Der Beitritt der Türkei wäre eine Katastrophe

(St. Pölten ) Im Interview mit der St. Pöltner Kirchenzeitung „Kirche bunt“ hat der ägyptische Jesuit und Caritasdirektor P. Henri Boulad SJ zur Problematik der kulturellen Begegnung mit dem Islam sowie zu seinem politischen und militärischen Einfluß Stellung genommen. Unter anderem erklärte Boulad: „Die friedliche Koexistenz ist nur dann möglich, wenn der Islam in Europa die europäischen Gesetzgebungen, die Demokratie, die laizistische Gesellschaft anerkennt und nicht unbedingt sein eigenes System aufzwingen will. Derzeit scheint es so, daß der Islam in Europa ruhig hält und abwartet, bis sich die Situation weiter entwickelt und bis sie die Mehrheit haben. Aber dann wird es zu einem Umsturz kommen. Deshalb fordere ich Europa immer auf, sehr wachsam zu sein.“ Zu einem möglichen EU-Beitritt der Türkei meint Boulad: „Der Beitritt der Türkei wäre eine Katastrophe. Es ist ein Irrglaube, anzunehmen, daß durch einen Beitritt die Türkei laizistischer würde, wo sie doch gerade dabei ist, immer islamistischer zu werden.“ Der Jesuit sieht aber auch gewisse Zeichen der Hoffnung auf Dialog und Versöhnung: „Immer mehr Muslime treten gegen diesen Extremismus und Fundamentalismus auf. Man kann sowohl in den arabischen Ländern wie auch im Westen eine Strömung feststellen, Moslems, die sich sowohl für einen Dialog als und auch für eine laizistische Gesellschaft aussprechen, weil sie keine Zukunft sehen in diesem radikalen System. Deshalb bin ich dafür, daß es nicht nur einen islamisch-christlichen Dialog gibt, sondern daß man die Muslime selbst dazu bringt, untereinander einen Dialog zu führen, um einmal abzuklären, was eigentlich der Islam bedeutet.“

(presse.kirche.at/news.stjosef.at)

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