Brief Di Noias an die Piusbruderschaft – Charisma der ersten Jahre wiederfinden – Anerkennung unterschiedlicher Positionen, über die Zukunft entscheiden soll

Kurienerzbischof Augustine Di Noia Brief an Piusbruderschaft Bischof Fellay schickte ihn allen Priestern der Bruderschaft zu neuer geistlicher Ansatz Vorschlag unterschiedliche Positionen anerkennen und Entscheidung darüber Zukunft übertragen(Vatikan/Menzingen) Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte Kurienerzbischof Augustine Di Noia bereits Ende November 2012 dem Generaloberen der Piusbruderschaft einen langen persönlichen Brief geschrieben. Ausdrücklich erlaubte er Msgr. Fellay, das Schreiben bei Bedarf allen Mitgliedern der Bruderschaft zukommen zu lassen. Das Generalat der Bruderschaft hat dies in dieser Woche getan und das Schreiben des Kurienerzbischofs allen Priestern der Bruderschaft übermittelt.

Das Schreiben zeigt, daß es noch Bewegung in den festgefahrenen Einigungsgesprächen gibt und das ist bereits beachtlich. Der Brief enthält viele lichte Seiten, wirft aber auch neue Fragen auf.

Bruderschaft hat Brief allen Mitglieder übermittelt – Neue Bewegung in Einigungsfrage

Riposte Catholique schreibt zusammenfassend: Der Ausschluß von Msgr. Williamson kündigt zweifellos eine Spaltung der Bruderschaft an, was nicht dazu führen wird, die Reihen der Mehrheit der Priester rund um Msgr. Fellay zu schließen, dessen Position wenig klar hervortritt.

Kann der Status quo der Bruderschaft ohne kanonische Anerkennung noch lange so andauern? Die Bruderschaft wird sich zu einer Entscheidung zwischen kanonischer Anerkennung oder Bruch durchringen müssen oder sie wird ihr aufgezwungen werden.

Positionen unverändert – Wie kann dennoch modus vivendi gefunden werden?

In seinem Schreiben nimmt der Kurienerzbischof zur Kenntnis, daß die unterschiedlichen Positionen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Bruderschaft nach wie vor aufrecht sind. Der Heilige Stuhl betont, daß das Zweite Vatikanische Konzil im Licht der Tradition zu interpretieren ist, während die Piusbruderschaft einige Teil des Vatikanums für Irrtümer hält. Di Noias Brief zielt auf die Frage ab, wie diese derzeit herrschende Nicht-Übereinstimmung in den Positionen erträglich gemacht werden könne.

Unter Hinweis auf Texte des Apostels Paulus, des Kirchenvaters Augustinus und des Kirchenlehrers Thomas von Aquin schlägt Kurienerzbischof Di Noia einen neuen geistlichen Ansatz vor. Er fordert in seinem Schreiben beide Seiten auf, jede für sich eine Gewissenserforschung in Sachen Demut, Sanftmut, Geduld und die Nächstenliebe zu betreiben.

Di Noia schlägt neuen geistlichen Ansatz vor – Beide Seiten sollen ernsthafte Gewissenserforschung betreiben

Di Noia erinnert zwar daran, daß Rom noch auf die Antwort von Msgr. Fellay zu der ihm am 14. Juni 2012 übergebenen Doktrinellen Präambel wartet. Das Gewicht legt er jedoch auf einen neuen Vorschlag, der einer Art längerem Übergang ähnelt.

1) Einerseits sollte die Piusbruderschaft das positive Charisma ihrer Frühzeit wiederfinden, die ihre ersten Jahre in Freiburg im Üchtland und in Econe geprägt haben. Ihre Aufgabe wäre es, sich für die Erneuerung desssen einzusetzen, was erneuert werden muß, vor allem durch die Ausbildung traditionsverbundener Priester.

2) Andererseits kann die Piusbruderschaft weiterhin einige Teile der Lehren des Zweiten Vatikanums für nicht vereinbar mit dem vorhergehenden Lehramt betrachten, allerdings unter Beachtung einiger Einschränkungen:
- den Verzicht bei jeder Gelegenheit zu den Massenmedien zu gehen
- sich nicht zu einem Parallel-Lehramt aufzuschwingen
- Einwendungen immer in positiver, konstruktiver Weise vorzubringen
- alle ihre Analysen auf profunde und umfangreiche theologische Basis zu stellen.
Die von Di Noia genannten Einschränkungen sind formaler Natur. Sie beziehen sich auf die Instruktion Donum veritatis über die kirchliche Berufung des Theologen vom 24. Mai 1990. Die Vorschläge zielen darauf ab, die offenen Fragen offen zu lassen, und deren Lösung einem zukünftigen Moment zu überlassen.
Sollte sich diese Linie durchsetzen, wäre es ein unglaublicher Sieg für die Tradition, da sie offiziell anerkennt, daß es zu bestimmten Fragen zwei unterschiedliche Positionen nebeneinander gibt, zu denen noch nicht entschieden ist, welche sich in der Zukunft als die wirklich kirchliche durchsetzen wird.

Positionsklärung nicht jetzt erzwingen, sondern einem künftigen Moment überlassen – Kann derzeit mehr verlangt werden?

„Kann der Heilige Stuhl noch mehr anbieten? Kann die Piusbruderschaft noch annehmen, man würde ihr nicht genug entgegenkommen?“, fragt die Riposte Catholique.

Msgr. Fellay scheint mit dem Zuwarten, Rom eine Antwort zu geben, den für die Piusbruderschaft richtigen Weg gewählt zu haben. Di Noias Voschlag geht über alles bisher gekannte hinaus. Der Schwebezustand der Bruderschaft, nicht exkommuniziert, aber auch nicht kanonisch anerkannt zu sein, kann sicher kein Dauerzustand sein. Nun wird sich die Piusbruderschaft entscheiden müssen, ob sie den Bruch oder die Anerkennung will.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Rinascimento Sacro

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41 Kommentare

  1. „…allerdings unter Beachtung einiger Einschränkungen:
    - den Verzicht bei jeder Gelegenheit zu den Massenmedien zu gehen
    - sich nicht zu einem Parallel-Lehramt aufzuschwingen
    - Einwendungen immer in positiver, konstruktiver Weise vorzubringen
    - alle ihre Analysen auf profunde und umfangreiche theologische Basis zu stellen.“

    Theologen mögen so etwas unter Umständen für ein „Entgegenkommen“ halten können, als Linguistin halte ich so etwas für eine kommunikative Zeitbombe : Bei diesen Formulierungen sind doch unterschiedlichsten Interpretationen Tür und Tor geöffnet! Und man darf raten, wer dann im Nachhinein die Deutungshoheit für sich in Anspruch nehmen und behaupten wird…

      • Selbstverständlich „ist das Lehramt in Rom“! Die Verantwortung für das Lehramt liegt einwandfrei in Rom. Rom ist verantwortlich für die Kirche und Rom wird sich ggf. für das Seelenheil der Irregeleiteten verantworten müssen. – Das heißt aber nicht, dass ich meinen katholischen Verstand in Rom „abgeben“ dürfte oder müsste. Der Glaube übersteigt bekanntlich die Vernunft, er unterbietet sie niemals – Und ich habe nur eine Seele zu verlieren. Wenn ich eine zweite hätte, würde ich diese gerne dem heutigen Rom anvertrauen. Da ich aber nur eine habe, gehe ich lieber auf Nummer sicher. Da die Leute vor dem Konzil durchaus katholisch waren, bin ich es auch, wenn ich so katholisch bleibe wie sie es waren. Das Konzil hat über deren Glauben hinaus ja nichts Verbindliches verkündet. Im Mittelalter gabe es trotz dreier Päpste nur eine Lehre. Heute gibt es zwar nur einen Papst, aber viele Lehren. Die Wahrheit setzt sich sicher durch, aber zur Zeit ist sie verdunkelt.

  2. Auf die ‚Ratschläge‘, er solle unterschreiben und könne dann genauso seine Kritik vorbringen, antwortete Erzbischof Lefebvre, dass er nicht mit dem Glauben spielen könne. Für diesen geradlinigen, glaubenstreuen Gründer der FSSPX waren Glaubensfragen nicht verhandelbar. Von daher können seine ‚geistlichen Söhne‘ nichts unterschreiben, was dem überlieferten Glauben der Kirche, dargelegt von allen Päpsten bis Pius XII., teilweise widerspricht.
    Ja, es ist eine „kommunikative Zeitbombe“, dem muss ich mich anschließen. Es wäre auch eine ‚pastorale Zeitbombe‘, die Gläubigen würden theologisch nichts mehr verstehen, sie wären dem Nachkonzilswirrwarr ausgeliefert wie die übrigen Katholiken.
    Schlussendlich weiß niemand, wie schnell die Konzilsepoche zu Ende gehen wird. Wann wieder der nächste Papst kommt, der bei dem Lehramt von Pius XII. und aller seiner Vorgänger anknüpft wird. Spätestens dann wird der Bruch heilen.

    • Mir scheint Teile der Piusbrüder kommen aus ihrer EITELKEEITSECKE nicht mehr heraus, wollen es auch gar nicht ernsthaft versuchen.Mit dem Glauben „spielt“ man nicht,
      da kann ich mich nur 100-prozentig anschliessen.Die Frage fürmich aber ist:Wer „spielt“ hier am meisten/besten?Hochmut kommt vor dem Fall, das scheint sich hier mal wieder zu bestätigen.Was für Träumer.Herr Lammert wartet auf den nächsten Papst aus weis Gott woher,um den Protestantismus in der RK zum Sieg zu verhelfen, und die FSSPX spekuliert hochgradig auf den Untergang des Papsttums, um dann als von Gott gesandter Retter aufzutreten.Die Progressiven reiben sich schon die Hände, hoffentlich zu früh – denn ein Bruch spielt ihnen in die Karten, vordergründig zumindest.Für die FSSPX kommt nun wohl oder über früher oder später der Moment von „no return“.

  3. die Idee von Mgr Di Noia ist im günstigsten Fall blauäugig die FSSPX kann nicht zu ihren Position von vor 1974 zurückkehren das hieße ja die Katastrophen seit damals ignorieren NOM verpflichtend Assisi ect

  4. Ich denke, es kommt darauf an, wie schwer man die Krise, die die Kirche seit Vat. II durchleidet, bewertet.
    Ich denke nicht, dass die Konzilskirche auf Dauer Bestand haben kann. Eine Kirche, in der Theologen und Pfarrer ungehindert von ihren Bischöfen und dem Papst die Gottheit Jesu Christi leugnen dürfen, seine Auferstehung von den Toten, um nur zwei Beispiele zu nennen, kann so nicht überleben und sie darf es auch nicht!!!
    Es wird zu Brüchen kommen, davon ist auszugehen.
    Wenn die Fassade zusammenbricht, inmitten von Ruinen, wird ein Papst die Epoche der Konzilspäpste beenden. Oder es kommt anders, nur, der gegenwärtige Zustand wird nicht bleiben.
    Bischof Fellay ist um seine Position nicht zu beneiden. Es ist eine Gratwanderung: Mit Rom nicht brechen, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, und dennoch die Identität der Priesterbruderschaft zu verteidigen.
    Die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften mit ihrer unklaren Haltung zur Messe Pauls VI. können die FSSPX nicht ersetzen.

  5. Die theologische Auseinandersetzung um diese ‚neue Messe‘ muss geführt werden. Die Ecclesia Dei-Gemeinschaften können es nicht, sie haben sie als rechtmäßig anerkannt. Was man als rechtmäßig anerkennt, kann man nicht gleichzeitig in Frage stellen.
    Oder doch? Überaus gern wüsste ich es. Doch wo erfahre ich es? Der „Sakristeiglaube“ der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften hat auf Dauer auch keine Zukunft.
    Es gab bessere Zeiten in der katholischen Kirche, das dürfte unbestritten sein.

  6. Bei einigen Kommentaren beschleicht mich ein seltsames Gefühl. Ich hoffe, daß die Oberen der Piusbruderschaft, besonders Bischof Fellay anders denken und die wichtigen, ja erstaunlichen neuen Zugeständnisse im Di Noia-Vorschlag erkennen. Di Noia hat Mut bewiesen. Oder haben die Traditionalisten ein so kurzes Gedächtnis? Erinnern sie sich nicht mehr, wie sie noch vor kurzem in der Kirche ausgegrenzt wurden? Di Noia setzt ganz neue, positive Akzente. Die Frage ist: Wird er sich damit durchsetzen können? Sicher ist das nicht. In der Kirche gibt es noch viele Gegner einer Einigung zwischen Rom und der Piusbruderschaft. Aber nicht nur im kanonischen Teil der Kirche, auch im Umfeld der nicht kanonischen Bruderschaft scheinen manche nur das Haar in der Suppe zu suchen: Warum eigentlich?

    • Ich stimme Ihnen hierin zu, gebe aber eines zu bedenken:

      Die Bruderschaft muss wachsam bleiben! Hinter dem Angebot darf nicht ein versteckter Maulkorb stehen. Anerkannte Ecllesia Dei Gemeinschaften dieser Art haben wir zu Genüge, so dass sie im gewünschten offenen theologischen Diskurs nichts mehr bewirken, da sie fast zur Gänze schweigen müssen.

      Die Speerspitze war bisher die Piusbruderschaft, die offen aussprach, was doch jeder im Alltag sehen kann, dass der katholische Glaube schwindet und die Kirche in einer nie dagewesenen Krise steckt – zum Ärgernis derer, die dies zu verantworten haben.

      Aber auf der anderen Seite geb ich auch Di Noja recht: es spielt sehr wohl eine Rolle, was man wie und wo sagt, auch die wahrheit muss mit Liebe und nötigem Respekt gesagt werden. Es muss klar sein wer das Lehramt inne hat und wer derjenige ist, der ihm zu dienen wünscht.
      Jeder ist also zu dieser Gewissenserforschung eingeladen, auch ich und du und Sie persönlich. Es geht uns alle an!

  7. Schon voriges Jahr ist die Kongregation für die Glaubenslehre, nachdem diese all ihre Bischöfe versammelte, der Priesterbruderschaft St. PIUS X in den Rücken gefallen und hat die Präampel, die von seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI mit lobenden Worten angenommen wurde, so überarbeitet dass diese nicht von der FSSPX angenommen werden konnte. Denn damals hat es wahrlich so ausgeschaut, das sich Rom und die Priesterbruderschaft St. PIUS X endlich einigen könnten. Siehe die damaligen Aussagen seiner Exzellenz Bischof Fellay noch im Mai. Und die FSSPX kann doch nicht etwas Unterschreiben, von dem sie weis das sie genau im Gegenteiligen Sinne aktiv wird. Das besonders die Bichöfe des deutschsprachigen Raumes alles unternehmen werden um eine einigung zu verhindern ist klar, denn viele dieser haben sich von eher in Antikatholiken verwandelt, und fürchten nun die Wahlich Katholische Konkurenz der FSSPX.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

  8. Aus meiner Sicht steht das Schreiben von Erzbischof Di Noia in einem zeitlichen Zusammenhang mit den Beschlüssen des Generalkapitels der Bruderschaft; anders ausgedrückt, Erzbischof Di Noia wird wohl kaum sein „Angebot“ in Unkenntnis des Generalkapitels der Bruderschaft unterbreitet haben. Wenn dies der Fall wäre, hätte man aus Vertragssicht eine klassische „do ut des“ Situation: sofern die in dem Schreiben genannten Bedingungen durch die Bruderschaft gewährleistet werden, wäre Rom bereit, im Gegenzug die Forderungen des Generalkapitels zu erfüllen.

    Wenn diese Annahme falsch ist, halte ich das Schreiben von Erzbischof Di Noia, und die Weiterleitung desselben durch die Bruderschaftsleitung an die Priester für sinnfrei, was ich mir nicht vorstellen kann.

    Die Antwort auf das Schreiben sollte daher nach meinem Dafürhalten von einfaches „placet“ sein. Dann würde man sehen, wie ernst es Rom wirklich ist, oder ob, wie bislang, doch wieder weitere zusätzliche Forderungen gestellt werden.

  9. Kann man noch den Bischöfen trauen, die den Antimodernisteneid gebrochen haben und Rusland dem Unbefleckten Herzen Mariens nicht Weihen wollen???

  10. Falls Sie, Severus, auch meine Kommentare gemeint haben, dann muss ich betonen: Ich bin nicht befugt und ich bilde es mir auch nicht ein, in irgendeiner Form für die Piusbruderschaft zu sprechen. Bitte nicht der FSSPX auch noch meine Kommentare anlasten…

  11. Überlegungen zu Pkt 2) Andererseits kann die Piusbruderschaft weiterhin einige Teile der Lehren des Zweiten Vatikanums für nicht vereinbar mit dem vorhergehenden Lehramt betrachten, allerdings unter Beachtung einiger Einschränkungen:
    1* – den Verzicht bei jeder Gelegenheit zu den Massenmedien zu gehen
    2* – sich nicht zu einem Parallel-Lehramt aufzuschwingen
    3* – Einwendungen immer in positiver, konstruktiver Weise vorzubringen

    1- Ruft die Pristerbruderschaft die öffentlichen Medien oder werden diese von den öffentlichen Medien gesucht, damit diese Mit der Lupe etwas finden können um die FSSPX damit in Misskredit zu bringen? = Mundtot machen wollen-

    2- Nicht die FSSPX hat sich im Sinne der Heiligen Tradition zu einer Parallelkirche Entwicklet sondern die Konzilskirche, die Häresien, Schismatisches und Apotatisches wikren fördert oder gar belohnt.

    3- Der Versuch zu verhindern dass von der FSSPX die Wahrheit verkündet wird, siehe Karfreitagsbitten, Abtreibung ist Mord, usw.

  12. Die Kontinuität in der Lehre seit den Tagen der Apostel ist der Angelpunkt allen kirchlichen Lebens!
    Der Ball liegt deshalb in Rom:
    Wie kann und soll man zukünftig mit konkreten Konzilstexten umgehen, wenn sie sich offenbar einer Kontinuität widersetzen?
    Katholiken, die hier wegen Widersprüchen zum früheren Lehramt an einem vernunftgemäßen Gehorsam gegenüber solchen „Konzilslehren“ gehindert sind, haben ein Recht gegenüber dem Lehramt, wenn es sich wirklich ein solches sein will, hier vernunftgemäße Antworten zu finden!

    Erst dann ist auch eine Antwort des Glaubensgehorsams möglich! Rom ist hier also gefordert! (Übrigens auch in zahlreichen anderen Punkten wie die Billigung der Aufforderungen zum Götzendienst in Assisi usw. usw.)

    Übrigens ist es eine typisch modernistische Art, zu sagen, das Konzil widerspricht zwar der Tradition, aber wir anerkennen es trotzdem!
    Ein Katholik braucht den klaren Bezug zum unveränderlichen Lehramt! Anders kann es keine Lösung geben!

  13. Fakt ist doch eins: das Konzil hat stattgefunden, man kann es nicht ausradieren, ohne die dogmatischen Fundamente der Kirche neuerlich zu erschüttern und weitere Spaltungen hervorzurufen. Dieses Konzil – falsch oder nur falsch interpretiert – muss (zumindest in Teilen) überwunden werden. Dazu bedarf es der Tradition. Eine bedeutende Insel unverfälschter Tradition ist die Piusbruderschaft, deren innerkirchliche Wirkkraft jedoch gehemmt ist, solange man sie in die schismatische Schmuddelecke stellen kann. Wer die Gesundung der Kirche im Geist der Wahrheit und den Sieg der Tradition wirklich will, der muss jede noch so kleine Chance nutzen, innerhalb dieser Kirche, die Kirche Christi ist und bleibt, zu wirken. „Suaviter in modo, fortiter in re“, dazu rät DiNoia der FSSPX. In der Tat, es gibt keinen anderen Weg als diesen, wenn man das Werk Lefebvres und die Tradition für die ganze Kirche fruchtbar machen und nicht ins Sektierertum abgleiten will.

    • Die Wirkkraft der Piusbruderschaft ist ja gehemmt, weil die Verantwortlichen in der Kirche die Piusbruderschaft genau in jener „schismatischen Schmuddelecke“ haben wollen, in die sie sie stellen. Die Verantwortung dafür liegt bei den Verantwortlichen nicht bei der Piusbruderschaft. Jetzt sagt EB Di Noia sinngemäß: Ihr dürft das Konzil nur kritisieren wenn es uns nicht weh tut. D.h. jede sachliche Kritik am Konzil steht unter einem subjektiv definierten Vorbehalt. Traditionalisten, die sich verbiegen müssen, um den Verantwortlichen nicht „weh zu tun“ gibt es unter Ecclesia Dei bereits genug. Wenn Rom die Tradition ehrlich wollte, bräuchte keiner mehr einen Gedanken an die Piusbruderschaft zu verschwenden. Es geht um den katholischen Glauben und nicht um die Piusbruderschaft. Wenn Rom den Glauben lieber in der „schismatischen Schmuddelecke“ lässt, weil es Rom sonst weh tut, was soll man dann in Rom?

  14. @cuppa

    Was man als rechtmäßig anerkennt, kann man nicht gleichzeitig in Frage stellen.

    Natürlich kann man das. Ich würde es folgendermaßen tun, der NOM ist gültig und rechtmäßig, da das heilige Opfer Christi stattfindet und Gott die Ehre gegeben wird (Ich sprechen natürlich von dem EIGENTLICHEN NOM! Nicht von gewissen Mißbräuchen – diese sind natürlich NICHT RECHTMÄSSIG!).
    ABER:
    Er ist geeignet dazu, solche Missbräuche zu fördern außerdem kommt im Alten Ritus das Heilige viel mehr zum Ausdruck als im Neuen. Also: Der Neue ist rechtmäßig und gültig, aber der Alte Ritus ist besser da er das hl. Opfer mehr verdeutlicht und daher dem Glauben förderlicher ist. (So würde ich formulieren, ist nur meine Meinung.)

    Lieber Cuppa, das Schreiben stellt einen Quasi-Sieg der Tradition dar. Was meinen Sie wie viele Leute ähnlich denken wie Sie? So viel nur zur sog. „Deutungshoheit“ (ein Unwort finde ich.)
    Folgender Link zeigt klar was ich meine 😉 : http://pius.info/images/stories/video/show.php?

    • Der NOM ist genauso so gültig und rechtmäßig, wie ein Placebo, das man aus abstrusen Gründen einmal als Medikament zugelassen hat. Juridisch kann man niemanden an den Karren fahren, wenn er dieses Placebo herstellt, verkauft oder verschreibt. Auch ein Placebo kann unter gewissen Umständen wirksam sein. Trotzdem macht sich derjenige an der Wahrheit schuldig, der behauptet, Medikament und Placebo wären objektiv gleichwertig und das Placebo nicht vom Markt nimmt. – Der NOM kann aufgrund der hinzugesetzten subjektiven, katholischen Intention des Priesters auch gültig zelebriert werden, aber er trägt die katholische Intention nicht in sich. Das ist das Problem des NOM. – Die traditionelle Messe dagegen zwingt dem Zelebranten die richtige Intention, die für die Gültigkeit der Wandlung notwendig ist, durch ihre Riten quasi auf.

      • Herunter auf den Boden: Die Neue Messe ist gültig, sie hat Opferung, Wandlung und Kommunion.

        Wenn der „Vorsteher“ dieses mißachtet, bleibt immer noch „die Neue Messe“ gültig. Nur sein Tun ist häretisch. Über die Gültigkeit seiner Zelebration mache ich mir vorsätzlich keine Gedanken; ich leide nicht am Eva-Syndrom.

  15. @cuppa

    schade der Link hat leider nicht funktionier. Dann so:

    http://pius.info/video/humor/6098-spass-muss-sein-5

    Aber sie verstehen wie ich es meine? Die 68ger sind vorbei. Die Menschen diese zu verantworten haben egal wie und wo werden in Bälde in den „wohlverdienten Ruhestand“ gehen. Das ist der Lauf der Dinge. Außerdem ist Gott schon auf der Seite der Tradition denke ich. Sonst gäbs die Ecclesia-Dei gar nicht.

    Übrigens:
    Wenn Gott die FSSPX, in der Zeit in der sie nicht in der vollen Einheit mit Rom ist, solange erhalten hat, dann tut er es wenn sie in voller Einheit mit Rom ist (sowies eigentlich gottgewollt und richtig ist!) doch sicher auch. Sogar noch stärker. Meinen Sie nicht auch? Ich finde wir sollten auch ein bißchen übernatürlich denken und auf Gott vertrauen. Fällt mir auch oft schwer und ich darf mir diesen Satz vllt. auch eigentlich gar nicht anmaßen. Aber wir können ja alle für ein ander beten.

    Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen

    Feuerbecken

  16. @ Feuerbecken
    Danke, einen gesegneten „Rest-Sonntag“ wünsche ich Ihnen auch!
    Was mich nicht daran hindern kann, Ihnen widersprechen zu müssen. Denn für mich ist der NOM zwar gültig, aber nicht rechtmäßig. Oder anders ausgedrückt: Gültig, weil der geweihte Priester die Wandlungsworte gültig „ausspricht“. Deshalb wird man mich auch in der nahen Kapelle sehen, weil ich von der fortdauernden Gegenwart Jesu Christi im Tabernakel überzeugt bin. Zum Gebet. Aber nicht mehr in der Eucharistiefeier, die dort gefeiert wird. Sie verwischt den Opfercharakter so stark, dass ich es nicht mehr ertragen kann. Ich kann diese Banalisierung nicht mehr ertragen. Und es liegt am Ritus. Ich würde den Priestern bitteres Unrecht tun,deren Eucharistiefeier ich zum „Ende“ besuchte, Es gab keinen Missbrauch, im Gegenteil, an ihrer Einstellung war nichts auszusetzen. Durch den Volksaltar sieht man ja das Gesicht des Priesters, seine Aufmerksamkeit, seine Andacht. Es gab nichts zu kritisieren. Sie zelebrierten so

    • @ cuppa

      Sie maßen sich etwas an, was Ihnen nicht zusteht.

      Die Neue Messe ist eine Form unseres Meßritus, die natürlich, weil rechtmäßig darum auch gültig ist. Verrennen Sie sich nicht. Es ist nicht Ihre Aufgabe, Lehramt zu spielen.

      Übelassen Sie das ruhig dem Hl. Vater.

  17. Fortsetzung:
    ehrfürchtig, dass es keinen Grund gab, die Eucharistiefeier zu meiden. Nicht wegen der Priester.
    Meine letzte „Tischmesse“ ist auch noch nicht so lange her. Kommunionempfang unter beiderlei Gestalten natürlich, eine Gruppenmesse. Ganz legal, in einem Kloster. Es war eine „dichte Atmosphäre“, wie wir Konzilskatholiken sag(t)en.
    Heute graut mir davor. Nie wieder, obwohl es so ehrfürchtig war.
    Weil ich zwischen dem Messopfer und der protestantisierenden Eucharistiefeier einen zu tiefen Gegensatz sehe.
    Diesen Gegensatz benennt die FSSPX. Auch deshalb gehe ich in die nächste Pius-Kapelle. Obwohl es mir rein menschlich nichts bringt. Sie, die Gläubigen, wirken auf mich wie eine geschlossene Gesellschaft, zu der ich keinen Zugang habe. Aber die Patres predigen anders. Irgendwie „kern-katholisch“. Und die FSSPX hat mir mit ihrer Argumentation mein immer stärkeres Unbehagen am NOM erklärt. Das zählt mehr als das Gefühl, ich stehe einer geschlossenen Gesellschaft gegenüber.

  18. Wer sagt, daß die Entscheidung über einen Diskurs herbeigeführt werden muß? Oft wird mit den Füßen abgestimmt: dort, wo die Kirchen sich mit der Zeit füllen, dort ist der Sieger. Die Konzilskirche hat immer weniger zu bieten. Solange die Bruderschaft draußen ist, kann sie nichts beitragen. Als Sauerteig müsste sie den Teig durchdringen, das geht nicht, wenn er draußen ist. Außerdem wird hier so getan, als ob es Gott nicht gäbe, als ob zwei Parteien sich irgendwie einigen müssten. Wenn die Gesinnung der Bruderschaft in Ordnung wäre, wenn es ihr nicht ums Rechthaben ginge, sondern einzig ums aufrichtige Dienen, dann käme von oben sicher der nötige Segen dazu, damit das Wirken fruchtbar sein kann. Momentan sieht es aber nach viel Angst aus, nach Berechnung (unter dem nächsten Papst?) und nach Stolz. Wenn übereifrig Provokationen (Erzbischof Müller / Juden) erfolgen, dann ist das kein Zeichen von Klugheit, Demut oder Willen zur „Zusammen“arbeit, eher sieht es nach Alleinanspruch aus.

    • Sie haben doch selber die Frage beantwortet, warum und wieso es zwischen dem Vatikan und der Priesterbruderschaft St. PIUS X noch immer keine Einigung gibt:

      Die Konzilskirche hat immer weniger zu bieten ,

      Und egal was auch geschieht, welche Frevel, welcher liturgischer Missbrauch, welche Häresien verbreitet, schimsatisch oder sogar apostatisch gewirkt wird usw. der Vatikan steht (und hier besonders die Feinde Gottes unseres Herrn und seiner Kirche die in ihr wüten) voll zu dieser Konzilskirche. Und weil eben die Neue Konzilskirche zu allen antikatholischen Strömungen nur auf Blind, Taub und Stumm stellt, hat diese immer weniger zu bieten. Und die FSSPX die wahrlich noch katholisch ist und nicht bereit ist sich den satanischen Zeitgeist und den Modernismus zu beugen, ist denjenigen in der Kirche, die dies schon lange getan haben, ein gewaltiger Balken vor den Augen und denn die FSSP X hält diesen einen Spiegel vor, wie Katholisch sein, richtig gehen würde.

    • Es gibt auch eine falsche Demut und einen gesunden Stolz. Es gibt eine Demut, die immer vom Dienen redet und im Grunde genommen zu bequem ist, die Wahrheit zu verteidigen und notwendige Konflikte durchzustehen. Diese Demut ist zur Zeit sehr verbreitet. Selbst der Heilige Vater schafft es manchmal nicht, sich diesem Mainstream-Trug zu entziehen, wenn er behauptet, dass man ökumenisch „noch nicht so weit“ wäre, ein gemeinsames Abendmahl mit den Protestanten zu feiern. – Das ist doch genauso ein Blödsinn, wie zu behaupten, dass wir leider noch nicht so weit sind, dass 2×2 nicht nur 4 sondern gleichzeitig auch 5,5 sein kann. Aber anscheinend ist es heutzutage „demütig“ so einen Quatsch zu verzapfen.

      • Soll der Heilige Vater einen neuen 30-jährigen Krieg ausrufen?

        Jeder Gutwillige kann erkennen, daß er mit sanften Worten in Liebe die Wahrheiten anspricht. Es gilt auch zu vermeiden , daß noch ein paar Hundert neue Denominationen entstehen.

        Schaut auf die Altkatholiken, die sind glaube ich 18 000. Die sind jetzt so tief gesunken, wie die verwahrlosesten Protestanten. Kann der Hl. Vateer so reden, wie ich es gerade (provozierend) getan habe?

        • Ich denke nicht, dass heute irgendjemand den Glauben noch so ernst nimmt, dass Kriege darüber ausbrechen könnten. Wenn der Papst deutlicher sprechen würde, wäre er vielleicht nicht mehr so beliebt, würde er aber eher in der Nachfolge Christi stehen. Jesus war kein Pazifist. Wie wir im Evangelium nachlesen können, war er nicht besonders diplomatisch und die Folgen kennen wir. – Sanftmut darf nicht die Wahrheit verschleiern und dadurch das Seelenheil vieler Menschen gefährden. Wie sagte Chesterton so schön in „The Everlasting Man“: „Ein guter Frieden ist immer besser als ein guter Krieg, aber ein guter Krieg ist auf jeden Fall besser als ein schlechter Frieden.“ Und an den paar Hundert von Denominationen wird kein Papst schuldig, nur weil er klar auf der EINEN Wahrheit besteht, denn diese Denominationen sind alle falsch und deshalb gefährlich für das Seelenheil ihrer Anhänger, und die bleiben es leider auch, wenn sie nominell „katholisch“ würden.

  19. @ M.S.
    Wenn die FSSPX nach wie vor davon überzeugt ist, dass der NOM den Glauben gefährdet, dann ist es ihre Pflicht, das auch offen zu sagen und auch zu begründen. Beides ist geschehen. Warum gehen Sie auf die persönliche Ebene, greifen die Gesinnung der Piusbruderschaft an, statt sachlich zu argumentieren, inhaltlich bezogen auf den NOM? Weisen Sie z.B. bitte nach, dass die konziliare Theologie des Pascha-Mysteriums mit der Theologie des Konzils von Trient übereinstimmt. Gut, in einem Kommentar ist das nicht möglich.
    Aber dann könnte ja mal die Petrusbruderschaft diesen Dienst leisten.
    Wenn die FSSPX davon überzeugt ist, dass die Ursache der Kirchenkrise im Konzil selbst begründet ist, dann muss sie dazu stehen. Und sie darf darauf hoffen, dass irgendwann ein Papst das auch so sieht.
    Ich wüsste zu gern von den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften, wie sie die Kirchenkrise begründen. Ob Vat. II, ob Rom eine Verantwortung trägt. Denn ohne Diagnose gibt es keine Heilung!

  20. Auch wenn die Ecclesia Dei Gemeinschaften derzeit Schikanen und Einschränkungen erfahren mögen, so bin ich doch sehr dankbar, daß es sie gibt. Sie leisten einen bedeutenden Beitrag für die Tradition. Es gibt nicht wenige Leute, die unter dem Papst bleiben und sich innerhalb der Kirche für die Tradition einsetzen wollen. Steter Tropfen höhlt den Stein, mit der Zeit schlägt sich die Arbeit dieser Leute nieder. Kleine Schritte sind auch Schritte, und vielleicht besser als gar keine zu wagen?

  21. Das Problem um den rechten Gehorsam entstand nicht durch den Hochmut der Gläubigen, sondern durch ihre Not, dass „Hirten“ den überlieferten Gottesdienst verfolgten und für Irrlehren und Ehrfurchtslosigkeit weit die Tore öffneten.

    Eine Lösung dieses Problems ist relativ einfach:
    Die Treue zur Überlieferung – und damit zu Christus! – muss bei allen Beteiligten klar erkennbar sein, nicht nur in Worten, sondern auch in der Tat. Wer die Verwirrung in die Kirche hinein getragen hat, ist verantwortlich, sie auch wieder zu beenden!

    Es gilt also nicht nur das Konzil aufzuarbeiten, sondern auch die Aufrufe zum Götzendienst in Assisi und viele andere Auswüchse, die zu der schwierigen Lage der Kirche heute erst geführt haben und die allseits bekannt sind!
    Anders ist Gehorsam in der Kirche und auch das (An)Erkennen der Hirten durch die Herde in der Kirche gar nicht möglich! (Vgl. Joh. 10,5!).

  22. „Die Bruderschaft wird sich zu einer Entscheidung durchringen müssen (…) oder sie wird ihr aufgezwungen werden“.
    Langsam wird es mulmig. Stand dieser Satz wörtlich in dem Brief an Bischof Fellay, oder ist es eine Interpretation?
    Wir diskutieren über einen Brief, der an die Priester der FSSPX gerichtet ist. Der Gläubige und die Öffentlichkeit nichts angeht. Einige Priester der FSSPX können einem wirklich das Leben schwermachen. Weil sie einfach nicht diskret sind, ständig öffentliche Diskussionen auslösen. Von priesterlicher Verantwortung kann ich da nichts erkennen. Eher von Flügelkämpfen.

    Es wäre praktischer, Bischof Fellay stellte den Brief direkt ins Internet. Alle Unterlagen, die an die Priester gehen. Zumindest, was Rom betrifft. Weil einige hochwürdige Herren eh nicht schweigen.
    Und wenn sie eh nicht schweigen, wenn doch alles im Internet landet, dann wäre man wenigstens solide informiert. Das Thema ist für Internetspekulationen wirklich zu ernst.

  23. Warum so pessimistisch. Manche Kommentare sind so voll Mißtrauen und Furcht, als wäre eine gute Nachricht aus Rom schlimmer als eine schlechte. Wo bleibt das Vertrauen, wenn schon nicht in die Menschen, so doch in Gott, der Seine Kirche nie verläßt?
    Hier wurde der Brief von Erzbischof Di Noia von einem Le Figaro-Journalisten veröffentlicht:
    http://www.riposte-catholique.fr/summorum-pontificum-blog/documents-summorum/la-lettre-de-mgr-augustine-di-noia-a-mgr-bernard-fellay#.UPxrGWczQSY
    Gute Nachrichten muß man auch erkennen können, sie sind leider selten. An schlechten mangelt es ja nicht. Sorge um die Kirche darf nie Freude über ihre Größe und Herrlichkeit verdecken. Beten wir, daß der Willen Gottes geschehe.

    • Und wie ist dieser Brief an den Le Figaro-Journalisten gekommen? Warum ist ein so wichtiges Dokument nicht im Mitteilungsblatt des deutschen Distrikts abgedruckt, wird dort nicht diskutiert, sondern einfach verschwiegen?
      Warum muss man diesen Brief im Internet lesen? Aber auch die Homepage des deutschen Distrikts der FSSPX schweigt sich aus, als würde es ihn nicht geben.
      Im übrigen erschließt sich mir nicht die „gute Nachricht“, wenn die FSSPX eine „gleichgeschaltete Ecclesia Dei-Gemeinschaft“ werden soll.
      Gott verlässt seine Kirche nicht? Er lässt es offenbar zu, dass sie ihm untreu wird. Nicht nur heute. Ein mitunter schwer erträgliches Geheimnis.

  24. Daß vielem Firlefanz vorgestanden wurde und wird, hat sicher mit dem „Bruch“ 1977 und 1988 zu tun, den EB Lefebvre vollzog. Aber außerhalb der Kirche kann die FSSPX bei weitem nicht so wirken. In dieser Position kann man Sie leicht als Outlaw hinstellen. Irrelevant! Nicht ernst zu nehmen.

    Die Verhunzer des NOM haben mit ihrer Revolution zuerst die Reaktion herausgefordert: Zeitschriften wie „DER FELS“ und „Theologisches“ und sicher vieles mehr.

    Erst 23 Jahre nach dem Ende des Konzils hat EB Lefebvre Bischöfe geweiht, das war dann Konterrevolution.

  25. „Nun wird sich die Piusbruderschaft entscheiden müssen, ob sie den Bruch oder die Anerkennung will.“
    Ich halte diesen Satz, Herr Nardi, mit Verlaub, für eine gedankliche Engführung. Die Piusbruderschaft hat sich lediglich zu entscheiden, ob sie unter Papst Benedikt die Anerkennung will.
    In der Kirchlichen Umschau November 2012 ist ein wichtiger Artikel von Dr. Barth zu lesen:‘ Der Konzilseinschwörer‘, die Rede ist von Erzbischof Di Noia. Er wird von Dr. Barth zitiert, er wird an seinen eigenen Worten gemessen. Der Autor kommt zum Ergebnis:“(…)Entscheidend ist nicht mehr, was früher einmal vom Lehramt festgelegt worden ist, sondern was man in der ‚lebendigen Tradition‘ daraus macht. So klar und unumwunden ist diesem gefährlichen Irrweg selten Ausdruck verliehen worden!“
    Modernismus pur! Von allen Päpsten bis Pius XII. streng verurteilt, seit die Päpste mit dem Modernismus zu kämpfen haben.
    Wird die FSSPX erneut exkommuniziert, weil sie diesen Irrweg nicht mitgeht, bekommen alle

  26. Ecclesia Dei-Gemeinschaften enorme Probleme. Dann halten sie einem Papst die Treue, der die Tradition der Kirche als eine Art „Steinbruch“ behandelt, der sie jeweils frei auslegt, sich aussucht, wie sie neu zu bewerten ist.
    Nicht mehr die Konzilstexte an sich sind auszulegen, was sie besagen, sondern wie der Papst sie für seine Zeit bewertet.
    Der Papst bestimmt, dass das II. Vatikanum der Tradition entspricht, egal, dass allein die äußere Form zeigt, dass es nicht stimmt. Von den Inhalten, die der Tradition widersprechen, ganz zu schweigen.
    Es wird deutlich: Die FSSPX könnte auf die nächste Krise zugehen. Die Ecclesia Dei-Gemeinschaften dann aber auch. Es wäre nämlich das Ende der Tradition, wie die Päpste sie gelehrt haben bis 1962.
    Etwas ist in dem Wirrwar tröstlich: Ex cathedra wird dieser Irrweg nicht verkündet, Jeder nachfolgende Papst kann ihn – muss ihn – irgendwann beenden. Oder das nächste, dogmatische Konzil. „Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.“

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