Erste Exorzismus-Zeitschrift polnischer Priester im Zeitschriftenhandel

(Warschau) In Polen ist die weltweit erste Zeitschrift zum Thema Exorzismus erschienen, die im Zeitschriftenhandel erhältlich ist. Die monatlich erscheinende Zeitschrift mit dem Titel Egzorcysta (Exorzist),  deren erste Ausgabe in einer Auflage von 15.000 Exemplaren gedruckt wurde, hat 62 Seiten .

Einige polnische katholische Priester wurden von einem Verleger zusammengeführt, um das Zeitschriftenprojekt zu starten, wie die Agence France Press berichtet. Die Zeitschrift kostet 10 Zloty, das sind umgerechnet etwa 2, 3 Euro. Die Schlagzeilen der ersten Ausgabe sind „Satan, eine Realität“ und „New Age, der geistige Staubsauger“. In Polen seien derzeit 120 Priester offiziell als Exorzisten beauftragt, wie der Priester Aleksander Posacki, Professor für Philosophie und Theologie, ein Dämonologe und Exorzist, am Montag auf der Pressekonferenz erklärte, bei der die Zeitschrift vorgestellt wurde.

Vor 15 Jahren habe es in Polen erst vier offizielle Exorzisten gegeben, so Posacki. Diese starke Zunahme brachte der Priester damit in Zusammenhang, daß man in einem der katholischsten Länder Europas versucht habe, den gottlosen Kommunismus nach 1989 mit dem Turbokapitalismus auszutreiben. Der Kapitalismus schaffe einen Markt der Möglichkeiten und damit auch die Möglichkeit, mit Okkultismus Geschäfte zu machen.

Aleksander Posacki ist Mitglied einer internationalen Exorzistenkommission der katholischen Kirche. Bei der Pressekonferenz machte er auf die Unfähigkeit der verschiedenen Schulen der Psychologie und Psychiatrie aufmerksam, mit dem Phänomen der Besessenheit und Umsessenheit umzugehen, da die konventionellen Therapien nicht helfen.

Ein anderer Exorzist und Mitarbeiter der neuen Zeitschrift, der Priester Andryej Grefkowicz, sagte, daß es so viele Anfragen gebe, daß die Wartezeit in Warschau drei Monate betrage. Die Priester arbeiten mit Psychiatern zusammen, um zunächst die Möglichkeit einer Geisteskrankheit auszuschließen. „Ich ziehe immer Psychiater hinzu, wenn ich Zweifel habe und oft kommen wir gemeinsam zum Schluß, daß es sich um eine Geisteskrankheit handelt und nicht um eine Form von Besessenheit“, so Grefkowicz.

Im Gegensatz zu Betrügern oder Anbietern okkulter Praktiken, die selbst Ursache für eine Besessenheit werden können, die sich von Leichtgläubigen oder Verzweifelten teuer bezahlen lassen, sei das Hilfsangebot der Kirche durch Gebet, Beichte, Vergebung oder auch durch den Exorzismus völlig kostenlos, so die beiden Priester.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Polwen

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Anna

Und wann gibt es sowas in deutsch? Wäre bei uns auch sehr notwendig!!!

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