Hitchcock starb als Katholik – Tridentinisches Echo

Alfred-Hitchcock Regisseur katholisch gestorben aus ausdrücklichen persönlichen Wunsch heilige Messe Kommunioneempfang(Los Angeles) Der englische Regisseur Alfred Hitchock zählt mit seinen Filmen wie Psycho, Vertigo – Aus dem Reich der Toten, Der unsichtbare Dritte oder auch Über den Dächern von Nizza unangefochten zu den Großmeistern der Filmgeschichte.

Beide Eltern des 1899 bei London geborenen Hitchcock waren katholisch. Der spätere Regisseur wuchs in einem von katholischen Moral- und Wertvorstellungen geprägten Umfeld auf. „Ich wurde wie ein gut erzogenes Kind aufgezogen“, wie er selbst sagte. Er besuchte das Salesianergymnaiusm und das St. Ignatius College von Stamford Hill in London. Noch bis in sein Erwachsenenalter blieb er praktizierender Katholik. Drei der besten Regisseure ihrer Zeit, Frank Capra, John Ford und Alfred Hitchcock, die nie in Hollywood gearbeitet haben, war gemeinsam, daß sie alle praktizierende Katholiken waren. 1926 heiratete Hitchcock Alma Reville, die für die Hochzeit zum katholischen Glauben konvertierte, und betonte immer, bis zur Ehe enthaltsam gelebt zu haben.

Ab einem bestimmten Punkt begann er sich jedoch von der Kirche zu entfernen. Einer seiner Biographen, Donald Spoto, schrieb, Hitchcock habe in den letzten Tagen seines Lebens abgelehnt, daß ihn ein Priester aufsucht. Dieser Behauptung widersprach jedoch im The Wall Street Journal Pater Mark Henninger. Der Jesuit war gemeinsam mit einem Mitbruder, einem Freund des Regisseurs Tom Sullivan, von Hitchock persönlich, kurz vor seinem Tod gerufen worden. Pater Henninger zelebrierte auf Hitchocks Wunsch in dessen Haus eine Heilige Messe, der der Regisseur mit seiner Frau Alma beiwohnte.

Der Jesuit schrieb: „Hitchcock stand der Kirche eine Zeit lang fern“. Aus diesem Grund kannte er nur den alten Ritus seiner Jugend. So antwortete er „bei der Messe auf Latein, wie es früher üblich war. Aber der bemerkenswerteste Augenblick war, als er nach dem Empfang der heiligen Kommunion leise weinte und ihm die Tränen über die großen Wangen flossen.“

Die Priester zelebrierten täglich im Haus des Regisseurs bis zum 29. April 1980, dem Tag seines Todes. Sein Requiem fand in der Good Shepherd Catholic Church von Beverly Hills statt.

Text:UCCR/Giuseppe Nardi
Bild: UCCR

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