Msgr. Guido Marini vor der Entlassung? – Beginnt Kurienreform mit verkehrtem Schritt?

Guido Marini, der getreue Zeremonienmeister von Papst Benedikt XVI. vor der Entlassung durch den neuen Papst Franziskus?(Rom) Msgr. Guido Marini, der Zeremonienmeister Papst Benedikts XVI,. und alle bisherigen Zeremoniäre sollen vor der Entlassung stehen. Dies berichtet die traditionsverbundene Seite Messa in Latino. Papst Franz I. läßt für seine Inaugurationszeremonie und das damit verbundene Pontifikalamt die Franziskaner von La Verna kommen. „Ein weiteres Signal des Jesuiten Bergoglio sich franziskanisch zu geben, worauf die Medien besonderen Wert legen und er deshalb auch“, kommentiert Messa in Latino.

Nur Panikmache, da der Natur der Aussage nach, keine genaue Quelle angegeben werden kann? Nur eine traditionsverbundene Form der Hetze gegen den neuen Papst, die Vatikansprecher Pater Federico Lombardi jüngst beklagte? Traditionsverbundene Katholiken werden durch einige Gesten des Papstes verunsichert. Die Rückkehr des „Sperrholz-Altars“ (Paul Badde) als Volksaltar in die Sixtinische Kapelle wurde zum Teil mit Entsetzen wahrgenommen. Ebenso erstaunt, daß der Papst nach der Elevation keine Kniebeuge macht.

Der Zeremonienmeister des Papstes hat mit der Römischen Kurie und der Leitung der Kirche soviel zu tun, wie ein Eremit auf einem hohen Berg. Er ist aber für den zentralen Bereich der Liturgie zuständig, über den allein die Erneuerung der Kirche geschehen kann. Sollte Msgr. Marini tatsächlich entlassen werden und wie es scheint sogar als erster, dann würde der zuletzt so vehement geforderte Umbau der Römischen Kurie mit einem völlig verkehrten Schritt beginnen.

Gesten des neuen Papstes Demut oder Pauperismus?

Zu dem, was bis vor kurzem als Thronbesteigung und Krönungsfeier bezeichnet wurde, wird der neue Papst im Namen seines demonstrativ hervorgekehrten Pauperismus nicht das goldenen Brustkreuz des Papstes tragen. „Ein Kreuz das es bereits gibt und das schon bezahlt ist“, so Messa in Latino. „Obwohl die Sakristeien des Petersdoms voll mit würdigen und geeigneten Meßgewändern ist, wurden vom neuen Papst um teures Geld im Namen der Einfachheit neue angeschafft. Was das den Armen helfen soll? Doch erinnern wir uns: Das Verhältnis des Pauperismus zur Armut, ist das des Snobismus zum Adel.“ Die Kritik an einer „reichen“ Kirche, wenn es um die Ausstattung der Gotteshäuser und die liturgischen Geräte geht, ist heuchlerisch und war schon immer heuchlerisch. Es ist die billige Ausrede jener, die in Wirklichkeit nicht hören wollen, was Christus ihnen durch die Kirche zu verkünden hat.

„Zeit der Karnevaliaden ist vorbei“ – Eine authentische Aussage von Papst Franz I.?

Wie Messa in Latino berichtet, hatte Msgr. Marini mit den Zeremoniären am Donnerstag für die Heilige Messe zum Abschluß des Konklaves in der Sakristei der Sixtinischen Kapelle die Meßgewänder vorbereitet, die zu diesem bestimmten Anlaß traditionell getragen werden. Papst Franz I. habe abschätzig geantwortet: „Diese Sachen können Sie sich anziehen, Monsignore. Die Zeit der Karnevaliaden ist vorbei.“

Das Wort scheint authentisch, da es von mehreren Quellen erwähnt wird, auch die Sakristei der Sixtinischen Kapelle als Ort des Geschehens. Einige Quellen nennen als Zeitpunkt allerdings den Mittwoch abend unmittelbar nach der Wahl. Sollte die Aussage tatsächlich so gefallen sein, wäre es in der Tat äußerst schwerwiegend. Messa in Latino hat die Authentizität der Aussage nach zahlreichen Nachfragen auf der Facebook-Seite ausdrücklich bekräftigt.

Die Reaktion des Papstes, sollte sie so erst am Donnerstag geschehen sein, wäre damit die Fortsetzung dessen, was auf alle Fälle auf der Loggia des Petersdoms am Mittwoch abend nach dem Habemus Papam für alle sichtbar wurde. Bevor der neue Papst auf die Loggia trat, gab es einen harten Wortwechsel mit dem päpstlichen Zeremonienmeister, als dieser ihm die Mozzetta umlegen wollte, wie es bei allen Vorgängern war. Franz I. lehnte diese ebenso kategorisch ab, wie schon zu diesem Zeitpunkt das päpstliche Brustkreuz. Er behielt sein Bischofskreuz an. Die Stola zog er nur für den Segen an.

Beleidigte Franz I. Papst Benedikt XVI. und seine Vorgänger im Petrusamt?

„Ein Vorgesetzter, der mit einem Untergebenen, der nur seine Pflicht erfüllt, so abschätzig und beleidigend spricht, und damit letztlich auch Benedikt XVI. und die Päpste vieler Jahrhunderte meint, die diese ‚Karnevaliade‘ immer trugen, und sich dabei ihres Amtes offensichtlich weit mehr bewußt waren, als ihr derzeitiger Nachfolger, kommentiert sich von selbst“, so Messa in Latino.

Wenn man in den Medien über die demütigen Manieren des neuen Papstes lese, der „Guten Abend“ sage und um Erlaubnis bitte, „dann weiß man nun, daß das nur eine Seite, seine den Medien zugewandte Seite ist“, so Messa in Latino.

„Papst Franz I. hat wenig von der würdevollen Gestalt Benedikts XVI., die in besonderer Weise dem sakralen Charakter des Petrusamtes entsprach. Jeder, der in dessen Nähe kam, konnte sich eines Eindrucks nicht entziehen, einen wahrhaft demütigen Menschen vor sich zu haben. Die Demut, die sich nicht durch besondere Gesten zeigen mußte, sondern durch das ganze Wesen zum Ausdruck kam. Benedikt XVI. trat vollkommen hinter das Amt zurück, versuchte jeden Applaus und Zuspruch, der seiner Person gelten konnte, zu unterbinden. Er wollte nicht bejubelt werden, er wollte gehört werden.

Papst Benedikt XVI. übernahm 2005 einen Zeremonienmeister (Piero Marini), mit einer geradezu entgegengesetzten liturgischen Sensibilität. Dennoch wartete er bis zum regulären Ende von dessen Amtszeit, um ihn dann nicht mehr zu bestätigen und zu ersetzen. Er wartete zwei Jahre, nicht bloß zwei Tage und weigerte sich bis dahin nicht, die in Piero Marinis verquerer chromatischer Fantasie ausgedachten Meßgewänder in kanariengelb, erbsengrün oder leuchtstiftblau anzuziehen, obwohl diese in offensichtlichem Gegensatz zu allen seinen eigenen liturgischen Vorstellungen standen. Er wartete sogar solange, bis für Piero Marini eine neue Position gefunden wurde, die diesem auch genehm war. Die Ernennung zum Diözesanbischof lehnte dieser ab. Nur die Ernennung zum Präsidenten der Kommission für die Internationalen Eucharistischen Kongresse akzeptierte er. Auf Msgr. Guido Marini wird sein neuer Vorgesetzter wohl nicht solche Rücksicht nehmen. Nun haben sich die Zeiten geändert …“ so Messa in Latino.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Una Fides

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51 Kommentare

  1. Das ist ein heftiger Text, der die liturgischen Vorstellungen des neuen Papstes ganz ungeschminkt beim Namen nennt. Dieser Papst ist ein indirektes Ergebnis des Wirkens von Johannes Paul II, der die meisten Kardinäle dieses Konklaves noch ernannt hatte. JPII war in seiner Jugend Theaterschauspieler und war nie in einem Priesterseminar. Vielleicht auch deshalb bei ihm das Fehlen von Würde und echter Katholizität bei den Hl. Messen. Er ist bei Massenmessen u.a. mit Rockmusik eingezogen. Ist das ein wahrer Seliger der heiligen römisch katholischen Kirche?

    Ich hoffe, dass Papst Franziskus offen zeigt wie er denkt und ob für ihn eine würdige Gottesverehrung wichtig ist. Sollte für ihn nur das Diesseitige auf der Agenda stehen, dann soll er das lieber den Politikern überlassen. Die erste Aufgabe der Kirche ist die Mission, parallel dazu kommen natürlich auch die materiellen Dinge. Da das „lex credendi, lex orandi“ immer noch gilt, wird sich aus seiner Art der Gottesverehrung seine Haltung in Glaubensfragen zeigen.

    Vielleicht hat dieses Pontifikat Auswirkungen auf die Einheit und Geschlossenheit der Traditionalisten. Das wäre ein positiver Aspekt und würde der Kirche auf lange Sicht den Durchbruch zu einer wahren Erneuerung bringen.

  2. „Vielleicht hat dieses Pontifikat Auswirkungen auf die Einheit und Geschlossenheit der Traditionalisten. Das wäre ein positiver Aspekt und würde der Kirche auf lange Sicht den Durchbruch zu einer wahren Erneuerung bringen.“

    Uneingeschränkte Zustimmung!!!

    Es wäre ein mühsamer und telweise schmerzhafter Weg, aber wahrscheinlich ist es anders nicht möglich, dass sich die Kirche von Grund auf erneuert.

  3. Es gibt eine Form ostentativer Demut, die der eigentlichen Demut diametral entgegensteht.

    Der Tiefpunkt ist längst noch nicht erreicht; wir Katholiken haben den Papst, den wir verdient haben.

  4. Dass Papst Franziskus, und so möchte er heißen was ich weiß und nicht Franz, in manchen Dingen zur Moderne neigt, das ist klar und verfolge auch ich mit Sorge. Es gibt aber auch viele Gebräuche in der Kirche die im zweiten nachchristlichen Jahrtausend entstanden sind und die auch etwa vom heiligen Franziskus kritisiert worden sind, etwa die Königskrone der Tirara. Wenn ein neuer Papst sich neue Mitarbeiter kommen lässt, dann steht ihm das zu, besonders wenn er von Vertrauensleuten seines lebenden Vorgängers geradezu eingekesselt ist. Und außer Schalmeientönen war von Papst Benedikt auch nichts zu haben. Letztlich hat er sich immer gewunden wie ein Aal.
    Ich meine , warten wir es ab, wer einen Marini entlässt, traut es sich womöglich auch sich von einem Müller zu trennen.

    • Jawohl, und der traut es sich womöglich auch, sich von einem Burke, Cañizares, der Ecclesia Dei und sonstigen „Karnevalisten“, ach was, von jeglicher Tradition überhaupt zu trennen. Mit diesem argentinischen Kamphaus an der Spitze könnte die Kirche schon bald auf Limburger oder Linzer Verhältnisse zusteuern.

  5. @wickerl

    Kardinal Bertone und Erzbischof Müller wurden bereits „provisorisch“ und „bis auf Weiteres“ im Amt bestätigt.
    Der Papst brauche Zeit für Gebet und Nachdenken
    für endgültige Personalentscheide.

    Hoffen wir, dass dies auch für Msgr. Marini gilt, den ( und somit in der Tat auch den erem. Papst Benedikt ) Papst Franziskus in doch sehr derber Art brüskiert hat.

    Der Distriktobere der Piusbruderschaft in Südamerika
    - Hw Bouchacourt - 
    sieht in der Pflege der „militanten Demut“ von Papst Franziskus gar die mögliche Gefahr der Demütigung der Kirche! 

  6. Dass S. Exc. Erzbischof und Zeremoniar Marini nicht lange mehr Dienst tun würde, dass war mir klar, aber dass es so schnell gehen würde dachte ich nicht. Aber mir kam ein Disput beim Einzug in die Sixtinische Kapelle zw. S. Exc. Marini und Sr. Heiligkeit Francesco schon etwas komisch vor. So etwas war früher nie zu sehen. Aber S. Exc. Marini durfte seiner Heiligkeit dann wenigstens die Brille aufheben, welche ihm bei der „Verehrung“ des Allerheiligsten nach der Hl. Wandlung zu Boden gefallen war. Ich dachte allerdings da sei eine Kniebeuge vorgeschrieben.
    Ich wünsche S. Exc. Erzbischof Marini wenigsten eine gute neue Stelle in der er seine schöne und würdige Liturgie weiter feiern kann. Für uns Normalsterbliche wird wirklich wieder eine liturgische Eiszeit anbrechen. …

  7. Franziskus ( Bitte nicht Franziskus I sagen!!!) ist zu kurz im Amt, um voreilige Schlüsse zu ziehen.
    Aber seine Strahlkraft hat z.b in unserer Gemeinde (Bistum Mainz), bei der Vorabendmesse immerhin den Pfarrer genötigt, für den hl. Vater zu beten, das er mit den „Machenschaften im Vatikan“ aufräumt !
    Selbige Ungeheuerlichkeit wurde dann nach der Wandlung wiederholt, als für Papst, Bischöfe und alle in der Kirche wirkenden Menschen gebetet wurde.
    Die Gefahr ist groß, das Franziskus, ohne es zu wollen, von den antirömischen Kräften für eine ganz Neue Anti-Rom Hetze instrumentalisiert wird.
    Dabei sind solche o.g. Vorgänge, so sie denn wahr sind, nicht wirklich hilfreich.
    Mit tut sich der Eindruck auf, seine Worte werden hierzulande begierig gehört ,um für die eigene böse Sache „umgebogen“ zu werden, genau in dem Maße, wie man Benedikt völlig ignoriert hat, bzw. mit den „Vatikanischen Machenschaften“ in Verbindung gebracht hat.
    Franziskus muß sehen, das die deutschsprachigen Kirche,sich nur noch im Sozialvereinswesen definiert.
    Wenn er das marginalisiert, verdunstet auch der letzte Rest der Treuen hin zu Petrus- Pius- und anderen Bruderschaften, oder ist ganz weg.
    Aber vielleicht ist das auch gar nicht schlimm so, sondern in Gottes großem Plan.
    Wir hatten unsere Chance, jetzt sind andere Völker dran.

  8. Da geht’s ja zu! Ja wieviel Gschaftlhuber sind denn da aufgewacht. Gibt es nichts wichtigeres als über Franz oder Franziskus oder Franziskus I. oder Franziskus (ohne nix) zu diskutieren?
    Da hätte ich schon lieber, mir würde jemand sagen, was ich davon halten soll, dass wir nun einen Papst haben, der sich Christus nicht in den Mund zu nehmen traut, weil „Andersgläubige“ im Saal sein könnten. Das wird ihm oft passieren. Und was ist mit den vielen Katholiken unter den Journalisten? Gehen die aus Rücksicht auf die „Anderen“ leer aus? Also, ich kenne keine Stelle in der Bibel, wo der Herr oder die Apostel herumgezogen sind und zuerst die Leute gefragt haben, welchen Religionen gehörts ihr denn an und wenn welche gesagt haben, ich bin ein Mithras-Anhänger, und ich bete zu Aphrodite, und der nächste zu irgendeinem ägyptischen Gott (das war recht kunterbunt damals, noch mehr als heute), dann hat der Herr doch nicht gesagt (oder die Apostel): Ah, ja dann, dann gibts keinen Segen, aus „Respekt vor dem Gewissen“ und hat vielleicht ein interreligiöses Happening gemacht. Also ich kenne keine solche Stelle. Und dann verneigt er sich von der Loggia und jetzt vor den Journalisten, wird des ein zweiter Dalai Lama? Aber davon steht ah nix in der Bibel. Die Journalisten sind alle wegen dem Papst gekommen, die erwarten sich ja ganz selbstverständlich, daß er ihnen vom katholischen Glauben und von Christus erzählt (weil wozu sonst wäre er ja Papst), die würde das ganz bestimmt nicht gewundert haben, wenn er sie normal im Namen des Vaters + des Sohnes + des Heiligen Geistes gesegnet hätte. Versteckenspielen, des bringt nichts. Hat es nie. Und vom Papst erwarte ich mir das erste Zeugnis. Also, oder habe ich da etwas mißverstanden? Dann bitte mich entschuldigen und aufklären. Ich bete jeden Tag für den Papst., für Benedikt und den Franziskus

  9. Zwei Bemerkungen zu Guido Marini:

    1) Guido Marini ist NICHT Erzbischof oder Bischof, wie hier, aber auch anderswo geschrieben wird, sondern nach unterschiedlichen Darstellungen Päpstlicher Ehrenprälat (so oft geschrieben) oder Kaplan Seiner Heiligkeit („Monsignore“). Sein Vorgänger als Zeremonienmeister, Piero Marini, war und ist Titularerzbischof von Martirano.

    2) Auch wenn ich ein Freund der klassischen Liturgie war, so weiß ich Guido Marini manchmal nicht recht einzuschätzen. Gelegentlich kam es mir so vor, als ob unter seiner Ägide die schönen Gewänder nur getragen wurden, um sie zu tragen, und nicht, um damit die Schönheit Gottes zu preisen.

  10. @obergschaftler;
    ein sehr guter Beitrag von Ihnen !

    Diese die Ewige Wahrheit Jesus Christus fast „wegtolerieren“ wollende nachkonziliäre „Dialog“ideologie in Form des falsch verstandenenen „Respektes vor dem Gewissen“ hat sich erschreckend deutlich auch im „Relativieren“ des Chriskönigs-Hymnus manifestiert….

    Drei Strophen aus dem CHRISTKÖNIGShymnus, die in der neuen Liturgie als „Verbeugung“ vor der Welt (?)
    ersatzlos gestrichen“ worden sind:
    -

    Es ruft der Gegner wilde Schar:
    „Wir wollen nicht,
    dass Christus herrscht!“
    Doch wir erklären freudig, gern,
    als allerhöchsten Herren ihn.

    6. Dir schuldet jede Staatsgewalt
    Verehrung, öffentlichen Ruhm;
    Dich ehre Recht und Wissenschaft,
    Gesetze, Künste achten Dein!

    7. Es neige jede Königskron
    und jedes Zepter sich vor Dir!
    Mach jedes Haus und jedes Land
    mit milder Hand Dir untertan!
    -
    http://www.razyboard.com/system/morethread-ueber-das-soziale-koenigtum-jesu-christi-forumtradi-2207698-5834652-10.html#go_98637

  11. Herr Nardi,
    Sie sollten sich schämen! Wenn traditionsverbunden sich so von Hass gesteuert manifestiert, dann lieber „progressiv.“ Ich bin mir insofern sicher auf der richtigen Seite zu stehen, wenn ich mich auf der Seite des Papstes, egal wie er heißt, mich glaube. Von Ihren anhaltenden Hasstiraden habe ich endlich genug.
    Vielleicht zieht Papst Franziskus (gezielt von Ihnen despektierlich mehrfach mit Franz bezeichnet, ) eine Schlußstrich unter des Drama Piusbrüder und Sympatisanten.
    Ich jedenfalls schäme mich für Ihre Art den Stellvertreter Christi, ob er Ihnen und Ihresgleichen nun passt oder nicht, auf diese Weise zu behandeln.
    Möge Gott Ihnen und Ihren traditionsverbunden Mitkämpfern gnädig sein. Aber sicherlich werden Sie sich sich auch darüber selbstherrlich hinweg erheben.
    Gott sei Dank werden nicht Sie und Ihre Sypatisanten das letzte Wort haben, sondern Gott, an dessen Stelle Sie glauben sich setzen zu müssen. Ich vermute Sie bedauern es sehr, dass die Zeiten der Inquisition vorbei sind. Dafür sei Gott Dank und Ehr!

    • Hmm, ich muss sage, das einzige, was auf dieser Seite hier als „von Hass gesteuert“ und als „Hasstiraden“ durchgehen kann, ist Ihr Kommentar.
      „Ich bin mir insofern sicher auf der richtigen Seite zu stehen, wenn ich mich auf der Seite des Papstes, egal wie er heißt, mich glaube.“ Aha. Und wenn Papst Franziskus nun das Gegenteil tut, von dem was Benedikt getan hat, dann haben Sie bei Benedikt „Hurra“ geschrien und schreien es jetzt bei Franziskus? Da halte ich mich doch lieber an die 2000jährige Tradition der Kirche …
      Und wenn ein Papst Christus „aus Respekt vor dem Gewissen“ der nicht Glaubenden, still segnet, anstatt Christus zu bekennen, dann findet er Ihren Applaus und steht jenseits von aller Kritik?
      Zu Franz gilt, was ich schon an anderer Stelle geschrieben habe: „Der Vorschlag, Franziskus in Deutschland einfach zu Franz zu machen, wurde durch die Vertretung der Katholischen Kirche bei der EU ins Spiel gebracht, von der COMECE. Auch Franz‘ Vorgänger Benedikt hieß offiziell Benedictus.“ Fanden Sie die Bezeichnung „Benedikt“ auch „despektierlich“? 😉

    • Es will hier niemand den neuen Papst auf persönlicher Ebene beleidigen. Es geht um die Sache und da können wir nur mit Argumenten arbeiten. Wenn ein Papst bewusst Gesten und Traditionen ablehnt, dann lässt das auch auf seine Theologie schließen. Es ist nicht die Aufgabe eines Papstes, Neues einzuführen oder ewig gültige Wahrheiten neu zu interpretieren. Seine Aufgabe ist, die Lehre rein zu erhalten und weiterzugeben. Insofern war Johannes Paul II. ein Neuerer, da er die anderen Religionen in ihrem Unglauben unterstützt hat und seine Aussagen oft in Richtung Allerlösung gingen.

      Wenn Sie sich dem Papst bedingungslos unterwerfen, dann müssen Sie auch damit rechnen, einmal als „Wendehals“ dazustehen. Vergessen Sie nicht, dass man zwischen Glaube und Gehorsam unterscheiden muss. Der Glaube aber steht über dem Gehorsam.

      Leonessa, 100 Punkte für Ihren Kommentar!

    • Helmut, das ich doch total Mist, den du verzapfst. Du bist wohl kein Katholik, sondern Störer!

      Franz ist nicht despektierlich, sondern die deutsche Form von Franziskus. Die Franzosen sagen Francois. Despektierlich?

      Nicht zu fassen, diese militanten Modernisten…

    • Herr Helmut: Eine solch gehässige, erst noch anonyme Meinungsäußerung gegenüber namentlich zeichnenden Verfassern, die uns über diese wunderbare Seite (gewiss mit nicht wenig Mühe …und wohl noch weniger Mitteln), mit profunden Informationen und Stellungnahmen versorgen, lässt sich nach der abendlichen Gewissenserforschung sicher nicht aufrecht halten.

      Der Redaktion herzlichen Dank !

    • Was ist denn an Franz despektierlich? Nur dass es kürzer ist als Franziskus lässt sich mit Gewissheit sagen!
      Ansonsten frage ich Sie Helmut: Muss ein Katholik wachsam sein oder soll er ein Papst-Claqueur sein?
      Verdienen die Konzilspäpste uneingeschränktes Vertrauen? Jedes Kind erkennt, dass sie es nicht verdienen, weil sie heute A und morgen B und übermorgen C sagen!!!

    • Ja, Benedikt XVI. hat bei seinem Amtsantritt den „Sperrholz-Altar“ (Badde) übernommen, weil er eben schon dort war, hat ihn dann aber wegräumen lassen.
      Franziskus hat ihn nicht übernommen, hat ihn also wieder reinstellen lassen. Das ist ein großer Unterschied. Etwas übernehmen, heißt nichts tun (keine Entscheidung treffen). Etwas reinstellen lassen, heißt aber etwas tun (also eine Entscheidung treffen).
      Franziskus scheint selbst nicht den Wunsch verspürt zu haben, wie Benedikt XVI. Ad Deum zu zelebrieren, und wollte es wohl auch seinen Wählern nicht zumuten.

  12. Eine Klarstellung zum Papstnamen Franziskus oder Franz:
    Die Redaktion weist die Unterstellung, der Gebrauch des Namens Franz sei eine Form der unterschwelligen Kritik am neuen Papst oder gar „despektierlich“, entschieden zurück. Sie ist skurril und erstauntin ihre Heftigkeit. Franz ist der deutsche Namen für Franziskus. Wie könnte ein landesüblicher Name je „despektierlich“ sein?
    In Frankreich heißt der neue Papst ganz selbstverständlich François und es gibt nicht die leiseste Diskussion darüber, ihn eventuell lateinisch Francisus zu nennen. Gleiches gilt für die anderen Sprachen, in denen es eine landesübliche Entsprechung gibt. Warum quält die Frage nur uns Deutsche?
    Als auf der Loggia des Petersdom der Name des neuen Papstes in lateinischer Form bekanntgegeben wurde, hat die Redaktion diesen – wie es weltweit die Kollegen anderer Sprachen auch getan haben – in der für den deutschen Sprachraum üblichen Form übertragen, und die lautet Franz.
    Die Europäische Bischofskonferenz hat zunächst ausdrücklich eine solche Namenswahl für den deutschsprachigen Raum empfohlen.
    Mit Ausnahme des Namens Pius, für den es im Deutschen keine Entsprechung gibt, wurden von der Redaktion stets die deutschen Papstnamen gebraucht.
    Unterdessen wurde auf der deutschen Seite des Heiligen Stuhls der Name Franziskus veröffentlicht.
    Die deutsche Bischofskonferenz wandte sich nach einigem Zögern zwischen Franz und Franziskus an Rom. Es gibt keine offizielle Erklärung, doch scheint sich in der Praxis mit einer seltsam-irrational anmutenden deutschen Abneigung gegen den Namen Franz der Name Franziskus durchzusetzen.
    Die Redaktion hat keinen Grund sich nicht daran zu halten. Wir werden künftig den Papst Franziskus nennen.
    Wir freuen uns jedenfalls, mit dem heiligen Franz von Assisi und den heiligen Franz Xaver, Franz von Sales und Franz Paola würdige Namensträger dieses Namens zu haben. Es erscheint kurios, wenn ausgerechnet der Name des Namensgebers unseres Papstes, des hl. Franz von Assisi mit snobistischer Attitüde als minder betrachtet wird.

    • Die Deutschen reagieren seltsam-irrational, weil die bei dem Namen Franz an das Kaiserreich denken – an welches auch immer.

      Nur ein gehirngewaschenes und umerzogenes Volk kann eine derart idiotische Diskussion führen. Traurig, traurig…

  13. Es freut mich, wenn der neue Papst mit offenen Karten spielt und den Schwelbrand in der Kirche – den Benedikt XVI. notdürftig mit Asbestdecken unter Kontrolle hielt – aufflammen lässt. Dann sind die Fronten offen zu sehen und jeder kann sich entscheiden, ob er für die 2000jährige Tradition oder für 50 Jahre Konziliarismus ist.

    • Das am Sonntag zu lesen, hat gerade noch gefehlt. Martin Lohmann hängt den Traditionalisten und Fundamentalisten – wer immer das ist – an, sie würden am Buchstaben kleben.
      Ja, Martin Lohmann und alle konservativen Katholiken: Wir nehmen das Große Glaubensbekenntnis wortwörtlich. Traditionalisten glauben auch an die Jungfräulichkeit der Mutter Jesu Christi nach der Geburt. Traditionalisten weigern sich grundsätzlich, den geoffenbarten Glaubenswahrheiten einen anderen Sinn zu unterlegen, den die Worte ausdrücken. Sie machen den „linguistischen Wahnsinn“ (Giuseppe Siri) nicht mit, mit vagen, neuen Begriffen geoffenbarte Glaubenswahrheiten umzudeuten. Ein Dogma bleibt ein Dogma, es ist nicht mehr anzutasten, umzudeuten.
      Sorry, Armin, es ging um die Rotary-Mitgliedschaft. Aber das musste klargestellt werden. ..
      Martin Lohmann ist nicht irgendwer. Er ist ein konservativer, mutiger Katholik, der für seinen Glauben öffentlich einsteht.
      Er ist ein gebildeter Katholik. Der Bruch, den das 2. Vatikanische Konzil mit sich brachte, zieht sich durch die ganze Kirche. Alle sind betroffen: die Hierarchie,die Thelogen,der Klerus vor Ort und die Gläubigen.
      Hoffnung, dass Franziskus offen den Bruch zugibt, habe ich nicht. Auch wenn seine Theologie darauf hinweist.
      Doch er kann bei seinem Liturgieverständnis die gespaltene Tradition mehr einen als es unter Benedikt XVI. möglich war.
      Um auf die Rotarier zurückzukommen: Sind sie eine Vorstufe zur Freimaurerei? Ich weiß es nicht.

      • Warum Sorry sehr geehrte Cuppa? Ich gebe ihnen doch Recht was Martin Lohmann betrifft, und auch ich wusste bis zu diesen Artikel nicht, das Lohmann ein Rotarier ist. Und es ist eben die am meisten Unterschätzte Gefahr, die einen am ehesten zu Fall bringt. Aber leider sind wir seit mehr als 50 Jahren dran gewöhnt ,das vom Vatikan kein klares „JA“ oder „NEIN“ kommt.

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

      • Jetzt auch noch Martin Lohmann, meine letzte Hoffnung im deutschen Katholizismus! Es verstärkt sich bei mir immer mehr der Eindruck, dass der Herr mit der „Zeit, die verkürzt werden wird, um der Heiligen willen“, damit überhaupt noch jemand standhaft bleibt, eine rein geistliche Verfolgung gemeint haben könnte. Aber ist der Druck denn so stark, dass inzwischen fast jeder einknicken muss? Wir werden doch nicht gefoltert und gerädert, wenn wir unseren Glauben bekennen, oder? Ein bisschen Ansehensverlust muss man doch abkönnen.

        • Guter Beitrag. Auf die enthaltene Frage habe ich keine Antwort, finde das weitere Betrachten der Fragestellung aber überaus lohnend. Nur ein spekulativer Hinweis: Mit welchen Waffen haben der Erzengel Michael und Lucifer gekämpft? Richtig, mit den Waffen des Geistes. Es lohnt zu fragen, warum der Kampf hinieden dem der Engel diesbezüglich ähnlicher zu werden scheint.

    • Die eigentliche „Bombe“ ist die Gleichsetzung von Traditionalisten und Fundamentalisten, denn Fundamentalisten sind die bösen, bösen Bombenleger.

      Also etwas, daß bekämpft werden muss…

  14. Alle sind dem neuen Papst gehorsam schuldig.

    Wer dem Papst nicht gehorcht, ist nicht katholisch.

    Wenn Sie Papst Franziskus nicht gehorchen, sind Sie nicht katholisch.
    So einfach ist das.

    • Mit Verlaub, das ist überhaupt nicht katholisch. Der Papst hat die Tradition zu bewahren. Seine Aufgabe, sein Amt, wurde auf dem I. Vatikanum verbindlich definiert. Er steht niemals über der Tradition. Der verbindlich definierte Glaube, den die Kirche als geoffenbart lehrt, den sie nicht mehr ändern darf, steht über dem Gehorsam einem Papst gegenüber, falls er sich nicht daran hält.

    • M. Henrik: Ein Blinder Bedingungsloser Gehorsam, kann aber auch in den Untergang führen, siehe die Schreckensherrschaft des III Reiches. Bedenklich ist ja auch die Tatsache das besonders die deutschsprachigen Episkopaten die seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI vielfach nur Ungehorsam entgegengebracht haben, ihrerseits aber sehr wohl Gehorsam verlangten. Fazit.
      „Wer einen Ungehorsamen folgt, ist selber ein Ungehorsamer“ ..

      Aber ich muss ihnen aber insofern Recht geben, den Papst ist Gehorsam zu leisten, aber nur solange dieser nicht, dem Heiligen Willen Gottes unseres Herrn, der „Heiligen Tradition“ als auch der Glaubenslehre seiner Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche entgegensteht. Und beten wir dafür das dies niemals geschieht. Aber wir alle sind zu Wachsamkeit aufgefordert.

      Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

    • Sie schulden als Kind ihren Eltern Gehorsam. Aber sie dürfen Ihren Eltern nicht gehorchen, wenn diese von Ihnen verlangen zu sündigen. Das gilt analog für den Papst.

  15. Es ist grundsätzlich sicher richtig, dass dem Papst Gehorsam zu leisten ist. ABER wenn der Papst quasi auffordert gegen die Traditionen der Kirche zu handeln, dann kann ich ihm nicht mehr folgen. Man darf nicht vergessen, dass die es die Tradition war und ist, die wesentliche Wahrheiten des katholischen Glaubens über die Jahrhunderte getragen hat. Sogar die Heilige Schrift als solche ist durch die Tradition über Generationen weitergetragen worden, bis die ersten Niederschriften erfolgten. Dogmen der Kirche waren durch die Tradition überliefert schon fester Bestandteil des katholischen Glaubens bevor ein Konzil oder Papst diese ex Cathedra verkündete. Auch die Liturgie gehört zu den gewachsenen Traditionen.
    Ohne Tradition wären wir nicht wo wir sind, ohne Tradition wären wir nichts. Zerstörung der Traditionen zerstört auch das Fundament der Kirche Christi. Kein Katholik kann dem m. E. unbeteiligt gegeüberstehen.

  16. Was mich am meisten an diesem Nachfolger des heiligen Petrus erschreckt, ist der als Demut kaschiert Hochmut.
    Er behält einfach sein eisernes Bischofskreuz, nennt sich nur Bischof von Rom, verzichtete auf die roten Schuhe, „segnet“ Menschen ohne Anrufung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und läßt extra Franziskaner für seine Amtseinführung holen.
    Und dies wird alles als Demut dargestellt. Das verstehe ich beim besten Willen nicht. Demut bedeutet doch seinen Eigenwillen unter den Willen eines anderen zu beugen.
    Wir erinnern uns, der Hochmut war die Sünde des Luzifers ( Ich will nicht dienen!).
    Wenn ich da etwas falsch sehe, dann bitte ich um Vergebung.
    Aber das Gebaren macht schon Angst.
    Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das damit dem Amt des Papstes ein neuer Inhalt gegeben werden soll. Der Bischof von Rom wäre dann ein Bischof unter vielen anderen. Vieleicht noch mit einer Sprecherfunktion. Aber auf gar keinem Fall mehr der Stellvertreter unseres Herrn.
    Noch eine kurze Bemerkung zur leidigen Gehorsamsdebatte.
    Einem Papst kann man nur insofern gehorsam sein, als er keinen Ungehrosam Gott gegenüber fordert (wie schon einige vor mir geschriebnen haben). Also bitte den Verstand gebrauchen, denn dafür haben wir ihn bekommen.

    Herr erbarme Dich.

    • „Demut bedeutet doch seinen Eigenwillen unter den Willen eines anderen zu beugen“… ???
      Und wer soll dieser „andere“ bitte sein? Doch Gott… oder etwa der Herr Marini?
      Denken Sie tatsächlich, dass die alte römische – und nur das ist sie – Tradition, also bestimmte Gewänder anzulegen und die Liturgie strikt zu befolgen, hilft bessere Christenmenschen zu formen oder Gott besser zu ehren. Glauben Sie das Petrus oder gar Jesus diese Art von Liturgie und den großen Pomp befürwortet hätten? „Demut“ muss man vor solchen Traditionen keine haben. Wenn Sie unbedingt demütig sein wollen, dann vor Gott allein. Jesus hat die Menschen mitgerissen und nicht zuletzt mit der jüdischen Gesetzesreligion gebrochen. Vergessen Sie das doch auch mal nicht. Oder ist eine einfacherer Art des Gottesdienstes, wie er etwa in Südamerika abgehalten wird, ihrer Meinung nach, nicht genau soviel wert wie einer im übersättigten Europa? Bei Religion kommt es doch auf das Spirituelle an, eigentlich nicht auf die bloße materielle(!) Symbolik. Gottesdienst benötigt eigentlich nicht viel Pomp, sondern Wahrhaftigkeit und gute und fromme Menschen. Man muss doch die jungen Leute wieder für die Kirche begeistern können! Dieser Papst verwendet eben eine andere Symbolsprache: die der menschlichen und einfacheren Gesten. Das gefällt dem „einfachen“ Volk … und nicht nur dem… und auch zu recht. Darunter muss das Spirituelle und die Tradition keineswegs leiden. Es kommt nur darauf an welcher Teil der Tradition übernommen wird. Papst Benedikt hat oft von der „Vernunft“ im Zusammenhang mit der Religion gesprochen: Die Liturgie muss auch mit dem übereinstimmen, was die Kirche predigt: Inhalt und Form müssen sich sich sinnvoll ergänzen. Das weiß dieser Papst; und selbst wenn er ein bisschen schauspielert, dann doch auch nicht mehr als die Kirche bisher. Ein Glaubensführer sollte nun einmal die diesseitige(!) Welt mitreißen können und dazu gehört auch einen unverwechselbaren Charakter zu besitzen.

      • Nur um kurz darauf zu antworten.
        Der „Andere“ ist immer die Autorität, welche ihr Amt rechtmäßig ausführt ( also die Eltern für die Kinder, der Priester für den Gläubigen, der Regierungschef ( früher Regent) für sein Volk,…) Ich verweiße hier nochmal auf die rechtmäßige Führung des Amtes.
        Für einen wahre heilige Messe bedarf es eigentlich nur eines geweihten Priesters, der machen will, was die Kirche immer getan hat ( nicht mal die persönliche Frömmigkeit diese Priesters ist hierfür relevant). Es ist somit kein einziger guter und frommer Menschen (Laie) hierfür notwendig.
        Außerdem möchte ich auch auf dem alten Grundsatz hinweisen, daß man betet so wie man glaubt ( zu einem Latschenjesus bete ich anders wie zu meinem Erlöser und künftigen Richter).
        Für die Messe ist eigentlich kein „Pomp“ zuviel. Immerhin erscheint hier durch die Wandlung der unendliche Gott.
        Sicher kann man/soll eine soziale Ader haben. Aber diese sollte nicht zum Abgott werden.
        Dies sind meine Ansichten dazu.
        Tut mir leid.

        • Ihre Ansicht braucht Ihnen doch nicht leid tun… Ich bin nun mal was die Liturgie angeht nicht so versiert wie Sie und wollte mehr darüber erfahren.
          Wie fanden Sie nun die Messe am Mittwoch? Es wurde doch ein Kompromiss gefunden, oder etwa nicht?

          Nun habe ich im Archiv von http://www.kathnews.de ein Interview zwischen Herrn Marini und Gudrun Sailer gefunden (vom 29. Oktober 2008) und da heißt es unter anderem: “ G.S: Im Mittelpunkt eines jeden Gottesdienstes steht nicht der Priester, und das heißt auch nicht der Papst, sondern der auferstandene Christus. Kritiker meinen nun, dass einige dieser neuen Elemente die Gläubigen eher ablenken, statt ihnen dabei zu helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das viele Gold und die Spitzen seien zu auffällig, so heißt es, besser wären ganz einfach gestaltete liturgische Instrumente und Gewänder die die Zelebranten praktisch unsichtbar machen. Wie stehem Sie dazu?“ Und darauf Marini: „Ich glaube nicht, dass diese Elemente ablenken. Natürlich ist darauf zu achten, dass der Herr im Mittelpunkt bleibt. Die Gefahr der Ablenkung besteht immer, und deshalb braucht es eine Erziehung, die immer in den Mittelpunkt zurückführt. Doch alles was in der Liturgie, auch in ihren Details, Schönheit, Harmonie und Pracht vermittelt, lenkt nicht vom Geheimnis Gottes ab, sondern hilft geradezu, ihn zu treffen, der unendliche Schönheit ist.“

          „Unendliche Schönheit“ soll also vermittelt werden. Meine Frage hierzu wäre nun: Was ist Ihrer Meinung nach „schön“ an beispielsweise den traditionellen Gewändern in der Liturgie? Macht das kostbare Material allein diese denn „schön“? Und wenn wir schon so oberflächlich-weltlich in Dingen der Liturgie sein sollen… sollte dann nicht diese „Schönheit“ auch an den Zeitgeist angeglichen werden? Heißt: Wieso beeindrucken die Messgewänder uns heute nicht mehr? Wie müssten sie gestaltet sein, dass der heutige Gottesdienstbesucher von deren Schönheit tatsächlich beeindruckt wäre?
          Viele Grüße

        • Ich meinte natürlich den Dienstag (19.3.)… Allerdings habe ich bezüglich Ihrer Bezeichnung „Latschenjesus“ auch noch etwas hinzuzufügen: Ist das nicht etwas despektierlich? Gerade auch deshalb, weil Jesus höchstwahrscheinlich tatsächlich „Latschen“/Sandalen trug?
          Bei manchen „Katholiken“, wie offenbar Sie einer sind, frage ich mich tatsächlich, wie diese auf den Gedanken kommen können christlich zu leben. Sie sind hochgradig überheblich und fühlen sich der auserwählte Elite zugehörig. Sie prangern Hochmut an und sind selbst hochmutig. Bravo!
          Prophetien hatten etwa auch einfache Kinder (vgl. Fatima). Also Menschen ohne jegliche Bildung. Ergo: Nähe zu Christus erfordert keineswegs Bildung oder Prunk. Und in der Eucharistie empfängt der Gläubige die Hostie, er erbringt kein Opfer für Gott sondern empfängt etwas… die Hostie… das ewige Leben.

          Papst Franziskus vermittelt genau diese Form des Glaubens. Er trägt kein prunkvolles Gewand, sondern besitzt stattdessen Aura oder Charisma.
          Er lässt uns daran glauben, dass es Menschen gibt, die einem Ideal nachstreben und dieses ein Leben lang verfolgen können ohne daran zu zerbrechen. Wenn ich diesen Menschen, und nun Papst, sehe, dann bin ich begeistert. Diese Person trägt zwar keine prunkvollen Gewänder, aber sie wird dafür von Charisma umgeben… und das leitet sich doch von charite oder caritas ab, oder nicht? Und da kann ich nur noch einmal mehr den Vorgängerpapst zitieren: „Deus caritas est“= Gott ist die Liebe… und Liebe hat nichts mit Edelmetallen und Seide zu tun.

  17. Laut heutiger Bildzeitung muss Marini mit dem Papst wegen der roten Mozetta so gestritten haben, dass man es in die Sixitinische Kapelle hinein gehört hat, wenn der Papst die barocke Mozetta nicht anziehen will, dann muss Marini das recht sein.

    • Das sehe ich auch so, auch wenn es für Msgr. Marini spricht, seinen obersten Vorgesetzten (der ihn jederzeit würde versetzen können) nachdrücklich auf dessen „Pflichten“ hinzuweisen. Ist dann aber einmal deutlicher Bescheid erteilt, sollte ein Mitarbeiter sich in einer Frage, wo es weder um den Glauben noch ums Gewissen geht, gefälligst fügen.
      Wenn ich die Fernsehbilder richtig verstanden habe, versuchte er sich nämlich kurz vor dem Erreichen der Loggia dem Papst in den Weg zu stellen, um ihm wenigstens zum Tragen der Stola zu drängen (die Mozetta muss wohl schon in der Sakristei aufgegeben worden sein).
      Ein heftiger, direkter Krach gleich zu Beginn kann aber durchaus hilfreich für die kommende Zusammenarbeit sein; man weiß dann, woran man miteinander ist. Zudem ist der Monsignore noch jung und wird sich jetzt halt etwas zusammenreißen müssen. Ich wünsche ihm dabei viel Glück und Erfolg !

      • Nun man müsste sich darum kümmern heruaszufinden wozu die Stola und Monzetta da ist – soweit ich weiss freuen sich ja die Teufel wenn die Priester ihre Kleidung nicht mehr tragen… Die haben nämlich besondere Segnungen die dann nicht wirken.

        Templarii

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