Internationale Stiftung sucht anläßlich der Papsreise nach Zeugnissen von geretteten Juden

(Jerusalem) Katholiken, die in den Jahren der Hitler-Diktatur unter Einsatz ihres Lebens Juden das Leben retteten, sollen laut der Internationalen Raoul-Wallenberg-Stiftung weitaus zahlreicher gewesen sein, als allgemein bekannt.

„Während des Zweiten Weltkriegs riskierte eine hohe Anzahl von katholischen Männern und Frauen in europäischen Ländern ihr eigenes Leben, um Juden, die von den Nazis verfolgt wurden, zu retten“, erklärt die Stiftung in einer Stellungnahme. „Nur ein Bruchteil dieser Retter wurde gebührend anerkannt.“ Anläßlich der bevorstehenden Reise von Papst Benedikt in den Nahen Osten soll sich das nun ändern. Die Raoul-Wallenberg-Stiftung startete einen weltweiten Aufruf nach Zeugnissen von Juden, die von Katholiken vor dem Holocaust gerettet wurden.

Die Stiftung widmet sich erzieherischen Programmen und öffentlichen Kampagnen, die sich der Solidarität, Zivilcourage und den ethischen Grundausrichtungen der Retter vor dem Holocaust widmen. Zu den Zielsetzungen der Institution zählt es, die Geschichten solcher Helden auszugraben. In Bildungsprogramm soll ihr Vermächtnis an jüngere Generationen weitergegeben werden.

Der nun um die Welt gehende Aufruf nach Informationen und Beweisen über Rettungsaktionen von Katholiken während des Zweiten Weltkriegs (Kontaktperson ist Danny Rainer: [email protected]) überschneidet sich mit der Pilgerreise des Heiligen Vaters, die von 8. bis 15. Mai stattfinden wird. Die Stellungnahme bemerkt deshalb: Dies „ist ein Weg, die Anwesenheit des Papstes im Heiligen Land und die brüderliche Umarmung zwischen Katholiken und Juden, die sie symbolisiert, zu feiern“.

Die Stiftung ist nach dem schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg benannt, der zehntausenden ungarischen Juden (die Zahlen schwanken zwischen 30.000 und 100.000) während des Holocausts das Leben rettete.

(Zenit)

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