Schneller Sex, schnelle Abtreibung – Wie die Jugend laut Planned Parenthood und UNO sein sollte

(New York) Die UNO will laut ihren Dokumenten und den von ihr finanzierten Projekten die Jugend zu „Anwälten des Sex“ machen. Der operative Arm dafür ist der weltweit größte Abtreibungslobbyist, die International Planned Parenthood Federation (IPPF), klagt das Catholic Family & Human Rights Institute in Washington.

Im Vorfeld des Symposions (25./26. Juli 2011), das die UN-Generalversammlung aus Anlaß des Internationalen Jahres der Jugend veranstaltete, erfand die IPPF pünktlich die „enthemmte und großzügige Sexualität“ als „unveräußerliches Recht“ der Jugend. Ein neues „Recht“, am grünen Tisch erfunden, durch eine perfekt in den Tagungstourismus und vor allem in die großen Geldflüsse der internationalen Organisationen integrierte Abtreibungslobby. Das neue „Recht“ müsse natürlich, so IPPF, „für die Jugendlichen“ verteidigt werden, wofür sich, laut Eigenverständnis, offensichtlich niemand besser eigne als jene Organisation, die das größte Geschäft mit der Abtreibung macht.

Abtreibunglobby mit UN-Unterorganisationen vernetzt

Worin besteht das neue „Recht“ der Jugend auf Sex? In Masturbation und Promiskuität, dem freien Zugang zu Verhütungsmitteln und dem uneingeschränkten Zugang zur Abtreibung. Bereits im März 2010 publizierte die IPPF in diesem Sinn eine Handreiche, die von der Weltorganisation der Pfadfinderinnen während des Symposions „Ohne Erwachsene“ verteilt wurde, die Teil der UN-Jahrestagung zur Lage der Frauen war. Für das UN-Jugendsymposion veröffentlichte die IPPF zwei Handbücher für Jugendliche mit demselben Inhalt.

Die erste Veröffentlichung trägt den Titel „Exclaim! Young people’s guide to Sexual rights: an IPPF declaration” (Schrei! Jugendhandbuch der sexuellen Rechte: eine IPPF Erklärung). Sie soll der “korrekten” Interpretation der IPPF-Kampagne für die Anerkennung der “sexuellen Rechte” dienen. Dazu gehört auch die berüchtigte Gender-Ideologie und die Überzeugung, daß „Regierungen die sexuellen Rechte der Jugendlichen respektieren, schützen und umsetzen müssen“.

IPPF gibt mit Steuergeldern Tipps, wie man Gesetze unterläuft

Die IPPF bearbeitet die Jugendlichen mit den Forderungen nach „freiem Sex und freier Abtreibung“ mit der Absicht, daß die UNO sich selbst zum Anwalt dieser Zielsetzungen macht. Das Handbuch bietet den Jugendlichen ausführliche Auskunft über die verschiedensten rechtlichen Grauzonen, die für den Kampf für die Abtreibung, Verhütung und Gender-Ideologie in Staaten ausgenützt werden können, die sich noch nicht der Abtreibungs- und Verhütungsideologie gebeugt haben.

Die IPPF agitiert in den Handbüchern gegen die Aufklärungs- und Erziehungsprogramme, die auf Enthaltsamkeit abzielen. Sie würden das „Recht auf sexuelle Lustbefriedigung“ verletzten. Laut IPPF müsse sich die Jugend davon überzeugen, daß sie ein uneingeschränktes „Recht auf Sex“ habe und die „verschiedenen Formen sexueller Lustbefriedigung ausprobieren“ solle, weil das „wichtig für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden“ sei. Für dieses Recht einzutreten heißt, laut IPPF-Handbuch, für die völlige Abtreibungsliberalisierung eintreten, für die totale Autonomie des Individuum selbst entscheiden zu können, welches Geschlecht man in den Dokumenten verzeichnen läßt und für den unbegrenzten Zugang zu Verhütungsmitteln für alle.

Das zweite IPPF-Handbuch für die Jugend heißt: „I Decide: Young women’s journeys to seek abortion care” (Ich entscheide: Tagebücher junger Frauen, die Hilfe zum Abtreiben suchen). Es enthält angebliche Tagebuchseiten von Jugendlichen, eingepackt zwischen Psychedelic- und Flower-Power-Stil, die eine Abtreibung durchführen lassen wollen. Der Text wurde aus dem IPPF-Projekt „Girls Decide: Stand Up for Choice on Sex and Pregnancy“ übernommen, das seit 2010 in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen und dem niederländischen Außenministerium durchgeführt wird.

Geschäft mit Abtreibung und Hetze gegen Lebensschützer auf Staatskosten

Das Buch enthält Links zu “nützlichen” Internetseiten, wie zum Beispiel: „Wußtet ihr, daß es in manchen Orten für Jugendliche einen Preisnachlaß für Abtreibung gibt?“ Zeichnungen bieten Anleitungen zur Anwendung verschiedener Verhütungsmittel (Pille, Kondom, Spirale usw.) Ebenso eine Tabelle mit allen Abtreibungsmethoden im Vergleich. Natürlich einseitig positiv, ohne jeden Hinweis auf „Nebenwirkungen“, ohne kritische Bewertung. Aus einem der angeblichen Tagebücher können die Jugendlichen (natürlich völlig „neutral“, über „schreckliche Menschen draußen vor der [Abtreibungs]Klinik“ lesen. Gemeint sind Lebensschützer und Gehsteigberater, die vor den Abtreibungskliniken versuchen – oft im letzten Augenblick – abtreibungsentschlossene Frauen und Mädchen darüber aufzuklären, daß sie beabsichtigen, eine Person, ihr Kind, ermorden zu lassen. Diese Lebensschützer sind der Abtreibungslobby ein besonderes Dorn im Augen. Einige linksregierte Städte (Freiburg im Breisgau, Wien) haben dem Wunsch der Abtreibungsärzte, die mit der Tötung der ungeborenen Kinder Geschäft machen, entsprochen, und „Bannmeilen“ um Abtreibungskliniken proklamiert, innerhalb derer Lebensschützer nicht tätig werden dürfen.

In die Fußnote des „Tagebuches“ eines Mädchens verpackt findet sich der „hilfreiche“ Hinweis, daß man eine „diskrete“ Abtreibung auch durch Misoprostol auslösen könne, das man in Apotheken gegen ein Magengeschwür erhält. Es folgt die genaue Anleitung, wie es eingenommen werden muß, um die gewünschte Tötungswirkung zu erreichen. Kurzum: Anleitung zum Mord in einer UN-unterstützten Jugendbroschüre. Die Abtreibungslobby und ihre politischen Fürsprecher suggerieren den Jugendlichen, daß ein „ungewolltes“ Kind wie ein „Geschwür“ sei.

IPPF stellt „ungewollte“ Kinder wie ein „Geschwür“ dar

Die amerikanische Sektion von Planned Parenthood wurde vor kurzem unter öffentliche Überwachung gestellt wegen des Verdachts, illegale und irreführende Taktiken bei Minderjährigen“ anzuwenden.

Trotz der Wirtschaftskrise, die den halben Westen beutelt, ermahnt die UNO umgehend Staaten, die mit ihren Zahlungen für die unersättlichen Kassen der IPPF im Rückstand sind.

Der todbringende Abtreibungslobbyist hängt finanziell zu 71 Prozent des eigenen Haushalts von den Regierungen der Staaten ab. Der krisenbedingte Rückgang der Zahlungen aus reichen Ländern wie Japan, Deutschland und Schweden machte sich bemerkbar. Die kanadische Regierung hat aus demselben Grund fünf Millionen US-Dollar zurückbehalten und noch nicht entschieden, ob sie 2011 den „Jahresbeitrag“ zur IPPF-Arbeit überweisen wird. Auch die Gelder aus den USA sind unsicher. US-Präsident Obama unterstützt zwar im Gegensatz zu seinem Amtsvorgänger George W. Bush die Abtreibungslobby, doch die Parlamente zahlreicher Bundesstaaten haben beschlossen, zumindest soweit es in ihrer Zuständigkeit liegt, die IPPF nicht zu finanzieren. Unter ihnen finden sich einige Staaten, bei denen bei den „Mid Term“-Wahlen am 2. November 2010 die Lebensschutzbewegung erfolgreich war.

Lebensschützer decken staatliche Finanzierungen für Abtreibungslobby auf

Die American Life League (ALL), eine der größten Lebensrechtsorganisationen der USA (die größte katholische) veröffentlichte ein Dossier, mit dem sie den Beweis erbrachte, daß und auf welchen Wegen jährlich illegal 363 Millionen Dollar US-Bundesmittel an den Abtreibungslobbyisten IPPF fließen. Die Regierung Obama garantiert diese gewaltige Summe, damit die IPPF Kondome kauft und gratis in den USA verteilt und Sexualerziehungsprojekte sponsert. Die Finanzierung ist illegal, weil es gegen das Hyde Amendment verstößt. Das Gesetz trägt den Namen des verstorbenen republikanischen Katholiken Henry J. Hyde (1924-2007). Es unterbindet seit 1976, daß Steuergelder und Mittel für die Gesundheitsfürsorge zur Finanzierung von Abtreibung verwendet werden. Unter Berufung auf dieses Gesetz verweigerte der republikanischen Präsident George W. Bush der IPPF jegliche Finanzierung. Für die Regierung Obama ist das Hyde-Gesetz ein lästiger Dorn.

Wenn die IPPF von den nationalen Regierungen nicht ausreichend Gelder erhält, springt umgehend die UNO ein, der die Zielsetzungen der Abtreibungslobby sehr am Herzen liegen müssen. 2010 zahlte die UNO 16 Millionen Dollar direkt an die IPPF. Wegen der Finanzierungsmöglichkeiten betreibt die IPPF seit Jahren Lobbying für ihren ideologischen Kampf, aber auch in eigener Sache, wenn sie die UN-Organisationen zur Übernahme ihrer Diktionen in die offiziellen UN-Dokumente drängt.

Die Ausgaben der UNO für 2010 belegen, daß der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) im vergangenen Jahr der IPPF 1,6 Millionen Dollar mehr als im Vorjahr gewährte. Eine ganze Million mehr zahlte die UNAIDS. Auch die erst vor kurzem als jüngste UN-Schöpfung entstandene UNWomen reihte sich sofort in die Liste der IPPF-Sponsoren ein, indem sie auf Anhieb 330.000 Dollar überwies. 400.000 Dollar sponserten die Weltbank, Weltgesundheitsorganisation und noch einmal UNAIDS gemeinsam. Wer solche Freunde hat, braucht sich um die Finanzen nicht zu sorgen. So konnte die IPPF auch zu Jahresende 2010 triumphierend berichten, daß sie 152 Millionenen Präservative kostenlos verteilt habe und an 1.411.000 „Abtreibungsdienstleistungen“ direkt beteiligt war.

Das Video der American Life League (ALL) zur Verletzung des Hyde-Gesetzes (Englisch). Die ALL betreibt auch das von James W. Sedlak gegründete Projekt STOPP, das für Stop Planned Parenthood steht.

Text: BQ/Giuseppe Nardi
Bild: BQ

Katholisches wird immer für den Leser kostenlos bleiben. Damit das Magazin Tag für Tag mit neuen Artikel weiterhin erscheinen kann sind Zuwendungen notwendig: Unterstützen Sie bitte Katholisches mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht

Unterstützen Sie Katholisches auch, indem Sie ihre Bücher über FalkMedien beziehen. FalkMedien hilft uns regelmäßig bei technischen Aufgaben und beteiligt sich bei der Finanzierung von Servertechnik und Administration.

Der WebShop von FalkMedien umfaßt neue und antiquarische Bücher. Bei jedem Kauf, der über Katholisches.info zustande kommt, werden 10 Prozent Provision an Katholisches ausgeschüttet.

FalkMedien liefert jeden erhältlichen Titel: Die Recherche in einem umfassenden Katalog, der auf dem Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) basiert, ermöglicht es, nahezu alle verfügbaren deutschsprachigen Titel zu beziehen.  -  vlb.falkmedien.de


FalkMedien liefert jedes neue Buch versandkostenfrei ohne Mindestbestellwert.

Print Friendly, PDF & Email