Weihnachtsmann verboten, weil "zu christlich" – Wenn erst der Laizismus verteidigt wird

Weihnachtsmann verboten da zu christlich aus Respekt vor anderen Glaubensüberzeugungen Laizismus muß verteidigt werden gegen religiöse Pathologie(Paris) Will man es mit Ironie sehen, dann könnte man sagen: Wird erst einmal der Laizismus verteidigt, muß selbst der Weihnachtsmann daran glauben. Frankreichs Innenminister Manuel Valls, laut eigener Aussage derzeit nicht aktiver Freimaurer, gab am 12. Dezember bekannt, daß die Regierung den Laizismus gegen potentielle Angriffe von religiöser Seite schützen werde. Eine zu bekämpfende Gefahr stellen laut Minister Valls auch Christen dar, die gegen Abtreibung, Homo-“Ehe“ und Blasphemie ihre Stimme erheben.

Laut der Direktorin eines französischen Kindergartens gehört auch der Weihnachtsmann zu den die Grundfesten französischer Staatsdoktrin bedrohenden Kräften. Die Leiterin des Kindergartens von Grand-Clos von Montargis untersagte jeglichen Hinweis, jede Nennung und jede Darstellung des roten, dicken Weihnachtsmanns. Sie begründete diese Anweisung damit, daß der Weihnachtsmann ein „zu christliches“ Symbol sei und um die „verschiedenen Glaubensüberzeugungen zu respektieren“.

Den Weihnachtsmann als „christliches“ Symbol zu bezeichnen bedarf einiger Phantasie und bedarf einer ausführlichen kulturgeschichtlichen Erklärung. Tatsächlich entspricht er dem heiligen Nikolaus von Myra, erlebte aber in den USA erst als säkularisierte und damit entchristlichte Variante seinen Siegeslauf im vorweihnachtlichen Verkaufsgeschäft. Anders ausgedrückt: Der christliche Heilige Nikolaus im Bischofsgewand mit Mitra und Bischofsstab bestieg das Schiff nach Amerika, um später mit dem Flugzeug als entchristlicher Santa Claus oder Weihnachtsmann mit rotem Kostüm nach Europa zurückzukehren. Everything is business.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

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2 Kommentare

  1. Soweit ich informiert bin, ist der Weihnachtsmann ein Produkt der Werbe-Strategen von Coca Cola.
    Doch selbst diese Figur, die doch rein gar nichts mit Kirche zu tun hat, wird als Provokation empfunden.
    So muss alles bekämpft, getilgt und aus dem Gedächtnis gestrichen werden, was nur irgendwie an Christentum erinnert?
    Meine (nicht-ärztliche) Diagnose: krankhafter Verfolgungswahn

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