Italienische Kirche kämpft weiter gegen Abtreibungsgesetze von 1978

(Rom) Der römische Generalvikar Camillo Ruini drängte auf eine Revision des seit 1978 geltenden Gesetzes, mit dem in Italien eine Abtreibung innerhalb von drei Monaten nach der Empfängnis erlaubt wird.

Das Gesetz müsse auf Grund der neuen Erkenntnissen in punkto Bioethik revidiert werden, meinte Ruini. Sein Anliegen findet breite Unterstützung. Katholische Gruppen verlangen zum Beispiel, daß freiwillige Mitarbeiter von Lebensrecht-Organisationen zur Beratung der Frauen in den staatlichen Beratungsstellen zugezogen werden. Es müsse mehr getan werden, um vorgeburtliche Tötungen zu verhindern.

In Italien verweigern nach Schätzungen rund 60 Prozent der Gynäkologen aus Gewissensgründen die Mitwirkung an vorgeburtliche Tötungen, in gewissen Regionen über 80 Prozent. Die linken Parteien verteidigen dagegen das Gesetz. Die Zahl der Abtreibungen sei seit der Verabschiedung des Gesetzes gesunken, wird argumentiert. Sie verlangen Sexualerziehung an den Schulen, Informationen für Immigrantinnen und kostenlose Verhütungsmittel.

Die Bischofskonferenz kritisiert, daß viele Frauen oft mit viel zu großem Leichtsinn eine Abtreibung vornehmen lassen. Sie prangerte zudem die Abtreibungspille RU 486 an, die derzeit in einigen italienischen Krankenhäusern getestet wird. Je drei RU 486-Tabletten werden im Abstand von zwei Tagen gegeben, es löst sich die Gebärmutterschleimhaut ab und Schleimhaut, Plazenta und Kind werden ausgestoßen.

(JF)

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