Islamisten ermorden chaldäisches Ehepaar – Christen in Mosul: „Zu Weihnachten sind wir leichte Beute“

(Bagdad) Am Dienstagabend, den 14. Dezember, wurde in der nordirakischen Stadt Mosul ein christliches Ehepaar ermordet. Es handelt sich um ein weiteres Attentat, das sich gezielt gegen die christliche Gemeinschaft richtet. Adnan Elia Jakmakji und seine Frau Raghad al Tawil gehörten der mit Rom unierten Chaldäisch-Katholischen Kirche an.

Das Ehepaar war gemeinsam mit den Kindern in ihrem Auto unterwegs. Im Ostteil von Mosul wurden sie bereits von einem Todeskommando erwartet. An einer Engstelle, die sie nur im Schrittempo passieren konnten, eröffneten die Attentäter das Feuer auf das Fahrzeug. Der 34jährige Adnan Elia Jakmakji und seine 25jährige Ehefrau Raghad al Tawil waren auf der Stelle tot. Die beiden Kinder überlebten verletzt, befinden sich jedoch außer Lebensgefahr. Die Attentäter konnten ungehindert entfliehen. Von ihnen fehlt jede Spur. Augenzeugen berichten, daß es sich um Islamisten gehandelt habe.

Die chaldäische Familie Jakmakji betreibt ein kleines Geschäft in Mosul. Die Beisetzung des Ehepaars fand gestern statt. Das Requiem wurde in der chaldäisch-katholischen Kirche der Unbefleckten Empfängnis von Mosul zelebriert.

Am 2. Dezember war es zu antichristlichen Ausschreitungen in Zakho und Dohok im irakischen Kurdistan gekommen. Ein islamistischer Imam hatte beim Freitagsgebet die Menge mit einer Haßpredigt aufgehetzt. Nach dem Gebet stürmte ein extremistischer Mob alle christlichen Geschäfte der Gegend und zerstörte sie.

Die Christen von Mosul fürchten weitere Attentate an den Weihnachtsfesttagen. „Bei den Gottesdiensten sind wir eine leichte Zielscheibe für die Extremisten“, zitiert Asianews eine Quelle der christlichen Gemeinschaft der Stadt.

Zum Zeitpunkt des Abzugs der amerikanischen Truppen, die nach neun Jahren den Irak verlassen, ist die Lage und die Zukunft der Christen an Euphrat und Tigris ungewisser denn je.

Text: Asianews/Giuseppe Nardi
Bild: Asianews

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