200 Jahre Päpstliche Akademie für die sakrale Archäologie

(Rom) Die Päpstliche Akademie für die sakrale Archäologie blickt auf 200 Jahre ihres Bestehens zurück. Mit einem Festakt wurde gestern in Rom der Gründung der Akademie im Jahr 1810 gedacht und ihres wertvollen Beitrags zur Sicherung, Erhaltung und Aufwertung der archäologischen und künstlerischen Güter der Antike und des Mittelalters. Am Festakt waren Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, der auch Schirmherr der Päpstlichen Akademie ist, und Kardinal Gianfranco Ravasi, der Präsident des Päpstlichen Kulturrats anwesend.

Die vor 200 Jahren gegründete Päpstliche Akademie konnte bereits an Vorläuferinstitutionen anknüpfen, so die 1740 von Papst Benedikt XIV. errichtete Akademie der Römischen Altertümer und die bereits im 15. Jahrhundert von Pomponio Leto geschaffene Römischen Akademie, und deren Arbeit fortsetzen. 1829 gewährte Papst Pius VIII. den Titel einer Päpstlichen Akademie.

Zum engeren Aufgabenbereich der Akademie zählen die archäologischen und künstlerischen Denkmäler, die dem Heiligen Stuhl gehören. Der weitere Aufgabenbereich umfaßt die gesamte sakrale Archäologie. Die Akademie setzt sich aus 140 Mitgliedern zusammen, davon 20 Ehrenmitglieder, 40 effektive Mitglieder und 80 korrespondierende Mitglieder.

„Es besteht kein Zweifel, daß die Welt von heute verstärkt ein historisches Gedächtnis braucht. Wenn die dominante Kultur von der Unmittelbarkeit des Augenblicks und dem „carpe diem“ geprägt ist, erwächst im Menschen früher oder später der Wunsch danach, zu wissen, woher wir kommen, auf welchen Weg wir unterwegs sind, um zu verstehen, wer wir sind und wohin wir gehen, mit einem Wort, die Sinnfrage.“ Mit diesen Worten lobte und unterstrich Kardinalstaatssekretär Bertone die Bedeutung und die Aktualität des kulturellen Beitrags, den die Päpstliche Akademie für die sakrale Archäologie seit ihrer Gründung leistet.

Daß die päpstlichen Archäologen in der ersten archäologischen Liga tätig sind, betonte die Vorsitzende des Instituts, Prod. Letizia Pani Ermini: „Von uns kommen die neuesten Entdeckungen auf internationaler Ebene. Wir sprechen von Entdeckungen in Afrika, in der Türkei, von den Ausgrabungen auf Malta, den Forschungen und Studien über die Skulpturen Konstantinopels, die Baptisterien Spaniens und Frankreichs.“

(RV/Giuseppe Nardi, Bild: 30giorni)

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