Islamisten verhaftet mit dem Vorwurf, 2002 sieben Christen ermordet zu haben

(Karatschi) Die pakistanische Polizei hat gestern drei militante Islamisten festgenommen, die beschuldigt werden, im Jahr 2002 sieben Christen getötet zu haben. Bei den Opfern handelte es sich um Mitarbeiter von Isara Amn-o-Insafa, einer Organisation für Gerechtigkeit und Frieden, die von Katholiken und Protestanten getragen wird.


Raja Umer Khattab von der pakistantischen Polizei erklärte, daß die drei Verhafteten der extremistischen Organisation Tehreek-e-Islami Lashkar-e-Mohammadi, „einer sehr gefährlichen Gruppe“, angehören. Bereits vor kurzem seien zehn weitere Mitglieder dieser islamistischen Gruppe verhaftet worden, deren Anführer allerdings noch flüchtig ist.

2002 hatten die Lokalpresse und Teile der Sicherheitsorgane versucht, die Mordfälle als einen „Konflikt unter Christen“ darzustellen. P. Bonnie Mendes, der damals bei der Beerdigung der drei Ermordeten anwesend war, erklärte gegenüber der Presseagentur Asianews, daß man bereits damals darauf gedrängt habe, die islamistische Spur zu verfolgen, „aber niemand hat auf uns gehört“. Die jüngsten Verhaftungen „lassen uns aber für die Zukunft hoffen“, so P. Mendes.

P. Jacob von der bischöflichen Kommission Justizia et Pax betonte, daß sich die sieben ermordeten Christen für mehr Gerechtigkeit und Frieden in Pakistan eingesetzt hatten. Solche Bemühungen hätten bisher aber nicht zum Ziel geführt, „weil die Regierung genau diese Menschen nicht schützte“, so P. Jacob.

(asianews/JF)

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