verzerrt. Und genau das ist das Schlechte. Objektiv!

        (**komisch, daß von den Anhängern des Papstes niemand merkt oder es niemand stört, daß sich das andere Wort hier nicht „schickt“bzw. passt. So sagt man ja auch bei Mariens Empfängnis „in Ihrem Schoß empfangen“)

  3. An Vincentius:Jesus am Kreuz war nicht ,ein, Schauder -erregender Kadaver,es war,ein ,hingerichteter Mensch und ein,zum Vater heimgeganener,Sohn,Jesus Kristus.Das Schaudern,erwecken da,gerade,die Lebendigen,mit verzerrten Gesichtern,grabschenden Händen,die sich ihres Erfolges erfreuen und am Kreuz,,,nur“ein Kadaver,sehen.Auch ein Schaudern bei dem Zuschauer,kann manchmal,so Gott es will,ein Gefühl des Mitleides..eine Erkenntniss,erwecken….nicht nur Angst,…Adrenalin….Auch,ein toter Mensch,ist nicht schauderhaft….es ist,ein verstorbener Mensch,ein verstorbenes Geschöpf Gottes.

  4. Kleiner Hinweis:
    Wir hatten es in den letzten Jahren mit drei Ferulae zu tun: der – in der Tat nicht sehr schönen, für die Liturgie gänzlich ungeeigneten – Stab Pauls VI., die dann von Benedikt wiederentdeckte wunderschöne Ferula Pius IX. und dann die für Benedikt eigens angefertigte neue Feruale, die leichter ist als die Pius‘ IX. Franziskus hat die erste und die dritte verwendet, (leider) noch nicht die zweite.

    • Ich denke, sobald Guido Marini entsorgt ist, wird es ohnehin Schluss sein mit diesen Karnevaliaden. Dann bleibt es beim Paul-Stab, oder er benützt gleich gar keinen mehr, das Tragen von Pontifikalien ist in seinen Augen gewiss eh nur überholtes und gegen die Armen gerichtetes Herrschaftsgebaren.

      • Schön, daß Sie so genau wissen, was passieren wird! Bisher ist Mons. Marini nicht „entsorgt“ (was für eine menschenverachtende Wortwahl!), und das Wort von den „Karnevaliaden“ haben Papst Franziskus ein paar besserwisserische Journalisten in den Mund geschoben. Die scheinen Sie aber für glaubwürdig zu halten… naja.

      • Ich bin auch choquiert über die Wortwahl „entsorgt“. Das muss wirklich nicht sein. Und wenn der Papst sich letztlich für noch eine ander Ferula entscheidet, dann ist es seine Entscheidung. Pontifikalien braucht es nicht – aber ein hörendes Herz!

  5. Was lernen wir heut durch unsere lieben Tradis? Die grauenvolle Hnrichtungsmethode der Kreuzigung, der keinerlei künstlerische „Ästhetik“ innewohnt, muß von den Freimaurern erfunden worden sein. Ich wußte gar nicht daß es bei den alten Römern, die diese Hinrichtungsart praktizierten, schon Freimaurer gab!

    • Nun, wenn ich das Selbstverständnis der Freimaurer richtig verstehe, sehen Sie sich als Nachfolger und Bewahrer der ältesten Weisheitslehren der Menschheit. Ihre Ursprünge führen sie auf die Mysterienkulte der Antike zurück. In England nannte das Konstitutionenbuch von James Anderson die Maurerei „Jahrtausendbund“ und nannte gar Adam den Urvater des Maurertums, der wie sie nach göttlicher Erkenntnis strebte. Insofern gab es sicher unter den Römern und im Judentum genügend Bundesbrüder im Geiste.

      • Sie glauben den Unsinn, dass die Freimaurer sich auf tatsächliche „Vorfahren“ aus der Antike berufen, wirklich?

      • Das ist doch jetzt hier alles nicht wahr, oder?
        Hier glaubt doch nicht wirklich irgendjemand daran, dass die Freimauerer die Welt beherrschen und so, oder? 😮

      • Ich frage mich schon die ganze Zeit, was das Gerede von den Freimaurern soll. Die spielen doch schon längst keine Rolle mehr.

  6. Ja, diese Kreuzstäbe… da kann man geteilter Meinung sein, aber eine Wissenschaft würde ich nicht draus machen… Einerseits war das Sterben Jesu wirklich qualvoll… Es ist eine Frage der Auffassung, auf welche Weise Kunst Wahrheit ausdrücken kann und darf… Der Stab mit dem völlig zerschlagenen Jesus tut weh, trifft sicher die Situation und zeigt deutlich, in wessen Nachfolge der Papst am Ende stehen sollte – nicht in der der Armen oder derer an den Rändern (die haben wir, wie Jesus sagte, allezeit bei uns) – sondern in der Nachfolge des gequälten und gekreuzigten Christus. Ob F. sich nicht nur in demütigen Worten ergeht, sondern tatsächlich opfern würde – ja, das ist die Frage, die in mir angesichts des fragliches Kreuzstabes aufschießt… Angesichts dieser Darstellung des Gekreuzigten sollte ienem eigentlich das zu häufige Reden von „Demut“ und „Selbsterniedrgung“ nicht mehr so leicht über die Lippen kommen.
    Wer von uns allen weiß, ob er wirklich so opferbereit ist, wenn es drauf ankommt?

  7. Was mich viel mehr stört sind Fs Predigten. Sie sind gespickt mit weichen Begriffen (Demut, Amut, Zärtlichkeit etc.) und teilen ständig irgendwohin aus. Inzwischen würde ich fast sagen, dass jede Predigt ein Ressentiment transportiert. Keine dieser Predigten spricht in reiner Liebe.
    Heute zum Beispiel, nachzulesen auf http://www.kath.net/news/41083: „Wider die in sich verschlossene Religiosität“. Im entsprechenden Bibeltext geht es um die Eifersucht der Juden auf den „Erfolg“ der Christen. F. will nun in den Juden solche sehen, die wollen, dass alles bleibt, wie es ist und sich im Wahn, die Wahrheit zu besitzen, abschotten und den Heiligen Geist aussperren..
    Nun wüsste ich gerne, wem genau in der Kirche er damit die Leviten lesen will. Das soll bewusst offen bleiben, damit der so aufgehetzte Gläubige die Gemeinten in seiner Kirche zu Hause aufspürt. Weder ist der Heilige Geist immer dann garantiert, wenn man sich „öffnet“ und das Alte aufgibt, noch ist er ausgesperrt, wenn man festhält am Überlieferten. Es gibt sehr viele Bibelstellen, die direkt sagen, dass der selig ist, der am Überlieferten festhält…

    Aber davon abgesehen – warum sind die Predigten des F. so voller Ressentiments gegen sein selbstgebautes Feindbild von verleumderischen, am Alten festhaltenden, den Hl. Geist domestizierenden, sich in sich selbst abschließenden Christen, die nicht demütig sein wollen, sich nicht genug selbst erniedrigen und außerdem die Armen nicht lieb haben?

    Das berührt mich merkwürdig, dass angesichts solch ressentimentgeladener täglicher „Pille“, also derart krankmachender Doktrin (weil eben in der Vagheit aufhetzend gegen die unbekannten Gescholtenen, die man ja erst noch dingfest machen muss im eigenen Umfeld!!!) ein Bischof wie Robert Zollitsch sagt, jetzt sei es wieder interessant, katholisch zu sein. Aha, wieso „wieder“ – wann war es denn zuletzt interessant gewesen, wenn es jetzt immerhin „wieder“ interessant wird. Und die brüderliche Liebe beeindruckt auch sehr…sehr

    • Liebe „zeitschnur“, wieder eine brillante Analyse, der ich nur beipflichten kann. Vielleicht sollte man diese einmal Exzellenz Huonder und allen, die sich aufgrund ihres katholischen Sinns nolens volens unter der neuen Herrschaft einrichten zu müssen meinen, vorlegen.

    • Da bin ich ganz Ihrer Meinung …
      … – was sagt das alles denn aus, diese Worte, diese ‚Zeichen‘; was *will* das denn insbesondere auch gegen BXVI aussagen (so seh ich das in der Tat!)??? Weiß schon – er bedient auf subtile Weise nur die ‚üblichen Klischees‘: ein – so denken doch allzu viele tatsächlich, leider! – ein „verknöcherter, sturer, herrschsüchtiger, unbelehrbarer, unsensibler, unsozialer, prunk- und protzsüchtiger, menschenscheuer alter Panzerkardinal, der’s – Gott sei’s geklagt! – dann doch noch auf den Stuhl Petri geschafft hat, so gerade noch, an Bergoglio vorbei – der jetzt ENDLICH zu seinem Recht gekommen ist“ (merci auch @ Kardinal Kasper – dessen neues Buch auch gleich beim 1. Angelus [„nein, ich mache hier ja nicht Schleichwerbung für meine Kardinäle GRINS … aber es hat mir gut getan, es hat mir sooo gut getan“ – hat er gesagt, kann man nachlesen!] brühwarm aus dem Konklave heraus wärmstens empfohlen wurde; wie ich gelesen hab, hat’s sich gelohnt für Kasper – verkauft sich jetzt wie warme Semmeln …]); bin empört, je länger ich drüber nachdenke …

      … wie läßt er allein BXVI dastehen??? Das ist nicht nur taktlos, das sind von Anfang an auch ganz bewußt gesetzte Spitzen – letztlich ja auch gegen seine anderen Vorgänger im Amt; das ist keineswegs „demütig“, das ist demütigend; das kann man durchaus auch als Hochmut begreifen, nach dem Motto, „JETZT machen wir’s ENDLICH *richtig*, JETZT [oder: mit MIR - Zollitsch interpretiert das schon ganz richtig] fängt die Kirche erst *so richtig* AN, und was vorher war, war ALLES Mist“, ja is doch so – so sieht es aus, so *soll* es auch aussehen … und den Leuten gefällt’s …..

      • Ach ja, in der Aufzählung fehlt natürlich noch „…, völlig unverständlicher, überkandidelt-hyperintellektueller – wenn nicht gar elitär-arroganter –, …“ …

      • Wer glaubt, sich an meiner – zugegeben ‚etwas sehr pointierten‘ Diktion – stoßen zu sollen, dem sag ich: es ist doch der Papst selbst, der alles daran zu setzen scheint, dieses Amt, welches er bekleidet[!], seiner Würde, seiner historisch gewachsenen Symbolik – und folglich auch jeglicher Hoheit – zu entkleiden … – ein tiefer Respekt, gar ‚Ehrfurcht‘, scheint ja gar nicht mehr gewünscht; und, da rede ich doch eigentlich ganz im deutero-, äh, zwot-vatikanischen Sinne: als ‚mündiges, selbstbewußtes, mitreden wollendes Glied des mündigen, selbstbewußten, überall mitentscheiden wollenden und sollenden, aufgeklärten, ja hoch-informierten, jeden und alles (nur nicht sich selbst!) kritisch-hinterfragen müssenden, selbstbestimmten pilgernden Volk-Gottes[sic!]‚ – wider jedes ‚unkritisch-kriecherische, obskurantistische, unterthänige Duckmäusertum früherer Zeiten‘, grmpf …

      • Danke, mir fehlen eigene Worte, versuche nur jetzt,zu meinem grrrr, zu stehen und wieder etwas Frieden zu finden. Und, ein Abstand von Tagesperlen,… jetzt bleibt nur das Beten. Nicht vorwärts, vorwärts in die Süsse… Es Ist Zeit anzuhalten,… Ach, Papa Benedikt…

      • 😀 Ja, Sie bringen die Kuriosität auf den Punkt: Die unter den Vorgängerpäpsten noch den „mündigen Christen“ postulierten, zu dessen unabdingbaren Markenzeichen der antirömische Affekt gehörte, fordern seit dem 13. März urplötzlich bedingungslosen und blinden Papstgehorsam. Was für eine Posse!

      • Ach ja, zur Feria V in Coena Domini, jetzt mal ganz unabhängig von der … ‚konkreten Realisierung‘ des Mandatum Christi:
        Der Papst ist, wie er stets betont, der Bischof von [GANZ!] Rom, und gerade am Gründonnerstag sollte er der Bischof ALLER sein; ich finde es gut, wenn ein Papst auch zu den Strafgefangenen geht, das tat bekanntlich schon JXXIII; aber ich finde es ganz und gar nicht gut, wenn er an diesem Tage NICHT – wie jeder andere Ordinarius auch – in seiner Kathedrale zelebriert. Statio an diesem Tage ist – nicht ohne Grund und seit mehr als 16oo Jahren! – nun einmal die Erlöserbasilika St. Johannes im Lateran!

  8. Ob Krummstab oder Feruale. Der Mann hier,der „Papst“ sein will ist nicht so friedlich wie er immer so tut…..Der Karneval ist vorbei-Halsstarrige,die hinter das Konzil zurückwollen,er schimpft und plustert gegen die Traditionalisten und alle,dienicht in sein borniertes Jesuiten-System passen:? Sehen Sie mal Seineen Blick genauer an,nicht dieses verstellte Lächeln-sondern wenn er gerade sitzt.Ein wahrer Wolf im Schafspeltz.Dabei soll er erst mal sehen,wie er sein Garderobe aussstattet,ist ja grässlich.

    • Ja, völlig richtig. Denn Kleider machen Leute und Kern und Stern des Katholischen war, ist und wird immer bleiben die Garderobe und die Ästhetik!

      • In der Tat, werter Spötter, denn die Ästhetik war – und sollte allezeit sein – der natürliche Ausfluss des Katholischen. Ist doch alles Wahre in sich zugleich auch immer Gut und eben Schön! Und da der katholische Glaube der einzig wahre ist, bringt er auch immer Gutheit und Schönheit hervor, zumindest da, wo er authentisch gelebt wird. Vor allem im liturgischen Bereich sind Kleiderfragen deshalb durchaus keine zu vernachlässigende Größe. Sie sind wie Seismogramme. An mangelnder Schönheit kann man folglich den Grad des drohenden oder bereits vollzogenen Abfalls von der gesunden Lehre ablesen.

  9. Auch in Seinem hochheiligen Leiden und Sterben verlor unser Herr und Gott Jesus Christus niemals Seine Göttliche Majestät, Kraft und Ewigkeit.
    Der heilige Papst Leo der Grosse
    hat es in folgende Worte gefasst:

    „Unter Wahrung der Eigentümlichkeit einer jeden der beiden Naturen und Wesenheiten und unter Vereingigung beider zu einer Person hat
    die MAJESTÄT die Niedrigkeit angenommen….
    die KRAFT die Schwäche….
    die EWIGKEIT die Sterblichkeit….
    und die unverletzte Natur (GOTTES) hat
    zur Lösung der Schuld
    sich vereint mit
    der leidensfähigen (menschlichen) Natur.“

    • danke Defensor für dieses herrliche wort des papstes Leo,dem wir in der hl.liturgie meines wissens das agnus dei verdanken,
      es erhebt mich jedesmal bei der mit feier der hl.messe.
      schön,dass sich der hl. vater auf den kreuzstab-so oder so-stützt,dem lamm folgen will,wohin immer es geht.
      dass das sichtbar im Symbol geschieht ist für mich sehr,sehr wichtig,wie auch die pontifikalien per se pro actu conveniente.ich bin halt als einfacher mensch leider noch nicht so abgeklärt und vergeistigt,dass ich diese vom heiligen geiste ersonnenen zeichen für mich nicht bräuchte.

      • Nicht alle passenden und schönen Zeichen müssen gleich auch vom Heiligen Geist ersonnen sein!

      • Das müssen Sie aber bitte begründen. Bloßes Schön-empfinden reicht da nicht. Das ist nämlich bei unterschiedlichen Menschen zurecht unterschiedlich.

      • auf dem weg des glaubens-wobei der kult der absolute Höhepunkt für mich darstellt-gibt es nichts was ersonnen oder überkommen und dem gläubigen und liebenden christen angenehm,lieb und schön ist-was dem wirken des allheiligen geistes entzogen ist.daher ist für mich die ferula etc. wichtig.der getaufte hat durch die virtus purgativa fidei ein regulativ zu erkennen,was passend zum glauben und was nicht.die discretio spirituum bewahrt vor Irrtum. ihnen vincentius lasse ich ihre position.
        sind sie doch ein sehr gelehrter und weiser mensch.
        ob das aber näher zu Christus führt,weiss ich als einfache seele leider nicht.

  10. Grauseligen, unkatholische Papstherabsetzereien. Die Freimaurer freuen sich. Die Katholiken zerfressen sich gegenseitig. Ein Chesterton würde sich angewidert von diesem Geschreibsel hier abwenden.

    • Wie recht Sie haben… Die Fülle der katholischen Wahrheit wird leider herabgezogen zu ästhetisch-barocker Beliebigkeit…

    • Es ist doch der gegenwärtige Amtsinhaber selbst, der sich und sein Amt herabsetzt und erniedrigt, indem er sich zu den Gläubigen verneigend sagte: „Bevor ich euch segne, bitte ich euch, dass ihr den Herrn bittet, mich zu segnen“, indem er vor rechtsstaatlich verurteilten Jugendlichen – noch dazu ohne jeden liturgischen Bezug zum Gründonnerstagsgeschehen – herumkriecht und die Füsse küsst, indem er inflationär vage „Ressentiments“ (zeitschnur) versprüht, anstatt sich als Brückenbauer zu betätigen, indem er von sich selbst nicht als Papst spricht, indem er zusätzliche „Berater“ installiert, indem er nicht singt, küsst und Daumen reckt, anstatt zu segnen, nicht in fremden Sprachen spricht, Pontifikalien ablehnt, nicht in den Apostolischen Palast einzieht, kurz: indem er experimentiert, statt wie ein Papst zu agieren.

      • Gegen eine demütige Amtsführung ist gar nichts einzuwenden. Jesus hatte auch keine Tiara auf dem Kopf, um die Welt zu beherrschen. Im Messbuch ist eine Fußwaschung vorgesehen. Dass der Papst dazu in eine Jungendstrafanstalt geht und den jungen Menschen etwas von ihrer Würde wiederzugeben versucht, hat durchaus mit dem Evangelium Joh 13 zu tun. Er baut damit wahrhaft Brücken zwischen Menschen. Der hl. Benedikt sagt, dass nur der, der singen kann, auch singen soll. Von einem krächzenden Papst hätten wir alle wenig. Petrus und seine Nachfolger haben auch nicht in einem Palast gewohnt.
        In Summa: Warum solche Polemik?

      • Entschuldigung!? Ich kann keine Demut in seiner Amtführung erkennen, sondern in seiner oft beklagten Exaltiertheit eher das Gegenteil. So muss man sich beispielsweise fragen, ob die innerhalb der Gründonnerstagsliturgie ohnehin (Jesus wusch seinen JÜNGERN die Füsse! – hic est hodie!) unangemessene Fusswaschung von jugendlichen Strafgefangenen nicht ein Affront gegen den italienischen Rechtsstaat darstellt. Immerhin wurden diese Jugendlichen nicht ohne Grund und nach rechtsstaatlichen Vorgaben hinter Gitter gebracht hat. Was soll also das Zeichen des Füsseküssens bei diesen Gefangenen bedeuten? Eine Kritik an der demokratischen Rechtssprechung in Europa, eine Kritik am italienischen Staat? In Italien herrscht keine Militärjunta, die Menschen aus reiner Willkür einfach mal so wegsperrt. Gefangene besuchen, trösten, dieses Werk der Barmherzigkeit ist vollkommen anderer Natur, als sich vor Strafgefangenen niederzuknieen, deren Füsse wie die eines Erlösers zu küssen, sich vor ihnen zu erniedrigen und so zu tun, als sei diesen Menschen mit ihrer Gefangenschaft irgendeine Ungerechtigkeit widerfahren. Sie werden durch die Verbüßung ihrer Strafe vom Staat auch keinesfalls entwürdigt, wie Sie behaupten, sondern erhalten vielmehr gerade dadurch ihre durch die Tat selbst geraubte Würde zurück. Und, falls es Ihnen entgangen sein sollte, seit Petrus hat die Kirche eine gewaltige Entwicklung durchgemacht, Ihre Vergleiche mit dem historischen Jesus oder Petrus sind also vollkommen gegenstandslos, einfach nur hanebüchener Quatsch, der die Grillen des Papstes rechtfertigen soll.

      • Jesus hat die Füße des Petrus gewaschen, der ihn verleugnete, und die des Judas, der ihn verriet. Gibt es Schlimmeres als diesen Verrat? Nein – als kann die Fußwaschung – ein Sakramental übrigens – kein Attentat auf den Rechtstaat sein. Denn sonst wäre das auch das Bußsakrament, und das muss bei Reue einem Pönitenten von jedem Priester gespendet werden. Darauf hat er bei Reue sogar ein Recht. Oder wollen Sie das leugnen. Ich habe übrigens nicht davon gesprochen, dass der Staat den Jugendlichen die Würde raubt. Im Übrigen sind die Verbrechen der Jugendlichen durch die Haft schon gesühnt.
        Ob die Entwicklung seit Petrus immer gut war, steht auf einem anderen Blatt. Eine Kirche, die sich am armen Jesus orientiert ist Jesus sicher näher als eine Kirche, die sich an einem Julius II. orientier.

  11. Alle Bischöfe benutzen den Krummstab als Zeichen der eingeschränkten apostolischen Vollmacht, wohin´gegen die Patriarchen einen oben glatt auslaufenden Stab benutzen als Zeichen der uneingschränkten apostolischen Vollmacht, so daher auch der Papst.

    Ursprünglich – wie auf Abbildungen ersíchtlich – haben die Päpste einen Stab mit drei Querbalken benutzt als Zeichen der bischöflichen, metropolitanen und partiarchalischen Gewalt, in diesem Sinne ist auch die dreifache Krone – Tiara – zu verstehen, der man, um sie abzuschaffen, fälschlicherweise weltliche Juristdiuktion unterstellt hat. Denn der Papst von Alexandrien trägt ebenfalls eine Krone, obwohl er nie weltliche Juristdiktion hatte.

    Die Ablegung der Tiara ist daher ahistorisch, weil beide Pälste, der von Rom und der von Alexandrien, eine Krone tragen bzw. getragen haben.

    • War die Einführung der Tiara eigentlich auch ahistorisch? Petrus hat sicher keine Tiara getragen.

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