Fast neun Millionen Katholiken nahmen in Manila an Nazarener-Prozession teil

(Manila) Fast neun Millionen Katholiken nahmen an der Prozession des “Schwarzen Nazareners” teil, die gestern, Dienstag, in der Kirche von Quiapo in Manila zu Ende ging. Die Feierlichkeit fand trotz Attentatsdrohungen durch islamische Terrorgruppen statt. Alljährlich nehmen Millionen von philippinischen Katholiken an der Prozession teil, die 22 Stunden dauert und durch die Altstadt von Manila führt. In diesem Jahr sandte die Erzdiözese Manila eine Kopie der Christusstatue in die Diözesen Cagayan de Oro, Illigan City  und Cotabato (Mindanao), um auch den durch Naturkatastrophen geschädigten Menschen jener Gegend die Abhaltung der Prozession zu ermöglichen.

Erzbischof Antonio Tagle von Manila sagte zu Asianews, daß die Frömmigkeit der Menschen stärker war als die Terrordrohungen. „Das Organisationskomitee war sich der Gefahren bewußt und mehrfach wurde in den vergangenen Wochen überlegt, die Prozession aus Sicherheitsgründen abzusagen. Immer mehr Menschen antworteten jedoch auf die Terrorwarnungen der Regierung mit dem Hinweis, daß die Angst vor möglichen Zwischenfällen nichts im Vergleich zum Leiden Christi am Kreuz sei. Ich bin überzeugt, daß die Gläubigen die Prozession auf alle Fälle durchgeführt hätten“, so Erzbischof Tagle.

Die Teilnahme an der Prozession des „Schwarzen Nazareners“ stelle für die Philippiner die Möglichkeit dar, Christus nahe zu sein. „An der Prozession nehmen alle sozialen Schichten teil, vor allem viele Kranke, die um eine Gnade bitten. Es gibt alljährlich viele Bekehrungen, vor allem unter den demütigen Menschen.“

Die Statue des „Schwarzen Nazareners“ gelangte 1606 mit den ersten Augustiner-Missionaren auf die Philippinen. Die in Mexiko geschnitzte Figur stellt den unter der Last des Kreuzes in die Knie gegangenen Retter dar. Die Statue erlangte wundertätigen Ruf, da das Schiff der Missionare durch einen Brand zerstört wurde, die Figur aber völlig intakt blieb. Ebenso unbeschädigt blieb sie bei den Kirchenbränden von Quapo in den Jahren 1791 und 1929, bei den Erdbeben von 1645 und 1863 und den Luftangriffen 1945 während des Zweiten Weltkrieges.

Text: Asianews/Giuseppe Nardi
Bild: Asianews

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