Erster Kardinal Thailands – Michai Kitbunchu seit 25 Jahren Kardinal

(Sam Phran) Der erste Kardinal in der Geschichte der thailändischen Kirche, Michai Kardinal Kitbunchu, feierte die Heilige Messe anläßlich seiner Berufung in das Kardinalskollegium vor 25 Jahren. „Es ist eine große Ehre für mich und die Kirche Thailands sowie ein Tribut, den der Heilige Stuhl dem asiatischen Kontinent gezollt hat“, mit diesen Worten kommentierte der Kardinal das Ereignis. Er dankte in besonderer Weise den Missionaren, die „seit mehr als 400 Jahren“ durch ihren Mut und ihre Ausdauer der ersten katholischen Gemeinschaft das Leben geschenkt haben. „Der Gnade Gottes und der Arbeit der Missionare ist es zu danken, daß die Kirche in Thailand gedeiht und sich seither behauptet hat.“


Michael Michai Kitbunchu wurde 1930 geboren und 1959 in Rom zum Priester geweiht. Beim Konsistorium von 1983 kreierte ihn Papst Johannes Paul II. zum Kardinal. Der Erzbischof von Bangkok gilt als mutiger Verteidiger des Glaubens. Er bezog stets klare Positionen gegen die Tötung ungeborener Kinder, wann immer Nichtregierungsorganisationen mit irreführenden Wortspielen an „Frauenrechte“ appellierten, um die Legalisierung der Abtreibung erreichen zu können.

Besonderes Augenmerk in seiner bisherigen Arbeit legte der Kardinal auf das katholische Schul- und Bildungswesen in seinem Land. In der katholischen Erziehung sieht der Purpurträger ein Recht für die weniger Privilegierten und eine Verpflichtung für die Entwicklung der Gemeinschaft. Deutliche Worte fand der Erzbischof von Bangkok für die Gefahren des Materialismus und des Konsumismus, die „Hürden sind, die verhindern, richtig von falsch unterscheiden zu können“. Das Leitmotiv einer Gesellschaft müsse die Liebe sein, die Solidarität mit dem Nächsten ohne Unterschied der Staatsbürgerschaft, der Rasse oder der Religion, so Kardinal Kitbunchu. Mit Blick auf Gottes barmherzige Gnade erklärte der Kardinal: „Zum Herz des Katholischsein gehört es, sich dafür einzusetzen, daß die Menschenwürde für jeden Menschen Anerkennung findet und es möglich ist, in Frieden und ohne Egoismen zusammenzuleben.“

(asianews/RP)

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