Kommunistischer Ideologe küßte Statue des Jesuskindes

(Rom) Die Mitteilung des ehemaligen Kurienerzbischofs Luigi De Magistris, daß sich Antonio Gramsci, der Mitbegründer und intellektuelle Vordenker der Kommunistischen Partei Italiens, auf dem Totenbett bekehrt und die Sakramente empfangen habe, löste heftigen Protest von kommunistischer und atheistischer Seite aus. Dabei ist die Meldung nicht neu. Alt sind jedoch die Reaktionen. Bereits 1977 kamen erste Stimmen auf, daß sich das kommunistische Idol im Sterben zum katholischen Glauben bekehrt habe. Msgr. De Magistris berief sich auf die Aussage von Ordensschwestern, die Gramsci 1937 in der römischen Klinik Quisisana pflegten.

De Magistris, wie Gramsci ein Sarde, erklärte, daß sein „Landsmann“ im Krankenzimmer ein Bild der Heiligen Therese vom Kinde Jesu aufbewahrte. Zu Weihnachten 1936 brachten die Schwestern allen Kranken eine Figur des Jesuskindes, damit sie es küssen konnten, nur Gramsci nicht. Er habe darauf gefragt, weshalb man es ihm nicht auch bringe. Darauf brachte man es auch ihm und er habe es geküßt.

Wie schon 1977 beruft sich die Familie Gramscis, die in Rußland lebt, auf eine Schwester seiner Frau, die ihn damals ebenfalls in Rom betreut habe. Diese schrieb in Briefen, sie habe „alle Hände voll“ zu tun gehabt, um Ordensschwestern und Priester von Gramsci fernzuhalten. Mit diesem Hinweis tat Gramscis Enkel, ein russischer Pianist und Mitglied der Kommunistischen Partie Rußlands, auch die neuen Meldungen ab. Der ehemalige italienischen Staatspräsident Francesco Cossiga erklärte hingegen: „Wenn De Magistris es so berichtet, dann stimmt es.“ Wütend gab sich hingegen der Vorsitzende der italienischen KP Paolo Ferrero, der einen Denkmalsturz befürchtet.

(JF)

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