Weihnachten: ein Geheimnis, das Gegenwart ist – Der Tod als Last auf der menschlichen Natur, wird durch die Gegenwart Gottes auf der Erde besiegt

Liebe Brüder und Schwestern!

In wenigen Tagen feiern wir Weihnachten. Das Besondere dieses Festes besteht darin, daß es nicht nur ein Gedächtnis der Geburt Jesu vor etwas mehr als zweitausend Jahren darstellt, sondern ein Geheimnis feiert, das die Menschheit geprägt hat und noch prägt, ein Geheimnis, das Gegenwart in sich trägt: Wir feiern, daß Gott gekommen ist und nun da ist, um unter uns zu wohnen (vgl. Joh 1,14). Er ist einer von uns geworden und bleibt einer von uns. Er hat nicht nur durch Menschenworte gesprochen, er ist selbst Mensch geworden. Er macht es uns möglich, ihm heute zu begegnen. Er begibt sich auf Augenhöhe, wie bei den Hirten von Betlehem, die ihn im kleinen Kind in der armseligen Krippe als ihren Herrn erkannt haben. An Weihnachten tritt Gott konkret in die Geschichte dieser Erde, dieser Menschheit ein und wird Mensch, um den Menschen sozusagen hochzuheben, zu sich zurückzuführen. So steht dieses Werk von Anfang an auch in der Perspektive von Kreuz und Auferstehung. Die Erniedrigung in der Krippe ist ein Anfang, ein schon Hingehen auf das Leiden und Sterben des Erlösers zu. Das will uns sagen: Gott wird Mensch, um Tod und Sünde zu besiegen, um uns zu erneuern. Der Tod, der als eine Last auf der menschlichen Natur liegt, wird durch die Gegenwart Gottes auf der Erde besiegt, auch wenn sein Schatten bleibt. Das Innerste ist ihm genommen, weil die Tür zu Gott offensteht. Gott beugt sich über unsere Unvollkommenheit und Schwäche, er füllt sie aus mit der Kraft seiner Liebe, um uns in seiner Gegenwart zu vollenden.

Ganz herzlich grüße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache. Von den Hirten wollen wir lernen, uns aufzumachen zu Gott und ihn in unser Leben hereinzulassen. Eine Lebenszeit, die wir Gott widmen und von ihm her unseren Mitmenschen zuwenden, ist nie verlorene Zeit. Euch allen wünsche ich eine gnadenreiche und frohe Weihnachtszeit.

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