Benediktinerkloster von Nursia feiert Liturgie in „beiden Formen des einen römischen Ritus“

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(Norcia) Zum zweiten Jahrestag des Motu proprio Summorum Pontificum (7. Juli) von Papst Benedikt XVI. hat die päpstliche Kommission Ecclesia Dei das Benediktinerkloster von Nursia in Mittelitalien um ein „besonderes Apostolat“ gebeten, nämlich die Feier der Heiligen Messe „in utroque usu“, also sowohl in der ordentlichen als auch in der außerordentlichen Form des römischen Ritus, „in Zusammenarbeit mit dem Heiligen Stuhl und in Einheit mit dem Diözesanbischof“, wie es im Schreiben der Kommission an die Mönche von Nursia heißt, das von Kardinal Castrillon Hoyos unterzeichnet ist.

Das Schreiben wurde von den Mönchen der jungen benediktinischen Gemeinschaft bekanntgegeben, die im Jahr 2000 das Kloster am Geburtsort ihres Gründers, des heiligen Benedikt von Nursia, wiederbelebten. Die Bekanntgabe wurde von einer erklärenden Note des Priors Dom Cassian Folsom begleitet.

Dieser teilt darin mit, daß die Mönche ab Mitte Juli täglich das gesungene Konventamt aufzeichnen und im MP3-Format im Internet veröffentlichen werden, um auch auf diese Weise Gläubige wie Nicht-Gläubige an die heilige Liturgie heranzuführen.

Das „besondere Apostolat“, um das der Heilige Stuhl die Mönchsgemeinschaft gebeten hat, ist ein Zeichen für die aktive Förderung eines gedeihlichen Miteinanders des alten und des neuen Ritus, wie es Papst Benedikt XVI. immer gewünscht habe mit dem Ziel, daß sich beide gegenseitig befruchten.

So heißt es im Schreiben der Kommission Ecclesia Dei an die Mönche, daß die Zelebration in den beiden Formen des einen römischen Ritus die Einheit der Kirche fördern solle. Die Heilige Messe könne nie Zeichen der Spaltung innerhalb derselben einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche sein.

Der Brief von Ecclesia Dei stammt vom 21. April, wurde aber erst jetzt der Öffentlichkeit bekanntgemacht.

(Rinascimento Sacro/JF)

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