Albertus Magnus – "affektive Wissenschaft" als Verbindung von Verstand und Wille

Liebe Brüder und Schwestern!

In der Reihe der großen Glaubensgestalten des Mittelalters wenden wir uns heute einem bedeutenden Theologen der Scholastik zu: dem heiligen Albertus Magnus. Der Beiname „der Große“ weist auf die Weite und Tiefe seines Wissens hin, die Albertus mit innerer Friedfertigkeit und einem überaus tugendhaften Leben verband. Er wurde um 1200 in Lauingen an der Donau geboren. Als junger Mann begab er sich zum Studium nach Padua, und hier begegnete er dem Ordensmeister der Dominikaner Jordan von Sachsen. Von ihm wie auch von der dominikanischen Spiritualität zutiefst beeindruckt, trat Albert 1223 in diesen Orden ein. Dort erkannte man schnell seine hohe Begabung und schickte ihn nach Lehrtätigkeiten an verschiedenen Ordensschulen zum Weiterstudium an die Universität von Paris, dem damals geistigen Zentrum des Abendlandes, wo er schließlich auch als Dozent wirkte. Später wurde er von der Ordensleitung beauftragt, ein Studium generale, eine Art theologische Hochschule, in Köln zu gründen. Bei dieser Aufgabe begleitete ihn sein Schüler Thomas von Aquin. Albertus wurde schließlich zum Provinzial der Ordensprovinz Teutonia gewählt, die damals ganz Mitteleuropa umfaßte. Seine Qualitäten wurden auch von Papst Alexander IV. erkannt, der ihn 1260 zum Bischof von Regensburg ernannte. Albertus gelang es mit unermüdlichem Eifer den Frieden in seinem Bistum herzustellen und die Verhältnisse in Klöstern und Pfarreien zu ordnen. Einige Zeit später legte er jedoch sein Amt nieder und kehrte nach Köln zurück. Im Alter war Albert noch an der Vorbereitung des Zweiten Konzils von Lyon beteiligt, bevor er 1280 in Köln verstarb. Albert widmete sich unter anderem der Zusammenschau von Wissen und Glauben, von Naturerkenntnis und Theologie. In der Theologie verbinden sich für Albert Verstand und Wille. Sie ist „affektive Wissenschaft“: sie leitet das Streben der Menschen dahin, sich mit Gott zu vereinigen, dem Ursprung der Welt und dem Ziel alles geordneten Handelns.

Von Herzen heiße ich alle deutschsprachigen Gäste willkommen, heute besonders die Schulgemeinschaft aus Essen-Werden. Suchen wir wie der heilige Albert der Große Gott in seinem Wort, in der Schönheit der Natur und in der Liebe zu begegnen. Der Herr segne euch auf allen Wegen!

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