Angriffe in Nigeria auf Christen halten an

(Jos/Kazaure) Am 07. März 2010 kamen im zentralnigerianischen Bundesstaat Plateau in der Nacht bei einem Überfall nach offiziellen nigerianischen Angaben etwa 500 Menschen um, die meisten davon waren Christen, viele Frauen und Kinder. Nach Berichten von Zeugen riefen die Angreifer „Allahu akbar“ und mordeten mit Knüppeln, Macheten und Gewehren. Die Angriffe fanden in drei Dörfern in der Nähe der Provinzhauptstadt Jos statt.

Wie erst jetzt bekannt wurde, haben Muslime in dem nördlichen Bundestaat Jigawa sieben Kirchen verschiedener Denominationen niedergebrannt. Dies geschah am 21. Februar in der Stadt Kazauri. In Jigawa gelten die Gesetze der Sharia. Die Angriffe stellten womöglich die Vergeltung dafür dar, daß zwei Tage zuvor ein Polizist einen muslimischen Traktorfahrer angehalten hatte, weil er ein Stopsignal überfahren hatte. Aufgrund eines tätlichen Angriffs durch den Polizisten verstarb der Fahrer. Dieser Vorfall wurde zum Anlaß genommen, den Christen die Schuld zu geben und ihre Kirchen abzubrennen. Als die Polizei mit Tränengas eingriff, waren die Gotteshäuser bereits niedergebrannt.

Am 17. März 2010 wurden zwei weitere christliche Dörfer 45 Kilometer von Jos entfernt angegriffen. Dabei wurden nach Angaben von Augenzeugen mindestens 13 Personen getötet, darunter auch eine Schwangere und Kinder. Da der Stil der Angriffe dem dschihadistischer Extremisten entspricht und bei den Angreifern neben muslimischen Hirten vom Volk der Fulani auch Fremde in Tarnuniformen gesehen wurden, haben nun auch Christen in den Nachbardörfern große Angst.

(Open Doors)

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